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USA 2008
Originaltitel:Horsemen
Alternativtitel:Horsemen of the Apocalypse
Länge:90:35 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Jonas Åkerlund
Buch:Dave Callaham (als David Callaham)
Kamera:Eric Broms
Musik:Jan A.P. Kaczmarek
SFX:Alexis Labra
Darsteller:Dennis Quaid, Zhang Ziyi, Lou Taylor Pucci, Clifton Collins Jr., Patrick Fugit, Eric Balfour, Peter Stormare, Chelcie Ross, Liam James, Onalee Ames, Douglas Bowman, Maritza Cabrera
Vertrieb:Concorde Film
Norm:1080p / VC-1
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:1,78:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:04.02.2010 (Verleih) / 04.02.2010 (Kauf)
Bonus:
  • Trailer bei Disc-Start: "New Moon" (1:47 Min., 1080p)
  • Audiokommentar von Regisseur Jonas Akerlund und Kameramann Eric Broms
  • Kinotrailer Deutsch (2:33 Min., 1080p)
  • Kinotrailer Englisch (2:25 Min., 1080p)
  • Entfallene Szenen (11:43 Min., 480p)
  • Programmtipps:
    • Tödliches Kommando (1:08 Min., 1080p)
    • Knowing (1:56 Min., 1080p)
    • 30 Days of Night (2:20 Min., 1080p)
    • New Moon (1:47 Min., 1080p)
Aidan Breslin ist ein ausgebrannter Kriminalbeamter, der sich nach dem Krebstod seiner Frau mehr schlecht als recht alleine um die Söhne Alex und Sean kümmert. Er vergräbt sich immer mehr in seine Arbeit, insbesondere als sich eine grauenhafte Mordserie anbahnt. Die Morde weisen auf die biblischen Prophezeiungen über die vier Reiter der Apokalypse hin. Und es scheint eine Verbindung zwischen Breslin und den bestialischen Morden zu geben. Die Lage wird immer bedrohlicher, als schließlich seine beiden Söhne in das blutige Spiel mit hineingezogen werden ...
Ritualmorde nach biblischen Motiven, ein verwitweter Cop mit Familienproblemen und ein paar blutige Einstellungen im Suspensionsgestell - da klingelt etwas zwischen Interner Link"Sieben" und "Resurrection - Die Auferstehung". Wer ein stärkeres Faible für das Genre hat, dürfte wohl kaum eines der üblichen Versatzstücke vermissen, denn überrascht wird man hier auf keiner Ebene.
Im Gegenteil: Einer wie Dennis Quaid scheint ein wenig abonniert zu sein auf diese Rollen, dessen Figur als erstes mit verknautschtem Gesicht aufwacht und duschen geht. Er verkörpert den Ermittler Aidan Breslin, der zu einem Tatort gerufen wird. Frisch gezogene Zähne und ein mit roter Farbe geschriebenes "Come and see" ergeben bis dato wenig Sinn, doch als man eine Leiche findet, um deren Tatort ebenfalls dieser Satz steht, kommt man auf die Offenbarung Johannes und die vier apokalyptischen Reiter, die offenbar höhere Ziele anstreben ...



Um zahlreiche Klischees macht der Streifen wahrlich keinen Hehl. Beginnend bei der traumatisierten Hauptfigur, die kaum Zeit für seine beiden Söhne aufbringen kann, über diverse Tatortbegehungen, kurzen Inserts vom Tathergang und dem Sammeln verschiedener Hinweise auf den scheinbar biblisch ausgeschmückten Hintergrund wird man im Minutentakt mit braven Genrekonventionen konfrontiert und zu keiner Zeit überrascht.
Dennoch gelingt es, Breslin als Sympathieträger zu etablieren, einige schicke Landschaftsaufnahmen mit Schnee einzubinden und das allgemeine Erscheinungsbild düster und ein wenig trostlos erscheinen zu lassen, was der Aussage des Streifens durchaus dienlich ist. Dabei werden die Dramenanteile ein wenig vernachlässigt, die problematische Vater/Sohn-Beziehung nur oberflächlich gestreift, genauso der Hintergrund der verstorbenen Mutter allenfalls vage angedeutet und im Grunde zu früh darauf hingewiesen, welcher Twist einem am Ende erwarten könnte.
Dabei gibt man sich mit kleinen Schockmomenten durchaus Mühe, als jemand unvermittelt eine Plastiktüte mit grausigem Inhalt hervorkramt und auch diverse Tatorte, an denen Opfer mit Haken unter der Haut in diesen Suspensionsgestellen hängen, können unter Umständen Gänsehaut verbreiten. Allzu blutig fällt die Sache im Gesamtbild allerdings nicht aus, die Gewaltszenen halten sich in Grenzen, da sich mehr im Kopf des Zuschauers abspielt, allein durch verschiedene Rekonstruktionen seitens der Ermittler. So kämpft sich Quaid mit zumeist verbissenem Gesichtsausdruck durch verschiedene Tatorte, steckt seinen Söhnen immer mal wieder einen Geldschein aufgrund verpasster Verabredungen zu und kommt dem bizarren Geheimnis der vier apokalyptischen Reiter immer näher, denn letztlich gilt es nicht nur vier Leichen zu entdecken, sondern vor allem die Killer zu finden, die irgendeine Begebenheit zusammengebracht haben muss.



Trotz ruhiger Erzählweise kommt es ab und an zu spannenden Momenten, die leicht beklemmende Atmosphäre punktet zuweilen und was Quaid nicht auf seinen darstellerischen Schultern tragen kann/will, nehmen ihm phasenweise Filmsohn Lou Taylor Pucci und Ziyi Zhang in gut besetzten Nebenrollen ab. Warum Peter Stormare in zwei winzigen Szenen völlig verheizt wird, bleibt jedoch schleierhaft.
Am Ende kommt es zu dem, was viele bereits früh vermuten könnten, der Twist soll besonders perfide anmuten, dürfte aber durch das anschließende sentimentale Gewäsch in Frage gestellt werden, weil man auf die Art noch einen krummen Bogen zu einem scheinbaren Happy End finden will - das wirkt alles ein wenig unausgegoren. Trotz guter Ausstattung und brauchbarer Inszenierung ist dieser Thriller gewiss sehenswert, doch in der Masse zu wenig markant und vor allem zu inkonsequent, um gänzlich zu überzeugen. Das Drehbuch strauchelt immer dann, wenn man an prägnanten Stellen in die Tiefe gehen sollte und kommt eben kaum über durchschnittliche Kost hinaus, weil man sich nicht traut abseits bekannter Verlaufsmuster zu taktieren.


Concorde Film veröffentlicht "Horsemen" völlig ungeschnitten auf Blu-ray und DVD, leider ohne FSK-Wendecover. Die uns vorliegende Blu-ray wurde in VC-1 codiert und überzeugt mit einer hohen Detail- und Tiefenschärfe. Konturen werden sauber gezeichnet, der Kontrastumfang erweist sich als hervorragend und sorgt für ein stets äußerst plastisches Bild, bei dem selbst in dunklen Sequenzen keine feinen Details untergehen. Zwar lässt die Schärfe in Nachtaufnahmen etwas nach, das stört aber nur unwesentlich. Auch die leichte Körnung trübt den Sehgenuss zu keinem Zeitpunkt. Die Farbgebung wurde stilbedingt etwas reduziert und wirkt sehr kühl und düster. Teilweise wird die Farbpalette mit etwas Rot- bzw. Grünstich bearbeitet. Die Kompression arbeitet unauffällig im Hintergrund. Insgesamt ein sehr guter HD-Transfer, der ohne Defekte und Verschmutzungen auskommt.
Beim Sound verhält es sich ähnlich. Beide Sprachfassungen liegen in DTS-HD Master Audio 5.1 vor und überzeugen mit sauberen Höhen, einen tiefen Basseinsatz, der teilweise etwas zu brachial wirkt, sowie breite Mitten. Effekte werde stets sehr präzise dargestellt und Umgebungsgeräusche sind zu jedem Zeitpunkt perfekt ortbar. In den Schocksequenzen werden aus dezent platzierte Effekte wuchtige Schockmomente, die teilweise etwas künstlich wirken und ruhig etwas zurückhaltender hätten ausfallen dürfen. Der Score verteilt sich glasklar und kraftvoll auf alle Kanäle. Dialoge bleiben ebenfalls sehr gut verständlich und klingen sauber ausbalanciert, wobei die deutsche Synchronisation etwas zu steril wirkt. Insgesamt ein sehr dynamischer, kraftvoller und präziser Soundmix, was für das Genre nicht unbedingt typisch ist. Optional gibt es deutsche Untertitel.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Alle Bilder sind Eigentum von Kinowelt


Das Bonusmaterial ist leider etwas mager ausgefallen, u.a. weil der nicht deutsch untertitelte Audiokommentar von Regisseur Jonas Akerlund und Kameramann Eric Broms zu trocken gerät. Zwar erzählen beide viele Anekdoten von den Dreharbeiten, sprechen über Entstehung des Drehbuches, über Charakterentwicklung, Effekte etc., doch sind die Gespräche nur wenig interessant. Da gibt es deutlich bessere Kommentare. Neben einen deutschen und einen englischen Trailer in High Definition, sowie einer HD-Trailershow, gibt es noch 12 Minuten an entfallenen Szenen, die leider nur in Standard Definition vorliegen und zudem sehr unspektakulär ausgefallen sind. Da wären Interviews und Making of wünschenswert gewesen.


"Horsemen" bietet nette Unterhaltung für Zwischendurch, kann sich aber nicht mit den Genregrößen messen. Dafür werden zuviele Klischees benutzt und zuviele Handlungsstränge verlaufen ins Leere. Dennoch eine Sichtung wert, vor allem wegen der technisch wirklich guten Blu-ray.


Film+++/--
Bild+++++-
Ton++++/-
Bonus++/---


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