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USA 2010
Originaltitel:Expendables, The
Länge:103:58 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Sylvester Stallone
Buch:Dave Callaham, Sylvester Stallone
Kamera:Jeffrey L. Kimball
Musik:Brian Tyler
SFX:Andy Weder
Darsteller:Sylvester Stallone, Jason Statham, Jet Li, Dolph Lundgren, Eric Roberts, Randy Couture, Steve Austin, David Zayas, Giselle Itié, Terry Crews, Mickey Rourke, Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger, Danny Trejo, Charisma Carpenter, Gary Daniels
Vertrieb:Splendid
Norm:1080p / VC-1
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS-HD High Resolution 7.1, Headphone Surround 3D
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:28.01.2011 (Verleih) / 28.01.2011 (Kauf)
Bonus:
  • Trailer bei Disc-Start:
    • Game of Death (2:02 Min., 1080p)
    • Born to Raise Hell (2:38 Min., 1080p)
  • Audiokommentar von Sylvester Stallone (inkl. dt. Untertitel)
  • Hi-Def exklusiv: Interaktiver "Ultimate Recon"-Modus (121:31 Min.)
  • Inferno: The Making of the "Expendables" (91:55 Min., 1080p)
  • From the Ashes: Postproduction and Release (26:35 Min., 1080p)
  • San Diego Comic-Con 2010 Panel (45:29 Min., 1080p)
  • Gag Reel (5:02 Min., 1080p)
  • Deleted Scene (0:44 Min., 1080p)
  • B-Roll (10:13 Min., 1080p)
  • Postergalerie (3 Poster, 1080p)
  • Slideshow (3:55 Min., 1080p)
  • Original Kinotrailer (0:50 Min., 1080p)
  • TV Boom Spots:
    • 30" (0:31 Min., 576p)
    • 20" (0:21 Min., 576p)
    • 15" (0:16 Min., 576p)
    • 10" (0:10 Min., 576p)
    • 10" "Blockbuster" Spot (0:11 Min., 576p)
    • 40" Wacken Open Air Spot (0:41 Min., 576p)
    • 30" DMAX Spot (0:31 Min., 576p)
  • Trailershow:
    • Game of Death (2:02 Min., 1080p)
    • Born to Raise Hell (2:38 Min., 1080p)
    • Solitary Man (2:09 Min., 1080p)
    • Ong Bak 3 (2:00 Min., 1080p)
    • Survival of the Dead (2:06 Min., 1080p)
    • IP-Man 2 (2:38 Min., 1080p)
    • Tekken (2:04 Min., 1080p)
    • Bad Lieutenant (1:40 Min., 1080p)
Barney Ross ist der Anführer der härtesten Söldner-Truppe der Welt: The Expendables. Ihr Leben ist der Kampf. Und dabei vertrauen sie niemandem - nur sich selbst. Lee Christmas, der ehemalige SAS-Messerexperte, Yin Yang, der Nahkampfspezialist, Hale Caesar, der Feuerwaffenspezialist, Toll Road, der Sprengstoffexperte, und der Scharfschütze Gunnar Jensen bekommen den Auftrag, sich in ein südamerikanisches Land einzuschleusen, um den dort herrschenden, korrupten Diktator zu eliminieren. Für die ausgebildeten Krieger eigentlich keine große Herausforderung. Doch schon bald stellt sich heraus, dass ihr Auftraggeber ein doppeltes Spiel spielt. Die Expendables geraten zwischen alle Fronten und werden mitten im Kampfgeschehen plötzlich von Jägern zu Gejagten.
Wohin die Reise geht, wird schon in der ersten Szene deutlich, als die Harley-Chopper aus der Dunkelheit auftauchen und das aufgemalte Emblem der "Expendables" sichtbar wird - der blinkende Stahl, die martialische Kleidung und das raue, aus der Tiefe kommende Brummen der Motoren. Sylvester Stallone hat unter diesem Namen einen Club gegründet, für den strenge Aufnahmekriterien gelten: stahlharte Muskeln, Kampferfahrung und immerwährende Coolness, die sich vor allem durch trockene Sprüche in besonders bedrohlichen Momenten auszeichnet. Wer dazu noch über einen Funken Moral verfügt und Wert auf Solidarität unter Männern legt, gehört zu den "Guten" und damit zum inneren Kreis der "Expendables", während die Anderen die Feinde verkörpern - Piraten, CIA-Agenten, Diktatoren und deren Armeen.



Sehr schön wird die Homogenität dieser männlichen Fantasiewelt durch den von Dolph Lundgren verkörperten Gunner deutlich. Innerhalb klar definierter Grenzen ist er ein Wanderer zwischen den Gegenpolen - moralisch durch seine Drogensucht diskreditiert, aber immer noch genügend vom Geist der Solidarität beseelt, um nicht gänzlich von den "Guten" fallen gelassen zu werden. Denn auch wenn sich die Männer in diesem Kriegsszenario bis aufs Blut bekämpfen, so haben sie alle mehr miteinander gemeinsam, als mit irgendeiner Person der übrigen - wenn man so will - "normalen" Welt.



Das zeigt sich, als Lee (Jason Statham) auf sechs Basketball spielende Männer trifft, von denen Einer zuvor seine Freundin geschlagen hatte. Es ist die einzige Szene, in der sich ein Mitglied des Clubs mit "Außenstehenden" auseinander setzt, und sie wird zu einer Demonstration der Erniedrigung, denn nicht einmal als Feinde werden sie ernst genommen. Einzig Frauen, vorausgesetzt sie verfügen über Jugend und Attraktivität, haben begrenzten Zugang zu dieser elitären Gemeinschaft - allerdings nur als zu beschützendes Objekt oder unkritische Bewunderin. Doch auch diese Verbindung verläuft innerhalb klar definierter Grenzen, die eine wirkliche emotionale Vereinigung vermeidet. Selbst der alte Womanizer Stallone, der in seinen früheren Filmen selten etwas anbrennen ließ, hält sich an diese Regel.



Daran wird auch offensichtlich, dass hier keineswegs nur die alten 80er Jahre-Actionfilm-Zeiten herauf beschworen werden, in denen Stallone, Schwarzenegger und mit kleinem zeitlichen Abstand Bruce Willis groß geworden sind, sondern dass der Film die aus dieser Phase stammenden Genre-Versatzstücke neu interpretiert. Musste Stallone in seinen Interner Link"Rambo"-Zeiten immer erst gefoltert werden und den Tod eines geliebten Menschen erleben, um damit die Legitimation für seinen hohen Blutzoll zu erhalten, sind ihm solche Gefühle hier fremd. Geradezu köstlich ist Mickey Rourkes Geschichte von der "Frau auf der Brücke", die ironisch auf den früheren Moral-Kodex anspielt.



So etwas hat "Expendables" nicht mehr nötig, genauso wie Stallone auch keine Lust mehr hat, sich die Visage blutig schlagen zu lassen - selbst die härtesten Feinde sind letztlich Kumpels, weshalb dem Film die frühere Sado-Maso-Attitüde völlig abgeht. Eric Roberts als hinterhältiger Drahtzieher James Munroe und besonders Steve Austin als Kampfmaschine dürfen zwar ordentlich als Bösewichte auf die Kacke hauen, aber echte Hassgefühle lässt der Film nicht mehr entstehen. Denn auch wenn Stallone hier nochmal die alten Kumpels und Action-Veteranen vereinigt, so ist doch die Zunahme vom aktuellen Action-Held Jason Statham signifikant für den modernen Charakter des Films. "Rocky" und "Rambo" konnten immer schon professionell austeilen, aber cool im heutigen Sinn war Stallone damals noch nicht.



Dass auch die Action weniger "hand-made" wirkt als damals, mag noch andere, auch altersbedingte Gründe haben, spielt letztlich aber keine Rolle, denn Stallone gelingt mit dem Film nicht nur das Kunststück, alt und neu zu verbinden, sondern für den (in der Regel männlichen) Betrachter eine homogene Fantasiewelt zu erschaffen, in der er sich voll zur Truppe der "Expendables" dazu gehörig fühlen kann - nicht ohne Grund wirken die sechs Männer auf dem Basketballplatz wie die größten Pfeifen in diesem Film. Sie sind keine Mitglieder des Clubs. Die abschließende Musik liefert letztlich den passenden Kommentar zum Film - "The boys are back in town".



Die ungekürzte Blu-ray von "The Expendables" hinterlässt einen guten bis sehr guten Bildeindruck und erzielt trotz kleinerer Mängel eine hohe Punktwertung. Es zeigt sich ein durchgehend minimales und nur selten stärker ausgeprägtes, feines Filmkorn, welches aber nicht zu Lasten der Qualität des HD-Transfers geht. Dem stillmittelbedingten, etwas überhöhten Kontrast gelingt zudem die Balance zwischen hellen und dunklen Bildbereichen, wobei der Schwarzwert stellenweise etwas zu hell ausfällt. Zudem wurde die Farbpalette monoton gehalten, darf dennoch meist sehr kräftig und natürlich erstrahlen. Stallone setzte auf diverse Farbfilter, die ihre optische Wirkung niemals verfehlen. Auch ist das MPEG-4 kodierte Bild ist fast durchgängig sehr scharf und detailliert, besonders in hellen Szenen. In diesen zeigt sich außerdem eine sehr gute Tiefenwirkung und Plastizität. Lediglich schlecht fokussierte Aufnahmen und einige Effektsequenzen fallen deutlich ab und lassen das Bild etwas weicher werden. Allerdings lässt sich gerade in dunklen Aufnahmen etwas Unruhe in Form von Blockbildung wahrnehmen.



Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

Tonmäßig geht "The Expendables" in die Vollen, denn er feiert sich selbst mit einem kraftvollen und teilweise brachial abgemischten High Resolution 7.1-Mix. Die Actionszenen sind bombastisch geraten und voller direktionaler Surround-Effekte, die sehr präzise und mit einem satten Tiefenbass wiedergegeben werden. Der Subwoofer geht dabei durch Mark und Bein und bringt das Heimkino zum Erbeben. Hinzu kommt ein fantastischer Score, welcher der ohnehin hervorragenden Räumlichkeit die Krone aufsetzt. In den ruhigeren Momenten klingt das Geschehen zwar etwas frontlastiger und in einzelnen Actionsequenzen kann die Dynamik nicht immer hundertprozentig überzeugen, doch insgesamt wird uns eine hervorragende HD-Abmischung geboten, bei der sich die Dialoge niemals im actionlastigen Getummel verlieren und stets sehr gut zu verstehen sind. Dies gilt auch für den englischsprachigen 7.1-Track, der noch etwas differenzierter und natürlicher klingt. Deutsche Untertitel sind optional.



Das Bonusmaterial liest sich so spektakulär, wie es ist und bietet inhaltlich endlich mal wieder etwas, was den Begriff "Special Edition" rechtfertig. Der Anfang wird von einem sehr informativen Audiokommentar mit Sylvester Stallone bestritten, der mehr als ausführlich auf die Entstehung von "The Expendables" eingeht und dabei auf noch so kleine Aspekte der Produktion zu sprechen kommt. Ähnlich ist "Ultimate Recon Modus", ein interaktiver Bild-in-Bild-Kommentar, in dem während des Hauptfilms bestimmte Szenen u.a. von Sylvester Stallone, Randy Couture und Dolph Lundgren analysiert werden. Ein absolutes Highlight ist allerdings die 91minütige Dokumentation "Inferno: The Making of The Expendables", bei der man nicht nur typische Einblicke in die Produktion bekommt, sondern gezeigt bekommt, was Stalloney und seiner Crew alles abverlangt wurde - und das gänzlich ohne Werbelastigkeit, sondern roh und ungeschminkt. So entgehen dem Zuschauer nicht die etlichen Verletzungen und Krankenhausbesuche Stallones und die Probleme mit denen sich der Drehbuchautor/Regisseur und Hauptdarsteller während der gesamten Produktion konfrontiert sah. "From the Ashes: Post-Production and Release" ist da kaum anders und gewährt einen 27-minütigen Einblick in die Nachbearbeitung und Veröffentlichung des Films.


"San Diego Comic Con 2010 Panel" zeigt eine 45-minütige Podiums-Diskussion auf der Comic Con 2010, bei der sich Stallone und seine Mannen den Fragen der Fans stellen und die Werbetrommel für den Film rühren. Das klingt erst einmal nicht so interessant, ist es aber. Alle Beteiligten sind entspannt und reden sehr offen über die schwierigen Produktionsbedingungen, den Unfällen, bei denen sich Stallone einen Wirbel angebrochen hatte, als er gegen Steve Austin kämpfte und der dennoch tollen Zeit, die alle miteinander hatten. Ganz kurz taucht auch Bruce Willis auf, der aber auch schon wieder weiter muss. Macht Spaß! Nun folgen 5 Minuten an "Gag Reels", also Patzer und Versprecher während der Dreharbeiten, eine kurze Deleted Scene (hier hätte man mehr erwartet), sowie 10 Minuten unkommentierte B-Roll-Aufnahmen. Zum Schluss gibt es eine kleine Postergalerie, eine Slideshow mit Szenen und Set-Fotos, sowie dem Kinotrailer und sieben TV-Spots zu sehen.


Die Disc wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert, enthält eine BD-Live-Anbindung ohne filmspezifischen Inhalt und acht weitere Trailer aus dem Hause Splendid. Das gesamte Bonusmaterial wurde mit deutschen Untertiteln ausgestattet und liegt weitgehend in High Definition vor. Achtung: Es gibt auch noch eine stark zensierte FSK16-Fassung des Films. Wer keine Lust auf das Blu-ray-KeepCase hat, kann sich auch ein limitiertes Steelbook mit lösbarem FSK-Logo kaufen. Egal wie, die vorliegen Blu-ray der ungekürzten Kinofassung (der Director's Cut kommt Ende Februar 2012 mit deutlich weniger Bonusmaterial) ist topp ausgestattet und jeden Cent wert.


Film++++/-
Bild++++/-
Ton+++++/
Bonus+++++-


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Expendables, The
News"The Expendables" - Der Action-Hit des Jahres
"The Expandables" jetzt auf DVD und Blu-ray
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