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USA 1991
Originaltitel:Beauty and the Beast
Länge:84:51 Minuten (Kinofassung) / 91:40 Minuten (Special Extended Edition)
Freigabe:ohne Altersbeschränkung
Regie:Gary Trousdale, Kirk Wise
Buch:Linda Woolverton, Brenda Chapman, Burny Mattinson, Brian Pimental, Joe Ranft, Kelly Asbury, Chris Sanders, Kevin Harkey, Bruce Woodside, Tom Ellery, Robert Lence
Musik:Alan Menken
Darsteller:(Originalstimmen:) Paige O'Hara, Robby Benson, Richard White, Jerry Orbach, David Ogden Stiers, Angela Lansbury
Vertrieb:Walt Disney
Norm:1080p / AVC MPEG-4
Medium:BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:1,78:1
Tonformat:DTS-HD 7.1 High Resolution (dt.), DTS-HD Master Audio 7.1 (engl.), DTS 5.1 (ital.), DEHT 5.1 (türk.)
Sprache:Deutsch, Englisch, Italienisch, Türkisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Italienisch, Türkisch, Deutsch, Englisch, Italienisch, Türkisch, Englisch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte
Verpackung:SeastoneCase mit Prägschuber
Blu-ray-Start:04.11.2010 (Kauf)
Bonus:
Blu-ray:
  • Trailershow bei Disc-Start:
    • König der Löwen
    • Rapunzel - Neu verföhnt (1:58 Min., 1080p)
    • The Family Scrapbook (1:00 Min., 1080p)
    • Toy Story 3 (1:41 Min., 1080p)
  • Storyboard-Version:
    • Einführung von Don Hahn (0:48 Min., 1080p)
    • Storyboard-Version als Bild-im-Bild (84:54 Min., 1080p)
  • Audiokommentar mit Kirk Wise, Gary Trousdale, Don Hahn (nur Special Extended Edition)
  • Liedtexte zum Mitsingen (nur Kinofassung)
  • Hi-Def exklusiv: Das Broadway-Musical(13:07 Min., 1080p)
  • Hi-Def exklusiv: Filmmusik für einen Klassiker (20:18 Min., 1080p)
  • Hi-Def exklusiv: Zusätzliche Szenen:
    • Einführung zum alternativen Filmanfang von Peter Schneider (0:32 Min., 1080p)
    • Alternativer Filmanfang (1:24 Min., 1080p)
    • Einführung zur zusätzlichen Szene von Roger Allers (0:36 Min., 1080p)
    • Belle in der Bibliothek (8:27 Min., 1080p)
  • Hi-Def exklusiv: Musikvideo (3:26 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Tinkerbell and the Lost Treasure (1:03 Min., 1080p)
    • Bambi (1:09 Min., 1080p)
    • König der Löwen (1:16 Min., 1080p)
    • Hannah Montana Forever (0:37 Min., 1080p)
    • Rapunzel - Neu verföhnt (1:58 Min., 1080p)
    • The Family Scrapbook (1:00 Min., 1080p)
    • Toy Story 3 (1:41 Min., 1080p)
    • HiDef exklusiv: BD-Live (ab Profil 2.0)
Bonus Blu-ray:
  • Hi-Def exklusiv: Die Schöne und darüber hinaus (157:00 Min., 1080p)
  • Hi-Def exklusiv: Disney Entdeckerspiel (1080p)
  • Klassische DVD-Extras:
    • Die Geschichten hinter den Disney Meisterwerken:
      • Einführung (1:49 Min., 480p)
      • Cinderella (2:49 Min., 480p)
      • Der König der Löwen (3:36 Min., 480p)
      • Pocahontas (3:13 Min., 480p)
      • Das Dschungelbuch (3:14 Min., 480p)
      • Dornröschen (2:54 Min., 480p)
      • Mulan (2:48 Min., 480p)
      • Der Glöckner von Notre Dame (2:56 Min., 480p)
    • "Die Schöne und das Biest" - Musikvideo (4:31 Min., 480p)
    • Erste Präsentation (2:51 Min., 480p)
    • Alternative Version: "Sei hier Gast" (4:55 Min., 480p)
    • Alternative Filmmusik: "Die Verwandlung" (2:01 Min., 480p)
    • Zusätzlicher Song:
      • Einführung zum zusätzlichen Song: "Sei hier Gast":
        • Von Don Hahn (0:46 Min., 480p)
        • Von Alan Menken (1:49 Min., 480p)
      • Zusätzlicher Song: "Mensch wieder sein" (6:58 Min., 480p)
    • Animation:
      • Animations-Test, Entwürfe & Reinzeichnungen (4:54 Min., 480p)
      • Die Verwandlung: Bleistif-Version (5:24 Min., 480p)
      • Glen Keane erläutert die Verwandlung (3:13 Min., 480p)
    • Kameratest (2:06 Min., 480p)
    • Trailer und TV Spots:
      • Einführung von Don Hahn (0:35 Min., 480p)
      • Originaltrailer zum Kinostart (1:57 Min., 480p)
      • IMAX Kinotrailer (2:35 Min., 480p)
      • TV Spot #1 (0:33 Min., 480p)
      • TV Spot #2 (0:33 Min., 480p)
      • TV Spot #3 (0:33 Min., 480p)
      • TV Spot #4 (0:33 Min., 480p)
      • HiDef exklusiv: BD-Live (ab Profil 2.0)
DVD:
  • Trailershow bei DVD-Start (5:10 Min.):
    • Rapunzel - Neu verföhnt
    • The Family Scrapbook
    • Bambiy
    • Fantasia
  • Special Extended Edition (88:04 Min.)
  • Original Kinofassung (81:31 Min.)
  • Storyboard-Version des Films:
    • Einleitung (0:38 Min.)
    • Storyboard-Version des Films (81:31 Min.)
  • Musik & mehr:
    • Modus zum Mitsingen
  • Klassische DVD Extras:
    • Audiokommentar mit Kirk Wise, Gary Trousdale, Don Hahn (nur Special Edition)
  • Dylan & Cole Sprouse: Blu-ray ist cool! (4:45 Min.)
  • Trailershow: (8:48 Min.)
    • The Princess and the Frog
    • König der Löwen
    • Toy Story 3
    • Hannah Montana Forever
    • Rapunzel - Neu verföhnt
    • The Family Scrappbook
    • Fantasia
Eine Fee verwandelt einen hartherzigen Prinzen zur Strafe in ein Biest und mit ihm alle Schlossbewohner in lebende Haushaltsgegenstände. Dieser Bann kann nur durch die Liebe eines Mädchens gebrochen werden. Doch als sich die schöne und kluge Belle eines Tages in sein Schloss verirrt, denkt das uneinsichtige Biest überhaupt nicht daran, sich liebenswert zu verhalten. Damit sich die beiden näher kommen, stellen die verwunschenen Diener das ganze Schloss auf den Kopf. Der Kerzenleuchter Lumiere geht mit viel Charme über die Einwände der überkorrekten Standuhr Herr von Unruh hinweg und sorgt mit der herzensguten Teekanne Madame Pottine dafür, dass Belle sich im Schloss so richtig wohl fühlt. So wird aus einem einfachen Abendessen ein farbenfrohes Fest und Belle erkennt, dass das Biest gar nicht so schrecklich ist. Aber wird das Biest noch rechtzeitig ihre Liebe gewinnen, bevor das letzte Blatt der magischen Rose fällt und die Schlossbewohner für immer verwandelt bleiben?
"Tale as old as time, true as it can be."

"Once upon a time in a far away land ..." - so lautet der klassische Einstieg in ein jedes Märchen, wie es auch Disneys "Beauty and the Beast" von 1991 ist, der bis heute einzige Animationsfilm, der eine Oscarnominierung als Bester Film erhalten hat (die 2010er Nominierung von "Up" in der ausgeweiteten Kategorie ist kaum vergleichbar). Ihres Zeichens ist die Geschichte von der Schönen und dem Biest inzwischen über 270 Jahre alt. Eine der frühesten Versionen geht mit "La Belle et la Bête" 1740 auf Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve zurück, während es die überarbeitete Fassung von Jeanne-Marie Leprince de Beaumont 16 Jahre später ist, die über die größte Bekanntheit verfügt. Obschon Walt Disney das französische Märchen bereits zu Lebzeiten umsetzen wollte, kam es erst 1991 in der Renaissance des Studios zu einer Adaption, die nach "The Lion King" und "Aladdin", die in den Jahren darauf entstanden, der dritterfolgreichste 2D-Film des Animationsstudios ist.



Was die drei Filme ebenfalls bisher einte - "Beauty and the Beast" erschien am 4. November erneut auf DVD und Blu-Ray -, war die Tatsache, dass sie auf DVD vergriffen waren. Kaum Exemplare vorhanden und die, die im Umlauf waren, wurden zu teils horrenden Preisen feilgeboten. Umso bedauerlicher, da die ursprünglichen Kinofassungen wohl nur auf diese Weise noch erhältlich sind, bedenkt man, dass Disney seine alten Werke schon seit Jahren digital restauriert - sehr zum Leidwesen der Filme. In HD-Qualität präsentieren sich nun Belle, das Biest, sowie Gaston und Co. Adieu grobkörniges Bild, aber auch adieu schöne Nostalgie. Die Folge ist, dass "Beauty and the Beast" wie seine zuvor bereits digital restaurierten Kollegen aussieht, wie der 0815-Einheitsbrei jenes Studios, das seine DTV-Sequels in betrübender Lieblosigkeit produziert. Als hätte man George Lucas auf Disney-Meisterwerke losgelassen. An der Qualität des Filmes ändert dies zum Glück wenig.



Wie vielen Märchen wohnt auch "La Belle et la Bête" eine Moral inne, die die beiden Regisseure von "Beauty and the Beast", Gary Trousdale und Kirk Wise, dem Publikum gleich zu Beginn liefern. Es wird von einem jungen Prinzen erzählt, der eines Nachts eine hässliche Bettlerin von seinem Schloss weist und ihr auch im Austausch für eine Rose keine Unterkunft schenken will. "She warned him, not to be deceived by appearances", verrät der Erzähler, "for beauty is found within". Die alte Bettlerin ist in Wirklichkeit eine Zauberin, die den 11-jährigen Prinzen für sein Verhalten zur Strafe in ein scheußliches Biest verwandelt. Wenn es ihm bis zu seinem 21. Geburtstag gelingt, eine Frau dazu zu bringen, sich in ihn zu verlieben, wird der Bann gebrochen. Im Nachhinein wirkt dies wie eine reichlich drastische Maßnahme gegenüber einem kleinen Jungen, der als Waise von seiner Macht - und vermutlich auch seinem Aussehen - berauscht ist und es wohl einfach nicht besser weiß.



Doch, und hier findet sich das große Manko des Disney-Werkes, für große Auseinandersetzungen mit seiner Geschichte nimmt sich der Film keine Zeit. Zehn Jahre ziehen ins Land, die Handlung wechselt in ein farbenfrohes Dorf. Hier lernen wir Belle kennen, ein aufgewecktes junges Mädchen, das seine Nase lieber in Bücher steckt als dass es sich wie seine Altersgenossinnen im Schmachten an Gaston, den muskelbepackten und gutaussehenden Jäger der Gemeinde, verliert. An einem Brunnen hält sie inne, durchblättert ein Buch und stellt als ironische Selbstreferenz in dessen Geschichte fest: "Here's where she meets Prince Charming but she won't discover that until chapter three". Belle ist die einzige Tochter von Maurice, jenem Kaufmann des ursprünglichen Märchens, der in der Disney-Version nun zu einem Haushaltserfinder wird und einer Mischung aus Doc Brown der "Back to the Future"-Filme und Randall Peltzer der Interner Link"Gremlins"-Serie gleichkommt.



Bei einer seiner Reisen trifft er auf das Schloss des Biests, wird von diesem eingesperrt und erst freigelassen, als Belle ihn suchen kommt und für ihn beim Biest bleibt. Für das Biest und insbesondere seine Schlossbediensteten wie Lumière und Cogsworth offenbart sich hier die Chance, den Fluch zu brechen. Die Tage bis zum 21. Geburtstag des Prinzen rücken näher und die Anwesenheit einer Frau - die praktischerweise auch noch hübsch ist - bietet somit die letzte Möglichkeit, wieder die ursprüngliche menschliche Form zu erhalten. Allerdings kein leichtes Unterfangen, sind die Rollen doch vertauscht. Nun ist der Prinz der hässliche Bittsteller und die gutaussehende Belle "has to see past all that", wie es Mrs. Potts richtig zusammenfasst. "Above all you must control your temper", trichtern die Angestellten dem heißblütigen Biest ihr Mantra ein. Nach kurzem Vertrauensgewinn (bei einem Fluchtversuch rettet das Biest Belle das Leben) werden die folgenden Tage und Gefühle vorgespult.



Es ist insbesondere die Größe seines ... Bibliothekssaals, die zwischen dem Biest und Belle - bemerkenswert ist übrigens, dass diese ihn stets als "Biest" adressiert, selbst im Finale noch - eine Bindung herstellt. Auch hier mag man die Auseinandersetzung mit der Situation ein wenig vermissen, könnten die Gefühle der beiden Charaktere doch in Zweifel gezogen werden, bedenkt man, dass das Biest quasi unter Zeitdruck jemanden dazu bringen muss, sich in ihn zu verlieben, und Belle wiederum mit dem Stockholm-Syndrom diagnostiziert werden könnte. Auch dass Gaston zum Bösewicht verkommt, ist ein im Grunde ziemlich leichter Ausweg, ist er als gutaussehender aber innerlich fauler Charakter doch dem Biest - oder der Person, die aus dem Prinzen hätte werden können - nicht so unähnlich. Doch Gaston erhält keinen Fluch und keine Zeit, über sein Verhalten nachzudenken. Stattdessen bezahlt er im Gegensatz zum Biest seine charakterlichen Verfehlungen am Ende mit dem Leben.



Letztlich ist die eigentliche Botschaft jedoch, dass sich wahre Schönheit nicht an Äußerlichkeiten festmachen lässt, sondern - wie die Zauberin bereits sagte - von innen kommt. So ist es das Wesen des Biests, das Belle schließlich für sich gewinnt und nicht sein gutes Aussehen (welches am Ende natürlich ein schöner Bonus ist). Gleichzeitig veranschaulicht das Märchen aber auch, dass jene innere Schönheit nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist, sondern man sich mit ihr beziehungsweise ihrem eventuell "hässlichen" Äußeren zuerst einige Tage auseinandersetzen muss. Dass dies ohnehin eine Eigenschaft ist, die eher Frauen als Männern innewohnt (könnte sich ein junger hübscher Intellektueller in ein hässliches weibliches Biest ebenso verlieben?), kommt da noch hinzu. Je intensiver man sich also mit der Geschichte von "Beauty and the Beast" beschäftigt, desto problematischer wird diese. Grund genug, sich der visuellen und musikalischen Umsetzung zu widmen.



Unabhängig von der digitalen Restaurierung gefällt visuell neben der Ballraumszene speziell Belles Einführung. Da sich der Großteil der Geschichte im Schloss des Biests abspielt, gilt es hier - zum Beispiel am ersten Abend von Belle oder beim Ausflug in den verschneiten Schlosshof - den Zuschauer mit klassischen Disney-Vignetten abzuholen. Abgerundet wird auch dieses Werk der Disney Renaissance dann von der Musik Alan Menkens, dessen Stücke wie "Be Our Guest" und "Beauty and the Beast" in den Kanon der unsterblichen Disney-Songs eingegangen sind. So ist "Beauty and the Beast" insgesamt zuvorderst ein Werk der Nostalgie, welches besser in Erinnerung geblieben ist, als es wohl unter denselben Voraussetzungen heutzutage bleiben würde - was aber wohl auf viele Märchen zutrifft. Als solches endet der Film auch sehr getreu, wenn Chip fragt: "Are they gonna live happily ever after?" und Mrs. Potts die "logische" Antwort darauf gibt: "Of course, my dear, of course".


Disney veröffentlicht mit der Diamond Edition eine herausragende Blu-ray von "Die Schöne und das Biest", bei der es bildtechnisch keine Mängel zu vermerken gibt. Es ist verständlich, dass einige Liebhaber dieses Meisterwerkes den Filmcharme vermissen, denn das Bild ist makellos, gestochen scharf und einfach brillant. Egal, ob Hintergründe oder die Figuren, noch nie sah der Film plastischer und detaillierter aus und das, obwohl wir es hier mit einem Animationsfilm der alten Schule zu tun haben. Der Kontrast bleibt stets ausgewogen und der Schwarzwert fällt sehr satt aus. Hinzu kommen die natürlichen und kräftigen Farben, die "Die Schöne und das Biest" zusätzlich zu einer Augenweide machen. Was Disney hier abliefert, ist nichts anderes als ein Referenzbild. Wer sich die Mosaikverglasung am Anfang des Filmes anschaut, wird die Euphorie verstehen.



(Preview-Screenshots zur vergrösserten Ansicht anklicken.)

Beim Ton verhält sich das nicht anders, denn die neue 7.1-Abmischung ist nicht nur in der englischen Synchronfassung ein Traum. Während die englische Fassung auf eine DTS-HD Master-Tonspur setzt, bekommt die deutsche Synchronisation einen DTS-HD High Resolution 7.1-Mix spendiert. Beide machen starken Gebrauch von den zwei zusätzlichen Back-Surround-Kanälen, was für eine sehr stimmige Atmosphäre nicht nur bei den musikalischen Elementen im Film sorgt. Der gesamte Mix klingt sehr aktiv und räumlich, wobei selbst in ruhigen Momenten versucht wird, die Kanäle perfekt zu nutzen, was durchweg klappt. Hinzu kommt ein kräftiger Basseinsatz, sowie eine traumhafte Detailwiedergabe, die es in sich hat. Selbst in den ruhigen Momenten hört man feine Geräusche mit einer ausgezeichneten Natürlichkeit, was den Klang sehr lebendig macht. Hinzu kommt die perfekte Balance zwischen Dialogen, Gesangseinlagen und dem restlichen Soundmix. Das rechtfertigt die volle Punktzahl. Deutsche Untertitel dürfen natürlich nicht fehlen.


Das hier vorliegende 3-Disc Set beinhaltet neben der normalen Kinofassung auch die Extended Edition, die 2002 für eine IMAX-Wiederaufführung erstellt wurde. Der Song "Mensch wieder sein" wurde 1991 aus Anschlussgründen weggelassen und fand erst nach der Musicalaufführung in überarbeiteter Form den Weg in den Film. Die Folgesequenzen im Film musste ebenfalls geändert, denn die Bediensteten putzen das Schloss während des Liedes, weswegen es im weiteren Verlauf sauber aussehen muss. Zudem wurden die Soundeffekte überarbeitet, bei der deutschen Fassung sind aber immer noch zwei Stellen fehlerhaft. Wer mehr über diese Fehler sowie die erweiterten Szenen lesen möchte, sollte bei unseren geschätzten Kollegen von Schnittberichte.com vorbei schauen.
Die Blu-ray beinhaltet die Kinofassung ein weiteres Mal inklusive der Storyboard-Version als Bild-im-Bild-Einblendung. Der deutsch untertitelte Audiokommentar mit den beiden Regisseuren Kirk Wise und Gary Trousdale, sowie dem Produzenten Don Hahn und dem Komponisten Alan Menken liegt lediglich der Extended Version des Films vor und bietet einen sehr ausführlichen und tiefen Einblick in die Entstehung von "Die Schöne und das Biest". Unter "Liedtexte zum Mitsingen" werden unter den jeweiligen Stücken Untertitel eingeblendet. Interessant ist auch die 20minütige Dokumentation "Filmmusik für einen Klassiker", in welcher Alan Menken, Don Hahn und Richard Kraft die Entwicklung der Filmmusik im Film, untermalt mit Kommentaren diverser Personen, Storyboard-Ausschnitten, Archiv-Fotos und Hinter-den-Kulissen-Aufnahmen. Zudem gibt es 28 Minuten an zusätzlichen Szenen und eine sehenswerte Kurzdokumentation über das Broadway Musical welches neben Archiv-Aufnahmen überwiegend aus Interviews der Darsteller besteht. Abschließend befindet sich auf der Hauptfilm-Disc neben einer nicht funktionsfähigen BD-Live-Einbindung noch ein Musikvideo von Jordin Sparks.


Auf der zweiten Disc geht es weiter mit "Die Schöne und darüber hinaus", eine ausgezeichnete und mit 157 Minuten abendfüllende Dokumentation mit interaktivem Inhalt. Während des Hauptteils gibt es immer wieder Einblendungen, die man per Bestätigen mit der Enter-Taste mit zusätzliche Informationen füllen kann. Diese bestehen aus diversen Featurettes, Bildergalerien und Kurzfilmen. Wer diese Extras unabhängig von der Dokumentation sehen möchte, kann diese einzeln im Index-Menü anwählen. Die Dokumentation selbst geht unheimlich stark in die Tiefe, deckt wirklich jeden Aspekt der Produktion ab und geht sogar sehr ausführlich auf den Wandel des Disney-Konzerns Ende der 1980er Jahre ein. Diese Doku sollte niemand verpassen. Wer interaktive Java-Spiele mag, kommt mit "Disney Entdeckerspiel: Zauberhafte musikalische Herausforderung" auf seine Kosten, auch wenn hier mehr das jüngere Publikum angesprochen wird. Bisher lagen sämtliche Extras, auch die "Trailershow" in hochauflösender Qualität vor. Das ändert sich allerdings bei den klassischen DVD.Extras, welche es komplett auf die Blu-ray geschafft haben. Darunter befinden sich ein Musikvideo von Celine Dion und Peabo Bryson, diverse Trailer und TV-Spots, Kameratests und Animationstest inklusive Entwürfen und Anekdoten. Aber das ist noch nicht alles: Mit "Die Geschichte hinter den Disney-Meisterwerken" haben wir noch eine sehenswerte Dokumentation von knapp 26 Minuten vorliegen, die zwar nicht so tiefgreifend ist wie die 157-Minuten-Doku, dennoch mit vielen Informationen aufwarten kann. Desweiteren gibt es noch frühe Storyreel-Ausschnitte, sowie die Storyboard-Version des zusätzlichen Songs "Mensch wieder sein", sowie die alternative Filmmusik "Die Verwandlung" und eine alternative Version von "Sei mein Gast". Absolut umfangreiches Bonusmaterial, das uns Disney hier auftischt und zudem komplett deutsch untertitelt wurde.
Die dritte Disc beinhaltet die Standard-DVD, bei der abermals alle drei Filmversionen enthalten sind, sowie ein Teil des Bonusmaterials, welches bereits auf beiden Blu-rays vorhanden sind. Über Sinn und Unsinn einer solchen Veröffentlichung lässt sich streiten, doch ist die DVD sicherlich nicht schlecht für die Kinderzimmer, welche nicht mit Flachbildschirm und Blu-ray-Player ausgestattet sind. Leider verzichtet man erneut auf ein FSK-Wendecover. Das FSK-Logo ist fester Bestandteil des Prägschubers. Sehr schade. Ansonsten bleibt nur das toll animierte Menü zu erwähnen.

Mit der vorliegenden Diamond Edition von "Die Schöne und das Biest" veröffentlicht Disney abermals eine Scheibe auf Referenzniveau, die keine Wünsche übrig lässt. Herausragende Bild- und Tonqualität, sowie umfangreiches Bonusmaterial machen diese Disc zum Blu-ray-Highlight 2010.


Film+++++-
Bild++++++
Ton++++++
Bonus++++++


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