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UK 2009
Originaltitel:Devil's Playground
Länge:96:53 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Mark McQueen
Buch:Bart Ruspoli
Kamera:Jason Shepherd
Musik:James Edward Barker
SFX:Tony Auger
Darsteller:Danny Dyer, Jaime Murray, Sean Pertwee, MyAnna Buring, Shane Taylor, Colin Salmon, Craig Fairbrass, Craig Conway, Bart Ruspoli, Lisa McAllister, Victoria Pritchard, Alistair Petrie
Vertrieb:Splendid Film
Norm:1080p / VC-1
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Niederländisch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:26.11.2010 (Kauf)
Bonus:
  • Trailer bei Disc-Start:
    • The Expendables (0:50 Min., 1080p)
    • Tekken (2:04 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Inhale (2:20 Min., 1080p)
    • The Expendables (0:50 Min., 1080p)
    • Doghouse (1:44 Min., 1080p)
    • The Collector (1:35 Min., 1080p)
    • Edgar Allen Poe's Das Grab der Ligeia (2:21 Min., 1080p)
    • Tekken (2:04 Min., 1080p)
    • The Traveller (1:51 Min., 1080p)
    • Dance of the Dead (1:48 Min., 576p)
    • Death Bell (2:08 Min., 576p)
Ein großer Pharmakonzern plant ein neues Mittel auf den Markt zu bringen, doch irgendetwas ist schiefgegangen. Als einzige von dreißigtausend Testpersonen ist die schwangere Angela noch nicht zu einem blutrünstigen, aggressiven und pfeilschnellen Monster mutiert. Während London sich in ein tobendes Inferno verwandelt, stehen die Überlebenschancen für die junge Frau und eine kleine Gruppe Überlebender immer schlechter. Doch dann tritt Cole auf den Plan, ein raubeiniger Ex-Söldner im Auftrag des Pharmakonzerns. Angelas Immunität scheint der Schlüssel zum Fortbestand der Menschheit zu sein, doch zwischen ihr und der Hoffnung auf Rettung steht eine sich rasend vergrößernde Armee beißwütiger Irrer.
Nach Interner Link"28 Days Later" folgt nun der nächste gut budgetierte Beitrag aus Großbritannien zum Thema Zombieaction. Mit einigen Ähnlichkeiten ausgestattet und dem Überlebensprinzip von Interner Link"Children of Men" folgend, kämpft eine Gruppe von Flüchtenden in den von Infizierten übersäten Straßen Londons ums nackte Überleben. Darunter der auf Kaution freigelassene Cop Joe (Danny Dyer), der Sicherheitsmann des verantwortlichen Industriekonzerns Cole (Craig Fairbrass) und die als einzige von 30000 Probanden nicht infizierte Angela (MyAnna Buring). Auf dem Weg zum rettenden Heli lauern die Gefahren jedoch nicht nur außerhalb einiger Verbarrikadierungen ...



Regisseur Mark McQueen folgt ganz der Tradition moderner Action mit Untoten, indem selbige agil und äußerst kräftig in Szene gesetzt agieren, etwaige Logiklücken und Schwachstellen mit reichlich flotter Bewegung kaschiert werden und die Gruppe aus genügend markant erscheinenden Individuen zusammengesetzt ist, um auch durch die Figuren Interesse zu erwecken.
Cole ist ein Mann mit finsterer Vergangenheit, der als Auftragskiller für den Konzern über Leichen ging, bis ihn ein traumatisches Erlebnis läuterte. Bei Joe ist man sich nicht sicher, ob der sensible Ansatz nur eine Hülle darstellt und auch Angela scheint nicht nur die aufopferungsvolle Blonde zu sein, von der man nicht genau weiß, warum ausgerechnet sie die einzige Probandin ist, bei der keinerlei Nebenwirkungen durch das Medikament auftraten, welches alle Übrigen in blutrünstige Monster verwandelte.



Zunächst verfolgen wir einige parallele Handlungsstränge, die im letzten Drittel zu zweien verschmelzen: Während sich eine Gruppe in einer Autowerkstatt verbarrikadiert, paddeln zwei Polizisten von der Küstenwache über die Themse, ebenfalls auf dem Weg zum rettenden Hubschrauber. Natürlich kommt es in der Gruppe zu Misstrauen und waghalsigen Entscheidungen, doch überraschen dürfte der Verlauf kaum, da je nach Intensität der Charakterzeichnung und der entsprechenden Präsenz absehbar ist, wer eventuell bis zuletzt durchhalten könnte. Darstellerisch agiert die Riege größtenteils glaubwürdig, besonders Craig Fairbrass dominiert das Spiel mit überzeugenden Argumenten und straightem Handeln. Etwas klischeebeladen gerät demgegenüber ein Paar aus den gehobenen Bankierkreisen, welches von vornherein intrigiert und eine Sonderposition einzunehmen hofft. Etwas zu wenig erfährt man über Matt, dem Bruder Angelas, der sich mit dem Kollegen in der Zentrale befand, als die Katastrophe über London hereinbrach.



Besonders auf atmosphärischer Ebene kann der Streifen Glanzpunkte setzen. Ein paar bekannte Straßen Londons in völlig leergefegtem Zustand überzeugen ebenso wie einige Luftaufnahmen. Dazu gesellen sich bedrückende Zombiemassen in zügigem Angriff und nicht zuletzt können einige unnachgiebig harte Splatterszenen punkten, von denen es zwar nicht viele, dafür ordentlich in Szene gesetzte gibt. Auch der Score sorgt letztlich dafür, dass die Chose nie langweilig, sondern stets munter voran getrieben wird. Einziges Manko ist bei alledem die Schlichtheit der Geschichte, die wenig Hintergrund offenbart und nur selten emotionale Konflikte thematisiert.
Zudem folgt der Verlauf einem recht einseitigen Muster: Verstecken, auf von A nach B, wieder verstecken, ausweichen und weiter zum nächsten Punkt, alles mit eventuellen Verlusten versehen. Weit vor Beginn des Showdowns wird deutlich, wer zum Schluss überleben dürfte und aus welchem Grund der eine oder andere von der Gruppe ausgeschlossen werden könnte. Da vermisst man im Gesamtkonzept ein wenig Finesse. Dennoch kann der Streifen von Beginn an fesseln und bis zum Ende ordentlich Kurzweil aufleben lassen.
Überzeugende Darsteller, grundsolides Handwerk, sehr ordentliche Ausstattung und recht fetzige Temposzenen dürften das Herz nahezu jeden Fans des Subgenres höher schlagen lassen. Zurücklehen, nicht groß nachdenken, sondern mehr oder weniger genießen ...



Splendid Film veröffentlicht "Devil's Playground" ungekürzt auf Blu-ray und DVD, jeweils mit einem FSK-Wendecover und im Originalformat von 2,35:1. Der 1080p-Transfer überzeugt auf ganzer Linie und zeigt sich sehr detailliert, scharf und frei von Rauschen und Defekten. Wie so oft bei Filmen, die mit digitalen Kameras aufgenommen wurden, erreicht die Schärfe keine Spitzenwerte und oftmals wirkt das Bild etwas glatt. Dafür arbeitet der Kontrast sauber. Er wurde allerdings gezielt reduziert. Trotzdem wird in dunklen Szenen ein guter Schwarzwert geboten, der kaum Bildanteile verschluckt. Die kühle Farbgebung unterstreicht mit einem Blaufilter die apokalyptische Atmosphäre des Films. Konturen werden ohne Überstrahlen und sauber dargestellt, allerdings wirkt das Bild nicht sonderlich tief, egal ob in hellen Szenen, die nur selten zu steil wirken, oder in dunklen Sequenzen. Dort gibt es vermehrt Bildrauschen zu bemängeln, welches aber kaum den Filmgenuss trübt.


(Preview-Screenshots zur vergrößerten Ansicht anklicken.)

Die Tonspuren klingen sehr ähnlich und liegen im DTS-HD Master Audio 5.1 Format vor. Beide überzeugen mit einer gelungenen Räumlichkeit und einer Vielzahl von direktionalen Effekten, die mit einem satten Bass und einer guten Dynamik das Geschehen auf dem Bildschirm untermauern. Der sehr authentisch anmutende Mix bietet einen satten Mittelton und setzt auf eine gut ausbalancierte Dialogwiedergabe, die sich nicht dem restlichen Mix unterordnen muss. In den ruhigen Szenen überzeugt eine saubere Kanaltrennung im Frontbereich und kleinere Nebengeräusche werden sehr detailliert wiedergeben. Optional gibt es deutsche und holländische Untertitel. Allerdings muss man auf Bonusmaterial verzichten, denn mehr als eine umfangreiche Trailershow gibt es leider nicht. Es befindet sich nicht einmal ein Trailer zum Hauptfilm auf der Disc.


Netter Interner Link"28 Weeks Later"-Klon für zwischendurch in einer guten Blu-ray-Umsetzung, die allerdings bonustechnisch nichts zu bieten hat. Haut niemanden um, ist aber durchweg unterhaltsam.


Film++++--
Bild++++/-
Ton++++/-
Bonus/-----


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