Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
JP, USA 2010
Originaltitel:Tekken
Länge:91:15 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Dwight H. Little
Buch:Alan B. McElroy
Kamera:Brian J. Reynolds
Musik:John Hunter
SFX:Jeffery D. Woodrel
Darsteller:Luke Goss, Cary-Hiroyuki Tagawa, Cung Le, Gary Daniels, Tamlyn Tomita, Mircea Monroe, Jon Foo, Ian Anthony Dale, Kelly Overton, Lateef Crowder, Darrin Dewitt Henson, Candice Hillebrand
Vertrieb:Splendid Film
Norm:1080p / VC-1
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Holländisch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:24.09.2010 (Kauf)
Bonus:
  • Trailer bei Disc-Start:
    • The Expendables (0:50 Min., 1080p)
    • Storm Warriors (1:54 Min., 1080p)
  • Interviews (21:30 Min., 576p)
  • Originaltrailer (2:04 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • The Expendables (0:50 Min., 1080p]
    • Inhale (2:20 Min., 576p]
    • Ninja (2:14 Min., 1080p]
    • Run For Her Life (2:20 Min., 576p)
    • The Treasure Hunter (2:01 Min., 576p)
    • Mr. & Mrs. Lee (1:36 Min., 576p)
    • Storm Warriors (1:54 Min., 1080p)
    • The Legend of Goemon (2:16 Min., 576p)
    • Legendary Assassin (2:34 Min., 576p)
    • Sword with No Name (1:57 Min., 576p)
Im Jahr 2039 haben die Weltkriege die Menschheit nahezu ausgelöscht. Die Kontinente werden nicht mehr von Regierungen, sondern von mächtigen Konzernen wie dem Mishima Zaibatsu geleitet. Dessen Boss, Heihachi Mishima, ist Veranstalter von Tekken. Der größte Kampfsportwettbewerb soll die Massen bei Laune halten und verspricht dem Sieger ewige Anerkennung. Auch der rebellische Street Fighter Jin Kazama möchte daran teilnehmen. Seine Motivation: Blutige Rache an Heihachi, den er für den Tod seiner Mutter verantwortlich macht. Geplagt von seinen inneren Dämonen, bestreitet Jin das King of Iron Fist Tournament. Im Verlauf des Turniers offenbart sich ihm dabei die dunkle Seite des Mishima-Imperiums und er entdeckt ein geheimes Projekt, welches die Welt für immer verändern könnte.
Viele Jahre musste der Konsolenfan auf die Realverfilmung des Prügelspiels "Tekken" warten, während anno 1998 bereits ein 60minütiges Anime veranschaulichte, wie man mit wenigen Mitteln einen ordentlichen Wiedererkennungswert erzeugen kann. Regisseur Dwight H. Little, der mit Werken wie Interner Link"Zum Töten freigegeben" oder Interner Link"Halloween 4" bereits brauchbare Streifen ablieferte, offenbart deutliche Probleme mit dem simplen Drehbuch, während die Prügeleien noch einigermaßen Wumms mitbringen.



Wer sich nicht oder nur vage mit der Familienchronik der Hauptkämpfer aus der Reihe auskennt: Heihachi Mishima, ein mächtiger Konzernchef, rief einst das "King of Iron Fist" Tournament ins Leben, an dem alljährlich internationale Fighter verschiedener Kampfstile teilnehmen. Sein Sohn Kazuya will ihm jedoch das Imperium streitig machen, während dessen unehelicher Sohn Jin nach Rache für den Tod seiner Mutter sinnt. So macht sich Jin von den Slums in Anvill nach Tekken-City auf, um am Turnier teilzunehmen, während Kazuya ganz andere, recht finstere Pläne verfolgt ...



Allen Fans kann man es natürlich schwer gerecht machen, denn nach nunmehr sechs Teilen und einigen Ablegern kommen recht viele Kämpfer zusammen, während am hiesigen Turnier lediglich eine Handvoll teilnehmen. Jin steht als Underdog klar im Mittelpunkt, der im Kern gegen seinen leiblichen Vater Kazuya antritt. Als Love Interest dient Christie Monteiro (er lässt seine Alte mal eben zurück und ist dem sportlichen Charme der Capoeira-Meisterin erlegen) und als Verbündeter dient der ehemalige Boxer Steve Fox.
Am Rande spielen noch Figuren wie Marshall Law, die Williams-Schwestern, Eddy Gordo, Dragunov, Yoshimitsu und Bryan Fury mit, während Urgesteine wie Paul Phoenix, King, Panda oder Lei Wulong schmerzlich vermisst werden - Euphoriker sollten also erst gar nicht so skurrile Erscheinungen wie Boskonovitch, Gon oder Ogre erwarten.



Das schlichte Skript konzentriert sich demnach hauptsächlich auf Familienintrigen und das Turnier, wobei beide Aspekte sehr lückenhaft und oberflächlich abgearbeitet werden. Storytechnisch hat man sich mit Jin gewiss die brauchbarste Figur als treibende Kraft herausgepickt und die Geschichte um Verrat, Macht und Rache funktioniert auf einem niederen Level sogar einigermaßen. Bei der Konstellation des Turnierplans muss man sich allerdings fragen, wo einige Kämpfer mittendrin bleiben, da manche komplett verschwinden und wieder andere erst gegen Finale an Bedeutung gewinnen.
Auf den ersten Blick wirkt die Choreographie recht ordentlich, das Timing mit einigen Zeitlupen und "dropped frames" geht okay, wobei die Kamera ab und an nicht optimal positioniert ist und zuweilen Probleme mit den Entfernungen aufweist. Bedenklicher sieht es da mit den spezifischen Kampfstilen der Figuren aus, denn bis auf Eddy Gordo und in Ansätzen Yoshimitsu findet man keinerlei Special Moves, die aus den Prügelspielen bekannt sind. Besonders Christie Monteiro, die an sich Capoeira beherrschen müsste, schlägt sich wie eine x-beliebige Boxerin und auch Nina Williams zeigt nichts von ihrem ursprünglichen Aikido. Was rein äußerlich in den meisten Fällen funktioniert, auch aufgrund der Besetzung, der Kostümierung und des Make-ups, bietet kampftechnisch totale Beliebigkeit.



Dennoch gestaltet sich das leicht trashige Treiben halbwegs kurzweilig. Das Tempo wird nur selten für kleinere Verschnaufpausen herunter gedreht und die Gestaltung der Kulissen, insbesondere während einer einleitenden Hatz durch die Großstadtslums, ist für das nicht allzu hohe Budget ansehnlich ausgefallen. Darstellerisch wird entsprechend wenig abverlangt, doch Totalausfälle sind nicht zu verzeichnen, obgleich man sich fragt, warum Luke Goss in die Rolle des Boxers Steve Fox schlüpft, jedoch lediglich die Position eines Mentors einnimmt, anstatt aktiv mitzumischen. Aber das ist ebenfalls ein unbeantworteter Teil des doch reichlich unausgegorenen Drehbuches.



Mann sollte also Fan des legendären Beat'em Ups sein, um dem Streifen überhaupt etwas abgewinnen zu können, denn ohne gewisse Eigenschaften der Vorlage bliebe ein absolut seelenloses Stück Kampfsport-Action. So bietet es noch ein nettes Wiedersehen, ein passables Prügeln ohne sonderliche Höhepunkte. Immerhin: Was nun mit leichter Vorfreude reaktiviert wird, dürfte jedem klar sein ...


Splendid Film veröffentlicht "Tekken" jeweils auf DVD und Blu-ray in normaler Verpackung, sowie als limitiertes Steelbook, bei dem das FSK-Logo entfernbar ist. Die normalen Discs haben ein Wendecover und enthalten keine Sammelkarten wie die Steelbook-Editionen. Ungeschnitten bekam "Tekken" eine Freigabe ab 18 Jahren, was viel zu hoch angesetzt ist, da die Kämpfe nicht sonderlich blutig ausfallen. Für die FSK schien dies aber zu reichen. Also Aufpassen beim Kauf, denn es existieren jeweils noch 16er Fassungen, in denen 5 Minuten fehlen. Technisch bietet die deutsche 18er Blu-ray ein solides HD-Bild, welches in Close-Ups von Gesichtern mit einer sehr guten Schärfe und Detailauflösung aufwarten kann, was im Ganzen aber einfach nicht reicht. Das Bild wurde farblich stark angepasst und bietet eine teilweise erdige Optik mit leichtem Grünstich. Die Konturen könnten sauberer sein und dem Bild fehlt es etwas an Tiefe, was auch am durchschnittlichen Kontrastumfang und dem schwachen Schwarzwert liegen dürfte. Der Mangel an Plastizität lässt das Bild nicht gerade zum HD-Highlight werden, wobei die Steigerung zur DVD deutlich ist. Auffällig ist auch das extreme Bildrauschen und die Körnung, welche in sehr dunklen Sequenzen störende Ausmaße annimmt und ebenfalls ein Resultat der gewollten Optik des Films darstellt. Kompressionsprobleme gibt es nicht und auch Schmutz und Defekte sind dem Bild fremd. Ein richtiges HD-Gefühl möchte aber niemals aufkommen. Solide ja, herausragend nein!


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)


Der Ton fällt da schon deutlich besser aus. Gut ausbalancierte Dialoge und ein kraftvoller Soundtrack machen den HD-Mix aus, wobei in den Actionszenen für eine gute Räumlichkeit gesorgt wird. Zwar wird uns hier auch kein Surround-Highlight geboten, doch in Actionszenen werden die Rufe des Publikums sauber in die Rears gelegt und auch der Score verteilt sich gut auf sämtliche Kanäle, was für eine ordentliche Räumlichkeit sorgt. Der Subwoofer darf sein Nötiges dazu beitragen, die Mängel des Bildes zumindest ein wenig zu kaschieren. Ein wenig mehr "Mittendringefühl" wäre zwar schön gewesen, aber zumindest passen sich die Nebengeräusche gut dem Dialogbereich an, so dass wir keinen Wechsel zwischen Action und den wenigen ruhigen Momenten haben und die Fernbedienung den gesamten Film über auf dem Tisch liegen bleiben kann. Große Unterschiede zwischen der deutschen und englischen Sprachfassung gibt es nicht. Deutsche Untertitel lassen sich hinzuschalten.



Das Bonusmaterial beschränkt sich auf 21 Minuten werbelastige Interviews, sowie einen deutschen und englischen Trailer zum Hauptfilm. Die obligatorischen Trailershow in teilweise zwei Sprachfassung darf bei Splendid Film natürlich nicht fehlen. Einige Trailer liegen in High Definition vor.
Ein Film mit verschenktem Potenzial und eine durchschnittliche Blu-ray-Umsetzung ohne nennenswertes Bonusmaterial sind sicherlich keine Kaufreiz. Das Bild ist nun besser als die DVD, doch wer auf Nummer sicher gehen will, leiht sich die Disc erst einmal in der Videothek aus.


Film+++---
Bild+++/--
Ton++++/-
Bonus+-----


Druckbare Version
NewsDwight H. Little inszeniert "Tekken"-Verfilmung
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.