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T 2008
Originaltitel:Ong-bak 2
Länge:97:35 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Tony Jaa, Panna Rittikrai
Buch:Panna Rittikrai
Musik:Nattawut Kittikhun
Darsteller:Tony Jaa, Sarunyu Wongkrajang, Sorapong Chatree, Primrata Detudom, Niruth Sirijunya, Phetthai Wongkhamlao, Santisuk Phromsiri, Pattama Panthong, Suppakorn Kitsuwan, Natdhanai Kongthong, Prarinya Karmkeaw, Jarun Ngamdee
Vertrieb:Splendid
Norm:1080p / VC-1
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS-HD 5.1
Sprache:Deutsch, Thailändisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase im Schuber mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:26.05.2009 (Kauf)
Bonus:
  • B-Roll (25:00 Min., 576p)
  • TV-Special (21:08 Min., 576p)
  • Trailer Deutsch (2:31 Min., 576p)
  • Trailer Original (2:31 Min., 576p)
  • Interviews:
    • Tony Jaa (6:17 Min., 576p)
    • Prachya Pinkaew (5:36 Min., 576p)
    • Panna Rittikrai (5:44 Min., 576p)
    • Sorapong Chatree (1:09 Min., 576p)
    • Santisuk Phromsiri (1:08 Min., 576p)
    • Sarunyu Wongkrachang (1:24 Min., 576p)
    • Niruth Sirijunya (1:41 Min., 576p)
    • Primrata Det-Udom (2:14 Min., 576p)
  • Film-Clips:
    • Clip 1 (1:02 Min., 576p)
    • Clip 2 (0:44 Min., 576p)
    • Clip 3 (0:42 Min., 576p)
    • Clip 4 (0:39 Min., 576p)
    • Clip 5 (0:41 Min., 576p)
    • Clip 6 (0:50 Min., 576p)
  • Trailershow:
    • Divine Weapon (1:41 Min., 576p)
    • Far Cry (1:39 Min., 1080p)
    • Dying Breed (1:40 Min., 1080p)
    • Fate (2:04 Min., 576p)
    • Storm Rider (1:47 Min., 576p)
    • Crows Zero (1:32 Min., 576p)
    • Gene Generation (1:48 Min., 576p)
    • An Empress and the Warrior (1:59 Min., 1080p)
Thailand, 1431. Während der Zeit König Naresuans führt der machtgierige Lord Rachasana einen blutigen Kampf, um Herrscher über das gesamte Königreich zu werden. Seine furchterregenden Krieger töten schließlich auch General Sidhadeco und dessen Frau. Ihr Sohn Tien muss den brutalen Mord an seinen Eltern hautnah miterleben und flüchtet in den Dschungel. Als ihn unbarmherzige Sklavenhändler entdecken, foltern und einer tödlichen Bestie opfern wollen, wird er von dem weisen Anführer Chernang befreit, der ihn fortan aufzieht. Unter dessen schützender Obhut lebend vergehen die Jahre und Tien (Tony Jaa) erlernt durch hartes Training neben den Fertigkeiten der Kampfkunst auch Khon, die Kunst des siamesischen Maskentanzes. Dadurch revolutioniert er seine Technik und ist bereit für einen gnadenlosen Rachefeldzug gegen die Mörder seiner Familie ...
Auch der nicht total auf Action und Kampfsport fokussierte Filmfreund braucht manchmal seine kleine Portion erlesener "Auf-die-Fresse" – und was könnte es da in den letzten Jahren Besseres geben als die Filme rund um das akrobatische thailändische Wunderkind Tony Jaa, der praktisch Unglaubliches im Bereich der Körperbeherrschung bietet, um es dann auch noch mit überaus realistischer Brutalität zu mischen (kann auch brutaler Realismus sein, ganz wie man will).
Mit Interner Link"Ong Bak" und dem darauf folgenden Interner Link"Revenge of the Warrior" (der übrigens, entgegen der üblichen Kritikermeinung wesentlich unterhaltsamer und aufgeblasener war als sein Vorgänger) schrieb er sich ins Geschichtsbuch des Actionfans und das hat natürlich den Erwartungsdruck für künftige Filme bei seinen Fans enorm erhöht. Und nicht nur da, sondern auch er selbst hat für sich offenbar neue Maßstäbe etabliert, weswegen zum Knochenbrechen jetzt auch filmischer Gigantismus gekommen ist.



"Ong Bak 2" sollte nicht einfach ein weiterer denkwürdiger Kracher werden, sondern ein Epos von Format, schön teuer und prachtvoll anzusehen, so dass Tony Jaa nun auch gleich noch den Regiestuhl für sich in Anspruch nahm.
Wie dann aus der Fachpresse zu erfahren war, ging der Schuss nach hinten los: Budgetüberziehungen waren das Einzige was episch wirkte, dazu kam noch ein empfindsames Ego und ein wohl noch labilerer Charakter und schwupps war der gute Junge im Busch verschollen, um die Kreativität aus sich heraus zu meditieren. Schlussendlich war das Geld aber dann doch vorhanden und Jaa schuf sein opus magnum – doch was wir jetzt zu sehen bekommen, ist nur eins: unfertig.


Das liegt aber nicht an mangelnder Qualität, sondern daran, das wohl so viele Liefertermine überschritten waren, dass man sich entschied, das Dreistundenepos einfach in der Mitte zu teilen und "Ong Bak 2" zum ersten Teil eines knackigen Doppeldeckers zu machen, damit die Fans schon mal was zum Kauen haben. Ergo bekommt man mit dem Film aber auch nur einen gerade 90minütigen Kampfsportfilm von guter Qualität, der vieles ist, sogar herausragend, aber eben nicht monumental. Sicher, der produktionstechnische Aufwand ist enorm und es sind eine Menge Kampfsportstile und Waffenfights zu begutachten, aber gegen die Megalomanie eines Interner Link"Revenge of the Warrior" kommen die leider nicht an.


Storytechnisch ist es gute alte Schule, die geboten wird: der adelige Sohnemann, dessen Eltern in den Kriegswirren im Dschungel durch Machtübernahme und Verrat dran glauben müssen, ebenso wie die Adoptiveltern. Ergo wird der Bube durch Banditen aufgezogen und zu einem Kampfsportkünstler gemacht, der sich an den Böslingen rächt, die entweder Verwandte gemeuchelt haben oder ihn in einer Krokodilgrube versenkt haben. Letzteres ist eines der besonderen Highlights, genauso wie ein gestellter "drunken fight" und als kleine Krönung eine ausgedehnte Kampfszene an, auf und um einen lebenden Elefanten herum (Jaas Markenzeichen), doch der ganz große Überflieger ist noch nicht dabei, ebenso wie der Oberbösewicht nicht eben besonders überzeugen kann.
So endet dann auch alles auf einem Cliffhanger, bei dem der Held wieder in die Fänge des Bösen gerät, aus denen er sich dann zweifelsohne in "Ong Bak 3" herausschlitzen und prügeln darf, doch bis dahin wirkt das alles wie eine dramaturgische Blaupause und nicht wie ein runder zweiter Teil.
Man darf also erwarten, dass nach Veröffentlichung der Fortsetzung die Teile 2 und 3 irgendwann als integraler Gesamtfilm aufs Publikum losgelassen werden. Ob Jaa allerdings auf lange Sicht als Kampfsportguru bestehen kann, wird sicherlich daran liegen, ob er seinen leicht wirren Charakter in den Griff kriegt und ob er irgendwann so etwas wie darstellerische Fähigkeiten entwickelt, denn bisher ist er nur als der leicht autistisch wirkende Beschützer aus der wilden Natur aufgetreten, der weder großartige menschliche Züge sein eigen nennt, noch an Gefühlen Interesse zu haben scheint. Sieht alles gut aus, hat aber bisher weder Seele noch Tiefe – und die braucht man für das hier dargestellte tragische Drama.



Splendid veröffentlicht "Ong Bak 2" in ungekürzter Form als Special Edition auf Blu-ray und DVD. Die hier besprochene Blu-ray liegt im Widescreen-Format von 2,35:1 vor und wurde im VC-1-Verfahren kodiert. Das Bild erweist sich als angenehmen scharf und teilweise sehr detailliert. Zu Beginn leidet der Transfer aber unter starkem Filmkorn, was zu deutlichem Detailverlust führt. Im weiteren Verlauf wird dieses weniger, verschwinden jedoch nie ganz und variiert stark von Sequenz zu Sequenz. Der Kontrast ist hervorragend gelungen und überzeugt mit einem satten Schwarzwert, ohne großartige Details absaufen zu lassen. Hinzu kommen brillante und kräftige Farben, wodurch das Bild an Plastizität und Tiefe gewinnt. Für eine thailändische Produktion ist das Ergebnis wirklich mehr als nur gelungen, denn kleinere Mängel und die je nach Szene hin und wieder auftauchenden Unschärfen trüben das Gesamtbild zu keinem Zeitpunkt. Selbst die Kompression arbeitet unauffällig im Hintergrund. Als Zuschauer darf man sich somit über ein guten High Definition-Bild freuen.
Auch soundtechnisch kann "Ong Bak 2" überzeugen, denn er bietet einen satten DTS-HD 5.1 Sound mit viel Druck und einer voluminösen Musikuntermalung. Die Kampfgeräuschen verteilen sich, wie auch der kräftige Score, homogen auf sämtliche Kanäle, erzeugen dadurch eine gute bis sehr gute Räumlichkeit und ein angenehmen Mittendringefühl. Dies findet man nicht allzu oft in Kampffilmen, die meist den Frontbereich viel zu stark bedienen. Dialoge sind ebenfalls hervorragend zu verstehen und passen sich perfekt dem restlichen Klangbild an. Die Sprachfassungen unterscheiden sich dabei nicht sonderlich voneinander und ganz nebenbei erweist sich die deutsche Synchronisation als äußerst gelungen. Optional gibt deutsche Untertitel.
Für eine Special Edition wird uns allerdings etwas wenig Zusatzmaterial geboten. Neben ein paar Trailern zu weiteren Splendid-Veröffentlichungen, von denen einige wenige in HD vorliegen, gibt es noch zwei Trailer zum Hauptfilm, welche es wie das restliche Zusatzmaterial leider nur in Standard Definition gibt. Das beginnt mit 25 Minuten an B-Roll-Material, während dem man Stuntvorbereitungen beiwohnen, die Entstehung der Actionszenen sehen und einen Blick ins Trainingsprogramm von Tony Jaa werfen kann - ganz ohne lästiges Werbegebrabbel der Macher. Es folgt ein 21minütiges TV-Special, welche sehr werbelastig ausgefallen ist, dennoch einen nicht gänzlich uninteressanten Einblick in die Produktion gewährt.
Weiter geht es mit 8 kurzen, aber sehenswerten Interviews zund sechs Film-Clips, welche der Promotion dienen. Es fehlen leider geschnittene Szenen oder ähnliche Featurettes, die eine Special Edition ausmachen würden.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Alle Bilder sind Eigentum von Splendid Film


Ausgeliefert wird Ong-Bak 2" mit einem FSK-Wendecover im Schuber, welcher aber das FSK-Logo auf der Frontseite zeigt. Auch wenn "Ong-Bak 2" nicht ganz der pompöse Film geworden ist, den Tony Jaa-Fans erwarteten, lohnt sich die Anschaffung allein wegen den ausgezeichneten Action- und Kampfsequenzen. Es bietet sich an, den Film vorher dem Kauf mal auszuleihen.


Film+++/--
Bild++++/-
Ton++++/-
Bonus++/---


Druckbare Version
Ong-Bak: Muay Thai Warrior (Special Edition 2 Disc-Set)
Ong Bak 3 (Special Edition)
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