Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 2005
Originaltitel:Sin City
Alternativtitel:Frank Miller's Sin City
aka. Histoire de Sin City, Une
Länge:124:03 Minuten (Kinofassung) / 141:45 Minuten (Recut)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Frank Miller, Robert Rodriguez, Quentin Tarantino
Buch:Frank Miller
Kamera:Robert Rodriguez
Musik:John Debney, Graeme Revell, Robert Rodriguez
SFX:Greg Nicotero
Darsteller:Jessica Alba, Rosario Dawson, Elijah Wood, Bruce Willis, Benicio Del Toro, Michael Clarke Duncan, Carla Gugino, Josh Hartnett, Michael Madsen, Jaime King, Brittany Murphy, Clive Owen, Mickey Rourke, Nick Stahl, Marley Shelton, Arie Verveen, Rutger Hauer, Frank Miller
Vertrieb:Buena Vista / Miramax
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:1,85:1
Tonformat:DTS 5.1, DTS-HD 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Audiodeskription für Sehbehinderte
Untertitel:Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Italienisch, Spanisch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:16.07.2009 (Kauf)
Bonus:
Disc 1: Kinofassung
  • HiDef-exklusiv: Cine-Explore: PiP-Featurette (Profil 2.0)
  • Audiokommentar mit Robert Rodriguez und Frank Miller
  • Audiokommentar mit Robert Rodriguez und Quentin Tarantino
  • Film mit Publikumsreaktion ansehen
  • "D-Box Motion Code"
Disc 2: Recut-Version
  • HiDef-exklusiv: Interaktiver Comic: "The Hard Goodbye" (8:27 Min., 1080p)
  • Wie Frank Miller überzeugt wurde, seine Comics zu Verfilmen (5:41 Min., 480p)
  • Special Guest Regisseur: Quentin Tarantino (7:13 Min., 480p)
  • Schlitten mit ordentlich PS unter der Haube: Die Autos in Sin City (7:34 Min., 480p)
  • Knarren, Alk und heiße Schlampen: Die Ausstattung in Sin City (10:57 Min., 480p)
  • Fiese Visagen: Special Effects und Make-Up (9:04 Min., 480p)
  • Trenchcoats und Strapse: Die Kostüme in Sin City (7:24 Min., 480p)
  • Teaser und Kinotrailer:
    • Kinotrailer (2:07 Min., 480p)
    • Teaser (1:53 Min., 480p)
  • Rodriguez' Special:
    • Film School (12:24 Min., 480p)
    • Die Greenscreen-Version (12:27 Min., 480p)
    • Die ungekürzte Version (17:45 Min., 480p)
    • Sin City: Live in Concert (9:15 Min., 480p)
    • Kochschule (6:24 Min., 480p)
Willkommen in Sin City!
Diese Stadt begrüßt die Harten, die Korrupten, die mit den gebrochenen Herzen. Einer von ihnen ist Marv, ein riesiger Schlägertyp, der für eine einzige Nacht das Glück in den Armen einer Frau findet. Am Morgen liegt sie ermordet neben ihm und Marv sinnt auf Rache - um jeden Preis. Dwights Problem ist Jackie Boy, der psychopathische Ex-Lover seiner Geliebten, den er aufhalten muss. Für John Hartigan bleibt nur noch eine Stunde, bis der letzte aufrichtige Cop von Sin City seine Marke abgibt. Doch davor gilt es noch, ein kleines Mädchen aus den Fängen eines Perversen zu retten und ihm die Waffen abzunehmen - alle Waffen.
Seit etlichen Jahren nun schon stellen Comic-Adaptionen ein Standbein für Hollywoods renommierte Studios dar und weil der Gross des Publikums dem auch nicht überdrüssig wird, können wir uns auf eine Fortsetzung dieses Trends gefasst machen, bis er sich selbst begräbt. Regisseur Robert Rodriguez, der Anfang der Neunziger dank seines günstigen Debüts Interner Link"El Mariachi" der Einladung Hollywoods folgte und dort mit Interner Link"Desperado" den gleichen Film mit viel Geld nochmal drehen konnte, hatte seinen Ruf als Kultfilmemacher nicht zuletzt dank Interner Link"From Dusk Till Dawn", den er zusammen mit seinem Freund Quentin Tarantino (Interner Link"Pulp Fiction", Interner Link"Kill Bill") arrangierte, weg. Seine Bekehrung zum Kommerz, die "Spy Kids"-Trilogie und sein unsäglicher "Once Upon a Time in Mexico", der schludrig misslungene Abschluss seiner "El Mariachi"-Reihe, rief alsbald Stimmen auf den Plan, die behaupteten, dass Rodriguez sein Pulver verschossen habe. Mit "Sin City" beweist er nun allen das Gegenteil, nämlich, dass er nach wie vor ein innovativer Regisseur ist.



Dass Rodriguez extrem gut mit seinen Budgets haushalten kann, ist bekannt. Schließlich übernimmt er den Posten des Kameramanns, Cutters und Komponisten meist selbst und kann so mehr als nur ein Auge auf eine möglichst kostenbewusste Post-Production seiner Filme werfen. So verwundert es auch kaum, dass er für "Sin City" gerade mal 40 Millionen Dollar benötigte.
Die beeindruckende Starriege riss sich um die Rollen, um entweder dabei zu sein oder bedankte sich für das in sie gesetzte Vertrauen. Ein passendes Beispiels ist in dieser Hinsicht Mickey Rourke ("Year of the Dragon", "Nine 1/2 Weeks"), der bekanntlich längst auf einem absteigenden Ast, ja vor dem Aus der Karriere, stand und nun, wenn meist auch nur in Nebenrollen dank Leuten wie Tony Scott (Interner Link"Top Gun", "Man on Fire") oder eben auch Rodriguez seinen zweiten Frühling erlebt und zu alter Stärke aufläuft. Die Gagen dürften jedenfalls einen verschwindend geringen Teil des finanziellen Rahmens geschluckt haben und da tut es doch mal gut zu wissen, dass sich Darsteller auch noch für Projekte begeistern können, die nicht nur mit dicken Geldbündeln winken. Diese Tatsache spiegelt sich auch in deren Leistungen wieder. Neben Rourke fällt besonders Bruce Willis (Interner Link"Die Hard", Interner Link"The Last Boy Scout") positiv auf. Der Rest stellt freilich ebenfalls eine Bank dar, jetzt aber jeden einzeln zu kritisieren, würde den Rahmen sprengen.



"Sin City" ist nicht nur der ungewöhnlichste Film des Kinojahres 2005, sondern, zumindest in visueller Hinsicht, wohl auch des bisherigen, noch jungen Jahrtausends. Der Zugang gestaltet sich für den Mainstream schwierig, denn der Film ist gegen die Trends gebürstet und eigentlich immer noch ein Zelluloid gewordener Comic. Nur die Sprechblasen fehlen. Erst mit der unabdingbaren Aufgeschlossenheit und der Bereitschaft sich auf zwei völlig unkonventionelle Stunden einzulassen, wird der Zugang zu diesem Sündenpfuhl, genannt Basin City, gewährt. Denn sich dem Film anzunähern, ohne die bekannten Sehgewohnheiten abzulegen, würde sich als ungemein schwierig, wenn nicht unmöglich herausstellen. Der Film spielte beeindruckende 75 Millionen Dollar, also fast das doppelte seines Budgets, an den amerikanischen Kinokassen wieder ein und wurde auch auf DVD/BD ein Renner, bleibt aber trotzdem schwierig goutierbar für Unaufgeschlossene.



Frank Miller hütete "seine" Stadt seit etlichen Jahren. Dies ist nun die erste Verfilmung eines seiner Comics und die erlaubte er auch nur, weil mit Rodriguez ein ausgemachter Fan sich daran versuchen wollte, mit ihm gemeinsam eine würdige Umsetzung zu schaffen. Ein Drehbuch existierte hierfür nie, man nahm sich die Comics als Storyboard-Vorlage und drehte drauf los. Das Ergebnis ist der Trip in eine andere Welt, die wohl akkurateste Comic-Adaption der Filmgeschichte.
"Sin City", komplett in einer düsteren Schwarz/Weiß-Optik gehalten, ist in eine immer währende Nacht getaucht und wird vom Regen durchnässt, nicht unähnlich des Film Noir, von dem man sich offensichtlich teilweise inspirieren ließ. Nur blutrot, goldgelb und zarte Blau- und Grüntöne bilden zeitweise ein Kontrastmittel zur düsteren Optik. In dieser Welt, herrschen Amoral und Pragmatismus. Wer am schnellsten und skrupellosesten handelt, überlebt, wer nicht, der geht drauf. Die wenigen, die Philanthropen, die sich noch im Dienst von Gesetz und Ordnung stellen, sind desillusioniert, wissen, dass sie auf verlorenem Posten stehen und opfern sich für die Unschuldigen. Eine harte, kalte, bittere, aber ehrliche und praktische Welt, in der die Dinge ohne Umschweife von zumeist ihren niederen, zeitweise animalischen Instinkten folgenden Subjekten angepackt werden.



Drei Geschichten, die sich zwar an wenigen Schauplätzen überschneiden, aber ansonsten nichts weiter miteinander zu tun haben, servieren Miller und Rodriguez uns:
"The Hard Goodbye" erzählt von Marv (Mickey Rourke), einem gewaltbereiten Hünen mit dem Herz am rechten Fleck, der sich nicht zuletzt dank seines abstoßendem Äußerem nach Liebe und Zuneigung sucht. Die findet er in Goldie (Jaime King), doch nur kurz, denn sie wird ermordet und nun läuft dieses Monster von einem Menschen durch die Gassen, um den Mörder zu finden und seiner gerechten Strafe zuzuführen. "The Big Fat Kill" handelt von Dwight (Clive Owen, Interner Link"King Arthur"), der, als ein widerlicher jedoch angesehener Cop im Nuttenviertel abgeschlachtet wird, einen Krieg zwischen den angriffslustigen Freudenmädchen und der Polizei verhindern muss und deswegen irgendwie die Leichen verschwinden lassen will. Die beide Geschichten einrahmende dritte Storyline "That Yellow Bastard" gefiel mir persönlich am Besten und zeigt den herzkranken, resignierten und in seinem Innersten sehr melancholischen Cop Hartigan (Bruce Willis) bei seinen verzweifelten Versuchen die Stadt von Frauenschändern zu säubern. Seine Methoden die Jungs zu überzeugen sind... Nun ja... eigen *gg*. Wer den Film schon gesehen hat, weiß was ich meine. Der vierte Schauplatz "Booze Broars & Bullets" um den von Josh Hartnett (Interner Link"The Faculty", "Pearl Harbor") gespielten Killer spielt nur eine minimale Rolle, weil nur ein- und ausgangs erwähnt. Macht im Grunde Hunger auf "Sin City 2".



Aus den drei Plots kann sich freilich jeder seinen Favoriten auswählen, grundsätzlich haben sie aber, abseits dessen, dass sie aufgrund der warnenden Laufzeit stringent erzählt werden, alle etwas gemeinsam. Sie strotzen nur so vor radikalem Zynismus, Blut und explizit dargestellten Gewaltorgien. Dialoge spielen hier nur eine sekundäre Rolle. Das Meiste spielt sich im Kopf der jeweiligen Hauptfigur als ein Mix aus spontanen Gedankengängen und erzählenden, inneren Monologen ab – ähnlich der "Max Payne"-Spiele (Wer im übrigen deren Szenario mochte, dürfte es hier ebenfalls einfach haben). Eine große Portion pechschwarzer Humor geht im übrigen mit diesen einher.
Besonders Hartigans Episode ist in dieser Hinsicht hervorzuheben, denn sie transportiert auf diese Weise viele Informationen über seinen Charakter. Hin und wieder bewegt man sich am Rande der Geschmacklosigkeit, wenn sadistische Charakterzüge ungeahnte Ausmaße annehmen, aber es bleibt noch geradeso im Rahmen. Wie erwähnt, für den Zartbesaiteten ist "Sin City" sowieso nichts, denn zimperlich agiert hier niemand. Blutige, Körper durchfetzende Shootouts, Priestermord und Folter gehen hier nämlich noch als harmlos durch. Zigaretten, Medikamente und Alkohol stellen das täglich Brot dar. Das weibliche Publikum dürfte den Film vermutlich lieben. Außer Huren, Nutten, Stripperinnen, Tänzerinnen und Bardamen scheint es keine Jobs für Frauen in "Sin City" zu geben.



Stellt sich die Faszination nicht schnell ein, stumpft man ab. Man muss sich wirklich von Anfang an, ohne Vorbehalte, von "Sin City" gefangen nehmen lassen, denn so schrecklich viel Spannung gibt der Stoff nicht mehr, Dramaturgie auch nur mit Abstrichen. Das liegt allerdings schon in der Natur des Comics. Der Film, im übrigen nicht chronologisch erzählt, wechselt zwischen seinen drei Geschichten und hat allein schon deswegen keinen klassischen Ablauf. Zu kompliziert wird es zwar nie, aber man wird hin und wieder aus der Handlung geworfen, woraus kurzfristige Atmosphärebrüche resultieren. Man findet sich aber schnell wieder zurecht. Die immer menschenfeindlichere Züge annehmenden Bestrafungen und Kämpfe sorgen derweil mit zunehmender Laufzeit für Abstumpfung, weil es nach Köpfungen, Kastrationen und Kannibalismus irgendwann keine Blood & Gore–Steigerung mehr geben kann. Auch die sexuelle Freizügigkeit vergibt irgendwann keine neuen Impulse mehr. Soll hier aber ein zu vernachlässigendes Manko sein. Schließlich fußen die Comics auch auf diesen Motiven.


Buena Vusta veröffentlicht wie bereits auf DVD "Sin City" in der Kinofassung und in der Recut-Version, die hier "Ultimative XXL-Version" heißt, auf Blu-ray. Der Unterschied zwischen beiden Versionen sind neben 10 zusätzliche Szenen, die komplette Trennung aller Episoden, sowie die Szenen mit Josh Hartnett. Diese sind jetzt einzeln anwählbar, was dem Comic näher kommt. Die Kinofassung wirkt insgesamt aber stimmiger.
Bildtechnisch beeindrucken beide Fassungen und haben die Höchstnote verdient. Was dem Zuschauer hier serviert wird, ist High Definition auf Referenzbasis und das hätte wohl niemand erwartet. "Sin City" ist weitgehend Schwarzweiß und bietet spärlich eingesetzte Farbelemente, sowie einen extrem harten Kontrast, bei dem helle Bildbereiche deutlich überstrahlen, dunkle Bereiche dafür mit einem satten und tiefen Schwarz aufwarten können.
Es gibt keine Sequenz, in der auch nur geringfügig Details verschwinden, alles bleibt extrem scharf und äußerst detailliert. Hinzu kommt eine hervorragende Plastizität und extrem knallige Farben, was ein gewolltes Stilmittel darstellt. Es gibt keine Bildfehler, die Kompression arbeitet tadellos und nicht einmal Bandingeffekte sind auszumachen. Hier liegt einem seit langem einmal wieder einen herausragende Blu-ray vor, an der es einfach nichts zu bemängeln gibt.


(Preview-Screenshots zur vergrößerten Ansicht anklicken.)

Auch beim Ton darf man sich über einen sehr guten und atmosphärischen Mehrkanalmix freuen, der mit sehr vielen Details und einer hervorragenden Weiträumigkeit aufwarten kann. Die Dialoge kommen glasklar aus dem Center und klingen sehr gut ausbalanciert, während einzelne Soundelemente mit einer überragenden Detailverliebtheit aus den restlichen Kanälen hallen. "Sin City" bietet einige extrem bombastische Actionszenen, in denen der deutsche DTS-Mix einiges zu tun bekommt. Immer wieder überzeugt der Dynamikumfang und der satte und tiefe Bass, ohne dabei Details untergehen zu lassen oder monoton zu klingen. Ganz im Gegenteil: "Sin City" klingt lebhaft und bietet sehr gut platzierte und stets ortbare Effekte, sowie eine herausragende Räumlichkeit. In der englischsprachigen Originalversion, die in DTS-HD vorliegt, klingt die Abmischung nochmal detaillierter und die Dialoge passen sich besser dem restlichen Klangbild ein. Wirklich toll!


(Preview-Screenshots zur vergrößerten Ansicht anklicken.)

Beim Bonusmaterial darf man ebenfalls ein Freudestanz aufführen, denn auch wenn der Großteil lediglich in Standard Defintion vorliegt, ist der Informationsgehalt des extrem hoch ausgefallen. Dabei gehen die einzelnen Featurettes nicht einmal sonderlich lang. Auf Disc 1 mit der Kinofassung gibt es ein "Cine-Explore"-Feature, ein Bild-im-Bild-Kommentar, der neben einem normalen Audiokommentar mit dem Regie-Duo Robert Rodriguez und Frank Miller mit zusätzlichen Video-Einblendungen aufwartet. Es werden szenenspezifisch Bilder aus dem Comic eingeblendet, sowie Green-Screen-Aufnahmen etc. Das alles hat einen extrem hohen Informationsgehalt und macht zudem noch sehr viel Spaß. Dies gilt natürlich auch für den Kommentar ohne visuelle Unterstützung. Der zweite Kommentar wird von Rodriguez und Quentin Tarantino eingesprochen und der dritte stellt eine Aufnahmen während einer Kinoaufführung in Austin (Texas) dar und behinhaltet sämtliche Publikumsreaktionen. Ziemlich witzig. Die beiden Hauptkommentare wurden komplett deutsch untertitelt, was auch für den Rest des Bonusmaterials bzw. die beiden Filmfassungen gilt.


Das restliche Bonusmaterial befindet sich zusammen mit dem Recut des Film aus der zweiten Blu-ray. Angefangen wird mit "The Hard Goodbye", einem 8minütigen, interaktiven Comic, in welchem sich die Story anhand von Minispielen vorantreiben lässt. Sehr genial gemacht! Das sechs Minuten lange "Wie Frank Miller überzeugt wurde seine Comics zu verfilmen" lässt Miller und Rodriguez zu Wort kommen und in "Special Guest Regisseur: Quentin Tarantino" bekommt man einen kleinen Einblick in die Szene, die Tarantino drehte.
Nach dem 7minütigen Featurette folgen weitere 8 Minuten über die Autos im Film und in "Knarren, Alk und heiße Schlampen: Die Ausstattung von Sin City" erfährt man in 11 Minuten wie die Requisite Sin City zum Leben erweckt. Die nachfolgenden 9 Minuten gehören Special Make-up Effects Supervisor Greg Nicotero, der uns in "Fiese Visagen: Special Effects & Make-up" einen kurzen Einblick in seine Arbeit gewährt. "Trenchcoats & Strapse: Die Kostüme in Sin City" zeigen in 8 Minuten die fantastischen Outfits der Charakteren.
Das Highlight der Extras kommt zum Schluss. "Rodriguez Special" ist eine 58minütige Dokumentation, die in fünf Segmente unterteilt wurde. Neben technischen Infos zur Umsetzung des Films gibt es u.a. die Szenen von Quentin Tarantino als kompletter Take mit Regieanweisungen, Kochtipps von Regisseur Robert Rodriguez (Frühstücks-Tacos), ein kurzer Live-Auftritt von Bruce Willis und seiner Band, sowie eine in Zeitraffer gezeigte Greenscreen-Version von "Sin City" zu sehen. Desweiteren enthält die Disc noch einen Teaser und einen Kinotrailer zum Hauptfilm. Ansonsten gibt es keine Trailershow weiterer Buena Vista-Titel.



Mit "Sin City" stellen Robert Rodriguez und Frank Miller einen unkonventionellen und damit auch gleich politisch unkorrekten, provokativen Beitrag zur Comicwelle, der die Regeln durchbricht. Visuell extravagant und auf seine eigene Art ästhetisch, sind die gut zwei Stunden eine unglaublich, fesselnde Erfahrung und nebenbei auch das perfekte Beispiel, wie man Schauspieler vor Greenscreens spielen lässt (Wer erinnert sich nicht mit Grausen an Interner Link"Sky Captain and the World of Tomorrow"?). Die extremen, drastischen Gewaltausbrüche sind ein Stilmittel und entsprechen den Comics. Schauspielerisch beeindruckt hier zudem der engagierte Großteil (u.a. auch altgediente Recken wie Rutger Hauer und Powers Boothe, neben den gegen sein Image besetzten Elijah Wood als Kannibalen). Man kann, wenn man es drauf anlegt, inhaltlich viele Ansatzpunkte zur Kritik finden, doch dann hat man das Ligaziel verfehlt. Für sich stehend ganz große Klasse und das absolute Highlight im Jahr 2005 – wenn höchstwahrscheinlich zum Großteil auch nur für uns Männer. Oder um es mit den Worten Mr. Spocks zu sagen: Fascinating!

Die deutsche Blu-ray ist über jeden Zweifel erhaben. Deutsche Untertitel bei den Kommentaren, eine hervorragende Bild- und Tonqualität und sämtliche Extras der DVD wurden übernommen. Zwar gibt es kein FSK-Wendecover, aber wie heißt es so schön: Der Inhalt zählt und der ist topp!


Film+++++/
Bild++++++
Ton+++++/
Bonus++++/-


Druckbare Version
News"Sin City" Recut im Steelbook
Fantasy Filmfest 2005: Termine und Filme
"Sin City" Extended Edition im Dezember
Sin City
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.