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USA 2009
Originaltitel:Bitch Slap
Länge:105:42 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Rick Jacobson
Buch:Eric Gruendemann,
Kamera:Stuart Asbjornsen
Musik:John R. Graham
SFX:Tom Steves
Darsteller:Julia Voth, Erin Cummings, America Olivo, Michael Hurst, Ron Melendez, William Gregory Lee, Minae Noji, Kevin Sorbo, Lucy Lawless, Renée O'Connor, Dennis Keiffer, Scott Hanley
Vertrieb:Splendid Film
Norm:1080p / VC-1
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Niederländisch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:23.04.2010 (Kauf)
Bonus:
  • Behind Bitch Slap: Building a Better B Movie (94:52 Min., 576p)
  • Featurettes:
    • Kinki Guide of ... (4:55 Min., 576p)
    • Bitch Slap 101 (3:32 Min., 576p)
    • Kinki (1:28 Min., 576p)
    • Zoe Bell (2:55 Min., 576p)
    • Mother Superior/Sister Bartrill (2:30 Min., 576p)
    • Watch Bitch Slap (2:11 Min., 576p)
  • Deleted Scenes (8:47 Min., 576p)
  • Trailer zum Film:
    • Teaser (1:54 Min., 576p)
    • Red Band Trailer (2:26 Min., 576p)
  • Trailershow [Deutsch/Englisch]:
    • Ninja - Revenge will Rise (2:18 Min., 576p)
    • Dead Snow (2:36 Min., 576p)
    • IP Man (2:13 Min., 576p)
    • Mr. & Mrs. Lee (1:36 Min., 576p)
    • The Devil's Tomb (2:26 Min., 576p)
    • The Good The Bad The Weird (1:53 Min., 576p)
    • Carriers (2:14 Min., 576p)
    • Doghouse (1:44 Min., 576p)
Drei böse Mädchen, eine heruntergekommene Stripperin, eine Drogen schmuggelnde Killerin und die führende Börsenmaklerin, kommen in einer verlassenen Wüste zusammen, um dort von einem Unterweltboss Diamanten im Gesamtwert von 200 Millionen zu stehlen. Die Dinge geraten aber schnell außer Kontrolle, während sich die Loyalitäten der drei verschieben, Wahrheiten enthüllt werden, andere Gangster nach der Beute streben, das Schicksal der Welt am seidenen Faden hängt und sie sich einem Bösewicht stellen müssen, der viel schlimmer ist, als sie es je für möglich gehalten hätten.
Nach und nach erkennen sie in dieser ultimativ moralischen Geschichte, dass diese ganze Nummer ein abgekartetes Spiel war und eine von ihnen vielleicht noch nicht einmal ein Mensch ist ...
"Nicht frech werden ..."

Man nehme einen schmuddeligen Grindhouse-Look, basierend auf lachhaften Greenscreen und einer Menge Overacting, dazu eine Reihe visueller Schnörkeleien wie Split Screen und gezoomte Slow Motion und natürlich drei üppige Bräute, deren in Rückblenden verschachtelt erzählte Story nicht von ungefähr an "Die üblichen Verdächtigen" erinnert: Das wäre in den Siebzigern DER Männerfilm gewesen, doch die zahlreichen Schauwerte können die mangelnde Originalität der Geschichte dennoch gut kaschieren und Trashfreunde mit Hang zur hochstilisierten Action fühlen sich rasch heimisch. Was also haben wir? Drei dralle Trusen in der Wüste, die schüchterne Trixie und die toughen Camero und Hell, welche augenscheinlich nach Diamanten suchen und den Kleinverbrecher Gage in ihre Gewalt gebracht haben. Machtspiele und Misstrauen diktieren die Konstellation der drei Frauen, welche zusehends aus den Fugen gerät, obgleich ein gemeinsam ausgeheckter Plan die Wurzel ihrer Aktion zu sein scheint. Je mehr Randfiguren dem einsam gelegenen Schauplatz beiwohnen, umso mehr Geheimnisse werden enthüllt.



Aufgrund der verschachtelten Erzählweise steigt man inmitten des Geschehens ein: Flucht in die Wüste, das Projekt scheint schief gegangen zu sein und der mit obszönen Worten provozierende Gage in ungünstiger Position erleichtert die Situation der drei Ladies nicht unbedingt. Ein Schuss fällt und von da an wird das Feld von hinten aufgerollt. Da starten die Rückblenden bei "Vier Stunden zuvor" und erweitern das Gesamtgebilde gegen Ende mit einem Flashback, der zeitlich ein halbes Jahr vor dem Jetzt datiert ist.
Ein nettes Puzzle, auch wenn man bereits früh ahnt, wem welche mysteriöse Gestalt entsprechen könnte und wer zum Schluss die entscheidenden Fäden in der Hand halten dürfte.



Doch auf audio-visueller Ebene schafft der Streifen es mit simplen Mitteln zu überzeugen. Die Kamera arbeitet variabel, der Schnitt wird fast immer optimal gesetzt und die Sounduntermalung ist so kraftvoll, wie man das von der Umsetzung eines Comics zum Realfilm erwarten dürfte, denn genauso mutet der Streifen mit zunehmender Dauer an. Das Groteske steigert sich, druckvolle Auseinandersetzungen werden gegen Ende bis zur Ekstase expandiert und wer von leicht bekleideten Frauen in Zeitlupe nicht genug bekommen kann, dürfte sich an einer dramaturgisch völlig deplatzierten Wasserschlacht einige Zeit erfreuen.
Dem Geflecht werden Schritt für Schritt einige skurrile Figuren hinzugefügt und schon hat man eine Japanerin, die mit messerscharfem Jojo um sich wirbelt oder einen Cop, der sich als ... in Verbindung mit einer der drei Hauptfiguren entpuppt. Zu Beginn werden einem nur recht vage Informationen über das eigentliche Geschehen vermittelt, so dass man konsequenterweise die puzzleartigen Flashbacks mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt, was spätestens interessant wird, als die beiden wortführenden Damen aneinander geraten und ihren Twist in Form von länger anhaltenden Kloppereien zu beseitigen versuchen.



Darstellerisch geht die Sache völlig okay, der Hauptschauplatz des einsam gelegenen Wüstenfleckchens könnte zwar ein wenig liebevoller ausgestattet sein, doch anderweitig ist das Erzähltempo konstant hoch, um das Geschehen zu keiner Zeit langweilig erscheinen zu lassen.
Zuweilen erscheint die Chose etwas "over the top" und der übertriebene Einsatz verschiedener visueller Stilelemente ein wenig wahllos eingestreut, doch wer Gefallen an diesen dreckigen Actionern der Siebziger findet und die Macharten von Tarantino und Rodriguez schätzt, sollte mal einen Blick riskieren.



Mit "Bitch Slap" veröffentlicht Splendid eine technisch gute Blu-ray-Edition mit einer überraschend guten bis sehr guten Bildqualität, die für einen Low Budget-Film alles andere als normal ist. Das Bild unterliegt diversen Stilmitteln und wirkt dadurch sehr wechselhaft. Während die Rückblenden, die nahezu komplett vor einer Bluescreen gedreht wurden, sehr weich wirken und mit einem starken Farbfilter versehen wurden, sind die Aufnahmen in der Wüste extrem detailliert und scharf ausgefallen und warten mit knackigen Konturen und satten Farben auf. Zudem entsteht eine enorme Tiefenwirkung und das Bild überzeugt mit einer sehr guten Plastizität. Hinzu kommen satte Schwarzwerte und ein leicht überhöhter, jedoch sehr guter Kontrast. Lediglich in Rückblenden neigt das Bild zum Verschlucken von Details. Ansonsten ist das Bild frei von Schmutz und Defekten, lediglich leichte Bandingartefakte und Blockrauschen sind hin und wieder auszumachen, weshalb mehr als 5 Punkte nicht drin sind. Zudem fehlt es dem Bild ein wenig am typischen Film-Look, denn es zeigt sich keinerlei Rauschen oder Filmkorn, womit verhindert wird, dass der Charme eines Grindhouse-Klassiker aufkommen kann, den "Bitch Slap" referenziert.


(Preview-Screenshots zur vergrößerten Ansicht anklicken.)

Beim Ton hinterlässt "Bitch Slap" ebenfalls einen guten Eindruck und überzeugt mit einem stimmigen und teilweise aggressiven Soudmix mit vielen äußerst gelungenen direktionalen Effekten, die man von einer Low Budget-Produktion nicht erwartet hätte. Zwar könnte der Dynamikanteil deutlich besser sein, doch insgesamt überzeugen beide Tonspuren mit einem satten Basseinsatz und einer guten Räumlichkeit mit einem leichten Hang zu Übertreibung, was den Einsatz von Effekten angeht. Die Dialoge klingen in beiden Sprachfassungen gut ausbalanciert und lediglich das Fehlen einiger Sound-Effekte (z.B. Genickbruch) in der deutschen Fassung trübt den ansonsten guten Hörgenuss der deutschen Fassung. Optional gibt es deutsche Untertitel.


Die Blu-ray erscheint als sogenannte Doppel D Edition und beinhaltet überraschend viel und vor allem gutes Bonusmaterial. Den Anfang macht ie 95minütige Dokumentation "Building a Better B Movie", welche sehr ausführlich auf die Entstehung des Films eingeht und dabei die Macher und Darsteller zu Wort kommen lässt. Es werden keine wichtigen Aspekt der Produktion außer acht gelassen und die Interviews fallen alles andere als werbelastig aus, sind überraschend ehrlich und bei weitem nicht immer positiv. Im 5 Minuten langen "Kinki Guide of ..." bekommt der Zuschauer einen witzigen Ratgeber für sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz geboten, bei dem sich Minae Noji von ihrer witzigen, wie erotischen Seite zeigt. Das 2minütige "In-Character Interview" mit der Nebenfigur "Kinki" ist nett anzusehen und in "Zoe Bell" bekommt die berühmte Stuntfrau ihr eigenes, dreiminütiges Featurette spendiert. Wer ein paar Weisheiten des männlichen Hauptdarstellers hören will, sollte "Bitch Slap 101" nicht verpassen. Mit "Mother Superior / Sister Bartrill" gibt es ein weiteres In-Charakter-Interview, diesmal mit Interner Link"Xena"-Darstellerin Lucy Lawless und Renée O'Connor, die ihm Film zwei Nonnen verkörpern. Nett sind auch die 9 Minuten an Deleted Scenes und die kurzen Werbespots ("Watch Bitch Slap") mit Kommentaren der Darsteller. Hinzu kommen zwei Trailer zum Film, sowie acht von weiteren Splendid-Titel. Leider liegt das Bonusmaterial nur in Standard Definition vor. Dafür wurde das Cover mit einem FSK-Wendecover produziert. Der Film selbst ist ungekürzt erschienen.


Film++++--
Bild+++++-
Ton++++/-
Bonus++++/-


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