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USA, CAN 2009
Originaltitel:Thaw, The
Alternativtitel:Thaw - Frozen, The
Länge:93:59 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Mark A. Lewis
Buch:Mark A. Lewis
Kamera:Jan Kiesser
Musik:Michael Neilson
SFX:Atmosphere
Darsteller:Martha MacIsaac, Val Kilmer, Aaron Ashmore, Kyle Schmid, Steph Song, Viv Leacock, Anne Marie DeLuise, Brad Dryborough, Sebastian Gacki, Alejandro Rae, Lisa Marie Blair
Vertrieb:Ascot Elite
Norm:1080p / AVC MPEG-4
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5,1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:24.09.2009 (Verleih) / 22.10.2009 (Kauf)
Bonus:
  • Trailer bei Disc-Start: "Hush" (2:06 Min., 1080p)
  • Originaltrailer (2:01 Min., 1080p)
  • Beim Dreh (13:24 Min., 576p)
  • Trailershow:
    • Hush (2:06 Min., 1080p)
    • Gnadenlose Hetzjagd (2:23 Min., 1080p)
    • Franklyn (1:44 Min., 1080p)
    • Splinter (1:39 Min., 1080p)
    • 50 Dead Men Walking (1:43 Min., 1080p)
    • Molly Hartley - Die Tochter des Satans (2:31 Min., 1080p)
Es wird wärmer auf der Erde. Das Eis der Arktis taut und gibt lang verschlossene Geheimnisse frei. Leben aus einer uralten Zeit regt sich wieder und trifft auf menschliche Wirtstiere, deren Körper darauf nicht eingestellt sind. Ein furchtbarer Tod geht um in der arktischen Forschungsstation. Mit letzter Kraft kann Forschungsleiter Dr. Kruipen das Eintreffen von Studenten gerade noch abblasen. Doch die vier - darunter seine Tochter Evelyn - ignorieren das Verbot.
Und schon bald sehen sich die öko-bewegten Jungakademiker einer alptraumhaften Situation ausgesetzt, die ihnen auch die Frage aufzwingt: Wieviele Menschleben kann und muss man opfern, um die ganze Menschheit vor einem furchtbaren Schicksal zu bewahren ...
Die Folgen der globalen Erderwärmung werden künftig wohl noch häufiger als Auslöser für Epidemien, Seuchen und sonstige mutierte Killerviren herhalten müssen. Und da wir damit nicht allzu weit von der Realität entfernt sind, verknüpfen wir das Ganze mit einem Schuss Öko-Botschaft und mahnen die Menschheit, weniger sorglos in den Tag hinein zu leben. Eine gewisse Glaubwürdigkeit sollte der Kern der Geschichte jedoch aufweisen, was ein wenig scher fällt, wenn man uns weiß machen will, dass prähistorische Parasiten unter dem Eis Jahrtausende überlebt haben, um sich nun in Windeseile über Mensch und Tier herzumachen.


Dies geschieht in der kanadischen Arktis, wo Forscher und Naturschützer Kruipen (Val Kilmer) jene Parasiten im Fell eines Eisbären entdeckt hat. Dumm nur, dass sich just vier Studenten (unter anderem Tochter Evelyn) in der Basisstation eingefunden haben, da sie dem berühmten Wissenschaftler bei der Arbeit beiwohnen wollten. Schnell zeigen zwei der Anwesenden Symptome eines Befalls, während die übrigen rätseln, was es mit dem Insekt auf sich hat und wie man dessen Herr werden kann.


Das Sujet ist klar an Interner Link"Das Ding aus einer anderen Welt" angelehnt: Eine einsam gelegene Forschungsstation in eisiger Einöde und ein paar Figuren, die ums Überleben kämpfen, während man den Ort nur schwerlich verlassen kann. Einige Details des Vorgeplänkels hätte man sich indes sparen können, der Vater/Tochter-Konflikt wird ohnehin nur angedeutet und zu keiner Zeit vertieft, die Studenten erhalten erst im Verlauf ein wenig Profil. Was von Beginn an stimmig ist, sind die klaustrophobische Atmosphäre und die daraus resultierende Hilflosigkeit, die sich auch langsam unter den Anwesenden breit macht.


Während die Studenten den Forscher vergeblich suchen, wird jemand gebissen und denkt sich nichts dabei, was sich erst ändert, als man einer Infizierten der Außenstation begegnet und zeitgleich erstes Erbrechen und rote Flecken auf der Haut auftreten. Was folgt, sind Differenzen innerhalb der Gruppe, einige unlogische Verhaltensweisen (bloßer Hautkontakt mit Infizierten, Verzicht auf Mundschutz etc.) und der Versuch, ein paar Details über die Forschungen des Professors ans Licht zu bringen. Solange die Parasiten (längliche Käfer) im Hintergrund gehalten werden und nur vereinzelt auftauchen, schüren sie durchaus ein wenig kribbelnde Gänsehaut, was sich allerdings legt, wenn gleich ganze Horden in Laborräumen krabbeln und beginnen, merkwürdige Laute von sich zu geben. Leider versuchen die Anwesenden kaum zu ergründen, was es mit den Viechern auf sich hat - sie sind zu sehr mit sich selbst und dem Entkommen beschäftigt.


Daraus resultieren zwar ein paar spannende Momente, doch das richtige Mitfiebern will sich nicht einstellen, weil die Bedrohung durch die Parasiten überschaubar bleibt und die Lage zu keiner Zeit völlig aussichtslos wirkt, da man sich selbst Steine in den Weg legt. Zwei, drei Sympathieträger finden sich immerhin, während der Querulant natürlich nicht lange auf sich warten lässt und der Gruppe zusätzliche Probleme beschert.
Schön sind einige Kamerafahrten über die einsame Landschaft, gut gestaltet sind die pulsierenden kleinen Nester der Insekten und immerhin mehr als brauchbar agieren die größtenteils unbekannten Mimen, während Val Kilmer nur wenige Minuten mitwirkt und in denen nicht sonderlich überzeugend rüberkommt. Etwas unoriginell ist die Geschichte von Grund auf, da an einem kargen Ort mit wenigen Beteiligten schlicht zu wenig geschieht. Dazu kommt die Oberflächlichkeit, weder die Herkunft der Parasiten genauer zu hinterleuchten, noch Konflikte eskalieren zu lassen - da kann der eine oder andere Ekeleffekt gegen Ende kaum noch etwas kaschieren. Die Spannung läuft konstant auf Sparflamme, was dem Unterhaltungswert zwar nicht schadet, im Endeffekt aber auch keine Höhepunkte beschert. Es plätschert so dahin und so wirklich kalt wird einem dabei nicht ...


Ascot Elite veröffentlich "Frozen" ungekürzt mit einem FSK-Wendecover auf Blu-ray und DVD. Die vorliegende Blu-ray wurde in MPEG-4 AVC kodiert, kann aber nur bedingt überzeugen. Es fehlt deutlich an einem richtigen HD-Gefühl. Das mit HD-Kameras gedrehte Bild ist frei von Störungen und Defekten und in hellen Szenen zudem noch frei von Rauschen. In dunkel gehaltenen Innenaufnahmen zeigt sich allerdings ein deutlichen Rauschen und dank eines eingesetzten Rauschfilters merkt man immer wieder stehende Rauschmuster.
Besser fällt da der Kontrast aus, der weitgehend fehlerfrei arbeitet und nur in wenigen Sequenzen leicht überstrahlt. Der Schwarzwert ist etwas zu hoch angesetzt, was zwar für eine sehr gute Durchzeichnung sorgt, dem Bild aber deutlich an Tiefe raubt. Auch die Plastizität hält sich in Grenzen, weil das Bild insgesamt sehr weich und teilweise unscharf wirkt. Es gibt kaum Sequenzen, bei denen man von einer guten Auflösung sprechen kann, und selbst in Nahaufnahmen von Gesichtern fehlt es diesen an Feinzeichnung. Die Farbgebung wurde zudem stark reduziert und das Bild fällt sehr blass und kühl aus, was aber ein Stilmittel ist und der Atmosphäre des Films zugute kommt. Die Kompression arbeitet weitgehend sauber, eine große Steigerung zur DVD-Version ist hier aber kaum sichtbar.


Genauso unspektakulär wie das Bild fällt auch die Tonabmischung aus. Beiden Tonspuren liegen in DTS-HD Master Audio 5.1 vor und überzeugen mit gut ausbalancierten Dialogen, wobei der englische Mix gerade in diesem Bereich deutlich natürlicher klingt und sich besser dem restlichen Klang anpasst als der steril wirkende deutsche Mix. Dieser ist deutlich zu centerlastig und offenbart kaum Breite. Selten sind Effekte auszumachen und selbst die Nebengeräuschen wollen sich nie wirklich von der Front lösen. Sicherlich ist "Frozen" kein actionlastiger Film, doch selbst der Score pappt auf den fordernden Kanälen fest und verirrt sich nur äußerst selten in die hinteren Kanäle. Dass der Dynamikumfang hierbei sehr gering ausfällt. sollte klar sein und auch der Bass fällt nicht sonderlich kräftig aus. Dies gilt im übrigen auch für den englischen Mix: Selbst dieser bietet nur geringfügige Räumlichkeit. Optional gibt es deutsche Untertitel.
Das Bonusmaterial beschränkt sich auf ein 13minütiges Making of, welches sehr werbelastig ausfällt und neben ein paar Einblicken hinter die Kulissen noch die Macher und Darsteller zu Wort kommen lässt. Viel kommt dabei leider nicht rum. Ansonsten spendiert Ascot noch eine Trailershow und den Originaltrailer zum Film, jeweils in HD, während das Making of in Standardauflösung auf die Disc gepresst wurde. Letzteres wurde zudem deutsch untertitelt.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)


"Frozen" bietet kurzweilige Unterhaltung ohne wirkliche Höhepunkt. Der Gang zur Videothek sollte also reichen. Technisch ist die Blu-ray gerade mal solide, das fehlende HD-Gefühl beim Bild hat aber auch eine Menge mit der Produktion des B-Movies an sich zu tun. Der Ton könnte allerdings etwas weniger nach Studio klingen und mehr Bonusmaterial wäre auch wünschenswert gewesen.


Film+++---
Bild+++---
Ton+++---
Bonus+-----


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Thaw - Frozen, The
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