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BG, USA 2009
Originaltitel:Grudge 3,The
Länge:90:16 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Toby Wilkins
Buch:Takashi Shimizu, Brad Keene
Kamera:Anton Bakarski
Musik:Sean McMahon
SFX:Geoff Leavitt
Darsteller:Matthew Knight, Shawnee Smith, Mike Straub, Aiko Horiuchi, Shimba Tsuchiya, Emi Ikehata, Takatsuna Mukai, Johanna Braddy, Beau Mirchoff, Jadie Hobson, Marina Sirtis, Gil McKinney
Vertrieb:Constantin Film / Highlight
Norm:1080p / AVC MPEG-4
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:1,85:1
Tonformat:DTS-HD Hi-Resolution 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch für Hörgeschädigte
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:08.10.2009 (Verleih) / 22.10.2009 (Kauf)
Bonus:
  • Trailer bei Disc-Start "Blood: The Last Vampire" (1:52 Min., 1080p)
  • Deleted Scenes (4:17 Min., 576p)
  • Featurettes:
    • Tokyagoaria (9:44 Min., 576p)
    • Der Fluch wird fortgesetzt (5:55 Min., 576p)
  • Darstellerinfos:
    • Matthew Knight (Textafel, 1080p)
    • Shawnee Smith (Textafel, 1080p)
    • Johanna Bradd (Textafel, 1080p)
    • Gil McKinney (Textafel, 1080p)
  • DVD-Empfehlung "Red Cliff" (2:03 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Der Fluch - The Grudge (1:16 Min., 1080p)
    • Der Fluch - The Grudge 2 (2:31 Min., 1080p)
    • Der Fluch - The Grudge 3 (1:10 Min., 1080p)
    • Ju-On The Grudge (1:42 Min., 1080p)
    • Wrong Turn 3 (0:43 Min., 1080p)
    • Resident Evil - Extinction (2:30 Min., 1080p)
    • Skinwalkers (2:08 Min., 1080p)
    • War (1:32 Min., 1080p)
    • Bangkok Dangerous (2:11 Min., 1080p)
    • Defiance (2:24 Min., 1080p)
Das Böse in Person der toten Kayako kommt nach Amerika. Ihr rachsüchtiger Geist bereitet in einem Chicagoer Mietshaus etlichen Bewohnern Albträume. Um den Horror zu beenden, reist eine junge und mit der tragischen Geschichte vertraute Japanerin nach Amerika, um dort dem Fluch auf den Grund zu gehen.
Der Fluch geht weiter und jedes Mal, wenn man am Ende denkt, er sei endgültig besiegelt, wird er "überraschend" fortgesetzt. Folgerichtig erscheint nun die dritte amerikanische Verfilmung von "The Grudge", mittlerweile mit deutlich geringerem Budget ausgestattet, aber im Mittelpunkt mit dem, was das Publikum erwartet - spätestens, als nach rund 30 Minuten ein hellhäutiges Kind mit schwarzen Haaren und großen dunklen Augen zwischen einem Treppengeländer kauert.



Nachdem Jake, der einzige Überlebende aus Teil zwei, in der Psychiatrie landete und wie von unsichtbarer Hand hingerichtet wurde, zweifelt Ärztin Sullivan (Shawnee Smith, Interner Link"Saw") an einer natürlichen Todesursache. Gleichermaßen ist das Mehrfamilienhaus in Chicago Dreh- und Angelpunkt des Fluchs, insbesondere des Apartments 305. Lisa (Johanna E. Braddy) und die kleine kranke Rose bekommen das alsbald am eigenen Leibe zu spüren, bis die geheimnisvolle Naoko auftaucht und ihnen die Geschichte über den Fluch von Kayako berichtet ...
Überraschendes sollte man hier beileibe nicht erwarten, denn die geschmeidigen Opening Credits mit Einbindung einiger Vorgänger können auf visueller Ebene nicht kaschieren, dass sich Verlaufsmuster schlicht wiederholen und dem Ganzen komplett das Innovative fehlt. Zwar verläuft der Plot wesentlich geradliniger als beim Vorgänger und ermöglicht Sympathieaufkommen für die Figuren, doch nach einem Ereignis ahnt der geneigte Fan direkt den nächsten Schritt. Der Ablauf folgt so routiniert, dass man direkt vorhersagen kann, wer auf jeden Fall noch den Löffel abgeben und wer die Chose höchst wahrscheinlich überleben wird. Da sich die Handlung fast ausschließlich auf den Schauplatz des Wohnhauses beschränkt, mangelt es ein wenig an Abwechslung - mal hier ein dunkler Flur, der den Eindruck eines gemiedenen Wohnkomplexes untermauert, dort mal ein bekanntes Knarzen, ein Gesicht im Puppenhaus, ein verschwundenes Spielzeug, das an anderer Stelle wieder auftaucht und lange Zeit wartet man auf Schockeffekte, die zunächst nicht über weiße Ärmchen und unsichtbare Mächte hinauskommen. Indes kann man die drollige Rose natürlich lieb gewinnen und sich davon überzeugen, dass einer der jungen Männer auf jeden Fall noch zum Besessenen mutieren wird - da sind weit im Vorfeld alle Vorzeichen gesetzt. Doch erst, als bei einer Malerin Handabdrücke mit Farbe auf dem Boden erscheinen und ein Gemälde förmlich zerfließt, an anderer Stelle die beliebte Wanne zum Ort des Dahinsiechens gewählt wird und die aus Tokio angereiste Naoko in Form von Flashbacks über Hintergründe berichtet, kommt Leben in die Bude.



Geistererscheinung Kayako wirkt dabei immer noch effektiv mit ihren verdrehten Armen, den abrupten Bewegungen und dem holzig tiefen Todesatem, auch Dank der Sounduntermalung und des passablen Scores. Jedoch wirkt ihr Einsatz oft notgedrungen, wie der ihres Pendants des schreienden Jungen. Zu schnell enden manche Szenen, deren Wirkung erst gar nicht entfalten werden können, da man etwaige Blutszenen bis zum Finale aufspart und der Schrecken nie so recht auf die Spitze getrieben wird.
Die Schockeffekte sind zwar wohl dosiert, doch im Gesamtbild laufen sie zu unspektakulär ab. Nach einem (weiteren) Leichenfund, dem befremdlichen Treiben eines Besessenen und der kurzfristigen Auferstehung Totgeglaubter fließt zum Showdown doch noch etwas Blut, mit Säbelklinge durch die Kehle und einem Biss in den Hals, doch die Logik, welchen Gesetzmäßigkeiten der Fluch folgt, wirkt ein wenig verwirrend. Da trinkt jemand im Zuge eines Rituals Blut und wird dennoch vom Geist eingenommen und jemand, der eigentlich aus dem Rennen ist, wird bemüht, einen letzten konsequenten Schritt auszuüben. Ziemlich nach Belieben konstruiert, aber zumindest mangelt es nicht an Bewegung.



Jedoch an Überraschungen, und das macht diesen Streifen zu einem austauschbaren Produkt. Hauptdarstellerin Johanna E. Braddy beispielsweise macht ihre Sache recht gut, wirkt aber dann doch wie eine optische Drittbesetzung für Naomi Watts, die wiederum in dem ähnlich gelagerten Interner Link"Ring" den Ton angab. Die amerikanischen Remakes und Fortsetzungen vermischen sich ergo, sie können die Scares der asiatischen Originale nicht adäquat umsetzen, da die meisten Produktionen schlicht auf das schnelle Geld aus sind, anstatt sich Gedanken über abwechslungsreiche Abläufe zu machen.


"The Grudge 3" ist deutlich härter als seine Vorgänger, aber nicht brutal. Dennoch reicht es der FSK aus, dem Film eine Freigabe ab 18 Jahre zu verpassen. Nun prägt das übergroße Logo das Blu-ray-Cover, denn leider konnte sich Constantin Film immer noch nicht dazu durchringen, Wendecover zu produzieren.
Technisch bietet die Blu-ray eine gehobene Qualität, bei der vor allem der Soundmix punkten kann. Mit einem satten Bass, einigen gut platzierten Dynamiksprüngen und einer Vielzahl Effekte sorgt die DTS-HD Hi-Resolution-Tonspur für das nötige Ambiente, welches zusätzlich durch die sehr aggressive Musik untermauert wird. Diese verteilt sich wie auch die restlichen Klangelemente auf sämtliche Kanäle, klingt sehr präzise und harmoniert optimal mit den Nebengeräuschen, die sehr klar und stets gut ortbar wiedergegeben werden. Die Dialoge klingen natürlich und wurden gut an den restlichen Mix angepasst, wodurch die Balance stimmt und sich weder der Score, noch die Nebengeräusche oder die Dialoge in die Quere kommen. Für einen Horrorfilm ergibt das eine fast optimale Abmischung. Die englischsprachige Version besitzt weniger sterile Stimmen, bedingt durch weniger Synchronverlust. Ansonsten gibt keine sonderlichen Unterschiede zwischen den beiden Tonspuren. Die deutschen Untertitel lassen sich optional hinzuschalten.
Beim MPEG-4 kodierten HD-Bild werden wir zwar ebenfalls nicht enttäuscht, aufgrund visueller Verfremdungen und einer kostengünstigen Produktionsweise müssen wir aber ein paar Einbußen hinnehmen, vor allem was Kontrast und Detailschärfe angeht. Die Schärfe erreicht nie Spitzenwerte, weil trotz sehr detailreicher und mit sauberen Konturen versehenen Totalen, das Bild etwas zu weich ist. Dies wird vor allem bei Gesichtern der Darsteller deutlich, die aussehen, als ob diese nachträglich mit einem Weichzeichner bearbeitet wurden. Insgesamt erreicht das Bild aber noch gute bis sehr gute Werte, denn es bietet die nötige Plastizität und Tiefe, die von einer Blu-ray erwartet werden. Der Kontrast zeigt sich etwas schwach ud ist je nach Notwenigkeit absichtlich reduziert bzw. erhöht, wodurch das Bild im Zusammenspiel mit den farblichen Veränderungen die passende Optik verpasst bekommt. Leider geht dies sehr oft zu Lasten der Durchzeichnung und auch der Schwarzwert könnte in dunklen Szenen etwas besser arbeiten. Sobald die Ausleuchtung besser wird, wird auch der Schwarzanteil besser, obwohl immer wieder ein leichter Detailverlust in dunklen Flächen auszumachen ist. Nicht beeinflusst ist die natürliche Farbgebung, die filmgemäß nicht allzu kräftig gewählt wurde. Zudem ist das Bild frei von Rauschen oder Filmkorn und es gibt weder Schmutz noch Defekte. Über die Kompression gibt es ebenfalls nichts Negatives zu berichten, lediglich eine minimale Bewegungsunschärfe ist in einigen Szenen wahrzunehmen. Grundsätzlich ein guter HD-Transfer, nicht mehr und nicht weniger.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Alle Bilder sind Eigentum von Constantin Film


Neben einer handvoll Trailer weiterer Constantin-Filme beinhaltet die Disc vier Minuten an Deleted Scenes mit deutschen Untertiteln, sowie zwei kurze Featurettes. Die erste, 9minütige Dokumentation handelt von den Produktionsvorbereitungen und dem Setaufbau in Bulgarien. Es wird erklärt, warum Bulgarien als Drehort oft die bessere Wahl als Chicago und Tokio war und warum die meisten Innenaufnahmen dort entstanden, während wichtige Außenaufnahmen in den jeweilig spielenden Orten gedreht wurden. Im 5minütigen Bericht "Der Fluch wird fortgesetzt" wird abermals auf die Weiterführung der Geschichte eingegangen, was man nicht unbedingt gesehen haben muss. Ansonsten gibt es nur noch Darstellerinfos. Der Trailer zum Hauptfilm befindet sich unter der Trailershow, welche die einzigen Extras in High Definition sind, während die beiden Dokus und die geschnittenen Szenen lediglich als SD-Material vorliegen. Bis auf ein Beiblatt mit einem Kapitelindex, deren Titel zu viel vom Film verraten, gibt es ansonsten keine besonderen Extras mehr.


"Grudge 3" ist ein typisches Beispiel für eine uninspirierte Fortsetzung. Er ist solide inszeniert, passabel besetzt und dramaturgisch okay, aber irgendwie kann den vorangegangenen Streifen auch nichts Neues hinzugefügt werden. Den sieht man, wird dabei phasenweise ordentlich unterhalten, doch in der Schnittmenge zwischen unzähliger Originale und Remakes bleibt er zwischen wenig markant und akzeptabler Massenware in der Bedeutungslosigkeit hängen.


Film+++---
Bild++++/-
Ton++++/-
Bonus++----


Druckbare Version
Fluch - The Grudge 2, Der
Ju-on: The Grudge
Grudge - Der Fluch, The (Premium Edition)
Ju-on: The Grudge 2
Ju-on: The Curse (Teil 1+2)
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