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USA 2008
Originaltitel:Burrowers, The
Länge:96:29 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:J.T. Petty
Buch:J.T. Petty
Kamera:Phil Parmet
Musik:Joseph LoDuca
SFX:Robert Hall
Darsteller:Karl Geary, Clancy Brown, Doug Hutchison, Laura Leighton, William Mapother, Sean Patrick Thomas, David Busse, Tatanka Means, Jocelin Donahue, David Midthunder, Christopher Hagen
Vertrieb:Savoy Film / Schröder Media
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:22.04.2010 (Kauf)
Bonus:
  • Trailer (2:15 Min., 480p)
  • Promotion Clip (1:03 Min., 480p)
  • Slideshow (4:32 Min., 1080p)
Die Dakota-Gebiete 1879, nur eine handvoll mutiger Siedler ist bisher soweit in den unwirtlichen Westen vorgedrungen. Als eine Familie bei einem brutalen nächtlichen Angriff verschleppt wird, fällt der Verdacht auf die feindlichen Indianer. Ein Suchtrupp wird zusammengestellt und nimmt die Jagd auf. Doch schon bald muss die Gruppe auf blutige Weise lernen, dass ihre Beute grauenvoller ist, als jeder menschliche Gegner, und ihnen ein grausameres Schicksal als der Tod selber droht.
Zum Glück passiert es immer noch, dass im Horrorgenre, ab und zu wenigstens, 1 Film unter 10 vernünftig ist. So ist es auch hier der Fall, bei dieser Mischung aus Western und Horror. Eine Mixtur die glücklicherweise noch immer relativ unverbraucht ist. Und gerade dieses Setting entzieht dem Film alle Klischees, die man momentan ständig sehen muss. Ob es der Afroamerikaner ist, der als erstes stirbt, das Handy mal wieder keinen Empfang hat, ständig nur über Sex gequatscht wird oder einfach jedes Mal die gleichen Teeniefiguren sich vor der Kamera tummeln. Hier wird man vor alldem verschont und bekommt stattdessen gestandene Mimen gezeigt, die man fast alle aus Serien oder Nebenrollen in großen Kinofilmen kennt. Darunter sind Clancy Brown (Interner Link"Highlander", Interner Link"Starship Troopers"), Sean Patrick Thomas (Interner Link"Cruel Intentions", "Save The Last Dance"), Doug Hutchison (Interner Link"Lost", Interner Link"Punisher: War Zone"), und William Mapother (ebenfalls Interner Link"Lost" sowie Interner Link"The Grudge" und Interner Link"The Zodiac"). Damit wird darstellerisch schon einmal mehr geboten als beim üblichen Straight-to-DVD-Schrott.
Auch die Handlung ist gar nicht übel. Eine Familie wird abgeschlachtet aufgefunden und die Verlobte von Coffey wird verschleppt. Es werden Indianer hinter dem Massaker vermutet und so macht sich ein Trupp auf, die Frau lebend wieder zu bringen. Dabei geraten sie aber an etwas viel Unheimlicheres, als ihre Vorurteile gegen die Indianer.



Man kann dem sein langsames Tempo vorwerfen, vor allem zu Beginn. Doch durch die meist interessanten, gut gespielten Figuren und die teilweise geschliffenen Dialoge (zu den Themen Sklaverei und Indianer), schafft es der Film diese Momente zu umschiffen, so dass bei mir keine wirkliche Langweile aufkam, obwohl gar nicht viel passiert. Dabei spielt auch die tolle Fotografie eine Rolle, die den Westen in weiten Bildern einfängt und es trotzdem schafft eine bedrohliche Atmosphäre aufzubauen.
Trotz allem hätte man das ganze vielleicht etwas straffen können, um den "The Burrowser" etwas knackiger zu gestalten. Immerhin baut der Streifen seine Figuren so auf, dass man sich mit dem einen oder anderen Cowboy identifizieren und sich um die Figuren sorgen kann, sobald der Angriff der Monster einsetzt. So etwas kommt wahrlich nur noch selten vor. Dadurch entwickelt sich tatsächlich mal wieder ein spannender Horrorfilm. Überhaupt überrascht, dass Regisseur J.T. Petty, nach dem miserablen Interner Link"Mimic 3", so einen sorgfältigen und gut geschriebenen Film abliefert.
Dass er ordentliche Geschichten erzählen kann, hat man beim Computerspiel "Splinter Cell" erlebt, aber auch als Regisseur liefert er diesmal gute Arbeit ab. Die Idee der Monster und deren Herkunft sind zwar nicht besonders originell, aber ihr Vorgehen ist schon relativ unangenehm. Auch wird man das eine oder andere Mal verwundert dreingucken, welche Charaktere wie behandelt werden. Es sterben wahrlich nicht unbedingt die, die man erwartet. Und das eigentliche Ende (also nicht der Showdown) ist zynisch und fies. Hier wurde Wert auf ein gutes Drehbuch gelegt.


J.T. Petty hat im Genre aufgepasst und präsentiert deswegen die Monster spät bzw. meist im Dunkeln. Somit wirkt der Aufbau wesentlich interessanter, als wenn man gleich alles zu sehen bekommt. Trotzdem verliert der Film etwas an Stimmung als die Viecher auftauchen. Sie wirken letztlich nicht so gruselig, wie ihre Methoden zum Aufbewahren von Nahrung. Auch sind die CGI-Effekte nicht gerade auf höchstem Niveau. Das hat mich gar nicht so gestört. Ich kann mir aber vorstellen, dass es dem einen oder anderen eher auf den Magen schlägt. Das wäre auch das einzige, denn bis auf wenige Szenen ist der Splatteranteil gering und das ist auch gut so, denn nötig hat es der Streifen wahrlich nicht.


Wie bereits die DVD erscheint die Blu-ray in einer guten Qualität, zeigt viele Details und bietet eine gute bis sehr gute Schärfe. Dadurch entsteht eine ordentliche Plastizität und gute Durchzeichnung. Es gibt zwar immer wieder weniger detaillierte Szenen, doch im Großen und Ganzen wird dem Zuschauer ein gutes HD-Bild geboten. Der Kontrast fällt etwas wechselhaft aus und zeigt teilweise ein etwas schwaches Bild, was in dunklen Bildbereichen auffällt. Hellen Flächen neigen eher zu leichten Überstrahlungen. Die Farbgebung wurde absichtlich reduziert, erweist sich insgesamt aber als natürlich. Die Kompression arbeitet weitestgehend ruhig im Hintergrund, es zeigt sich allerdings leichtes, nicht störendes Rauschen.



(Preview-Screenshots zur vergrößerten Ansicht anklicken.)

Der DTS-HD Master-Mix offenbart in beiden Sprachfassungen zwar niemals sein volles Potential, kann aber in Actionsequenzen für etwas Räumlichkeit sorgen. Beide Tonspuren haben zwar nur wenige direktionale Effekte zu bieten, dafür verteilt sich aber der Score sauber auf die hinteren Lautsprecher und besitzt eine ansprechende Dynamik. Allgemein sind die Tonspuren ein wenig zu frontlastig ausgefallen. Dialoge klingen jedoch sehr sauber und wurden in der deutschen Fassung nahezu perfekt ausbalanciert, ohne dass es zu Überlagerungen mit dem restlichen Soundmix kommt. Wie in den meisten Fällen hat in puncto Natürlichkeit der englischsprachige Ton etwas die Nase vorn. Deutsche Untertitel können hinzugeschaltet werden. Ärgerlich ist hier allerdings, dass es außer einem Trailer, einem Promoclip und einer Slideshow kein Bonusmaterial gibt, während die DVD deutlich besser ausgestattet wurde.


Ohne große Erwartung hatte ich mir den Film angeschaut und umso positiver war mein erster Eindruck. Er ist zwar nicht konsequent über die gesamte Laufzeit spannend, aber die guten Figuren, die tollen Aufnahmen und das stimmungsvolle, ideenreiche Drehbuch retten über die Schwächen wie den langsamen Aufbau und das mäßige Creaturedesign (das die Viecher nur im Dunklen auftreten hilft schon mal ungemein) hinweg. Ein Film, den ich gern an die Leute empfehlen werde, die kein rasantes Splatterfeuerwerk, sondern eher einen ruhigen Horrorwestern mit etwas Anspruch sehen möchten. Bis auf das Bonusmaterial ist es eine technisch ansprechende HD-Umsetzung von Savoy Film geworden, die ungekürzt und mit FSK-Wendecover erscheint.


Film++++--
Bild++++--
Ton++++--
Bonus+-----


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Burrowers, The
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