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NL, USA 1985
Originaltitel:Red Sonja
Alternativtitel:Rache der Schwertkämpferin, Die
aka. Kalistor
Länge:88:52 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Richard Fleischer
Buch:Clive Exton, George MacDonald Fraser
Kamera:Giuseppe Rotunno
Musik:Ennio Morricone
SFX:John K. Stirber, Bruno Van Zeebroeck
Darsteller:Arnold Schwarzenegger, Brigitte Nielsen, Sandahl Bergman, Paul L. Smith, Ernie Reyes Jr., Ronald Lacey, Pat Roach, Terry Richards, Janet Agren, Donna Osterbuhr, Lara Lamberti, Hans Meyer
Vertrieb:Kinowelt
Norm:1080p / AVC-MPEG 4
Medium:BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 2.0 Mono (ital., span., ru.), DTS-HD Master Audio 1.0 Mono (dt.), DTS-HD Master Audio 5.1 (engl.)
Sprache:Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch
Untertitel:Deutsch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Russisch, Schwedisch, Spanisch
Verpackung:SeastoneCase inkl. FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:20.05.2010 (Kauf)
Bonus:
  • Arnold Schwarzenegger, der Mann, der Hollywood auf den Arm nahm (15:38 Min., 1080i)
  • Making Of: Red Sonja vs. Kalidor (12:03 Min., 1080i)
  • Trailer (2:07 Min., 576p)
  • Weitere Highlights:
    • Terminator 2 (1:19 Min., 1080p)
    • The Crew (1:48 Min., 1080p)
    • The Keeper (2:16 Min., 1080p)
    • Command Performance (1:17 Min., 1080p)
    • The Wrestler (2:20 Min., 1080p)
  • Videokonfiguration
  • Audiokonfiguration
Wild und atemberaubend schön, stark und leidenschaftlich lebt sie in einer Welt voll böser Dämonen, in der das Schwert herrscht und der Stärkere erbarmungslos regiert. Als Gedrens wilde Kampftruppe ihre Eltern und ihren Bruder ermordet wird sie zur barbarischen Tigerin der Rache. Für den Preis, niemals einen Mann lieben zu dürfen, es sei denn, er besiegt sie in fairem Kampf, verleihen ihr die Geister übernatürliche Kräfte im Schwertkampf. Doch Red Sonja wäre verloren, stünde an ihrer Seite nicht Kalidor, der löwenstarke und listige Kämpfer. Mehrmals rettet er ihr das Leben, auch wenn sie seine Hilfe hochmütig ablehnt. Gemeinsam nehmen sie den ungleichen Kampf gegen Gedrens Horden auf.
"No man may have me, unless he's beaten me in a fair fight." - Red Sonja
"So, the only man that can have you, is one who's trying to kill you? That's logic." - Kalidor

Mit dem ursprünglich als direkten Spin-Off der Interner Link"Conan"-Franchise geplanten "Red Sonja" murkst der überschätzte Regieroutinier Richard Fleischer (Interner Link"Mr. Majestyk", Interner Link"Amityville 3-D") genau so weiter, wie er bei Interner Link"Conan the Destroyer" aufhörte. Für die ebenfalls aus der Feder von "Conan"-Erfinder Robert E. Howard stammende Titelgeberin importierte man das dänische Busenwunder Brigitte Nielsen, das damals freilich noch nicht ganz so üppige Silikonkissen trug, dennoch nicht mal ansatzweise über schauspielerisches Talent verfügt.
Immerhin kehrte Fleischer vom poppig-bunten Stil ab und inszenierte wieder etwas bodenständiger. Die harte, schroffe Fantasywelt, die John Milius ("Dillinger", "Red Dawn") seinerzeit so treffend erfand, trifft man hier zwar nicht vor, dafür wurden die Mainstreamkonventionen zumindest etwas zurückgeschraubt.



Leider kann dieser minimale Schritt in die richtige Richtung aber nicht über die vielen Mankos dieses Fantasytrashs hinwegtäuschen. Die Drehbuchautoren wussten nichts mit der Heldin anzufangen und schickten sie, nach einem ähnlich tragischen Schicksal in ihrer Jugend, wie es auch Conan durchlebte, in mehrjährigen Schwertunterricht, aus dem sie, als man ihr einfach alles beigebracht und sie zu einer unbesiegbaren Kriegerin erzogen hat, entlassen wird. Sich ein zu ihr sprechendes Schwert (!!!) schnappend, zieht sie aus, um den Tod ihrer Schwester zu rächen und der wahnsinnigen Kriegstreiberin Gedren (Sandahl Bergman, die Valeria aus Interner Link"Conan the Barbarian") Einhalt zu gebieten. Das miese Stück hat sich doch tatsächlich erdreistet einen grün leuchtenden Talisman zu klauen, mit dem man irgendwie unvorstellbar zerstörerische Macht erlangt.



Solche Odysseen waren ein sehr beliebtes Konzept seinerzeit, zumal beide Interner Link"Conan"-Filme damit ihren Reibach machten. Leider haben solche gefährlichen Reisen es an sich, dass man diverse Gefährten aufgabelt und mitschleppt. Diese sind hier von besonders nerviger Natur. Der junge Prince Tarn (Ernie Reyes Jr., "The Rundown") ist ein hochnäsiger, vorlauter Racker den Red Sonja zwar übers Knie legt, aber leider nicht mal tüchtig den Hintern versohlt, und sein Diener Falkon (Paul L. Smith) ein ewig stotternder Tollpatsch mit blödsinnigen Kommentaren. Hach, wie lustig. Bleibt noch Arni, der hier im Conan-Modus den muskelbepackten Schwertschwinger Kalidor mit Frühlingsgefühlen gibt. Zugegeben, so schlecht sah die Nielsen damals ja auch nicht aus, aber Kollege Sly sollte sie ja letztlich für ein paar Jährchen bekommen und in seinen Filmen mitspielen lassen.


Der einfachste Plot kann noch von einer guten Inszenierung und ordentlichen Actionszenen gerettet werden, doch auch damit ist hier Essig. Zwar gibt es schick getrickste Landschaftsaufnahmen mit allerlei riesigen Statuen und Skeletten, doch bekommt die zusammengewürfelte, für das Gute kämpfende Heldentruppe in der Szenerie nur ganz wenig zu tun. Der vermeintliche Höhepunkt, der Kampf gegen einen Wasserdrachen, muss dabei leidlich als peinliches Zwischenspiel betrachtet werden. Ansonsten wird zwar hier und da mal der blitzende Stahl geschwungen und es fliegen auch mal lebensnotwendige Körperteile durch die Luft, aber von der Choreographie her ist das alles mau.
Im Gedächtnis bleiben Ennio Morricones gewohnt einprägsamer Score und Arni, der hier zwar meist nur sporadisch auftaucht, aber "Red Sonja" zumindest etwas Qualität verpasst. Brigitte Nielsen ist nämlich ein böser Totalausfall - trotz kurvenreicher Optik. Als "love interest" in Interner Link"Cobra" oder eiskalte Braut in Interner Link"Beverly Hills Cop II" ist die in den Neunzigern in B-Produktionen entschwundene und seit geraumer Zeit völlig von der Bildfläche verschwundene Dänin noch zu gebrauchen, aber für die Hauptrolle langt es hinten und vorn nicht. Dafür benötigt es kernige Darsteller/innen und dazu gehört sie ganz sicher nicht. Mit Hang zu trashigen Billigproduktionen kann man "Red Sonja" zumindest ansatzweise noch etwas abgewinnen, denn die Pappkulissen und phantasievoll gestalteten Interieurs haben ihren Charme nach wie vor nicht verloren und der vor sich hin stolpernde Plot amüsiert mehr, als dass er verärgert. Nur das chronische Fehlen von Atmosphäre, Spannung und guter, roher Action trüben den Filmspaß doch deutlich.


"I know you're a brave girl, but danger is my TRADE." - Kalidor
"If danger is a trade, I'll learn it by myself." - Red Sonja

Mit "Red Sonja" veröffentlicht Kinowelt einen weiteren 1980er Jahre-Klassiker auf Blu-ray und überzeugt vor allem in puncto Schärfe und Detailzeichnung. Egal, ob Nahaufnahmen oder in Totalen, das Bild bleibt konstant, knackig scharf und angenehm plastisch. Lediglich bei wenigen Effektaufnahmen und Matte Painting-Sequenzen wird das Bild deutlich weicher. Zudem ist immer wieder etwas Detailverlust in dunklen Bildbereichen auszumachen, was aber kaum stört. Die meiste Zeit über überzeugt der ausgewogene Kontrast und der gute Schwarzwert, sowie die kräftige und dennoch natürliche Farbgebung. Die minimale Filmkornstruktur trübt den Sehgenuss in keiner Minute und Defekte und Verschmutzungen sind kaum auszumachen.
Beim Ton muss der Käufer starke Einschränkungen in Kauf nehmen. Auf dem Cover wird die deutsche Tonspur in Stereo angegeben, tatsächlich liegt nur ein Mono-Mix vor, der lediglich den Center bedient. In diesem Fall klingt das zwar nicht schlecht, kann aber nicht einmal ansatzweise mit der englischsprachigen DTS-HD Master-Tonspur mithalten. Diese bietet eine gute Sprachwiedergabe und etwas Räumlichkeit. Sicherlich darf man auch bei ihr nicht zuviel erwarten, aber im Vergleich zu deutschen Synchronisation klingt alles deutlich frischer. Beim deutschen Mix bleiben die Dialoge gut zu verstehen, sind aber im Hochtonbereich etwas kratzig. Musik und Nebengeräusche werden ordentlich wiedergegeben, zumindest in anbetracht dessen, dass es sich um ein Mono-Track handelt. Neben weiteren Synchronfassungen, welche alle in DTS-HD Master 2.0 vorliegen, die Französische sogar in 5.1, gibt es noch diverse Untertitel.
Beim Bonusmaterial spendiert Kinowelt mehr als erwartet. Neben der typischen Video- und Audiokonfiguration gibt es noch einen Trailer in Standard Definition mit dem alternativen "Kalidor"-Titel. In 1080i liegen uns zudem noch zwei kurze Featurettes vor. "Der Mann, der Hollwood auf den Arm nahm" ist eine 16minütige Dokumentation über Arnold Schwarzenegger, bei dem einige seiner Kollegen zu Wort kommen. Das 12minütige "Making of: Red Sonja vs. Kalidor" zeigt ein paar nette Einblicke hinter die Kulissen aus der Sicht des Regieassistenten Michael Ferry. Die Blu-ray erscheint zudem mit einem FSK-Wendecover und beinhaltet noch ein paar Trailer weiterer Kinowelt-Titel in HD.


Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.

Unfreiwillig komischer, schwach gespielter, alberner Fantasymüll aus der Retorte ohne eigene Ideen, der gemächlich und unmotiviert vor sich hin schlingert, bis dann zum Schluss die Welt gerettet wird - was sonst? Da bleibt man nach wie vor lieber beim Interner Link"Conan"-Original. Das hatte wesentlich mehr Herz als dieser für den Mainstream zurechtgerührter Trash. "Red Sonja" reiht sich damit mühelos in die viel zu lange Riege wenig erbaulicher Fantasyprodukte ein, die nach Interner Link"Conan the Barbarian" aus dem Boden schossen. Die Qualität des Originals erreichte keiner - nicht mal ansatzweise.


Film++----
Bild++++/-
Ton++/---
Bonus+/----


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Red Sonja
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