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USA 2009
Originaltitel:Princess and the Frog, The
Alternativtitel:Frog Princess, The
Länge:97:27 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ohne Altersbeschränkung
Regie:Ron Clements, John Musker
Buch:Rob Edwards, Ron Clements, John Musker
Musik:Randy Newman
Darsteller:Anika Noni Rose, Bruno Campos, Keith David, Michael-Leon Wooley, Jennifer Cody, Jim Cummings, Peter Bartlett, Jenifer Lewis, Oprah Winfrey, Terrence Howard, John Goodman, Elizabeth Dampier, Breanna Brooks
Vertrieb:Disney / Buena Vista
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:1,78:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1 (nur engl.), DTS-HD 5.1 (dt., ital.), Dolby Digital 5.1 (türk.)
Sprache:Deutsch, Englisch, Italienisch, Türkisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Italienisch, Türkisch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:15.04.2010 (Kauf)
Bonus:
  • Trailershow bei Disc-Start:
    • Disney Blu-ray Trailer (0:59 Min., 1080p)
    • Die Schöne und das Biest (1:52 Min., 1080p)
    • Rapunzel - Neu verföhnt (0:30 Min., 1080p)
    • Toy Story 3 (1:51 Min., 1080p)
  • Audiokommentar von den Regisseuren und Autoren John Musker & Ron Clements, sowie dem Produzenten Peter del Vecho
  • Hi-Def exklusiv: PIP-Featurette: Zeichnungen
  • Zusätzliche Szenen:
    • Einführung (1:07 Min., 1080p)
    • Ein Rat von Mama Odie (1:36 Min., 1080p)
    • Alternative Einführung von Louis (3:45 Min., 1080p)
    • Rieche mal an den Rosen (3:20 Min., 1080p)
    • Naveen vertraut sich Ray an (1:54 Min., 1080p)
  • Musik & mehr:
    • "Never Knew I Needed" von Ne-Yo feat. Cassandra Steen (3:53 Min., 1080p)
    • Making Of des Musikvideos (2:43 Min., 1080p)
  • Animation zum Leben erwecken:
    • Einführung von John Musker und Ron Clements (1:08 Min.)
    • "Du musst nur tiefer in dir graben" [mit Kommentar von John Musker und Ron Clements] (4:38 Min., 1080p)
    • "The Proposal" [mit Kommentar von John Musker und Ron Clements] (2:21 Min.)
    • Magie im Bayou: Das Making Of (22:11 Min., 1080p)
    • Die triumphale Rückkehr zur klassischen, handgezeichneten Animation (2:43 Min., 1080p)
    • Das Erbe von Disney (2:31 Min., 1080p)
    • Disneys neuste Prinzessin (2:51 Min., 1080p)
    • Die Prinzessin und der Zeichner (2:27 Min., 1080p)
    • Einen Bösewicht herbeizaubern (1:46 Min., 1080p)
    • Die Wiederkehr des animierten Musicals (3:14 Min., 1080p)
  • Kunstgalerien:
    • Visual Development (171 Bilder, 1080p)
    • Design der Figuren:
      • Tina (23 Bilder, 1080p)
      • Prinz Naveen (21 Bilder, 1080p)
      • Mama Odie (9 Bilder, 1080p)
      • Dr. Facilier & Lawrence (17 Bilder, 1080p)
      • Charlotte & Big Daddy (22 Bilder, 1080p)
      • Louis & Ray (18 Bilder, 1080p)
      • Layouts & Hintergründe (17 Bilder, 1080p)
      • Storyboard-Kunst (54 Bilder, 1080p)
  • Was siehst Du?: Prinzessinnen-Portraits
  • Hinter den Kulissen: Synchroaufnahmen (4:17 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Wahre Schätze: Tinkerbell (1:03 Min., 1080p)
    • Toy Story 1 & Toy Story 2 (1:11 Min., 1080p)
    • Tinkerbell - Ein Sommer voller Abenteuer (1:33 Min., 1080p)
    • Disneyland Paris (0:33 Min., 1080p)
    • Auf Blu-ray Disc (1:00 Min., 1080p)
    • Die Schöne und das Biest: Platinum Edition (1:38 Min., 1080p)
    • Toy Story 3 (1:51 Min., 1080p)
    • Rapunzel (0:30 Min., 1080p)
  • Hi-Def exklusiv: BD-Live
New Orleans um die Jahrhundertwende. Die Kellnerin Tiana träumt von einem eigenen Restaurant. Da hüpft ihr eines Abends ein Frosch über den Weg und behauptet er sei der verzauberte Prinz Naveen. Ein einziger Kuss, und Tiana hätte einen Wunsch frei. Weil sie für ihren Traum fast alles tun würde, küsst die junge Frau das schleimige Tier tatsächlich - mit unerwartetem Ergebnis. Nicht er wird ein Mensch, sondern sie zum Frosch. Nun bleibt Naveen und Tiana nichts anderes als schnellstmöglich ihre menschliche Gestalt wieder zu erlangen.
Nachdem in den letzten Jahren regelmäßig die Pixar Studios für die Disney-Animationsfilme verantwortlich waren (2008 der Raummüllschlucker Interner Link"Wall-E" und zuletzt "Oben"), durfte diesmal wieder ein alter Haudegen ran. Ron Clements, schon 1986 verantwortlich für "Basil, der Mäusedetektiv", entwarf mit "Küss den Frosch" einen Disney-Film der alten Schule mit viel Musik, Gesang und der traditionellen Zeichentrickfilmtechnik, in der die zweidimensionalen Figuren noch von einem schwarzen Strich gerahmt sind. Doch genügen diese Ingridenzien, damit dabei auch ein guter Film herauskommt?


Wirklich vergleichen lässt sich "Küss den Frosch" mit den Pixar-Filmen natürlich nicht, da diese ihre Technik ganz in den Dienst einer Grafik stellten, die auch inhaltlich andere Wege ging. Doch während ein Film wie Interner Link"Wall-E" seinen eigenständigen Ansatz letztlich doch aus Gründen der Anpassung an ein möglichst großes Publikum in der zweiten Hälfte wieder aufgab, ist hier von Beginn an klar, wohin die Reise geht. Schon wenn die beiden kleinen Mädchen die Geschichte vom Froschkönig und dem verzauberten Prinzen im Prolog hören, weiß man genug über ihre Sehnsucht, auch wenn die verwöhnte weiße Tochter aus reichem Hause, Charlotte, das offener auslebt als deren Spielkameradin Tiana, die Tochter des schwarzen Kindermädchens. Es ist der Weg zum Happy End, der die eigentliche Qualität des Films ausmacht, und die stimmt hier von Beginn an.


Überraschend ist dabei die Tatsache, dass "Küss den Frosch" schnell alles Kindliche sein lässt und nur mit erwachsenen Protagonisten agiert. New Orleans, Ende der 20er Jahre: Tiana schuftet in einer kleinen Gaststätte und legt jeden Penny zur Seite, um sich ihren und schon von ihrem im 1. Weltkrieg gefallenen Vater gehegten Traum zu verwirklichen - ein eigenes Restaurant. Während sie dafür auf jede Freizeitvergnügung verzichtet, lebt ihre Freundin Charlotte das sorglose Leben einer verhätschelten Tochter, deren Traum sich zu erfüllen scheint, als der junge, sehr gut aussehende Prinz Naveen am Mississippi-Ufer landet und die Einladung ihres Vaters annimmt. Als die Blondine kurz darauf im Ballkleid mit dem Prinzen über das Parkett des Maskenballs fegt, ironisiert der Film mit diesem Zitat den historischen Disney-Film, denn hinter dem äußerlichen Schein stimmt nichts.


Weder handelt es sich bei dem Prinzen um den echten Prinz Naveen, der zudem von seinen Eltern enterbt worden war, weil er nur sein Playboyleben pflegte, noch ist die tanzende Blondine die Prinzessin, um die es hier geht. Stattdessen begegnet Tiana, die ihre Prinzessinnen-Verkleidung nur einem Missgeschick zu verdanken hat, dem sprechenden Frosch, womit quasi zwei Märchen auf eigenwillige Weise zusammengefügt wurden - der Froschkönig und Aschenputtel. Mit dem entsprechend konträren Ergebnis: Tiana wird zur Fröschin, was letztlich wieder logisch ist, da sie ja keine echte Prinzessin ist. "Küss den Frosch" ist nicht nur in diesem Spiel mit der eigenen Disney-Vergangenheit originell, sondern verzichtet auch auf die übliche lineare Erzählweise, indem es sich erst langsam herausstellt, warum es zu dieser Konstellation überhaupt kam. Man sah zwar, dass der Prinz nach seiner Ankunft in New Orleans gemeinsam mit seinem Kammerdiener Lawrence in die Fänge des Voodoo-Zauberers Dr. Facilier geriet, aber das Ergebnis und die Intention hielt der Film dem Publikum einige Zeit vor.
Diese an einem erwachsenen Publikum orientierte Erzählweise ändert sich, als die beiden Protagonisten beginnen müssen, sich als Frösche durchzuschlagen. Mit Louis, dem Krokodil, vor allem Ray, dem Glühwürmchen, und nicht zuletzt der Zauberin Eudora, gesellen sich drei weitere Charaktere hinzu, die wieder einmal begründen, warum vor allem in den Nebenfiguren das wahre Potential für originelle, vielschichtige Figuren liegt, während Tiana und Prinz Naveen sich durchaus Mühe geben, aber ihre Annäherung natürlich Programm ist.


Nur Dr. Facilier und der unterdrückte Kammerdiener des Prinzen vertreten hier die Bösewichter, während allen anderen Figuren die Chance auf Entwicklung oder eine andere Seite ihres Charakters gegeben wird. Damit vermeidet "Küss den Frosch" angenehmerweise irgendein Sendungsbewusstsein, verschwendet an das klassische Happy End nur die minimal notwendige Zeit, während es dem persönlichen Erleben der eigentlichen Nebenfiguren einen erstaunlich emotionalen Moment zugesteht. Zudem unterstreicht Randy Newmans in seiner am Jazz New Orleans' orientierten Musik, die auf die üblichen Hitparaden-geeigneten Schmusesongs verzichtet (und gut und damit nachvollziehbar auf deutsch interpretiert ist), die weniger am kindlichen Geschmack orientierte Handlung, die aber dank der Nebenfiguren und mancher Slapstick-Einlagen auch bei jüngeren Zuschauern punkten kann.


Disney veröffentlicht "Küss den Frosch" als normale Blu-ray-Edition ohne irgendeinen Titelzusatz, aber auch ohne FSK-Wendecover, welches mal wieder das Cover verschandelt. Besonders bei einem Film ohne "Altersbeschränkung" macht der weiße Flatschen einen noch schlechteren Eindruck auf dem Cover. Sieht einfach verdammt hässlich aus!
Das Bonusmaterial ist nicht sonderlich umfangreich, bietet dennoch ein paar nette Extras, die zudem komplett in HD vorliegen und deutsch untertitelt wurden. Zu Beginn darf man sich über ein Bild-in-Bild-Feature freuen, in dem der gesamte Film in einer Bleistift-Rohfassung betrachten werden kann. Auch der Audiokommentar mit den Regisseuren John Musker und Ron Clements, sowie dem Produzenten Peter DelVecho fällt sehr informativ aus, denn alle drei gehen sehr ausführlich auf verschiedene Aspekte der Produktion ein. Die beiden Regisseure sind zudem bei den Intros der vier zusätzlichen Szenen zugegen, die jeweils in Bleistift- und Storyboard-Rohfassungen vorliegen.
Unter "Musik & mehr" ist das Musikvideo zum im deutschen Abspann vorkommenden "Never Knew I Needed" von Ne-Yo feat. Cassandra Steen zu sehen, sowie ein "Making of" desselbigen. Das hat natürlich reichlich wenig mit dem eigentlichen Film zu tun. Dafür ist das 8minütige "Animation zum Leben erwecken" da, in welchem die Regisseure die real gefilmten Referenz-Sequenzen, die den Animatoren als Vorlage dienten, zeigen. Ein Teil davon sieht man angeschnitten im 22minütigen "Making of". Trotz der nicht sonderlich hohen Laufzeit gelingt es, die wichtigsten Aspekte wie z.B. Design, Stimmen, Musik, Story und die Recherche in New Orleans dem Zuschauer näher zu bringen. Dabei kommen neben Animatoren und Regisseure auch Disneys Creative-Director John Lasseter zu Wort. Danach folgen sieben weitere Featurettes, die zwischen 2 und 4 Minuten laufen und sich ebenfalls mit diversen Aspekten der Produktion auseinandersetzen.
Es werden Einblicke in die Synchronaufnahmen geliefert, etwas über die musikalische Untermalung und Umsetzung für "Küss den Frosch" erklärt, und diverse Animatoren in Interviews herangezogen, die u.a über die Rückkehr zur klassischen, handgezeichneten Animation sprechen. Durchaus nett, aber hätte man auch einfach ins "Making of" integrieren können. Am Ende gibt es noch eine äußerst umfangreiche Kunstgalerie im Bonusbereich, welche voll mit Storyboard-Zeichnungen, Layouts und Figuren-Designs sind. Die kleinen Zuschauer dürfen sich noch über ein Java-Game freuen. Ansonsten gibt es nur noch eine typische Trailershow und eine BD-Live-Anbindung ohne filmspezifischen Inhalte.


"Küss den Frosch" biete viele musikalische Einlagen, die sehr gut in den Film integriert wurden. Auch wenn die deutsche Fassung mal wieder nur in DTS-HD 5.1 vorliegt, während die englische Version einen sehr guten DTS-HD Master Audio 5.1-Mix spendiert bekommen hat, überzeugt die deutsche Tonspur in fast allen Belangen. Die Musik wird sehr kraftvoll und dynamisch über die Kanäle verteilt, während Gesang und Dialoge sehr fein und hervorragend ausbalanciert auf die breite Stereofront gelegt worden. Hinzu kommt eine sehr gute Effektkulisse mit gut platzierten und stets ortbaren Effekten und einer herausragenden Dynamik, die man bei einem Animationsfilm nur selten zu hören bekommt. Der Subwoofer wurde präzise und bestimmt eingesetzt, ohne dominant ins Geschehen einzugreifen. Die gesamte Abmischung klingt daher sehr luftig, weiträumig und nutzt die Kanaltrennung nahezu perfekt. Optional gibt es u.a. deutsche Untertitel.

Das Bild kurz beschrieben: Mal wieder ein Referenz-Titel auf Blu-ray. Mit "Küss den Frosch" beweist Disney einmal mehr, dass es keine computeranimierten Filme bedarf, um bildtechnisch in der Oberliga mitzuspielen. Das Bild dieses 2D-animierten Films zeigt sich extrem scharf und brilliert mit einer hervorragenden Farbgebung, sowie einem ausgezeichneten Kontatrst und Schwarzwert. Der HD-Transfer wirkt durchweg plastisch und bietet knackige und scharfe Konturen. Der Detailgrad ist ausgesprochen hoch und lässt das Bild sehr dreidimensional erscheinen. Es gibt weder Banding, noch Kompressionsartefakte und selbst mit der Lupe lässt sich kein Mangel feststellen. Die Präsentation ist einfach topp!


(Preview-Screenshots zur vergrößerten Ansicht anklicken.)
Copyright der Bilder liegt bei Disney Home Entertainment

Die Aussage, dass ein Film für die gesamte Familie ist, soll nicht selten darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei dem so beworbenen Film um ein eher nichtssagendes, oberflächliches Werk handelt. Hier stimmt es dagegen in seinem ursprünglichen Sinn, denn "Küss den Frosch" vereint in idealer Weise die traditionellen Disney-Qualitäten mit einer modernen Umsetzung. Die Blu-ray ist bild- und tontechnisch ganz oben anszusiedeln. Lediglich das Bonusmaterial reißt es nicht so raus. Über das fehlende Wendecover darf man sich bei Disney nicht mehr wundern.


Film+++++/
Bild++++++
Ton++++++
Bonus+++/--


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