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USA 2009
Originaltitel:Haunting in Connecticut, The
Länge:98:17 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Peter Cornwell
Buch:Adam Simon, Tim Metcalfe
Kamera:Adam Swica
Musik:Robert J. Kral
SFX:Brian Hillard
Darsteller:Sophi Knight, Ty Wood, Virginia Madsen, Elias Koteas, Amanda Crew, Martin Donovan, Kyle Gallner, D.W. Brown, Sarah Constible, Adriana O'Neil, Will Woytowich, John B. Lowe
Vertrieb:Ascot Elite / Falcom Media
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:10.12.2009 (Kauf)
Bonus:
  • Trailer bei Disc-Start:
    • Im Sog der Nacht (1:37 Min., 1080p)
    • Lila, Lila (2:16 Min., 1080p)
  • Deutscher Trailer (2:21 Min., 1080p)
  • US-Trailer (2:21 Min., 1080p)
  • "Zwei tote Jungen": Das Making-Of von "Das Haus der Dämonen" (14:39 Min., 1080p)
  • Ein wahr gewordener Albtraum: Erneuerte Nachforschungen. Teil 1 (16:31 Min., 1080p)
  • Ein wahr gewordener Albtraum: Erneuerte Nachforschungen. Teil 2 (25:17 Min., 1080p)
  • Bloße Einbildung? Was steckt hinter paranormalen Erscheinungen? (12:19 Min., 1080p)
  • "Memento Mori": Die Geschichte der postmortalen Photographie (11:01 Min., 1080p)
  • 6 Deleted Scenes (mit/ohne Audiokommentar von Regisseur Peter Cornwell) (8:33 Min., 480p)
Um mit ihrem krebskranken Sohn Matt näher an der Klinik zu sein, ziehen die Campbells nach Connecticut. Mutter Sara hat ein günstiges Haus gefunden, das der schlechten finanziellen Lage der Familie entgegen kommt. Kaum eingezogen erfährt die Familie, dass das Haus mit einer dunklen Geschichte aufwartet. Es wurde früher als Bestattungsinstitut genutzt und es kam zu unvorstellbaren Geschehnissen mit schwarzer Magie. Sehr bald beginnt Matt, unheimliche Dinge wahrzunehmen. Die Eltern zweifeln: Liegt es an den starken Medikamenten? Oder doch am Haus? Als Jonah, der Sohn des damaligen Besitzers, plötzlich zurück kehrt, beginnt für die Campbells ein unvorstellbares Grauen ...
Wenn sich Horrorgeschichten auf wahre Begebenheiten berufen, bringen sie sich selbst damit in einen storytechnischen Notstand - erzählen sie eine mörderische Geschichte mit vielen Toten, müssten diese Ereignisse, falls sie so oder ähnlich geschehen sind, allgemein bekannt sein, sollte es sich aber um eines jener unerklärlichen und damit der Interpretationsfreiheit ausgelieferten Ereignisse handeln, können die Auswirkungen nicht allzu prägnant gewesen sein.



"Das Haus der Dämonen" erzählt die Geschichte eines ganz realen Horrors - die Krebserkrankung des jugendlichen Matt (Kyle Gallner), dem ältesten Kind von Sara (Virginia Madsen) und Peter Campbell (Martin Donovan), der verzweifelte Kampf um seine Heilung und die privaten Zerreißproben jedes Einzelnen, die sich daraus ergeben. Der Alkoholismus des Vaters, der penetrante Optimismus der Mutter, Geldknappheit und die starke Beanspruchung des Sohnes durch die neuartige Therapie, hätten ausreichend Stoff für ein intensives Drama abgeliefert, aber hier soll ja ein Horrorfilm erzählt werden - und dafür nutzt der Film vor allem Matts Situation und die Möglichkeit, dass er auf Grund seiner Therapie Fantasien ausgesetzt ist.



Doch schon in einer der ersten Szenen in dem verfluchten Haus, nimmt der Film sich die Möglichkeit, es offen zu lassen, ob die merkwürdigen Figuren, die in dem Haus herumgeistern, wirklich nur Matts Einbildung entspringen, denn als Sara das Haus besichtigt, um es in der Nähe von Matts Krankenhaus zu mieten, wandert ein Schatten durch den Hintergrund. Trotzdem kann der Film in dieser Phase eine gewisse Spannung erzeugen, denn optisch ist er auf der Höhe der Zeit. Allerdings in der Verwendung der Schnitttechnik, dem Blick auf Details, den gedämpften Farben und einem angemessenen Score nicht wirklich innovativ. Leider verliert er nur wenig Zeit, bis er das Geheimnis des Hauses verrät, das Sara zuvor schon durch den Makler erfuhr, aber den übrigen Familienmitgliedern vorsichtshalber nicht verriet.



Das größte Manko des Films liegt darum auch in seiner Unentschiedenheit - einerseits will er eine klassische Horrorgeschichte erzählen mit einer großen Bedrohung, Schreckensmomenten und unheimlichen Vorkomnissen, andererseits spart er nicht mit Andeutungen des alltäglichen Lebens, die aber fast lieblos und nebenbei abgehandelt werden. Allein der kurze Auftritt des betrunkenen Vaters hätte genügend Potential für eine Verbindung beider Ebenen geliefert, scheiterte aber am mangelnden Mut der Macher, sich wirklich auf die realen Probleme der Familie einzulassen. Stattdessen gibt es wieder die Mär von leeren Gräbern, herbeigerufenen Dämonen und allerlei Werkzeug, mit denen man den Menschen zu Leibe rücken kann.


Nur das das hier Niemand wirklich tut, denn schließlich wird eine wahre Geschichte erzählt, die vielleicht doch nur der Fantasie entsprungen ist und deshalb nicht zu konkret werden darf. Um das noch zu betonen, erlaubt sich der Film den Kniff, ausgerechnet den armen Matt in den dunklen Keller zu verlegen - angeblich, weil es dort ein Bad für ihn allein gibt, das aber nie im Bild gezeigt wird. Hier wird er ständig von schrecklichen Fantasien heimgesucht. Aber selbst als seine Mutter diese miterlebt, findet sie nichts dabei, ihren kranken Sohn dort allein herumliegen zu lassen. Problematisch an dieser Konstellation ist nicht nur die völlige Unlogik einer solchen, angeblich realen Vorgehensweise, sondern der Fakt, dass der Film damit die Oberflächlichkeit seiner Charaktergestaltung auf die Spitze treibt. Sämtliche Figuren agieren vorhersehbar, aber wirkliche Persönlichkeiten kann der Film nicht entwickeln, weshalb dem Betrachter deren Schicksal letztlich egal bleibt.


Falcom Media veröffentlicht im Vertrieb von Ascot Elite den angeblichen Kinohit "Das Haus der Dämonen" ungekürzt auf Blu-ray und DVD. Die vorliegende Blu-ray-Version des Films überzeugt mit einem guten Widescreen-Transfer, dessen Schwächen sich in Grenzen halten. So überzeugt das Bild in erster Linie mit der sehr guten Schärfe, die auch auf großen Betrachtungsflächen standhält. Leider bietet die Detailzeichnung nur Durchschnittswerte, während Konturen und Kanten weitgehend knackig und scharf wirken. Das hat zur Folge, dass der gewünschte HD-Effekt meist ausbleibt. Dafür überzeugt der Kontrast und auch die kräftigen und satten Farben wissen zu gefallen, denn bietet stets eine gute Balance und lassen in dunklen Bildbereichen nichts untergehen. Dabei eingesetzte Bildfilter stören kaum und auch die leichte Körnung des Filmmaterials trübt den Sehgenuss nicht im geringsten.
Beide Tonspuren liegen in DTS-HD Master Audio 5.1 vor und bieten optional deutsche Untertitel. Klanglich gibt es nicht zu meckern. Dialoge sind sehr gut zu verstehen, klingen in beiden Sprachfassungen gut ausbalanciert und ordnen sich nicht dem restlichen Soundmix unter. Es gibt immer wieder einige gut platzierte Sourroundeffekte, die für eine ordentliche Räumlichkeit sorgen, ohne mit vielen direktionalen Effekten oder einem übermäßig kräftigen Bass zu glänzen. Hinzu kommt ein sauber abgemischter Soundtrack, der die gruselige Atmosphäre des Films unterstreicht.



(Preview-Screenshots zur vergrößerten Ansicht anklicken.)

Bis auf geschnittene Szenen, welche mit einem Audiokommentar des Regisseurs Peter Cornwell abgespielt werden können, liegt das Bonusmaterial komplett in High Definition vor. Angefangen mit einem 15minütigen Making of, welches leider nur wenig interessant ausgefallen ist. Das Herzstück des Bonusmaterials ist vielmehr die zweiteilige und mit 42 Minuten nicht gerade kurze Dokumentation über Erforschung paranormaler Erscheinungen. Hier vergisst man schnell das mäßige "Making of". Spannend sind auch die beiden weiteren Mini-Dokus. So widmet sich "Memento Mori" in 11 Minuten der postmortalen Photographie und die andere Dokumentation geht in 12 Minuten der Frage auf den Grund, ob paranormale Erscheinungen nur bloße Einbildung sind. Desweiteren gibt es noch einen deutschen und einen englischen Trailer. Die Menü-Navigation ist sehr schön ausgefallen und zudem wird die Disc mit einem Wendecover ohne störendes FSK-Logo ausgeliefert.


"Das Haus der Dämonen" kann nur in optischer Hinsicht überzeugen, bleibt als Horrorfilm wenig spannend und als Familiendrama äußerst oberflächlich. Der Versuch eine angeblich wahre Geschichte als realen Grusel zu verkaufen, scheitert an der mangelnden Konsequenz der Macher, Realität und Horror so miteinander zu verzahnen, dass man sie nicht mehr auseinander halten kann.


Film++----
Bild++++/-
Ton++++--
Bonus++++--


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