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UK 2008
Originaltitel:Gnaw
Länge:77:01 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Gregory Mandry
Buch:Michael Bell, Max Waller, Rob Weston
Kamera:Tom Jenkins
Musik:Mark Hill
SFX:Florence May Carter
Darsteller:Hiram Bleetman, Rachel Mitchem, Sara Dylan, Carrie Cohen, Oliver Squires, Julia Vandoorne, Nigel Croft-Adams, Gary Faulkner, Jennifer Wren
Vertrieb:I-On New Media
Norm:1080p / AVC MPEG-4
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1 (dt.), Dolby Digital 5.1 (engl.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase inkl. FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:16.05.2009 (Verleih) / 29.05.2009 (Kauf)
Bonus:
  • Audiokommentar mit Regisseur Gregory Mandry
  • Orginaltrailer (1:39 Min., 576p)
  • Making of (9:44 Min., 576p)
  • Trailershow:
    • Body (1:42 Min., 576p)
    • Dangerous Parking (2:01 Min., 576p)
    • Guard Post (2:15 Min., 576p)
    • Invitation Only (2:51 Min., 576p)
    • Kush (1:36 Min., 576p)
    • Plague Town (2:21 Min., 576p)
    • Place of Darkness (1:51 Min., 576p)
    • Toxic (2:14 Min., 576p)
    • The Chair (1:27 Min., 576p)
    • Zombie Killer (1:25 Min., 576p)
Ein Wochenendausflug in ein abgelegenes Landhaus und viel Spaß im Gepäck - das war der Plan der sieben jungen Leute. Doch mit Einbruch der Dunkelheit lauert der blanke Terror auf sie. Eine Meute kannibalistischer Psychopathen wartet nämlich sehnsüchtig auf frisches Fleich und beginnt ein grausames, blutiges Spiel, das zu einem Kampf auf Leben und Tod wird. Eine höllische, gewalttätige Nacht nimmt ihren Lauf, bei der nur wenige Glückliche das Morgengrauen erblicken werden.
"Vegetarier zur Fleischeslust gezwungen?"

Menschenfleisch soll also wie Hühnchen schmecken. Demnach ist es schnell durchgebraten, relativ mager und müsste gut mit Zitrone oder Curry harmonieren. Wahrscheinlich aber hat sich der Drehbuchautor gar keine tieferen Gedanken darüber gemacht, wie überhaupt über den kompletten Inhalt dieses Backwood-Slashers. Der spielt inmitten ländlicher Einöde Englands, wo Lorrie und fünf Freunde einige Zeit im geräumigen Farmhaus verbringen wollen, ihnen aber ein stummer Fleischer einen Strich durch die Rechnung macht. Zunächst lenkt man von progressiven Zombies auf Rednecks, denn wer schwer atmet und keucht, jedoch Auto fahren kann, dürfte vom Gehirnzellenanteil noch einigermaßen intakt sein. Tatsächlich aber handelt es sich lediglich um einen Menschenfresser, der nebenbei eine Schmierbude für seine Burger aufgestellt hat, darin seine verarbeiteten Opfer vertickt und stets Ausschau nach Frischware hält.
Wer ihm da als Vermieterin des Farmhauses hilfreich zur Seite steht, dürfte bereits nach kürzester Zeit niemanden mehr überraschen.
So haben wir einmal mehr einen bunten Haufen Jugendlicher, die stets ans Bömbeln denken, zwischendurch ordentlich süppeln, ferner auch fremdgehen, während bei einer der drei Tussen bereits die Konsequenz in Form einer unfreiwilligen Schwangerschaft nachgewiesen wurde. Mittendrin Lorrie, die als Vegetarierin die besten Chancen hat, nicht ihresgleichen zu verzehren. Figurenzeichnung wird indes nicht sonderlich groß geschrieben, auf die kommt es bei einem Routine-Slasher dieser Art ohnehin nicht an.



Wer also einen Vermissten auf eigene Faust suchen geht, tut gut daran, beim Beobachten einer Folterszene nicht aufzumucken und wer in freier, fremder Natur blinde Kuh in Vorbereitung auf Sexspielchen veranstaltet, darf sich nicht wundern, wenn der Redneck schneller ist - als Zuschauer wundert man sich jedoch, warum die Trulla den Hinterwäldler nicht riecht oder dessen Grunzen nicht dem Freund zuordnet. Hilfreich ist es ferner, eine Spieluhr aufzustellen und in Gang zu setzen. Das lenkt den Redneck ab und schafft eventuell Sympathien, um etwas länger am Leben zu bleiben.
Wenn das alles nicht hilft: Ausgiebig Duschen und sich genauso ausgiebig durchs Guckloch in der Wand beobachten lassen. Derweil kommt zumindest ein wenig Fahrt auf, als es den ersten, natürlich unauffälligsten Figuren, ordentlich blutig an den Kragen geht. Da landet man im Verlauf in der Bärenfalle, bekommt eine Mistforke in den Bauch, die Zunge wird herausgezogen und ein Gesicht verätzt. Der Fiesemöp, weiterhin schweigend und mit frisch rasierter Glatze ausgestattet, stülpt sich während seiner Missetaten die Loden einer toten Katze über und wirkt in solchen Momenten weitaus weniger bedrohlich als ohne Maskerade, denn fies schaut der Kerl schon drein.



Neben dem ordentlichen Blutgehalt und der grundsoliden Handarbeit des Regieneulings Gregory Mandry lässt sich innerhalb der Story allerdings nichts Dolles ausmachen. Alles verläuft in vorgefertigten Mustern und auch wenn die Ausstattung mit einigen Requisiten stark ans Interner LinkKettensägenmassaker und Konsorten erinnert, fehlen dem Treiben zündende Ideen und unerwartete Wendungen. Das Erzähltempo geht über weite Teile in Ordnung und auch für Action in Form von Zweikämpfen und schnellen Fluchtszenen wird gesorgt, doch mit dem abrupt endendem Showdown und dem völlig unlogischen Ausgang tut man der Geschichte keinen Gefallen.


"Nice to have your friends for dinner ..."

Neben einer DVD-Version veröffentlicht I-On New Media die britische Independent-Produktion völlig unzensiert mit einer Freigabe ab 18 Jahren auf Blu-ray. An die HD-Version sollte man als Zuschauer allerdings keine allzu hohen Ansprüche stellen, denn im Grunde hat die englische Kleinproduktion nicht viel mehr als eine gehobene DVD-Qualität zu bieten. Dies klingt erst einmal wenig erbaulich, jedoch erweist sich die Schärfe im direkten Vergleich mit der DVD-Version als durchaus gut, kann für eine Blu-ray aber nur bedingt überzeugen. Die Schärfe erreicht niemals wirklich hohe Werte, zeigt aber zumindest in Close-Ups eine ordentliche Detailzeichnung. Der Rest des Bildes hat mit dem äußerst prägnanten Rauschen zu kämpfen, welches dem Bild vor allem in dunklen Szenen Brillanz und Schärfe raubt. Hinzu kommt ein schwacher Kontrast, der produktionsbedingt für eine eher mittelmäßige Durchzeichnung sorgt. Farben unterliegen stilistischen Verfremdungen und wirken eher ausgewaschen und blass. Insgesamt sicherlich kein schlechtes Bild, mit High Definition hat dies aber nur bedingt etwas zu tun. Es gibt keine wirkliche Tiefenwirkung, das Bild wirkt kaum plastisch und zu keinem Zeitpunkt entsteht auch nur annährend ein HD-Gefühl.
Auch der die beiden Tonspuren sind insgesamt etwas enttäuschend ausgefallen, denn die Bezeichnung DTS-HD 5.1 beim deutschen Mix entpuppt sich als reiner Upmix, die sich kaum vom englischen 5.1-Pendant unterscheidet. Auch zum deutschen 5.1-Mix der DVD gibt es keine sonderlichen Unterschiede, außer eine etwas höhere Datenrate. Die hinteren Lautsprecher werden sehr selten ins Geschehen einbezogen, so dass die Wiedergabe überwiegend über die Frontkanäle stattfindet und mit dem sehr mäßigen Dynamikumfang deutlich zu dünn und kraftlos klingt. Dafür sind Dialoge gut zu verstehen, dominieren die Front aber zu deutlich und erdrücken Musik als auch Effekte etwas. Das englische Original kann da bessere Akzente setzen. Es ist zwar ebenso frontlastig, dafür aber klarer in der Dialogwiedergabe. Optional gibt es deutsche Untertitel. Diese gibt es allerdings nicht beim Audiokommentar mit dem Regisseur Gregory Mandry. Macht aber auch nicht sonderlich viel, da der Regisseur viele Pausen macht und die wenigen, für den Zuschauer nützlichen Infos sich in Grenzen halten. Meist erzählt er, an welchen Schauplätzen gedreht wurde, bleibt aber dabei nur bei der Nennung der Ortsnamen, während Tiefgründiges ausbleibt.
Das 10minütige Making of ist dagegen deutlich besser und gewährt uns einen netten Einblick hinter die Kulissen, liegt allerdings wie die restlichen Trailer nur in Standard Definition vor. Die Disc erscheint zudem mit einem FSK-Wendecover.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Alle Bilder sind Eigentum von I-On New Media


Zwischen Interner Link"Wrong Turn" und Interner Link"Wolf Creek" bleibt kaum Luft. Wer nach markanten Eigenheiten oder gar bahnbrechenden Neuheiten sucht, wird nicht fündig werden. "Gnaw" ist lediglich Routine, Fließbandware und ein brauchbares Häppchen für Zwischendurch. Mit 77 Minuten Laufzeit aber auch nicht allzu lang und für Genre-Fans daher leicht verdaulich ...


Film+++/--
Bild+++/--
Ton+++/--
Bonus++----


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Gnaw
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