Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 1999
Originaltitel:Universal Soldier - The Return
Alternativtitel:Universal Soldier II
aka. Universal Soldier IV
Länge:82:58 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Mick Rodgers
Buch:William Malone, John Fasano
Kamera:Mike Benson
Musik:Don Davis
SFX:KNB Effects
Darsteller:Jean-Claude Van Damme, Michael Jai White, Heidi Schanz, Xander Berkeley, Justin Lazard, Kiana Tom, Daniel von Bargen, James Black, Karis Paige Bryant, Bill Goldberg, Brent Anderson, Brent Hinkley
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:1080p / AVC MPEG-4
Medium:BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:1,85:1
Tonformat:Dolby TrueHD 5.1 (dt., engl.), Dolby Digital 5.1 (hung., pol., ru., tsch.)
Sprache:Deutsch, Englisch, Ungarisch, Polnisch, Russich, Tschechisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Arabisch, Bulgarisch, Griechisch, Hebräisch, Hindi (Indisch), Isländisch, Kroatisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Slowakisch, Slowenisch, Türkisch, Tschechisch, Ungarisch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:07.05.2009 (Kauf)
Bonus:
  • Hi-Def exklusiv: BD-Live (ab Profil 2.0)
  • Making of (4:44 Min.,480p)
  • Michael Jay White Featurette (4:04 Min.,480p)
  • Jean Claude van Damme Featurette (12:09 Min.,480p)
  • Trailershow:
    • Demnächst auf Blu-ray (2:27 Min., 1080p)
    • Punisher: War Zone (1:22 Min., 1080p)
Luc Deveraux hat seine Erlebnisse als Universal Soldier überstanden und arbeitet für die US-Regierung an einer Verbesserung und Wiederaufnahme des Universal-Soldier-Programms. Als der Supercomputer S.E.T.H. durchdreht und die Kontrolle über die Killermaschinen übernimmt, ist Luc der einzige, der sie stoppen kann.
Für Jean-Claude Van Damme sollte es der letzte verzweifelte Versuch sein, sich als Actionstar im Kino zu etablieren. Entgegen der vorherrschenden Meinung hat der Belgier nie einen Film abgeliefert, der an den Kinokassen wie eine Bombe einschlug. Interner Link"Universal Soldier" war mit 36 Millionen Dollar Einspiel an den amerikanischen Kinokassen noch der erfolgreichste Leinwandauftritt. Erschreckend kontinuierlich setzte sich seine finanzielle Talfahrt in den Neunzigern fort. Filme wie "Double Team" und "Knock Off" schafften mit Hängen und Würgen gerade mal die 10 Millionen Grenze. Umso logischer erschien es also die Universal Soldiers wieder zu reaktivieren. Der Franchise wurde zwar schon mit zwei unterirdischen TV-Fortsetzungen gewaltigen Schaden zugefügt und Dolph Lundgren verspürte auch keine Lust mehr als böser Prügelknabe herhalten zu müssen, aber immerhin war Van Damme noch mit an Bord - auch als Produzent.



Was letzten Endes dabei allerdings herauskam, ist ein zwiespältiges Vergnügen. Das Drehbuch gehört William Malone ("Supernova") und John Fasano (Interner Link"Another 48 Hrs.") um die Ohren gehauen. Nicht nur, dass "Universal Soldier: The Return" es nur mit Ach und Krach auf eine Nettospielzeit von 75 Minuten schafft, es erspart sich auch jegliche Erklärungen warum Luc Deveraux nun wieder ein Mensch ist, während der Subplot um seine Tochter schon einen arg bemühter Handlungsstrang darstellt, der einzig der Laufzeitstreckung dient. Der Film hat schrecklich wenig Substanz, ist bisweilen extrem unlogisch (Obwohl die Unisols Luc brauchen, unterlassen sie kaum einen Versuch ihn zu töten) und in keinster Weise spannend. Auf der anderen Seite ist es dafür vollgestopft mit Action, die in ihrer Masse zwar durchweg überzeugt, aber eben etwas zu statisch daherkommt. Stuntkoordinator Mic Rodgers debütiert hier als Regisseur zwar ganz ordentlich, ein erfahrener Filmemacher hätte hier aber weit mehr bewegen können.


"Universal Soldier: The Return" ist ein Fun-Movie mit deutlichem B-Movie-Flair. Eine Kinoauswertung wäre hier nicht unbedingt von Nöten gewesen. Rodgers drückt von Beginn an voll auf die Tube, würzt die Action mit diversen Metal-Stücken und hält sich auch nicht lang an der Einleitung auf. Das Unisol-Projekt soll aus finanziellen Gründen eingestampft werden. Mainframe S.E.T.H. macht sich daraufhin selbstständig, transferiert sich in den Körper von Michael Jai White (Interner Link"Spawn", Interner Link"Exit Wounds"), riegelt den gesamten Komplex ab und harrt der Dinge die da kommen. Die Dinge sind jede Menge Soldaten, die den, seit Teil 1 wesentlich weiter entwickelten Unisols nichts entgegen zu setzen haben. Also muss Luc ran ...


Was sich in Folge abspielt, ist eine sympathische Actiongranate, der schlicht und einfach der letzte Kick fehlt. Während der infernale, pyrotechnisch bombastische Kurzausflug des Unisol-Fünfer-Gespanns vor die Tore ein echtes Fest für Geeks der explodierenden Künste ist, sind die vielen Ballereien und Kloppereien innerhalb des Komplexes doch eher konventioneller Natur. Eintönig und damit langweilig, weil die unbesiegbaren Unisols unbekümmert die Soldaten abforsten und sich um Kratzer gar keine großartigen Sorgen machen brauchen. Einzig Deveraux hat dem etwas entgegenzusetzen. Nur ist er meist mit einem Ungetüm namens Romeo (gespielt vom Wrestler Bill Goldberg) beschäftigt. Der ist zwar ein lebendiger Running Gag und hat viele Szenen, die wohl nur für ihn in das Drehbuch geschrieben wurden, passt mit seinem Wrestling-Gehabe aber leider nicht in den Film. Nun ja, ein paar nette Oneliner kann er noch für sich verbuchen.


Während Luc Deveraux nebenher noch auf lächerliche Art und Weise Charaktertiefe (Foto seiner toten Frau ...) verpasst werden soll und er mit der Journalistin Erin (Heidi Schanz, "The Truman Show") eine zarte Beziehung eingeht, steuert der Plot geradlinig auf den finalen Fight zwischen Deveraux und dem hochgezüchteten S.E.T.H. hinaus. Van Damme sieht hier mit seinen gerade mal 39 Jahren eigentlich viel zu alt und fertig aus. Der ihm oft nachgesagte Drogenkonsum hat wohl doch seine Spuren hinterlassen - die grauen Haaransätze an den Schläfen sind da nicht gerade hilfreich. Immerhin ist er hier körperlich noch so fit, dass er ordentlich austeilen kann. So ist der finale Kampf gegen Muskelprotz Michael Jai White, der als dämonisch blickender Bösewicht übrigens ganz passabel agiert, zwar kein choreographisches Highlight, dafür jedoch sehr solides Kloppergehabe.


"Prepare to become obsolete."

Dass ausgerechnet "Universal Soldier: Die Rückkehr" aus Sonys Backkatalogprogramm auf Blu-ray erscheint, ist schon etwas merkwürdig, schließlich hat der Major ein großes Archiv mit tollen Filmen, die auf eine Veröffentlichung warten. Auch wenn diese Blu-ray Jean Claude Van-Damme-Fans sicherlich freuen wird, ist die technische Umsetzung eher mittelmäßig, denn das MPEG-4 kodierte Bild bewegt sich nur etwas über DVD-Niveau. Dies liegt an der allgemein sehr schwachen Schärfe und dem durchschnittlichen Kontrastwert, wodurch das Bild durchweg flach wirkt. Es gibt zwar vereinzelte Aufnahmen mit einer guten Detailschärfe, dies ist jedoch meist nur bei Close-Ups der Fall. Ansonsten fällt die Bildpräsentation sehr weich aus, nur wenig detailliert und teilweise sogar leicht unscharf. Die Farbdarstellung ist allgemein eher blass und kraftlos und kann lediglich in hellen Szenen gute Werte erreichen. Hinzu kommen ein starker Detailverlust in dunklen Bildbereichen, eine fehlende Plastizität, gut sichtbares Filmkorn und kleinere Defekte und Schmutzpartikel. Dafür arbeitet die Kompression tadellos, was aber noch lange nicht reicht, um ein angenehmes HD-Gefühl zu erzeugen.
Die Tonabmischung ist ebenfalls kein Lichtblick, denn trotz Dolby TrueHD 5.1-Upmix bleibt das Klangbild sehr monoton und langweilig. Aufgrund der sich in den Vordergrund drängenden Rocksongs geht die Feinzeichnung nahezu komplett flöten. Sicherlich war bei "Universal Soldier: Die Rückkehr" kein akustischer Hochgenuss zu erwarten, doch eine allgemein räumlichere Abmischung wäre gerade in den Actionszenen wünschenswert gewesen. Leider werden die Effekte meist von Songs übertönt, wodurch keine wirkliche Räumlichkeit zustande kommt. Auch Bass und Dynamikumfang können nicht punkten. Die ruhigen Szenen spielen sich fast ausschließlich im Frontbereich ab, arbeiten aber die Dialoge gut verständlich und klanglich ausgewogen heraus. Der englische Mix ist der deutschen Tonspur sehr ähnlich, passt sich im Dialogbereich jedoch etwas mehr den besser ortbaren Nebengeräuschen an. Es lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.
Die Extras liegen komplett in Standard Definition vor und bieten nicht sonderlich viel, z.B. ein 5minütiges Werbe-Making of mit wenigen Set-Aufnahmen, dafür aber umso mehr Filmausschnitten. Hinzu kommen zwei Featurettes mit einer Gesamtlaufzeit von 16 Minuten. Beim ersten sehen wir Michael Jai White beim Fitness-Training zu und im zweiten kommt Jean Claude Van-Damme zu Wort, der ein wenig über seine Karriere plaudert. Gefüllt wird dies mit diversen Ausschnitten aus seinen Filmen. Mehr hat die Disc leider nicht zu bieten, außer das Sony typische BD-Live Featurette mit viel Eigenwerbung. Anstelle einen Trailer zum Hauptfilm gibt es zwei Werbetrailer, welche als einzige Extras in hochauflösender Qualität vorliegen. Die Extras sind mit deutschen Untertiteln ausgestattet.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)


Zwiespältige Angelegenheit - auf der einen Seite ist der substanzlose Alibiplot, der hinten und vorn nicht ausreicht, auf der anderen Seite Action gallore. Damit bleibt ein Film, der sich knapp über dem Mittelmaß ansiedelt, aber ganz eindeutig Freunde linearer, banaler Action anspricht. Unterhaltungswert kann man der weitestgehend gelungenen Fortsetzung jedenfalls nicht absprechen. Dennoch war das für Van Damme der Abstieg ins B-Milieu, wo er hart aufschlug, lange liegen blieb, sich inzwischen allerdings wieder heraus kämpft. Der Zweifel, ob man ihn jemals wieder im Kino sehen wird, bleibt trotzdem.

Die Blu-ray bietet eine eher mittelmäßige Umsetzung und befindet sich gerade mal etwas über DVD-Niveau. Fans des Brüsslers wird es egal sein, jedoch lohnt sich ein Neukauf nicht wirklich. Zumindest wird die Disc mit einem FSK-Wendecover ausgestattet, so dass man sich nicht auch noch mit dem hässlichen FSK-Logo herumärgern muss.


Film+++---
Bild+++---
Ton+++---
Bonus+/----


Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.