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ESP 2006
Originaltitel:Bajo aguas tranquilas
Alternativtitel:Beneath Still Waters - Die versunkene Stadt der Toten
aka. Beneath Still Waters
Länge:96:14 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Brian Yuzna
Buch:Mike Hostench, Ángel Sala, Matthew Costello
Kamera:Johnny Yebra
Musik:Zacarías Martínez De La Riva
SFX:Óscar Aparicio, Pedro Raul De Diego, Juan Ramón Molina, Raúl Romanillos
Darsteller:Patrick Gordon, Manuel Manquiña, Michael McKell, David Meca, Raquel Meroño, Norberto Morán, Diana Peñalver, José María Pou, Charlotte Salt, Pilar Soto
Vertrieb:e-m-s / Rough Trade
Norm:1080p / VC-1
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:1,85:1
Tonformat:DTS-HD 5.1 (dt.), Dolby Digital 5.1 (engl.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendeocover
Blu-ray-Start:26.11.2009 (Kauf)
Bonus:
  • Making of (10:23 Min., 576p)
  • Interview:
    • Brian Yuzna (29:43 Min., 576p)
    • Raquel Merono (9:27 Min., 576p)
    • Michael Mckee (9:12 Min., 576p)
  • Originaltrailer (3:01 Min., 576p)
  • Trailershow:
    • 11:14 (1:34 Min., 1080p)
    • Lonely Hearts Killers (1:40 Min., 1080p)
    • Oldboy (2:10 Min., 1080p)
    • Cry_Wolf (2:23 Min., 1080p)
    • Until Death (2:08 Min., 1080p)
    • Revenge of the Warrior (3:01 Min., 1080p)
Viele Jahre nachdem an Ort und Stelle sein Sohn auf mysteriöse Weise ums Leben kam, kehrt der Pressefotograf Dan an einen von allerhand Geheimnissen umrankten Stausee zurück. Sehr zum Misstrauen lokaler Autoritäten, um unter Wasser ein paar Nachforschungen anzustellen. Dabei stößt er nicht nur auf bedenkliche Risse in der Staumauer, sondern auch auf einen unsterblichen Satanisten, der zusammen mit seinen monströsen Heerscharen aus einer verlassenen Stadt unter dem Wasserspiegel operiert.
Früher galt Brian Yuzna tatsächlich als Geheimtipp unter den Horrorregisseuren, fiel positiv durch eine lebendige und zugleich knallharte Inszenierung auf und lieferte immerhin sehenswerte Genrebeiträge wie Interner Link"Return Of The Living Dead 3". Doch der Mann hat offenbar längst sein Pulver verschossen, von einem spielfreudigen und geradlinig sauber inszenierten Werk ist er mittlerweile weit entfernt, wie "Beneath Still Waters" leider sehr deutlich preisgibt.
Die Story wirkt im Zusammenhang arg bruchstückhaft und lässt kaum einen roten Faden erkennen, was hängen blieb, ist dies: Vor vierzig Jahren brachte ein Satanist mit seinen Anhängern nur Unglück über die Einwohner eines nordspanischen Kaffs. Man handelte konsequent und ließ das Dorf einfach überfluten und einen Staudamm errichten. Doch in der Jetztzeit kehrt der Anführer zurück und rächt sich an allen, die sich in der Nähe des Wassers (oder darin) aufhalten, auf die Nachkommen des verantwortlichen Bürgermeisters von damals hat er es natürlich auch noch abgesehen.



Erinnert ein bisschen an Interner Link"The Fog", auch an "Ghost Lake", ist aber im Endeffekt eine Ansammlung von Nichtigkeiten, die nur selten einen Sinn erkennen lassen. Dabei bietet der Einstieg eine ansprechende Szenerie, wenn zwei Jungen in das Haus des Satanisten eindringen und dieser dummerweise befreit wird, bevor der Ort überflutet werden kann. Doch mit dem Wechsel zur Gegenwart häufen sich Klischees und Stereotypen und weil man sich nicht eindeutig für einen Helden entscheiden konnte, liefert man gleich drei: Einen Fotojournalisten, der zum Jubiläum des Staudamms ein paar brauchbare Unterwasseraufnahmen schießen möchte, eine Reporterin, - zufällig die Tochter des damaligen Bürgermeisters - und wiederum die Tochter der Reporterin, die zugleich mit Alpträumen und Visionen ihres verstorbenen Opas konfrontiert wird. Leider kann man mit keiner der Hauptfiguren mitfiebern, zu häufig erfolgen Szenenwechsel, die überhaupt nicht aufeinander aufbauen, zu oft wird der Schauplatz gewechselt, um eine weitere Begebenheit einzuflechten, die dem Kern der Handlung hinderlich ist und irgendwann verliert man das Interesse am kompletten Geschehen, weil kein roter Faden erkennbar ist.



Da taucht einer im Wasser, um vom selbigen getötet zu werden (es fließt Blut, den Rest muss man sich denken), im Verlauf kehrt er als Zombie zurück, um eine Blondine, die permanent über die Zeit nach dem Tod philosophiert, zu beißen. Just in dieser Szene zieht sie natürlich komplett blank, obwohl das Wasser zuvor viel zu kalt war - na, vielen Dank für die nicht weiter bringende Nacktszene.
Der Staudammkontrolleur hat auch eine Funktion: Erst hört er eine Frauenstimme, die zwar er (aber nicht der Zuschauer) zuordnen kann und später wird er von einem dünnen Latexmonster unter Wasser gedöppt. Die jüngste Heldin muss babysitten, damit die Mutter der beiden Nesthocker von Ästen oder Ähnlichem eingewickelt wird (schönen Gruß vom Interner Link"Tanz der Teufel"!) und der Satanist von damals taucht noch auf, standesgemäß mit schwarzer Limousine, um sich die junge Heldin zu holen. Telepathische Kräfte hat dieser knarzige Alte natürlich auch, was er am mittlerweile erwachsenen Kind von damals präsentiert (damit der Betrachter ihn zuordnen kann, trägt er die dicke Brille von einst und hält ein Holzschwert in die Kamera), indem er ihn mit Handbewegungen durch die Luft schweben lässt. Gedanken kann er selbstverständlich ebenfalls manipulieren, aber zu Beginn ist er nicht imstande, eine lächerlich dünne Fessel zu lösen - so ein Fachidiot.



So wechselt die Handlung von einem zum anderen, aber wirklich erschreckt wird man zu keiner Zeit. Die angedeuteten Schockeffekte kommen mit Vorankündigung und das, was in der deutschen Fassung nicht herausgeschnitten wurde, sind vordergründige FX, wenn auch nicht schlecht gemacht. So erspäht man während einer Szene einen Cop, der sich selbst zersägt, aber wer das ist und warum der das macht, will mir nicht einleuchten - wie so viele Begebenheiten dieses Streifens.
Ob da nun die Dorfbewohner beim Fest zum 40jährigen Bestehen des Staudamms eine wilde Orgie feiern, ein Cop-Taucher im Wasser zerfetzt wird oder die fadenscheinig plakative Erklärung für das Ganze einen Zusammenhang mit Aleister Crowley aufweisen soll, mit Pentagramm, Magiebuch und dem kompletten Klischeefirlefanz. Irgendwann ist dem Betrachter alles egal, weil letztlich keiner der Darsteller etwas herausreißt, der Score nur okay ist und eben zu keiner Zeit ein Mitfiebern gegeben ist.



Was bleibt, sind ansprechende Einstiegsminuten und ab und an taugliche Szenen, die für sich betrachtet ganz ordentlich ausgestattet wurden, dem Zusammenhang von Story allerdings zu keiner Zeit dienlich sind. Ein fahriges Werk, bei dem der Zuschauer recht schnell in Langeweile verfällt und froh sein kann, wenn er neben sich auf dem Sofa jemanden zum Reden liegen hat.


Im Rahmen des Insolvenzverfahrens und der daraus folgenden Umstrukturierung von e-m-s wurde ein großen Teil des Backprogrammkatalogs unter anderen, verkaufsträchtigeren Namen wiederveröffentlicht. So wurde aus "Beneath Still Waters" kurzerhand "Lake of the Dead", was den Film allerdings nicht besser macht. Wieso gerade dieser Titel einer der wenigen Blu-ray-Titel des Labels werden sollte, bleibt auch fraglich.

Bildtechnisch überzeugt das in VC-1 kodierte Bild mit einer guten, aber nicht herausragenden Schärfe, bei dem vor allem der Detailbereich noch viel Spielraum besitzt. Hinzu kommt der starke, über das Bild gelegte Weichzeichner, der zwar als Stilmittel gilt, aber kaum Plastizität und Tiefe aufkommen lässt. Zudem sind die Konturen sehr weich und lediglich in Nahaufnahmen wird das Bild deutlich detaillierter. Der Kontrastumfang wurde sehr hart gewählt, überstrahlt extrem in hellen Flächen und in dunklen Passagen werden immer wieder Details verschluckt, was unter anderem am äußerst wechselhaften Schwarzwert liegt. Auch die Farbgebung unterliegt extremen Verfremdungen, wodurch das Bild mal sehr satt und kräftig, dann mal wieder blass und ausgewaschen aussieht. Zudem fällt das Farbschema mal extrem warm und erdig, dann wieder sehr kühl und steril aus. Bildrauschen ist nur äußerst dezent auszumachen und die Kompression arbeitet fehlerfrei. Dafür nerven die Bewegungsunschärfe in Kameraschwenks gewaltig. Insgesamt hebt sich der Transfer etwas vom DVD-Transfer ab, was vor allem im Detailbereich auszumachen ist, der hier logischerweise etwas höher ausfällt. Für einen auf HD-Video gedrehten Film ist das Ergebnis jedoch ernüchternd.
Der deutsche DTS-HD 5.1 Upmix unterscheidet sich nicht sonderlich vom Dolby Digital 5.1-Pendant der DVD-Version. Er überzeugt mit einem guten Einsatz der Rears und erreicht allgemein eine ordentliche Räumlichkeit, welche durch den gezielten Einsatz von Umgebungsgeräuschen und Effekten, sowie den atmosphärischen Score erreicht wird. Die Dialoge klingen stets gut ausbalanciert und verständlich und insgesamt wirkt die deutsche Tonspur dynamisch und wartet mit einigen gut platzierten Bassschüben auf. Die englische 5.1-Synchronfassung klingt leider etwas dumpfer, aber nicht mehr so schlecht wie bei der DVD-Fassung. Jetzt ähnelt sie der deutschen Version ziemlich und klingt lediglich etwas tiefer, überzeugt dafür aber mit etwas mehr Druck. Optional gibt es deutsche Untertitel.


(Preview-Screenshots zur vergrößerten Ansicht anklicken.)

Bis auf die Bildergalerie ist das Bonusmaterial identisch mit der DVD-Auflage und beinhaltet den Original-Trailer und ein 10minütiges Making of, welches neben Interviewsegmenten auch Aufnahmen vom Set zeigt. Diese wiederholen sich allerdings teilweise während der Interviews. Das Herzstück stellt dass 30minütige Interview mit Brian Yuzna dar, der eine Menge über die Entstehung des Films erzählt. Desweiteren gibt es eine HD-Trailershow weiterer e-m-s-Titel, bei welcher die Trailer allerdings in einem kleinen Vorschaufenster gezeigt werden. Uninteressant. Das auf den Film bezogene Bonusmaterial wurde deutsch untertitelt. Zudem erscheint die Disc mit einem FSK-Wendecover.

Wer "Lake of the Dead" bzw. "Beneath Still Waters" noch nicht gesehen hat und dies unbedingt nachholen will, macht mit dieser Blu-ray nichts falsch. Wer bereits die DVD besitzt, muss sich den Film nicht unbedingt noch einmal neu kaufen, so groß sind die Qualitätssprünge nicht und zudem gibt es einfach zu viele bessere Alternativen zu dieser Gurke aus dem Hause Yuzna.


Film++----
Bild++++--
Ton++++--
Bonus++----


Druckbare Version
Beneath Still Waters
News"Beneath Still Waters" kommt von e-m-s
IMDb.com OFDb.de



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