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UK 1976
Originaltitel:Led Zeppelin: The Song Remains the Same
Alternativtitel:Song Remains the Same, The
Länge:137:42 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Peter Clifton, Joe Massot
Kamera:Ernest Day, Phil Parmet
Musik:Led Zeppelin
SFX:Ian Knight, Kirby Wyatt
Darsteller:Robert Plant, Jimmy Page, John Paul Jones, John Bonham, Peter Grant, Derek Skilton, Colin Rigdon, Jason Bonham, Patricia Bonham, Richard Cole, Roy Harper, Carmen Plant
Vertrieb:Warner
Norm:1080p/VC-1
Medium:BD-25
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:1,78:1
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Stereo), Dolby Digital 5.1, Dolby TrueHD 5.1
Sprache:Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch Französisch, Griechisch, Italienisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:18.04.2008 (Kauf)
Bonus:
  • Tampa News Report (3:27 Min., 1080i)
  • Song: "Over the Hills and far away" (6:24 Min., 1080i)
  • Boating down the Thames (8:22 Min., 1080i)
  • Song: "Celecbration Day" (Schnittfassung) (3:41 Min., 1080i)
  • The Robbery (5:04 Min., 1080i)
  • Song: "Misty Mountain Hop" (4:52 Min.)
  • Original Filmtrailer (1:00 Min, 1080i)
  • Song: "The Ocean" (5:50 Min., 1080i)
Bitte anstellen zum ultimativen Auftritt der bedeutendsten und einflussreichsten Rockband der Welt! Rock and Roll, Stairway to Heaven, Whole Lotta Love und weitere ihrer berühmtesten Songs sind dafür der schlagende Beweis. Sie alle sind in diesem atemberaubenden Film zu hören, der das berühmte New Yorker Led-Zeppelin-Konzert von 1973 in den Mittelpunkt stellt. Die Band-Mitglieder überwachten das Remastering des Soundtracks und die neue Abmischung in Dolby 5.1. Die Auftritte, Fantasy-Sequenzen und privaten Szenen mit Jimmy Page, Robert Plant, John Paul Jones und dem verstorbenen John Bonham werden durch außergewöhnliche Specials ergänzt - darunter auch zusätzliche Songs. Alles zusammen ergibt die komplette Sternstunde des Konzerts im Madison Square Garden. The Song Remains the Same. Aber nicht nur der Song bleibt so, wie er war, sondern auch die Dynamik der Gruppe - und ihr Platz in der Geschichte des Rock. Auf diese Version haben die Fans lange gewartet. [Blu-ray Cover Text]
"The Songs Remains the Same" ist eine Mischung aus Konzertmitschnitt und Dokumentationsfilm. Es liegt uns hier erstmals in 1080p vor und wurde Seitens Warner in VC-1 codiert.
Um es vorweg zu nehmen: Die Konzertaufnahmen sehen toll aus und stellen keinen Vergleich zu den sehr schlechten Aufnahmen dar, welche hinter den Kulissen stattfanden. Diese sind unscharf und verrauscht, grobkörnig und verwaschen, lassen dafür eine perfekte Doku-Atmosphäre entstehen. Den Filmsequenzen zu Beginn, sowie während der Lieder sieht man ihr Alter zwar auch an, dennoch kommen diese in High Definition gut zur Geltung, erscheinen trotz aller Grobkörnigkeit angenehm scharf und bieten eine angenehme Tiefenschärfe, aber ein etwas durchwachsenen Schwarzwert. Die immer mal wieder auftauchenden Defekte und Verschmutzungen stören hierbei kaum.
Kommen wir nun aber zu den Konzertaufnahmen, welche uns für die zwischenzeitlichen Qualitätseinbrüche entschädigen. So überzeugt das Bild mit sehr satten und kräftigen Farben. Der Kontrast arbeitet sauber, könnte insgesamt aber ausgewogener erscheinen. Zudem fehlt es dem Transfer an einem satten Schwarzwert, was dem Bild sehr oft Plastizität und Brillanz raubt. Es ist und bleibt ein Konzertmitschnitt aus den 1970er Jahren und das sieht man einfach. Überall huschen mal kleinere, mal größere Defekte durchs Bild. Überwiegend bleiben die Konzertaufnahmen aber von Schäden verschont. Der Bildstand ist gar hervorragend stabil und das vorhandene Filmkorn bleibt zwar sichtbar, stört aber nicht wirklich und nimmt niemals unschöne Ausmaße an, sondern stärkt höchstens noch den Nostalgiewert der Aufnahme.
Um es kurz zu machen: "The Songs Remains the Same" sieht auf Blu-ray tausendfach besser aus als auf DVD. Es ist kein Referenzmaterial - dies ist allein wegen dem Alter des Ausgangsmaterials kaum möglich - doch die Restauration hat sich gelohnt und auch wenn wir uns etwas mehr Plastizität erhofft hätten, so dürfen wir uns über eine gute Umsetzung freuen. Viele der kleineren Mängel wie z.B. der wechselhafte Schwarzwert sind wahrscheinlich produktionsbedingt sind und hätten mit einem zu starken Eingriff nur verschlimmbessert werden können.



Soundtechnisch spendiert man uns gleich drei Tonspuren. Einmal ein simples Stereo, einmal einen 5.1-Mix und eine Dolby TrueHD-Version. Alle drei Tonspuren können sich hören lassen, wobei die Stereospur natürlich die schwächste Möglichkeit ist, sich den Gig anzuhören. Hervorzuheben ist hier vor allem der TrueHD-Mix, welcher mit einer schönen Dynamik und einer ebenso guten wie überzeugenden Weiträumigkeit aufwarten kann, welche den ohnehin schon tollen 5.1-Mix nochmal übertrumpft. Hier merkt man sofort, dass unter anderem Jimmy Page den Soundmix überwachte, denn der klingt so frisch wie nie und jedes Instrument darf seine volle Kraft unter Beweis stellen, ohne auch nur in einer Sekunde betagt zu wirken.
Hier ist wirklich jedes Detail zu hören und man erzeugt zudem einen überraschend gute Räumlichkeit. Das 13minütige Drum-Solo bei "Moby Dick" erstreckt sich über sämtliche Kanäle und wandert zudem von vorn, nach hinten und wieder zurück, bis Jimmy Pages Gitarre einsetzt. (In diversen Foren wird von einem Tonaussetzer bei der TrueHD-Spur während des Songs "Moby Dick" gesprochen. Dieser ist uns beim Testen über die Playstation3 nicht aufgefallen.) Dann bleiben die Rears weitgehend ruhig und werden nur für das Publikum genutzt. Das hört sich nicht nur im Text gut an, das klingt auch so und für einen Konzertmitschnitt aus dem Jahre 1976 ist die neue Abmischung wirklich beachtlich ausgefallen. Hinzu kommt eine glasklare Sprachwiedergabe und der Gesang klingt weder dumpf noch in irgendeiner Form verzerrt. Besser kann es gar nicht sein, so macht Led Zeppelin Spaß. Für die Zwischensequenzen und Statements des Sänger lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.


Im Gegensatz zu den Infos anderer Magazinen und Seiten, welche ihre Infos vielleicht nur vom Cover ablesen und anscheinend nicht selbst testen, wurde sämtliches Bonusmaterial in VC-1 codiert und liegt in 1080i vor und nicht wie angegeben in 480i bzw. 480p. Mit den Coverangaben hat es Warner hier anscheinend sowieso nicht allzu genau genommen, den neben Stereo sollen die Extras auch in Stereo 5.1 vorliegen. Richtiger wäre wohl Dolby Digital 5.1 gewesen, da hier der Ton nicht einfach gesplittet wurde, sondern eine komplett neue Abmischung erfahren hat. Nun kommen wir aber lieber zu den Extras. Diese sind recht dünn gesät und neben einer 3minütigen TV-Reportage aus dem Jahre 1973 gibt es noch das 5 Minuten lange Featurette mit dem Titel "The Robbery", welches ein Interview mit Band-Manager Pete Grant zeigt, der in einer Pressekonferenz über die im Drake Hotel aus einem Safe gestohlenen 200.000 $ an Bandgeldern spricht. In Boating Down the Thames sprechen Sänger Robert Plant und Manager Peter Grant über den Film und die dazugehörig Tour. Ein 8minütiges, sehr informatives und vor allem aufschlussreiches Interview, bei dem man über Peter Grant schmunzeln muss. Der Typ ist absolut Rock'n'Roll und trägt eine Klamottenkombination, die einfach zum Schreien ist. Ich sage nur: T-Shirt Größe XS ...
Weiter geht es mit vier Bonus-Songs, welche wahlweise in Stereo oder Dolby Digital 5.1 angeschaut werden können und mit "Over the Hills and Far Away," "Celebration Day," "Misty Mountain Hop" und "The Ocean" vorher nicht im Film verwendete Live Clips zeigt. Zum Schluss gibt es noch einen Trailer zum Film. Zudem haben alle Featurettes deutsche Untertitel und das Pop-Up-Menü läuft sehr flüssig, hätte optisch aber ruhig etwas aufwendiger ausfallen dürfen. Leider fehlt ein 15minütiges Radiointerview mit Cameron Crowe, welches auf der DVD-Version vorhanden ist.



"In Concert And Beyond"
Led Zeppelin sollte wohl jedem ein Begriff sein. Auch wenn man den Werdegang der Band nicht mitverfolgt hat, so sind es vor allem Songs wie "Stairway to Heaven", "Moby Dick" und das geniale, Titel gebende "The Song remains the same", die den meisten in bester Erinnerung geblieben sein dürften.
Die Band war ein Phänomen der späten 1960er und der 1970er Jahre, lösten sich nach dem Drogentod des Schlagzeugers John Bonham, der 1980 an seinem eigenen Erbrochenen erstickt war, leider auf. 27 lange Jahre dauerte es, bis die Band am 10. Dezember 2007 wieder zueinander fand. Neben den Urvätern John Paul Jones, Jimmy Page und Robert Plant saß Bonhams Sohn zu Ehren des 2006 verstorbenen Gründers der Plattenfirma Atlantic Records und Mit-Entdecker von Led Zeppelin, Ahmet Ertegün, am Schlagzeug in der O2 Arena in London. Sie waren wieder vereint, doch bisher war dies ihr einziges Konzert, wobei eine Welttrounee nicht ausgeschlossen scheint. Mit ihrem Gedenkkonzert haben sie sich wieder in Erinnerung gerufen und zeigten, dass sie weder als Band noch als einzelne Musiker an Kraft verloren haben, insbesondere Jimmy Page, welcher mit einem gebrochenen Finger spielte und Sänger Plant, dessen Stimme selbst knapp 3 Jahrzehnte nach ihrem Höhenflug nichts an Kraft eingebüßt hat.




Damit die Zeit zwischen dem London Gig und einer möglichen Welttournee nicht zu lang erscheint, veröffentlicht Warner ihren unvergessenen Kultfilm "The Song remains the same" als Doppel-DVD-Set und Blu-ray. Letzteres lag uns zum Testen vor und hier beweist die Band, welche 1973 mehrere Konzerte im New Yorker Madison Square Garden gab, dass die von der Presse angesprochene Stagnation ihres Schaffens nicht existent ist. Ganz im Gegenteil: Led Zeppelin zeigt sich kreativ wie nie.
Denn im Gegensatz zu gewöhnlichen Konzertfilmen ist "The Song remains the same" nicht nur Konzertmitschnitt, sondern eine Mischung aus diesem, einer Dokumentation und einem phantastisch angehauchten LSD-Trip. Zu Beginn sehen wir einen Oldtimer mit einigen Mafia ähnlichen Gestalten (die Band und deren Manager), welche mit ihren 20er Jahre Maschinenpistolen in eine Villa eindringen und alles kurz und klein schießen. Nicht weiter sensationell, würde man denken, wäre da nicht die Tatsache, dass einer der erschossenen Gangster kein Gesicht hat, einem anderen wird der Kopf abgeschossen und aus seinem Hals schießt eine Fontäne viele bunter Farben. Dann geht es dem Werewolf (!!!) an den Kragen, der die Eindringlinge angreift, dabei aber ebenfalls niedergestreckt wird.
In "The Song remains the same" durfte jedes Bandmitglied seine Fantasie freien Lauf lassen, was den Film zu einem visuellen Leckerbissen werden lässt und sehr psychedelisch wirkt. Sänger Robert Plant sagte in einem Interview aus, dass der Film in erster Linie ein Egotrip war. Jeder wollte sich selbst beweihräuchern und dementsprechend surreal wirken. So entstanden Filmsequenzen, welche den Sänger in bester Althippie-Tradition beim Nacktbaden mit seiner Frau und seinen Kindern an einem idyllischen Ort zeigt oder als eine Art Highlander bzw. Ritter, der um die Kunst einer holden Maid kämpft.
Jimmy Page, spielt in bester Aleister Crowley-Manier mit dem Gerücht, der schwarzen Magie zu frönen. Bonham fährt in einem Oldtimer mit seiner Frau über eine Landstraße und wirkt dabei entspannt und gelassen, oder zeigt sich in verschiedenen fiktiven Lebenslagen, während John Paul Jones Vision wieder an einem alten Horrorfilm der Hammer Studios erinnert. Hinzu kommen diverse Backstage-Aufnahmen, welche z.B. die Security in Aktion zeigt, wie sie Fans ohne Ticket rausschmeißen. Es gibt Aufnahmen über den Diebstahl im Hotel und den geklauten 200.000 Dollar der Ticketeinahmen.
Das alles wird passend in den Songs verarbeitet und selbst die Liveaufnahmen werden visuell aufpoliert und bei Bedarf verfremdet, ohne dass es jemals zuviel des Guten wird. Ganz im Gegenteil, man hat teilweise das Gefühl einem Trip aufzusitzen, denn alles wirkt so wunderbar sureall, als wäre man in einem Traum.



Das Konzert selbst ist einmalig und gehört noch heute zu den besten Konzertmitschnitten, was nicht zuletzt an der fantastischen Songauswahl liegen dürfte. Schließlich spielten sie Songs wie "Dazed and Confused", welches mit einer Laufzeit von 27 Minuten einem Marathon gleicht und fast schon die Länge eines ganzen Albums aufweist. Hier sehen wir z.B. Jimmy Pages siebenminütiges Gitarrensolo, bei dem er einen Geigenbogen als Pick benutzt und fantastische Klänge zum Besten gibt. Ebenfalls fantastisch ist John Bonhams 13 Minuten langes Drum-Solo in "Moby Dick". So etwas findet man heute nicht mehr auf Konzerten. "The Song remains the same" ist ein bildgewaltiges Werk ehemaliger Rock'n'Roll-Götter und über jeden Zweifel erhaben. Es entstand also ine fiktive Dokumentation einer der wegweisesten Bands der Musikgeschichte, die geprägt ist vom starken Drogenkonsum der Bandmitglieder, denn anders kann man diese psychedelischen Fantasyelemente nicht erklären. Für Led Zeppelin-Fans wird dieser auf ein neues Medium transferierte Schatz eine Pflichtanschaffung sein, alle anderen sollten einmal reinschauen. Ein ideales Konzert zum Chillen, das erhältlich ist als Blu-ray und HD DVD.


Film++++++
Bild++++--
Ton+++++-
Bonus+++---


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