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USA 2011
Originaltitel:Season of the Witch
Länge:95:04 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Dominic Sena
Buch:Bragi F. Schut
Kamera:Amir M. Mokri
Musik:Atli Örvarsson
SFX:Paul Stephenson
Darsteller:Nicolas Cage, Ron Perlman, Stephen Campbell Moore, Robert Sheehan, Claire Foy, Ulrich Thomsen, Stephen Graham, Christopher Lee, Matt Devere, Nick Thomas-Webster, Peter Linka, Elen Rhys
Vertrieb:Universum Film
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:1,78:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:03.08.2011 (Verleih) / 19.08.2011 (Kauf)
Bonus:
  • Trailershow bei Disc-Start:
    • Colombiana (2:10 Min., 1080p)
    • Ironclad (1:44 Min., 1080p)
  • Interviews mit Cast & Crew:
    • Ron Perlman & Robert Sheehan (16:05 Min., 576)
    • Nicolas Cage & Claire Foy (5:01 Min, 576)
    • Nicolas Cage (4:05 Min, 576)
    • Ron Perlman (2:46 Min, 576)
    • Claire Foy (1:49 Min, 576)
    • Dominic Sena (0:45 Min, 576)
  • B-Roll (5:02 Min., 576p)
  • Deutscher Kinotrailer (2:13 Min., 1080p)
  • TV-Spots:
    • Innocent Girl - 0:31 Min., 576p)
    • The Truth - 0:31 Min., 576p)
    • One Man - 0:31 Min., 576p)
    • Fight - 0:17 Min., 576p)
    • Journey Cutdown - 0:17 Min., 576p)
  • Trailershow:
    • Colombiana (2:10 Min., 1080p)
    • Ironclad (1:44 Min., 1080p)
    • Der Mandant (1:32 Min., 1080p)
    • The Fighter (2:31 Min., 1080p)
    • Blitz (2:03 Min., 1080p)
  • HiDef-exklusiv: BD-Live (Profil 2.0)
Europa im 14. Jahrhundert: Die Pest wütet und die gnadenlose Jagd auf Hexen hat begonnen. Nach jahrelangen Kreuzzügen kehren die Tempelritter Behmen und Felson entkräftet, desillusioniert und des Kämpfens müde zurück. Nur widerwillig übernehmen sie einen letzten Auftrag des todkranken Kardinal D'Ambroise: Sie sollen ein Mädchen, das als Hexe für die Ausbreitung der tödlichen Seuche verantwortlich gemacht wird, in ein entlegenes Kloster überführen. Dort wartet ein geheimnisvolles Ritual auf sie, das ihre Macht brechen und somit der vernichtenden Pest Einhalt gebieten soll. Angeführt vom Gauner Hagamar, der als Einziger den Weg zum Kloster kennt, machen sich Behmen und Felson auf die Reise. Der Ritter Eckhart, der Mönch Debelzaq, und der angehende Ritter Kay schließen sich den ungleichen Gefährten an. Doch der Auftrag erweist sich schnell als weit gefährlicher als angenommen, denn bei ihrer Ankunft im Kloster offenbart sich ihnen der wahre Grund ihrer Reise ...
"What they do with deserters anyway?... Hang them?... Burn them?" - Felson
"Probably both." - Behem

Es ist immer wieder schön anzusehen, wie billig und berechnend deutsche Titel entworfen werden, um damit den Umsatz zu steigern. Die Assoziation soll den Blick des Verbrauchers auf den populären und an der Kinokasse erfolgreichen Cage-Film Interner Link"Das Vermächtnis der Tempelritter" lenken, obwohl "Season of the Witch" weder mit diesem Film, noch mit dem deutschen Titel etwas zu tun hat. Allein der Fakt, das Cage zu Beginn des Films als Kreuzritter Behmen unterwegs war, genügte den Kreatoren, um daraus ihr Marketing-Süppchen zu kochen, verdeutlicht aber auch, dass sie nur wenig Vertrauen in die eigentliche Handlung des Films hatten.
Denn in diesem geht es um Hexen, wie die Eingangssequenz, die etwa hundert Jahre vor der eigentlichen Handlung spielt, sofort klar macht. Jeder weiß, dass es sich dabei um keine echten Hexen handelte, sondern um Frauen, die als Sündenböcke herhalten mussten, und unter göttlichem Vorwand zu Unrecht hingerichtet wurden. Doch der Film belehrt uns eines Besseren, denn zumindest eine der Frauen - die jüngste und hübscheste unter ihnen - steht wie der Leibhaftige wieder von den Toten auf und sorgt dafür, dass der Priester selbst an seinem Strick baumelt.



Danach geht es erst einmal im Zeitraffer weiter, denn Behmen und Felson (Ron Perlman) kämpfen sich über einen Zeitraum von zehn Jahren durch diverse Schlachten, immer mit einem lässigen Spruch auf der Lippe, bis Behmen nach unzähligen männlichen Kraftprotzen, die es nicht besser verdient hatten, eine zarte Frau ersticht - und darauf hin sofort seine Kündigung einreicht, weil ihm plötzlich aufgefallen war, dass er im Namen Gottes unrecht tat. Das mit der Kündigung war damals noch nicht so leicht, da man deutlich längere Fristen einhalten musste oder wenigstens tot sein sollte, weshalb Behmen und Kumpel Felson ab sofort als Deserteure gelten, was sich auch schon in der österreichischen Steiermark rumgesprochen hatte, wo sie nur drei Wochen seit Antritt ihrer Heimreise im Kerker landen.



Man benötigt nicht viel analytischen Verstand, um eine gewisse Unlogik hinter diesem Geschehen zu vermuten, welche sich auch im weiteren Verlauf des Films konsequent fortsetzt. So werden unsere tapferen Recken sehr bald mit der schwarzen Pest konfrontiert, die sie überall auf hässlich deformierte Mitbürger treffen lässt, aber Dinge wie Tröpfchenübertragung oder Ansteckungsgefahr waren damals noch nicht bekannt, weshalb der Umgang mit den Kranken sehr unbeschwert stattfindet. Der Grund dieser Lässigkeit liegt vor allem in der Tatsache, das man die Schuldige für die Krankheit längst ausgemacht hatte - ein hübsches junges Mädchen (Claire Foy), das in Wirklichkeit eine Hexe sein soll.

Da dieses Mädchen so mächtig ist, dass sie nur mit einem Bannspruch aus einem Buch besiegt werden kann, das sich in einem fünf Tagesreisen entfernten Kloster befindet, bekommen Behmen und Vernon noch einmal eine Chance zu beweisen, dass sie doch gute Gotteskrieger sind. Sie dürfen gemeinsam mit vier weiteren Männern - darunter ein bigotter Priester und ein netter junger Möchtegern-Ritter (Robert Sheehan) - die vermeintliche Hexe dorthin bringen, damit ihr dort ein fairer Prozess gemacht werden kann - etwa mit Steinen beschweren, um zu sehen, ob sie damit untergeht. Warum sich das Mädchen schlagen und einsperren lässt, obwohl es doch so viel Macht hat, wird erst zum Schluss aufgelöst - es sei immerhin so viel verraten, dass die Lösung nicht wirklich überzeugen kann.



Was sich hier so krude und hanebüchen konstruiert anhört, ist es auch, aber der Film hat eine ähnliche Qualität wie Cages Locken-Matte - beide verfügen über erhebliches Trash-Potential. So darf das nette gefangene Mädchen mit viel CGI-Einsatz erst ihr perfides Spiel mit den sie begleitenden Männern treiben, bevor es im Mönchskloster zum Showdown kommt. Dass die Macher ihren Film wirklich ernst meinten, kann kaum angenommen werden. Aber selbst wenn sie glaubten, über die Deutungshoheit von Hexenverfolgungen und der Entstehung der Pest zu verfügen, ist es auch egal. Denn "Season of the Witch" macht einfach Spaß und lässt kaum einen Unsinn aus - bis hin zum theatralischen Abschlussmonolog von Schmachtlocke Cage. Prädikat "bitte nicht ernst nehmen" ...


"We're going to need more holy water" – Debelzag

Universum Film veröffentlicht "Der letzte Tempelritter" ungekürzt auf DVD und Blu-ray mit einem FSK-Wendecover. Auf dem mit dem FSK-Logo bedruckten Cover befindet sich auch ein EAN-Code für Smartphones, mit der man sich den Trailer zum Film anschauen kann.
Technisch erreicht der Film einen hohen Standard und überzeugt mit einem extrem hohen Schärfe- und Detailgrad. Das Bild wirkt gestochen scharf und überzeugt mit einer exzellenten Tiefenwirkung. Hinzu kommen kraftvolle und natürliche Farben, sowie ein hervorragender Kontrast und ein satter Schwarzwert. Selbst in dunklen Sequenzen werden keine Details verschluckt. Trotz stilistischer Verfremdungen im Farbbereich wird das Bild niemals unnatürlich oder unscharf. Lediglich die CGI-Effekte, die schnell als solche zu identifizieren sind, lassen das Bild etwas weicher erscheinen. Die Kompression arbeitet tadellos und Filmkorn ist nur geringfügig vorhanden, das Bild wirkt aber nicht gefiltert.
Soundtechnisch stehen beide DTS-HD Master Audio 5.1-Spuren dem Bild in nichts nach. Eine perfekte Sprachwiedergabe mit leichten Schwächen im Hochtonbereich trifft auf eine sehr druckvolle, dynamische und räumliche Abmischung, in der sowohl die Schlachtsequenzen als auch die ruhigen Suspense-Szenen mit einer hervorragenden Präzision abgemischt wurden und mit einem hohen Detailgrad aufwarten. Dies gilt für den deutschen als auch für englischen Mix, wobei sich letzterer im Dialogbereich etwas harmonischer ins Klangbild einfindet. Die Musik ist durchaus voluminös und druckvoll abgemischt. Auch wenn direktionale Effekte etwas verhalten auftreten, überzeugen einige durchaus gut platzierte Effekte, die gut ortbar durch die Kanäle huschen. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.


(Preview-Screenshots zur vergrößerten Ansicht anklicken.)

Das Bonusmaterial beschränkt sich auf Trailer, TV-Spots und ein paar Interviews, die teilweise sehr werbelastig und nichtssagend ausgefallen sind. Lediglich das 16minütige Interview mit Ron Perlman und Robert Sheehan ist interessant geworden. Die Extras liegen bis auf die Trailer in Standard Definition vor und die Interviews wurden deutsch untertitelt. Die BD-Live-Anbindung enthält keine filmspezifischen Extras. Hier hätte man etwas mehr erwarten dürfen.

"Der letzte Tempelritter" bietet solide Unterhaltung, hat aber leider kein Potenzial einer Mehrfachsichtung. Technisch ist die Blu-ray allerdings auf einem hohen Level. Lediglich das magere Bonusmaterial ist etwas enttäuschend.


Film+++/--
Bild+++++-
Ton+++++-
Bonus+/----


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