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USA 1996
Originaltitel:Barb Wire
Alternativtitel:Barb Wire - Flucht in die Freiheit
Länge:98:19 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:David Hogan
Buch:Chuck Pfarrer, Chris Warner, Ilene Chaiken
Kamera:Rick Bota
Musik:Michel Colombier
SFX:Don Gray, Roland Loew, Eric Roberts
Darsteller:Henry Kingi, Xander Berkeley, Udo Kier, Pamela Anderson, Tommy 'Tiny' Lister, Shelly Desai, Clint Howard, Jennifer Banko, Jack Noseworthy, Temuera Morrison, Ken Forsgren, Marshall Manesh, Mark Collver, Tony Bill, David Andriole, Miles Dougal, Diana Lee Inosanto, Ron Balicki, Vinnie Curto, Alex Bookston, Darrel Heath, Amir Aboulela, Adriana Alexander, Vanessa Lee Asher, Candace Kita, Gil Borgos, Andre Rosey Brown, Tina Cote, Neil Hunt, Tiffany Lawrence
Vertrieb:Universum Film
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:1,85:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1 (dt., engl.), DTS-HD Master Audio 2.0 Stereo (dt.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:03.12.2010 (Kauf)
Bonus:
  • Hi-Def exklusiv: BD-Live
  • Making of (6:09 Min., 576p)
  • On Location (15:03 Min., 576p)
  • Bildergalerie (24 Bilder, 1080p)
  • US-Trailer (1:22 Min., 576p)
  • Trailershow:
    • Black Dynamite (2:08 Min., 1080p)
    • Push (1:34 Min., 1080p)
    • Street Fighter: The Legend of Chun-Li (1:08 Min., 1080p)
    • Gamer (2:42 Min., 1080p)
    • Ghettogangz 2 (1:52 Min., 1080p)
2017. Der zweite US-Bürgerkrieg ist auf dem Höhepunkt. In Steel Harbor betreibt die amazonenhafte Barb Wire ihre Hammerheadbar. Gelegentlich verdient sie sich auch ein paar Extrascheine als Kopfgeldjägerin. Eines Tages taucht Ex-Lover Alex auf und bittet Barb um Hilfe. Er und Dr. Armstrong verfügen über brisante Informationen und wollen vor der brutalen Kongressarmee ins sichere Kanada fliehen. Aber Barb denkt gar nicht daran, ihrem Verflossenen zu helfen - bis der sadistische Colonel Prycer die Bar verwüstet und ihren blinden Bruder ermorden lässt.
Steel Harbor ... in nicht allzu ferner Zukunft ... nach dem zweiten amerikanischen Bürgerkrieg – die letzte freie Stadt des Landes, ein Tummelplatz für Gesetzlose und Freiheitskämpfer. In dieser letzten Bastion befindet sich ein Nachtclub namens "Hammerhead“, geführt von einer Kopfgeldjägerin mit Kampferfahrung aus dem Krieg ... ihr Name: Barb Wire ...



Willkommen zu einer weiteren Verfilmung eines "Dark Horse"-Comics. Mit Pamela Anderson Lee ("Baywatch") hat man für die Titelfigur die Optimalbesetzung gefunden - das ist jedem Zuschauer bereits nach wenigen Sekunden klar. Schauspielern kann sie zwar nicht, doch das Posen beherrscht sie – und das reicht völlig für einen Film wie diesen. Wer bei diesen Prämissen mit zu hohen Erwartungen herangeht, der ist selber schuld und wird sich vermutlich ziemlich ärgern – wer jedoch die richtige Einstellung mitbringt, kann sich an einem unterhaltsamen Hochglanz-B-Movie erfreuen!

Zur Story: Barb Wire verdient sich neben der Führung ihres Nachtclubs als Kopfgeldjägerin den Lebensunterhalt. Mit der örtlichen Polizei hat man sich arrangiert, und die freie Stadt bietet Barb und ihren Freunden eine sichere Umgebung – bis ihr Ex-Geliebter Axel (Temuera Morrison) zusammen mit der Wissenschaftlerin Cora D (Victoria Rowell) auftaucht und sie um Hilfe bittet, da sich eine neuartige Kontaktlinse (mit der man durch jeden Netzhautscanner schlüpfen kann) in deren Besitz befindet und sie umgehend das Land verlassen müssen. Von Washington her hat sich inzwischen der rücksichtslose Colonel Pryzer (Steve Railsback) an die Verfolgung gemacht. Sein Ziel ist es, die Linsen wiederzubeschaffen und sie auf keinen Fall in die Hände der Widerstandsbewegung fallen zu lassen – ganz egal welche Mittel er dazu einsetzen muss. Schnell wird klar, dass Barb Wire mit der Sache in Verbindung steht, doch es fehlen die Beweise, weshalb er es erst mit Einschüchterungen versucht, die aber eher zur Folge haben, dass sich Barb widerwillig auf Axels Hilfegesuch einlässt ...



Nachdem Pryzer dann aber ihren blinden Bruder (Jack Noseworthy) foltert und tötet, spitzt sich die Lage weiter zu und wird darüber hinaus auch noch persönlich ... der Showdown kann beginnen. Und hier dreht Regisseur David Hogan (nach einem von der Action her eher gemäßigten Filmverlauf) noch einmal richtig auf: Verfolgungsjagden, Schießereien, Explosionen und ein wahrhaft spektakulärer Schlusskampf auf einem gigantischen Hafenkran sind die Folge – alles auf gehobenem B-Film-Niveau mit großem Unterhaltungswert. Gleich die erste Einführung der Figuren rückt alles in Perspektive: Barb strippt in einer "Flashdance"-artigen Revue, bis ein Gast "ausziehen!" schreit und sie "Babe" nennt, worauf sie ihren Charakter-Oneliner "Don't call me babe!" haucht und ihm einen hochhackigen Schuh mit dem Absatz voran zwischen die Augen wirft. Derweil foltert Colonel Pryzer sadistisch-genüsslich eine junge halbnackte Frau ...



"Barb Wire" ist Trash pur – ein Fetischtraum aus Lack, Leder, engen Korsetts, großen Oberweiten, Motorrädern und Schusswaffen aller Art. Wenn sich Barb (undercover als Prostituierte) einem S/M-Fetischisten in voller Ledermontur nähert, ihn dann mit dessen eigenem Prügelbrett KO schlägt, nur um an einen Zeugen im Nebenraum zu gelangen, mit dessen Bewachern sie sich folgend eine Schießerei liefert, dann fasst diese Szene den Grundtenor gut zusammen.
In gelackter Hochglanz-Optik, mit cooler Musik (z.B. von Pams damaligen Ehemann Tommy Lee) untermalt, ist der Film rein auf Pamela Anderson zugeschnitten – auf ihre Präsenz, Reize und Auftritte (Outfits, durchsichtige Badewanne etc.). Es gibt großartig platte Dialoge und Sprüche ("If she escapes, I will rip your heart out of your ass!""That´s not very sanitary ..."), doch leider kommt die Action etwas zu kurz – zu sehr konzentriert man sich auf die Storyline und Szenenarrangements. Großartig ist jedoch die Verbindung zum Klassiker "Casablanca" gelungen, denn hier ist die Homage wirklich geglückt: Die Geschichten bieten Parallelen bis hin zum Finale am Flughafen vorm letzten Flieger raus aus dem Land, die Bösen verhalten sich nicht nur wie eine Gestapo-Einheit der Nazis, sie tragen auch SS-artige Uniformen, der Nachtclub spielt eine entscheidende Rolle und so weiter ... echt gut!


Zu den Schauspielern: Pam ist halt Pam, Temuera Morrison (Interner Link"Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith") der harte Mann des Films, Jack Noseworthy ("Breakdown") etwas Optik fürs weibliche Geschlecht, Steve Railsback (Interner Link"Ed Gein") herrlich bösartig, Xander Berkeley (Interner Link"24", "Air Force One") als Vertreter des Gesetzes ebenfalls okay. Um den Kult-Faktor zu verstärken, hat man zwei Nebenrollen mit Kult-Schauspielern besetzt: Clint Howard (Interner Link"Ticks", Interner Link"House of the Dead") spielt einen schmierigen Auftraggeber in Zuhälterklamotten, und Udo Kier (Interner Link"End of Days", Interner Link"Love Object") liefert den besten Part des gesamten Films als Barbs Geschäftsführer – glatzköpfig, mit Tätowierung unterm Auge und beim Aufräumen "wie einst Lili Marlene" singend ... klasse!



Universum Film veröffentlicht "Barb Wire" als ungekürzte R-rated-Version auf Blu-ray mit einem FSK-Wendecover. Dem Zuschauer wird ein solider HD-Transfer geboten, dessen Bildschärfe sich auf gutem Niveau ansiedelt, allerdings im Detailbereich noch deutlich Potenzial erkennen lässt, was vor allem in Totalen deutlich wird. Die Konturen zeigen sehr häufig Spuren von Nachschärfung und neigen zu unschönen Doppelkonturen. Hinzu kommt ein dezenter Einsatz von Rauschfiltern, die etwas für Unruhe sorgen. Dabei ist Bildrauschen durchaus vorhanden. Während Verschmutzungen hin und wieder wahrzunehmen sind, arbeitet die Kompression einwandfrei. Überzeugen können auch die satte, natürliche Farbgebung und der stilbedingt etwas erhöhte Kontrast mit seinem kräftigen Schwarzwert.


Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

Der DTS-HD Master Audio 5.1-Mix stellt ein etwas unschönen, vielmehr missratenen Upmix der 2.0-Abmischung dar. Was man sich wohl hierbei gedacht hat? Es passt einfach gar nichts: Die Dialoge klingen meilenweit entfernt und eine differenzierte Abmischung sucht man vergebens. Wer auf die 2.0-Spur umschaltet, darf sich erleichtert zurücklehnen, denn damit wird eine breite und angenehme Front geboten. Die Stimmenwiedergabe klingt natürlich und die Musik wird natürlich und dynamisch wiedergegeben. Lieber einen guten Stereo-Mix als ein katastrophalen Upmix. Die englische 5.1-Spur bietet nicht nur eine sehr saubere Front und ebensolche Kanaltrennung, sondern auch einige gut platzierte Effekte und einen satten und kräftigen Basseinsatz. Der Score erstreckt sich dabei sehr dynamisch und kraftvoll über sämtliche Kanäle und passt sich sehr gut dem restlichen Mix an. Optional gibt es deutsche Untertitel. Wegen dem miserablen deutschen Upmix sind's dennoch nur 3 Punkte.


Das Bonusmaterial ist kaum der Rede wert. Das kurze Making of und das "On Location" fallen uninteressant aus und ansonsten gibt es nur noch eine Bildergalerie und einen Trailer, sowie eine Trailershow zu weiteren Universum Film-Titeln. Auch hier ist das BD-Live-Extra sehr uninteressant. Bis auf die Trailershow und die Bildergalerie liegt das Bonusmaterial lediglich in Standard Definition vor. Fans von B-Action-Trash dürfen hier trotzdem zugreifen.


Film++++--
Bild++++--
Ton+++---
Bonus+/----


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Barb Wire
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