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D, USA 2005
Originaltitel:Devil's Rejects, The
Alternativtitel:House of 1000 Corpses 2
aka. Devil's Rejects: House of 1000 Corpses 2, The
Länge:110:44 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Rob Zombie
Buch:Rob Zombie
Kamera:Phil Parmet
Musik:Rob Zombie, Tyler Bates, Terry Reid
SFX:Ron Rosegard, Wayne Toth
Darsteller:Sid Haig, Bill Moseley, Sheri Moon Zombie, Ken Foree, Deborah Van Valkenburgh, Michael Berryman, William Forsythe, Steve Railsback, Tyler Mane, Leslie Easterbrook, Matthew McGrory, Priscilla Barnes, Duane Whitaker, Danny Trejo, Mary Woronov, Ginger Lynn Allen, Mike Bellesfield, Kelvin Brown, Elizabeth Daily, Rosario Dawson, Jessica Helmer, Jossara Jinaro, Natasha Lyonne, Lorena Mena, Jordan Orr, Dallas Page, Walter Phelan, Brian Posehn, Daniel Roebuck, Dave Sheridan, P.J. Soles, Lew Temple, John H. Tobin, Robert Trebor
Vertrieb:Tiberius Film / Sunfilm
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:1,85:1
Tonformat:DTS-HD Master 7.1 Audio (dt.), DTS-HD Master 5.1 Audio (engl.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK-Wendecover
Blu-ray-Start:08.05.2009 (Kauf)
Bonus:
Disc 1 (Blu-ray):
  • Audiokommentar mit Regisseur Rob Zombie
  • Audiokommentar mit den Hauptdarstellern Bill Moseley, Sid Haig & Sheri Moon Zombie
  • Kinotrailer - Deutsch (1:09 Min., 480p)
  • Weitere Trailer:
    • Haus der 1000 Leichen (1:41 Min)
    • Cabin Fever (1:23 Min.)
    • Rancid (1:17 Min.)
    • Arsène Lupin (1:49 Min.)
    • Immortal (1:58 Min.)
    • Nicotina (1:14 Mi.)
Bonus-DVD:
  • 30 Days in Hell - Making of (144:58 Min.)
  • Deleted Scenes:
    • Swamp Escape / Flucht aus dem Sumpf (0:50 Min.)
    • Family Arguement / Familienstreit (0:24 Min.)
    • Keep Your Cool / Cool bleiben (0:24 Min.)
    • Dr. Satan Attacks / Dr. Satan greift an ( 1:51 Min.)
    • Snake Bite / Schlangenbiss (0:30 Min.)
    • French Tickler / Noppenkondom (0:45 Min.)
    • Pork Rind / Dörrfleisch (0:43 Min.)
    • Marshmallow Ass / Marshmallow-Hintern (1:37 Min.)
    • Keep Your Mouth Shut / Halt Deinen Mund (0:47 Min.)
    • Otis and Candy Make Funky Music / Otis und Candy tanzen zu abgefahrener Musik (3:39 Min.)
    • Personal Escort into Hell / Persönliche Eskorte in die Hölle (1:46 Min.)
  • Bloopers (Pannen; 5:22 Min.)
  • Bloody Stand-Up (2:17 Min.)
  • Mathew McGrory Tribute (2:08 Min.)
  • Make Up Tests (13:10 Min.)
  • Morris Green Show (13:19 Min.)
  • Buck Owens Music Video (2:01 Min.)
  • Mary the Monkey Commercial (1:11 Min.)
  • Spaulding Christmas Commercial (1:09 Min.)
1978. Die Polizei umstellt das Haus der Familie Firefly, die in den vergangenen Jahren Dutzende Menschen gefoltert und getötet hat. Nun ist es an der Zeit, sie für ihre Taten büßen zu lassen, doch nur Mutter Firefly gerät in Gefangenschaft. Otis und Baby können zusammen mit Captain Spaulding entkommen. Aber sie haben nicht mit Sheriff Wydell gerechnet. Der fordert Vergeltung für den Tod seines Bruders und ist bereit, sich dafür der brutalen Methode der Fireflys zu bedienen. Während das sadistische Trio auf ihrer Reise durch Alabama eine Schneise des Todes schlägt, bereitet Wydell den Tag der Vergeltung vor, den kein Firefly ohne Verrichtung eines hohen Blutzolls überleben wird.
"Hell doesn't want them."

Einige Zeit ist es schon her, da brachte ein bekannter Schockrocker sein Kinodebüt in die Kinos und bot mit seinem kleinen aber feinen Film genau das, was sich einige Horrorfreaks schon seit langem gewünscht haben. Ein Horror-Erlebnis, das so grauenhaft (im positiven Sinne) ist, wie man es schon zu Zeiten des Interner Link"Texas Chainsaw Massacres" kennengelernt hat: dreckig, kantig, sowohl visuell als auch psychisch brutal und mit einer derartig kranken Psychopathen-Gang, die weit über all dem steht, was man sich unter Psychopathen vorstellen kann; außerdem inszeniert mit der spürbaren Freude eines zutiefsten Verehrers des Genres und dazu noch mit einem Schuss kräftigem Trash-Feeling. Rob Zombie konnte mit seinem Interner Link"Haus der 1000 Leichen" zwar sicher nicht bei den Fans moderner Hochglanz-Schocker ankommen, doch wer die "kranken" Filme der guten alten Zeit mochte, bekam mit Zombies-Film seit langem mal wieder das, was er haben wollte. Und nun kehrt die kranke Psycho-Familie sogar mit "The Devil's Rejects" wieder auf die Leinwand zurück. Und das noch kranker, abgebrühter und durchgeknallter als zuvor.



"The Devil's Rejects" ist ein erneuter Blick in die Abgründe der Hölle, genauer gesagt in die Hölle der Fireflys. Kurz nachdem diese von der Polizei gestellt wurden, können Otis und seine Schwester Baby flüchten, während Mutter Firefly in der Gewalt der Polizei bleibt. Nachdem die Beiden in einem Motel ihren sadistischen Trieben freien Lauf lassen und zwei Pärchen aufs schändlichste peinigen und schließlich töten, flüchten sie zusammen mit ihren Vater "Captain Spaulding" zu ihrem Freund Charlie, der sich aber anschließend als Verräter entpuppt. Nun befinden sie sich also auch in der Gewalt der Polizei, in Form des brutalen Sheriff Wydell, der sie nach Strich und Faden foltert. Ist dies entgültig das Ende des Psycho-Clans? Rob Zombies Geschichte ist auch beim zweiten Mal wieder höllisch abgefahren und sprüht nur so vor skurril-brutalen Ideen, denen anscheinend wirklich keine Grenzen gesetzt sind und einem Hirn entsprungen sein müssen, das einfach nur krank sein kann. Logik- und Storylücken sind zwar auch auszumachen, doch wirklich kümmern tut das zu keiner Sekunde. Zombies Geschichte ist einfach nur krank, aber das in einer Form, wie es Freunde des abgrundtief schmutzigen Thriller-Horrors nur so lieben, so pervers sich das im Grunde auch anhören mag.



"Hell doesn't need them."

Und das Geschehen ist hart, sehr hart sogar. Schon die Anfangsequenz, in der Otis und Baby eine hilflose Frau niederstechen, zeigt eindeutig, auf was man sich als Zuschauer eingelassen hat. Da man den Psycho-Clan schon aus dem ersten Film kennen sollte, fällt die Vorstellung der Bösewichte natürlich flach aus, was aber kaum stört. Eher konzentriert sich Zombie darauf, die "Guten" vorzustellen, z.B. den genauso ehrgeizigen wie harten Sheriff und die vier Freunde im Motel, die ersten und dieses mal eigentlich einzigen Opfer des Psychoclans. Danach spielen Otis und Schwesterchen Baby ihre sadistischen Triebe voll aus, indem sie ihre Opfer psychisch quälen, was auch beim Zuschauer nicht ankommt. Denn wie schon in manch anderem Terror-Film sind es vor allem die psychischen Qualen, die den Zuschauer mehr beim Zuschauen "Schmerzen" bereiten, als irgendwelche Gore-Sequenzen. Noch schlimmer wird es allerdings, wenn auf den psychischen Druck dann eben diese Gore-Sequenzen folgen. Rob Zombie lässt es wirklich in keinem Moment aus, sowohl seine Filmopfer als auch die Zuschauer bis zum Schluss der ersten Filmhälfte zu quälen, wobei der Zuschauer die Qualen aber, in gewisser Weise, als angenehm empfindet, während die Filmopfer natürlich daran zu Grunde gehen.



"Hell doesn't love them."

Danach allerdings schickt Zombie seine Psychos selbst in die Folterhölle, denn dieses mal gelangen sie in die Hände der Polizei. Genauer gesagt in die Hände des Bullen Wydell, der daraufhin (und aus Rachegelüsten) völlig ausflippt und seine "Opfer" so heftig quält, wie sie es sich wohl selbst nie in ihren schlimmsten Alpträumen erträumt hätten. Tacker, Axt, Nagel durch die Hand, Feuer und vieles mehr kommt zum Einsatz. Doch wenn die Verrückten leiden müssen, dann weiß der Zuschauer nicht genau, was er dabei nun fühlen soll. Denn auf der einen Seite ist er froh darüber, dass diese Pack nun endlich ihrer gerechten Strafe zugeführt werden, auf der anderen Seite hat man diese ehemaligen Jäger schon längst ins Herz geschlossen. Und somit bleibt es am Schluss auch offen, ob der kranke Vater mit seiner Tochter und seinem Sohn das Ende des Films überlebt oder nicht. Der Polizist tut es aber auf alle Fälle nicht, genauso wie Mutter Firefly!
Was die Inszenierung angeht, so hat Zombie auch dieses mal wieder nur ein geringes Budget eingesetzt, was sich aber auf die Atmosphäre bestens auswirkt. Die mitunter verwackelten und unsauberen Bilder wirken wirklich herrlich dreckig und die hammerharten, hausgemachten Gore-Effekte stellen den Vorgänger noch einmal in den Schatten - selbst in der R-Rated-Fassung. Dazu wird das Ganze noch von einem knackigen Score untermalt, der sich tief in die Magengrube gräbt. Aber wer hätte von Zombie auch was anderes erwartet?
Dazu kommen Schauspieler, die spürbare Freude daran hatte, ihren mitunter ultrakranken Figuren Leben einzuhauchen. Wie schon im Vorgänger können Sid Haig, Bill Moseley und Sheri Moon auch hier wieder vollauf überzeugen und geben eine fürs Genre exzellente Leistung ab. Desweiteren tritt William Forsythe als ausgetickter Bulle auf und der immer wieder gern gesehene Danny Trejo in einer Gastrolle, die ihm auf den Leib geschneidert wurde. So macht das Zuschauen jedenfalls Spaß!



"This world rejects them."

Hammerhartes Horror-Action-Thriller-Feuerwerk der ultrabrutalen Sorte, das durch seine ausgefallene und völlig abgefahrene Story, das mitunter pervers-brutale Geschehen, sowie seine skurril-bösartigen Figuren die zutiefst schwarzen Urtriebe eines jeden Film-Freaks weckt, der schon immer an Streifen wie Interner Link"The Texas Chainsaw Massacre" etc. mehr Gefallen gefunden hat als an den Hochglanzhorrorprodukten von heute. "The Devil's Rejects" ist schmutzig, heftig, brutal und blutig und von einem Genre-Fan mit soviel Liebe zum Detail inszeniert worden, dass er den Vorgänger noch in den Schatten stellt. Wem die Teenie-Züge beim Interner Link"Haus der 1000 Leichen" gestört haben, der sitzt hier endgültig im richtigen Film. Auch wenn "The Devil's Rejects" ebenfalls wieder das Publikum spalten dürfte, kann keiner Rob Zombie den Mut absprechen, solch ein Spektakel in der heutigen Zeit noch auf Zelluloid zu bannen! Denn so dreckig können Horror und Thriller heutzutage leider kaum noch sein!


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Alle Bilder sind Eigentum von Sunfilm


"A Tale Of Murder, Mayhem and Revenge."

Die Blu-ray-Umsetzung lässt keine Wünsche offen, denn das in MPEG-4 kodierte Bild darf als sehr gut bezeichnet werden. Rob Zombie arbeitet zwar sehr stark mit Farbfiltern, weshalb das Bild nur äußerst selten natürlich aussieht, die warmen, erdigen Farben kommen der schmutzigen Optik des Streifens aber zugute. Die Sättigung ist ausgezeichnet und die gesamte Darstellung wirkt sehr frisch und kräftig. Hinzu kommt ein sehr gute Detailzeichnung und Schärfe. Stilbedingt ist sie nicht ganz so knackig, wie man es erwarten könnte, doch das Bild sieht niemals unscharf oder detailarm aus, wenn es nicht gerade so gewollt ist. Es zeigt sich eine deutliche Körnung, welche nicht mit Filtern bearbeitet wurde, was dem hohen Detailgrad zugute kommt. Der Kontrast arbeitet ebenfalls sehr ausgewogen und es wird eine nahezu perfekte Durchzeichnung und Plastizität geboten, auch dank dem satten Schwarzwert. Zudem wurde auf unschöne Nachschärfung des Ausgangsmaterials verzichtet, weshalb die Konturen sehr sauber dargestellt werden. Bei diesem HD-Transfer können wir uns also ganz entspannt zurücklehnen und den Film genießen. Es gibt zudem keine störenden Defekte und die Kompression arbeitet tadellos.



Sunfilm presst zwei HD-Tonspuren auf die Blu-ray, wobei der englische Original-Mix die deutsche Tonspur in allen Belangen aussticht. Der deutsche DTS-HD Master Audio 7.1 Upmix klingt steriler in der Dialogwiedergabe, die ansonsten eine hervorragende Verständlichkeit bietet. Zwar ist der 7.1-Mix mit sehr viel direktionalen Effekten angereichert, wirkt aber nur dezent räumlich. Dafür verteilt sich der Score sehr kräftig über sämtliche Kanäle und sorgt für die nötige Räumlichkeit. Dies klingt beim deutschen Mix ordentlich, jedoch fällt beim Originalton der tiefere Bass und die präzisere Wiedergabe der Effekte auf. Das Klangbild ist viel offener und besitzt mehr Dynamik und Volumen. Es gilt jedoch auch hier: Der Großteil der Räumlichkeit wird durch den Score erzeugt. Optional gibt es deutsche Untertitel.



Beim Bonusmaterial wurde das gesamte Material der DVD übernommen, indem dieser Blu-ray die Bonus-DVD der Special Edition beiliegt. Auf der Hauptfilm-Blu-ray befinden sich neben dem deutschen Kinotrailer und der obligatorischen Trailershow noch zwei, leider nicht deutsch untertitelte Audiokommentare. Der erste wird von Regisseur Rob Zombie sehr sachlich und ruhig eingesprochen, bietet sehr ausführliche Informationen rund um sein Film und dessen Entstehung. Der zweite Kommentar wir von den Hauptdarstellern Bill Moseley, Sid Haig und Sheri Moon Zombie eingesprochen und bietet ebenso viele Infos wie der erste Kommentar, fällt aufgrund der Anzahl der beteiligen Personen jedoch wesentlich lockerer aus. Auf der Bonus-DVD überzeugt vor allem die 145minütige Dokumentation "30 Days in Hell". In Form eines Tagebuches zeigt uns Regisseur Rob Zombie den Produktionsablauf von der ersten Minute an und lässt dabei unzählige Beteiligte zu Wort kommen. Es wird komplett auf werbelastiges PR-Gewäsch verzichtet, so dass diese Dokumentation nach über 4 Jahren immer noch zu den besten seiner Art gehört. Weiter geht es mit 13 Minuten an insgesamt 11 geschnittenen Szenen, von denen wir einige gern im fertigen Film gesehen hätten. Es folgen 5 Minuten an Outtakes und in "Bloody Stand-up" darf eine Nebendarstellerin 2 Minuten lang dummes Zeug in die Kamera labern, während der 2minütige Nachruf an den verstorbenen Nebendarsteller Matthew McGrory eher traurig stimmt. Unter Make-up Test befindet sich ein 13minütiges Featurette über die optische Erscheinung der Firefly-Family. Zum Schluss kann man sich noch zwei Commercial-Clips aus dem Film anschauen, sowie ganze 13 Minuten der fiktiven "The Morris Green Show" aus dem Film anschauen. Bis auf das noch enthaltene Music Video von Buck Owens wurde das komplette Bonusmaterial auf dieser Disc deutsch untertitelt. Hier sind sechs Punkte mehr als verdient.



"Death walks behind. Hell waits ahead."

Sunfilm spendiert Rob Zombies Terrorschocker eine vorbildliche Blu-ray-Umsetzung, bei dem einzig das Fehlen deutscher Untertitel bei den Audiokommentaren stört. Ansonsten braucht sich die Veröffentlichung der unzensierten Unrated-Version nicht hinter der amerikanischen Blu-ray von Lions Gate zu verstecken. Zudem liefert man die Disc mit einem Wendecover, also ohne hässliches FSK-Logo aus.


Film+++++-
Bild+++++-
Ton++++/-
Bonus++++++


Druckbare Version
TDR - The Devil's Rejects (2 DVDs Special Edition)
House Of 1000 Corpses
Haus der 1000 Leichen (Uncut-Leih-Version)
NewsFantasy Filmfest 2005: Termine und Filme
"The Devil's Rejects" Unrated DC im November
IMDb.com OFDb.de



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