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USA 2007
Originaltitel:Rush Hour 3
Länge:90:48 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Brett Ratner
Buch:Ross LaManna, Jeff Nathanson
Kamera:J. Michael Muro
Musik:Lalo Schifrin
SFX:Digital Dreams
Darsteller:Jackie Chan, Chris Tucker, Max von Sydow, Hiroyuki Sanada, Yvan Attal, Youki Kudoh, Noémie Lenoir, Zhang Jingchu, Tzi Ma, Henry O, Michael Chow, Andrew Quang
Vertrieb:New Line Cinema / Warner
Norm:1080p / VC-1
Medium:BD-50 (Film) + BD-25 (Bonus)
Regionalcode:B
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS HD Master Audio 5.1 (nur dt.), DTS HD Master Audio 7.1 (nur engl.),
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:28.03.2008 (Kauf)
Bonus:
Disc 1:
  • Audiokommentar: von Regisseur Brett Ratner und Drehbuchautor Jeff Nathanson
  • Hi-Def exklusiv:Visueller Kommentar: von Regisseur Brett Ratner und Drehbuchautor Jeff Nathanson
  • US-Kinotrailer (2:16 Min., 1080p)
Disc 2:
  • Verpatze Szenen (2:33 Min., 1080p)
  • Nicht verwendete/alternative Szenen (opt. mit Kommentar):
    • Längere Flugzeug-Szene (1:34 Min., 1080p)
    • Längere Taxi-Szene (1:01 Min., 1080p)
    • Längere Szene im Aufzug (1:04 Min., 1080p)
    • Carter und Lee unterhalten sich auf dem Hotelfur (0:43 Min., 1080p)
    • Lee schaltet bei den Follies das Spotlight aus (0:38 Min., 1080p)
    • Längere Szene auf dem Eifelturm (1:06 Min., 1080p)
    • Alternatives Ende (1:25 Min., 1080p)
  • Making of "Rush Hour 3"
    • Die Geschichte - Das Drehbuch (5:50 Min., 1080i)
    • Das Casting von "Rush Hour 3" (18:41 Min., 1080i)
    • Die Zusammenarbeit (10:46 Min., 1080i)
    • Die Enstehung von Rush Hour 3: Szene für Szene:
      • Einleitung (1:22 Min., 1080i)
      • Die Eröffnungsszene (3:36 Min., 1080i)
      • Schiesserei im Krankenhaus (3:16 Min., 1080i)
      • Das Karate-Studio (4:30 Min., 1080i)
      • Die Krankenhaus-Leichenhalle (3:03 Min., 1080i)
      • Die Verhör-Szene (2:20 Min., 1080i)
      • Lee gegen Drachenlady (5:26 Min., 1080i)
      • Die Folies (3:44 Min., 1080i)
      • Der Eiffelturm (11:14 Min., 1080i)
    • Schnitte, Ton und Musik (14:07 Min., 1080i)
    • Die visuellen Effekte (2:03 Min., 1080p)
  • "Le Rush Hour Trals" - Produktions-Tagebuch (65:05 Min. - 25 Kapitel, 1080p)
  • Hidden Feature (0:06 Min., 1080p)
Die größte Klappe des Westens und die schnellsten Fäuste des Ostens sind zurück! Dieses Mal übernehmen die ungleichen Partner alias Chief Inspector Lee (Jackie Chan) und Detective James Carter (Chris Tucker) einen Fall, der sie in dunklen Geschäfte einer chinesischen Triaden-Bande nach Paris führt. Dort versuchen sie das "ShySheen", auch bekannt als "The Spirit of Death", zu enträtseln: das bestgehütete Geheimnis eines der ältesten Verbrecher-Imperien der Welt ...
Heute ist nicht aller Tage Abend. Das stellen zumindest schon immer mehr Kino-Charaktere fest, die nach dem gelösten Fall schlafen gehen, morgens aufwachen und merken: Hey, ich bin im Sequel! Harold Crick, tragische Hauptfigur der doppelbödigen Komödie Interner Link"Schräger als Fiktion", ist diesbezüglich also inzwischen schon eine Ausnahme - nie war die Überlebenswahrscheinlichkeit eines fiktionalen Charakters nämlich so hoch wie heute. Wer heute erfunden wird und gut ankommt, der darf sich wirklich glücklich schätzen. Was wie ein Spiegel auf unsere Anti-Fett-Anti-Rauchen-Gesundheitsgesellschaft anmutet (Hauptsache: Überleben), ist in Wirklichkeit pures Kommerzdenken. "Rush Hour 4" ist jetzt schon beschlossene Sache, wenn das Publikum nur "Ja" sagt. Man hätte ja auch à la "Matrix" oder "Fluch der Karibik" gerne sofort einen vierten Teil mitgedreht, um Kosten zu sparen, aber man ist wieder ein wenig vorsichtiger geworden im Reiche Hollywood und es ist auch einfach nicht das Vertrauen da, dass der Überraschungserfolg von "Rush Hour" ewig währt.



Keiner war übrigens überraschter über den merkwürdigen Geschmack der Amerikaner als Hauptdarsteller Jackie Chan selbst, der sich über die Franchise nicht unbedingt sehr wohlgesonnen auslässt und damit im Grunde ja auch Recht hat. Gibt es noch Überflüssigeres als "Rush Hour 3"? In diesem Jahr vielleicht nicht mehr. Aber genau das dreht sich zum Vorteil von Brett Ratners Kommerzreihe. Sie ist dermaßen redundant, dass sich durch einen schlechteren Ableger überhaupt nichts zum Negativen verändert. Wiedersehen macht Freude, mehr ist besser als weniger. In diesem Sinne: Willkommen zurück, Jackie und Chris.



Denn Butter bei die (gefillte) Fische: Nachdem Jackie in den USA war und Chris in Hongkong, ist das Yin-Yang schön gleichmäßig ausgefüllt und ein dritter Teil wird unweigerlich zum Anhängsel. Aber ist das lästig, das Anhängsel? Nö, eben nicht! Nach und nach arbeitet sich die Reihe eine totale Unabhängigkeit von den ihr zugrundeliegenden Stories zurecht und mehr und mehr wird "Rush Hour" das "Lethal Weapon" light, ernährt sich ausschließlich von seinen unverzichtbaren Buddies und den vielen Insidern, die sich irgendwann automatisch in jedem Sequel-Kontinuum ergeben. Nur eben ohne den extremen Kultfaktor der Gibson / Glover-Filme, deren dritter Teil (!) übrigens in der Opening Sequence zitiert wird.



Die totale Loslösung von allem, was zu einem vollwertigen Filmerlebnis gehört, nimmt man die ersten Male negativ auf und wie schon Interner Link"Rush Hour 2" zuvor ist auch "Rush Hour 3" im Grunde wieder ein ganz schlechter Film - verhältnismäßig schwach eingefangene Action, für die sich Jackie wahrscheinlich schämt und Heimweh kriegt, eine dumme Story ohne Sinn und Überraschungen, Witze mit Bart (und zwar nicht Bart Simpson, wohlgemerkt). Aber man nimmt bestimmt die nächste Gelegenheit wahr, den Einsatz in Paris ein zweites Mal zu sehen, ein drittes Mal - und bald fühlt man sich abhängig davon, alle zwei, drei Jahre mal wieder einen Rush Hour-Filmabend mit der kompletten Trilogie zu veranstalten. Die Marotten Chans und Tuckers und die ständigen Insider werden zur Marotte des Zuschauers. Die Tanzeinlagen und der Michael Jackson-Gesang Tuckers, die sexy Gaststars (Roman Polanski spielt einen Polizisten ... neeeeein, gemeint ist natürlich das französische Model Noémie Lenoir), der Siegertanz zum Ende, der einst mit "Uh, ah, what is it good for..." begann. All das schaut man sich gerne an, auch wenn es - oder gerade weil es - im Angesicht eines John McClane mit Hacker-Buddy im Hi-Tech-Plot schon ein klein wenig anachronistisch wirkt.



Trotz allem ist Teil 3 der bisherige "Tiefpunkt", wenn man so will. Alleine die Idee, nach Frankreich zu düsen, dort einen Chinesen und einen Afroamerikaner mit einem französischen Taxifahrer einen Culture Clash Deluxe erfahren zu lassen und auch sonst kein Klischee zu vermeiden, das die Buddy-Komödie hergibt, spricht eher dafür, das Kinoticket bei einem Film zu lösen, der wahlweise nicht unbedingt eine "3" im Titel stehen hat. Jackie Chan ist derweil älter geworden und man merkt, wie der "Oh"-Faktor schon immer weiter zurückgeht. Zwar hat der kleine Mann immer noch wesentlich mehr drauf als hier durch den schwachen Schnitt der Actionszenen gezeigt wird, aber tatsächlich beginnt so langsam gar Chris Tucker, seinem Partner die Show auch im Bereich Action zu stehlen. Bei der Taxifahrt ist es vielleicht nicht er selbst, aber doch zumindest seine Filmfigur, die zwischen Auto und Motorrad hängt.
Das spektakuläre Finale auf dem Eiffelturm (wiederum: welch Klischee) gehört dann wieder Jackie und seinen Turnübungen auf den Stahlträgern. Aber die Taxifahrt sah man schon besser in den "Taxi" -Filmen und das Grande Finale aus "Shanghai Knights" kann locker mit dem aus "Rush Hour 3" mithalten, war aber eben schon vorher da.



Darstellerisch ist es hingegen erstmals Tucker, der bevorzugt Sympathien abbekommt. Während man sich bislang immer auf die Seite des Chinesen schlug, dessen "Schweigen ist Gold"-Einstellung grundsympathisch erschien, kommt Tucker nach seiner langen Pause (seit dem zweiten Teil hat er keinen Film mehr gedreht) sehr charismatisch rüber.
Empfand man ihn bei seinem letzten Auftritt noch als hyperaktives Nervenbündel, dem beim Anblick einer Frau auf der Stelle die Hose platzte, so haben sich die Verhaltensweisen zwar nicht geändert, aber sein James Carter ist zugänglicher geworden und die Chemie zwischen Chan und Tucker profitiert davon durchaus. Chan selbst spielt dabei allerdings nur bedingt mit; ob es nun das Drehbuch schuld ist oder die fehlende Spiellaune, auf jeden Fall ist Inspektor Lee diesmal unbeteiligter am Geschehen denn je, obwohl die kleine Soo Yung von damals wieder im Fadenkreuz der Bad Guys ist, inzwischen als junge Frau.


Grundsätzlich ist es doch so: Wer sich freiwillig "Rush Hour 3" anschaut, weiß ganz genau, worauf er sich dabei einlässt. Ratners Lego-Landschaft bekommt einen weiteren Baustein verpasst, so einfach ist das. Lees und Carters Aufenthalt tut niemandem weh, er verlängert lediglich das fiktive Leben der beiden Charaktere. Der Film dahinter ist schwach, das ist aber ehrlich gesagt gar nicht mal so wichtig. Im Kino mag das noch nicht so deutlich gewesen sein, aber wenn die Blu-ray dann erst mal rotiert, wird es klarer.

"Uh... ah... What Is It Good For? Absolutely Nothing!"

Zeitgleich zur DVD-Special Edition, welche knapp 3 Monate nach der Einzel-DVD veröffentlicht wird (komisches Marketing, da sollte man sich nicht über mangelnde Abverkäufe wundern), erscheint "Rush Hour 3" auch als Blu-ray-Version und stellt die erste Blu-ray von New Line Cinema unter der Fahne Warners dar. Bisher konnte man sich auf New Line-Titel immer verlassen. Rein bildtechnisch macht auch dieser Titel einiges her und schliddert nur knapp an der möglichen Höchstnote vorbei. Die Schärfe befindet sich auf einem sehr hohen Niveau und wirkt durchweg sehr detailliert. Selbst außerhalb der Close-Ups und Nahaufnahmen, welche kaum detaillierter sein könnten, überzeugt der Widescreen-Transfer mit einer nahezu perfekten Schärfe, lässt aber etwas an Tiefe vermissen, so dass hier das sprichwörtliche Tüpfelchen auf dem i fehlt. Der Kontrast wirkt deutlich nachbearbeitet und lässt helle Bildbereiche überstrahlen, wartet in dunkleren Bereichen mit einer guten, aber nicht immer perfekten Durchzeichnung auf und verschluckt ab und an feinere Details. Die Farbgebung ist sehr satt und kräftig, ja teilweise etwas rotdominant ausgefallen. Leichtes Filmkorn ist zwar wahrnehmbar, aber nicht unbedingt störend und die Kompression arbeitet absolut sauber und tadellos. Dennoch hätte der Transfer etwas plastischer erscheinen dürfen.
Warner spendiert uns einen DTS HD Master Audio 5.1-Track, welcher sich für eine Actionkomödie hören lassen kann und mit einer guten Weiträumigkeit auftrumpft, die wir vor allem bei der Musikabmischung finden, die sich über sämtliche Kanäle erstreckt und das Geschehen gut und kräftig unterstützt. Insgesamt hätten wir uns aber über einen besseren Einsatz der Effekte gefreut, welche leider viel zu verhalten ausgefallen sind und uns direktional nicht allzu viel bieten kann. Dafür überzeugt der Mix aber mit einer weiträumig abgemischten Front und einer sehr guten Sprachwiedergabe, welche sich einmal nicht dem restlichen Soundmix unterordnen muss. Der englische Mix liegt sogar in 7.1 vor und wirkt nochmals weiträumiger und etwas satter in der Abmischung. Hier wird die Effektbereich etwas besser genutzt, weshalb man rein vom Klang her lieber zum Originalton greifen sollte. Optional lassen sich deutsche und englische Untertitel hinzuschalten, was eine feine Sache ist, doch leider gibt es dies nicht beim informativen, visuellen Kommentar von Regisseur Brett Ratner und Drehbuchautor Jeff Nathanson - eins der neuen Featurettes, was bisher nicht jeder Player wiedergeben kann. Habt ihr die Playstation 3, könnt ihr euch freuen, denn diese unterstützt dank ständiger Updates mittlerweile bis Profile 2.0. Wollt ihr also deutsche Untertitel haben, müsst ihr zum Audiokommentar schalten, welcher identisch zum visuellen Kommentar ist, wobei der visuelle den Vorteil bietet, dass immer wieder Storyboard-Bilder eingeblendet werden. Schade, dass man auf die Untertitel nicht einfach mit übernommen hat, wäre eigentlich keine große Sache gewesen.


Obgleich wir es mit einer BD-50 zu tun haben, wurden die Extras bis auf den Kommentar und den Originaltrailer auf eine BD-25 Bonus Disc gepresst. In Anbetracht der Menge und des Umfangs der einzelnen Zugaben auch kein Wunder. So liegen uns sämtliche Extras in High Definition vor und sind Hollywood untypisch sogar sehr informativ ausgefallen. Den Anfang machen 3 Minuten an verpatzten Szenen, sowie sechs alternative bzw. nicht verwendete Szenen und ein alternatives Ende. Das nun folgende Making of wurde in sechs Kapitel unterteilt und beträgt eine stolze Gesamtlaufzeit von 88 Minuten, in denen wir mehr über das Casting, die Entstehung des Films und die Zusammenarbeit der beiden Hauptcharaktere erfahren. Zudem bekommen wir einen Einblick in die Schnitttechnik, sowie die Vertonung des Films. Hinzu kommt ein Making of im Making of und wir bekommen noch einmal einen Einblick in die Dreharbeiten an verschiedenen Schauplätzen. Ein deutlich kleineres Feature widmet sich den visuellen Effekten im Film, die überraschend häufig zum Einsatz kommen. Ebenfalls sehr schön ist das Produktionstagebuch des Regisseurs. 65 Minuten lang bekommen wir einen ausführlichen Einblick in die Produktion und Dreharbeiten serviert, was eine perfekte Ergänzung zum bereits tollen Making of ist und dementsprechend mit einer hohen Punktzahl honoriert wird. Optional gibt es deutsche Untertitel und wer zu Ostern nichts besseres vor hat, sollte sich auf die Eiersuche begeben, denn die Blu-ray birgt ein lustiges Hidden Feature, was gar nicht mal so schwer zu finden ist.


Ein dritter Teil war sicherlich unnötig, aber abgesehen davon ist die Special Edition ein "must have"-Titel für jeden Cineasten und Heimkinofreund. Ein nahezu perfektes Bild, ein knackiger Soundmix und massig Bonusmaterial machen die Disc bereits jetzt zu einen der besten deutschen Blu-ray-Veröffentlichungen des Jahres.


Film+++---
Bild+++++/
Ton++++/-
Bonus+++++/


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Rush Hour 3 (Special Edition)
Rush Hour
Rush Hour 2
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Rush Hour 3 (2 Disc Special Edition)
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