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USA 2010
Originaltitel:Megamind
Länge:95:34 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 6 Jahre
Regie:Tom McGrath
Buch:Alan J. Schoolcraft, Brent Simons
Musik:Lorne Balfe, Hans Zimmer
Darsteller:Will Ferrell, Brad Pitt, Tina Fey, Jonah Hill, David Cross, Justin Theroux, Ben Stiller, J.K Simmons, Jessica Schulte
Vertrieb:Dreamworks / Paramount
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:2,35:1
Tonformat:Dolby TrueHD 5.1 (nur engl.), Dolby Digital 5.1 (dt., span., ital.)
Sprache:Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:04.04.2011 (Kauf)
Bonus:
  • Fantastische Blu-ray-Specials:
    • HiDef-exklusiv: Die Animatoren-Ecke (Englisch)
    • HiDef-exklusiv: Fakten zum Film (Englisch)
    • HiDef-exklusiv: Comic Creator
  • HiDef-exklusiv: Noch mehr Megamind:
    • Verstecke (35 Bilder, 1080p)
    • Erfindungen (47 Bilder, 1080p)
    • Autos (12 Bilder, 1080p)
    • Megmamind: Gut & Böse (33 Bilder, 1080p)
  • HiDef-exklusiv: Kurzfilm "Der Knopf des Verderbens" (15:52 Min., 1080p)
  • Mega Features:
    • Triff die Besetzung von Megamind (9:26 Min., 1080p)
    • Entfernte Szenen (1:37 Min., 1080p)
    • HiDef-exklusiv: In Megaminds Haus (7:17 Min., 1080p)
    • Die Animatoren (2:02 Min., 1080p)
    • HiDef-exklusiv: Du kannst Megamind malen (13:14 Min., 1080p)
    • HiDef-exklusiv: Mega Rap (1:01 Min., 1080p)
    • HiDef-exklusiv:Die Herrschaft von Megamind - Video Comic Buch (Englisch, 1080p)
    • HiDef-exklusiv: Spiel: Finde den Unterschied (1080p)
    • Audiokommentar mit Regisseur Tom McGrath, den Produzenten Lara Breay und Denise Nolan Cascino, sowie den Drehbuchautoren Alan Schoolcraft und Brent Simons
    • Die Welt von DreamWorks Animation:
      • Kung Fu Panda:
        • Trailer: "Kung Fu Panda: The Furious five" (1:03 Min., 1080p)
        • Musikvideo "Kung Fu Fighting" (2:36 Min., 1080p)
      • Madagascar:
        • Musikvideo "I like to Movie It, Move It" (1:04 Min., 1080p)
      • Shrek:
        • Musikvideo "I'm a Believer" (1:16 Min., 1080p)
        • Trailer "Shrek the Third" (1:40 Min., 1080p)
      • How to Train your Dragon:
        • Musikvideo "Fly High" (1:50 Min., 1080p)
        • Trailer "How to Train your Dragon" (2:07 Min., 1080p)
    • Previews:
      • Megamind THQ Game Trailer (1:02 Min., 1080p)
Die kühnsten Träume des dusseligen Super-Schurken Megamind (gesprochen von Bastian Pastewka) werden wahr: Mit der Reporterin Roxanne als Geisel schafft er es, den bisherigen Beschützer der Stadt, Metroman (Oliver Welke), zu besiegen. Somit übernimmt Megamind die Kontrolle über Metro City. Aber als es ihm nach Metromans mutmaßlichem Tod gelingt, einen neuen Schurken, Titan, zu kreieren, wird das Chaos in Metro City noch größer. Der Oberschurke Megamind und sein komischer Kumpan Minion (Oliver Kalkofe) müssen sich einer ungewohnten Herausforderung stellen: Plötzlich liegt es an ihnen, die Stadt zu retten.
"All men must choose between two paths. Good is the path of honour, heroism, and nobility. Evil... well, it's just cooler." - Megamind

Zweitgeborene haben es öfter schwerer. Zumindest wenn in Hollywood das alte Spielchen mit dem zweifach bearbeiteten Grundthema aufs Tapet gebracht wird: ein Paar von Filmen, das in Sachen Genre, Thema, Plot, Epoche oder Figur ähnlich, wenn nicht sogar identisch ist. Zwei Robin Hoods, zweimal Bedrohung der Welt durch Asteroideneinschlag - immer muss einer schlechter als der Andere abschneiden und in den überwiegenden Fällen trifft es den Zweiten am Start (Interner Link"Armageddon" ist gegenüber "Deep Impact" eher eine Ausnahme).



Jetzt also zwei Animationsfilme über Superhelden, bei denen die Identifikationsfigur der Superschurke ist. Nach Universals "Ich - einfach unverbesserlich" folgt kurz darauf "Megamind" - nur eben abzüglich eines betonten Niedlichkeitsfaktors (in Form von knuffig-lustigen Kinderfiguren und gaaaaaaaaaaaanz vielen gelben kleinen Helferchen) und zuzüglich einer für jüngste Zuschauer eher erwachsen angehauchten Geschichte. Ansonsten sind die Geschichten sich überraschend angenähert, außer dass die Hauptfigur während ihres Reifeprozesses hier nicht um den Platz in der Rangliste der Superschurken kämpft, sondern ihre Identität wiederherstellen will, um die Balance überhaupt herzustellen, da ohne "Gut" das "Böse" durchaus wirkungslos geworden ist.



Diese Unterschiede sind marginal, allein richtet sich "Megamind" an etwas ältere Kinder und Erwachsene, präsentiert es seinen Übergangsritus vom Symbol zur entwickelten Persönlichkeit doch anhand der üblichen Superheldenklischees, die man aus "Superman" und Konsorten zur Genüge kennt. Die bekannten Elemente und Versatzstücke werden hier einfach neu angeordnet und ein wenig durch den humorvollen Wolf gedreht - nur das die "Lois Lane" dieser Geschichte an dem "Helden" an sich einfach kein romantisches Interesse hat. Fehlerhaftigkeit - Megaminds "Bösartigkeit" ist eine freie Entscheidung aufgrund von Lebensenttäuschungen, mangelnden Erfahrungen und seinem natürlichen Talent - ist einfach entwicklungsfähiger als die Perfektion des Supermannes, so dass das Spiel mit den Tarnidentitäten hier dem Bösen zufällt, der zwar einen treuen Gehilfen an seiner Seite hat, aber schlussendlich sich einfach nur (berechtigt) unfair behandelt fühlt und sich nach Akzeptanz sehnt.



Das gibt den Machern die Gelegenheit, die übliche Balance flott durch den Wolf zu drehen: der Held stirbt, der Böse ist von seinem Erfolg so überwältigt, dass er unter der plötzlichen Macht und Arbeitslosigkeit leidet. Doch verkehrte Welt - auf dem Weg zum Guten, bemüht sich aus Gewohnheit, der Böse zu bleiben und bei all den aufrechten Bemühungen kommt nur etwas noch Böseres heraus.
Nicht, dass das jetzt sonderlich orginell wäre, im Gegenteil: "Megamind" ist ziemlich vorausberechenbar, aber wenn die Dreamworks-Animateure auch ihren Kollegen von Pixar erzählerisch nicht das Wasser reichen können (oder auch nur ein Erfrischungstuch), so stimmt doch die flüssige Animation, der ausgezeichnete Einfallsreichtum, 3D-geeignete Momente überbordender Agilität zu kreieren und der allgegenwärtige In-Joke-Humor, der sowohl aus Superheldenklischees wie aus Sitcoms oder SF-Klassikern zusammen getragen wurde.



Neben den erfrischenden deutschen Stimmen von Bastian Pastewka und dem Comedy-Duo Oliver Kalkofe und Oliver Welke, die die deutsche Fassung beträchtlich bereichern, ist es vor allem das Dauerfeuer an augenzwinkernden Sidegags, die den beschwingten, wenn auch nicht sonderlich tiefgründigen Spaß ausmachen. Liebe, Einsamkeit, Selbstverwirklichung, das sind die alten, aber immer noch wirksamen Themen, die ständig ziehen und ein Bösewicht, der mit seinen riesigen Augen so treuherzig megalomanisch herumkaspert, dem kann man einfach nichts übel nehmen. Wenn der helfende Alien-Fisch dann aber im Film ständig in einem fellbedeckten Roboteranzug integriert herumläuft, der so pfundig an den berühmten (und hierzulande fast unbekannten) Schund-SF-Streifen "Robot Monster" und seinen "Ro-Man" erinnert, dann weiß man, dass sich die Macher durchaus eine schöne Zeit gemacht haben - von der Mentorenfigur für den neuen Helden, der Marlon Brandos genuscheltem "Jor-El"-Auftritt aus "Superman" geschuldet ist, ganz zu schweigen.



Also heißt es: Augen auf und die vielen schönen Seitenhiebe registrieren, während die Action die kleineren Zuschauer beschäftigt, dann fällt es auch nicht ganz so auf, dass der Höhepunkt gegenüber dem ersten Drittel doch etwas abfällt und eigentlich keine sonderlichen Überraschungen bereit hält.
So ist "Megamind" ein rundum lustiges Vergnügen geworden, aber nicht halb so originell, wie er vielleicht gedacht war (bzw. er überholt sich meistens selbst in seiner postmodernen Überhöhung des typischen filmischen Superheldengeschehens, was auch wieder komisch ist) - und daher auch eher für eine einmalige Sichtung herhalten sollte, während der Spaß sich bei Wiederholungen eventuell etwas einreduziert, von der kunstvollen Animation und den zahlreichen kleinen Details mal abgesehen. Immerhin serviert man uns einen der sympathischsten Antihelden der letzten Jahre in geschmackvollen Farben - das ist doch schon mal was. Weiterüben, Dreamworks!


"Megamind" ist ein weiterer Dreamworks-Titel, der auf Blu-ray einen phantastischen, wenn auch nicht perfekten Eindruck hinterlässt und z.B. nicht mit der Plastizität eines Interner Link"Drachenzähmen leicht gemacht" mithalten kann. Jedoch kann "Megamind" bildtechnisch durchaus in der Oberliga mitspielen. Er setzt auf knackige Farben, perfekte Licht und Schatten-Darstellung und wartet zumindest in Tageslichtsequenzen mit einer enormen Plastizität auf. Hinzu kommt, dass der ausgezeichnete Schwarzwert und Kontrast ebenfalls über jeden Zweifel erhaben sind. Die Detaildarstellung ist nicht immer perfekt, man darf sich aber trotzdem entspannt zurücklehnen und das Bild genießen. Ein paar deutliche Patzer zeigt der HD-Transfer allerdings, die vorallem auf großen Diagonalen unschön auffallen. Die Rede ist von Aliasing (Treppenstufeneffekte), die teilweise störende Ausmaße annehmen und sowohl bei der deutschen als auch bei der US-Blu-ray zu bemängeln sind (siehe Screenshots Nr. 1). Hier scheint wohl etwas beim Herunterrechnen auf 1080p schiefgelaufen zu sein. Den meisten dürfte dies aber kaum auffallen. Dann schon eher die Bandingeffekte auf homogenen Flächen, wobei die Kompression sich keine Patzer erlaubt. Für die Höchstnote reicht es deswegen nicht.
Beim Ton gibt es kaum etwas zu bemängeln, außer vielleicht, dass die deutsche Tonspur nur in 5.1 vorliegt, während man der englischen Version eine verlustfrei komprimierte Dolby TrueHD 7.1-Spur spendierte, die deutlich präziser und dynamischer klingt als ihr deutsches Pendant und zudem mit einerm kraftvolleren Basseinsatz aufwartet. Zwar ist die deutsche Fassimg nicht schlecht und bietet eine sehr gute Räumlichkeit (hier fliegt uns einfach alles um die Ohren - Explosionen und ein guter Tiefenbass sorgt für den nötigen Druck im Wohnzimmer), aber ganz so knallen wie in der englischen Synchronfassung will es einfach nicht. Dialoge klingen gut ausbalanciert und die Rockmusik von AC/DC, Ozzy Osbourne, Guns 'n' Roses und Michael Jackson sorgen für eine ordentliche Atmosphäre und Stimmung. Auch wenn die deutsche Tonspur verbesserungswürdig ist, sind das dennoch fünf Punkt wert. Optional gibt es diverse Untertitel, sowie weitere Sprachfassungen, die aber nicht getestet wurden.



(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)


Das Bonusmaterial liegt komplett in High Definition vor. Den Anfang macht ein deutsch untertitelter Audiokommentar mit Regisseur Tom McGrath, den Produzenten Lara Breay und Denise Nolan Cascino, sowie den Drehbuchautoren Alan Schoolcraft und Brent Simons, welche sehr ausführlich auf verschiedene Produktionsabschnitte eingehen und dabei niemals den Spaß und die Anekdoten vergessen. Unter "Die Animations-Ecke" verbirgt sich ein nicht untertitelter Bild-in-Bild-Videokommentar, bei dem die Macher sehr ausführlich auf die Entstehung des Films eingehen. Dabei werden immer wieder Hinter-den-Kulissen- bzw. Animatics-Videos und Storyboardsequenzen gezeigt. Desweiteren lassen sich mit "Fakten zum Film" textbasierte Infos in Englisch hinzuschalten. Unter "Noch mehr Megamind" befindet sich eine Bildergalerie mit über 120 Design-Entwürfen, Skizzen und Storyboardzeichnungen.
Im 9minütigen "Triff die Besetzung von Megamind" stehen die Synchronsprecher der US-Fassung im Mittelpunkt, was leider sehr werbelastig ausfällt und deswegen nur bedingt sehenswert ist. Da bietet das 7minütige "In Megaminds Haus" deutlich mehr, denn es bebildert nochmals die aufwendige Arbeit am Animationsfilm, während man sich in "Die Animatoren" zwei Minuten lang den Künstlern hinter "Megamind" widmet. In "Comic Creator" kann man verschiedene Szenen des Film mit den aus Comics bekannten Ausrücken wie z.B. "Splat!" und "Boing" versehen, was ziemlich unnütz und langweilig ist. "Du kannst Megamind malen" ist da schon interessanter, weil Andy Schuhler hier in 13 Minuten sehr ausführlich zeigt, wie man Megamind sehr leicht nachzeichnen kann. Dann gibt es noch komplett fertig animierte, entfernte Szenen, bei dem die Produzentin Lara Breay vorab zu Wort kommt. "Mega Rap" enthält einen kurzen Musiktrailer zum Film. Auch toll ist "Die Herrschaft von Megamind", ein hübsch aufgemachter Video-Comic mit einer zusätzlichen Story des blauhäutigen Bösewichts. Wer es jetzt noch etwas spielerisch haben möchte, sollte einfach mal "Finde den Unterschied" antesten, in welchem in drei Schwierigkeitsstufen Bilder miteinander verglichen werden. Zum Schluss gibt es noch einen Trailer zum Videospiel, sowie eine Trailershow weiterer Dreamworks-Titel, wobei es keinen Trailer zum Hauptfilm gibt. Wer nun immer noch nicht genug hat, sollte sich "Der Knopf des Verderbens" anschauen: ein 16minütiger, speziell für diese Veröffentlichung entstandener Kurzfilm. Es lohnt sich ...



"Megamind" macht Spaß, kann aber nicht mit den großen Pixar-Titeln konkurrieren. Wer darüber hinaus Wert auf eine gute Heimkino-Umsetzung Wert legt, der wird trotz kleinerer Mängel nicht enttäuscht sein. Das Bonusmaterial ist ebenfalls sehenswert ausgefallen und die Disc wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert. Weil der Film im Kino auch in 3D lief, wäre eine 3D-Blu-ray wünschenswert gewesen. Jedoch hat Dreamworks noch einen exklusiven Deal mit Samsung, weshalb es "Megamind" mit dieser Bildtechnik auf unbestimmte Zeit nicht zu kaufen geben wird.


Film++++--
Bild+++++/
Ton++++/-
Bonus++++--


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