Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
TH 2009
Originaltitel:Du Suay Dua
Alternativtitel:Du Suay Doo
aka. Raging Phoenix
Länge:113:40 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Rashane Limtrakul
Buch:Sompope Vejchapipat
Kamera:Thanachart Boonla, Tiwa Moeithaisong, Teerawat Ruj
Darsteller:JiJa Yanin, Patrick Tang, Nui Sanddang, Boonprasert Salangam, Sompong Leartvimolkasame, David Bueno, Marc Nghi Hoang, Saroch Ruampaothai, Roongtawan Jindasing
Vertrieb:Sunfilm
Norm:1080p / MPEG-4 AVC
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:1,78:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1 (th.), DTS-HD Master Audio 7.1 (dt.)
Sprache:Deutsch, Thailändisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:03.12.2010 (Verleih) / 14.01.2011 (Kauf)
Bonus:
  • Interviews Cast & Crew (27:20 Min., 576p)
  • Beim Dreh (6:52 Min., 576p)
  • Trailer dt. (1:34 Min., 576p)
  • Trailer thai. (3:27 Min., 576p)
  • Weitere Trailer:
    • Walhalla Rising (1:30 Min., 1080p)
    • Battle Planet - Kampf um Terra 219 (1:44 Min., 576p)
    • Lieferung mit Hindernissen - Killer frei Haus (2:21 Min., 1080p)
    • Ghost Machine (2:05 Min., 576p)
    • Train - Nächster Halt: Hölle (1:26 Min., 576p)
    • Daybreakers (2:14 Min., 576p)
    • Das Lager - Wir gingen durch die Hölle (3:27 Min., 576p)
Eine junge Musikerin wird von einer Gruppe mysteriöser Fremder in einer neuen tödlichen Kampfkunst unterrichtet. Das Training für die einzigartige Mischung aus Muay Thai und Streetdance Moves erfolgreich abgeschlossen, sieht sich diese ihrer größten Herausforderung gegenüber: Im Kampf gegen einen brutalen Menschenhändler-Ring muss sie die tödliche Schlagkraft ihrer neu erlernten Kampftechnik nun unter Beweis stellen.
Eine ganz allgemein unbestimmte Verwirrung zeichnet neben all der choreographischen Geschmacklichkeiten auch gerade die Geschichte dahinter bei "Fighting Beat 2" aka. "Raging Phoenix", dem zweiten künstl(er)i(s)chen Werk der aufstrebenden, bereits mit dem Debüt Interner Link"Chocolate" die Aufmerksamkeit erobernden JeeJa Yanin aus. Im seltenen Fall einer ganz eigenen Empfindung gegenüber allzu demütigen Erwartungen und ihrer vollkommeneren Umkehr dessen, einer speziellen Abtrünnigkeit in radikaler Einstellung vollzieht Rashane Limtrakuls Regie ihre Wechsel vom scheinbaren Standardrepertoire hin zu einer Mischung aus weltfremden Futurismus / gleichzeitiger Postapokalypse bis schlussendlich einer surrealen Höhle, in der man keinerlei Rechenschaft gegenüber mancherlei Beschwerden mehr schuldig ist. Die Handlung zur selben Phase lachhaft bis sich hochpoetisch ernst nehmend und ernstzunehmend, die Action im Trommelwirbel schwankend sowohl in der Ausarbeitung als auch dem Einsatz. Der weitere Fortgang und seine wechselnden Stellenwerte so unsicher und parallel mit hochgradig geschärften Sinnen umherstreifend wie ein Taumel im Absinth.



Ganz und gar im Irrtum befindlich ist bereits der Vergleich von Yanin mit Baa-Ram-Ewes hauseigenem Zugpferd Tony Jaa; ein Marketinggag, der vielleicht im kleinsten gemeinsamen Nenner des psychischen Automatismus zutreffend ist, aber darüberhinaus in gravierender Weise in keinem weiteren Verhältnis zur Wahrheit mehr steht. Während Jaa schon den Zenit überschritten, wenn auch mit Interner Link"Ong Bak" und Interner Link"Tom Yum Goong" die Messlatte in Bezug auf die cinematische Wirkung des Muay Thai unerreichbar hoch gestellt zu haben scheint, so setzt sich Janin in vielerlei Hinsicht von einem bloßen Nachfolgeprojekt ab.
Wie auch in dem (überschwänglicher aufgenommenen) Vorgänger ist ihr Spiel und ihre Aura zwischen Verletzlichkeit, auch einer zeitweisen Wehrlosigkeit und der hier zumindest öfters angedeuteten Weiblichkeit mit größerer Berechtigung für die Erscheinung auch des gesamten Filmes ein Verdienst im Ausdruck, die auch eine verbindliche sensuelle Betrachtung knüpfen kann. Wo dort zweckfreie Demonstrationen der Kampf- und Körperkunst gefeiert werden, steckt hier der Gegensatz aus "Raging" und "Phoenix", aus ästhetischen und emotionalen Überlegungen, aus Maßregelung und Mutmaßung, die neben gleichfalls endgültiger Zerstörungswut auch die Allmacht eines ganz besonderen Traumes in sich führt:



Die junge Dew (JeeJa Yanin) ist nach dem Tod ihres Vaters auf sich gestellt, fühlt sich nicht zu Unrecht allein gelassen, sucht Anschluss und Trost bei den falschen Leuten. Als sie ihren letzten Halt am selben Tag verliert, ihren jetzigen Freund erneut fremdgehend erwischt und wegen dem anschließenden heftigen Streit während eines Auftritts aus ihrer Band geschmissen wird, gibt sie sich voll Kummer dem Alkohol hin. Noch schwer im Rausch steht sie einer Attacke von professionellen Kidnappern vollkommen hilflos gegenüber, wird aber von dem erbittert einschreitenden Sanim (Kazu Patrick Tang) gerettet und nach einigem Bitten auch von diesem und seinen Kumpanen Kee Moo (Nui Saendaeng), Kee Ma (Sompong Lertwimonkaisom) und Kee Kwai (Boonprasayrit Salangam) im Meyraiyuth unterrichtet. Eine eigens entwickelte Technik, um im von der Realität losgelösten "drunken fighting"-Stil der Gang der Mädchenhändler von Jaguar (Roongtawan Jindasee) auf die Spur zu kommen, sich der Übermacht stellen und die überall in der Stadt entführten Frauen befreien zu können. Dew lernt schnell, weiß aber noch nicht, worauf sie sich tatsächlich eingelassen hat.


"Welcome to the garden of flowers. Their tears are the pollen, so fragrant beyond description."

Dabei fügt und verfügt der Film ganz verschiedene Einflüsse und entsprechende Sprachwandlungen in ein Meer aus Blut, Schweiß und Tränen zusammen, wobei der dafür gebrauchte Genrebegriff "Action-Romanze" vielleicht im saloppen Umgang benutzt werden kann, die hiesige Welt aus ein ganz wenig verbürgter Wirklichkeit und viel in die Phantasie emigrierte Unwirklichkeit nicht zu beschreiben vermag. Die Geschehnisse um die im Untergrund agierenden Kriminellen und die aus durchweg persönlichen Motiven sich dem entgegen Stellenden ist über weite Phasen zeit- und ortlos, in späteren Ereignissen gar raum- bis schwerelos. Eine zwischen Gelehrtheit und Legendenerzählung durchwandernde Sinneserweckung, wie mit aus Einflüssen von Interner Link"Der Tanz des Drachen", "Kickboxer from Hell" und Interner Link"Das Parfüm".



Relativ traditions- und so auch an Konventionen gebunden ist der Einstieg mit dem Mentor/Protegé-Verhältnis, die sich da eventuell anbahnende, aber auch nur in Ansätzen vollzogene, dort aber auch ihre Wirksamkeit entfaltende Zuneigung zwischen Mann und Frau und das scheinbar einfache Gut gegen Böse-Schema. Da im Aufbau auch nur das Wesentliche in strenger Form und ohne weitere Umschweife ausgedrückt und der große Rest vom Chaos der Welt noch im Verborgenen dämonischer Reiche versteckt gehalten wird, hat die Action als füllender Ersatz da auch ihre besten Auftritte. Nicht nur, dass zu Beginn noch mit allerlei Props, dem Hin und Her in der zerwuselten Ausstattung und dem Ereifern von schon beeindruckenden Kunststückchen abseits von später teils grotesk ruhmlosen Wirework-Attacken gearbeitet wird, auch wird die insgesamt respektable Akrobatik in entweder voluminösen Montagen oder mit aller wahren Kraft skizzierenden Zeitlupen festgebannt. Ob nun stilecht auf einem dem Rost preisgegebenen Rummelplatz zwischen Metall, Draht, Stein und erodierender Verwesung mit maskierten Lumpen geprügelt und geschlitzt, oder unweit dessen in einer in den Achtziger Jahren vergessenen Spielhalle das Inventar und die Angreifer darin für visuelle Karambolagen zweckentfremdet wird, die verschieden fortschreitenden Bewegungen haben allesamt zu Beginn ihren entscheidenden Auftritt, aus bloßem Eigensinn dargebracht. Dort herrscht eine noch spielerische, in den besten Momenten mit Kraft und Nachdruck gezierte, um die Gewalt herum tändelnde Art rhythmischer Schläge vor, ein Rezitativ der zirkushaften Geschicklichkeit im mit mannigfaltigen Tanz übereinstimmenden Charakter.



Alles nach der voll Geschmeide strotzenden Ouvertüre verlässt die geschlossene Form, und läuft auch damit erst zu vollem Glanze in gieriger Rechtfertigung auf. Ist ein ausschweifendes Ungefähr, bezieht sich auf eine andere, eine tiefere Art der Attraktion, sucht sich eine gelb bis kränklich grün gehaltene Optik, ein Ventil für die Schmerzen, die zu Beginn noch verführerische Energie des Alkohols, den unwiderstehlichen Reiz von Abenteuer, Pheromonen und Aphrodisiaka. Eine leidenschaftliche, pathetische und zärtliche Reise durch Nebel, Rauch und Schwaden, durch Somnolenz und Delir. Ein betäubender Schlummertrunk, ein seltener Jahrgang mit viel Wein und Geist, dessen ungewohnter Genuss im falschen Stadium auch dicken Kopf und schwere Beine machen kann. Wohl bekomm's.


Sunfilm veröffentlicht den thailändische Actionfilm "Fighting Beat 2" ungekürzt auf Blu-ray mit einem FSK-Wendecover und liefert ein HD-Bild im Format von 1,78:1 (falsche Coverangabe von 1,85:1), welches meist angenehm scharf ist und einen detaillierten und plastischen Eindruck hinterlässt. Allerdings wirkt das Bild in den mit CGI-Effekten versehenen Elementen, sowie in Sequenzen die vor Green Screen spielen etwas weicher und weniger detailliert. Hinzu kommen deutliche Bewegungsunschärfen, die etwas störend sind. Desweiteren zeigen sich Unruhen, sowie starke Kompressions- und Banding-Artefakte in dunklen Sequenzen mit CGI-Effekte und in Aufnahmen mit Nebel. Dafür gibt es kaum Rauschen und der Kontrast vermag dunkle und helle Bildbereiche ordentlich auszubalancieren. Die Farben wurden stark bearbeitet und wenn sie nicht einen kräftigen und natürlichen Eindruck hinterlassen, weist das Bild einen starken Grünstich auf.



(Preview-Screenshots zur vergrößerten Ansicht anklicken.)

Für die deutsche Synchronfassung wurde ein 7.1 HD-Mehrkanalton angefertigt, der im Musikbereich einen voluminösen und dynamischen Eindruck hinterlässt und mit gut platzierten Soundeffekten aufwartet. In den Actionszenen kommen die Rears gut zum Einsatz, wobei Umgebungsgeräusche und direktionale Effekte kaum bis gar nicht zu Geltung kommen. Dafür wurden die Dialoge gut ausbalanciert und klingen stets verständlich. Für einen aktuellen Actionfilm ist das Ergebnis allerdings etwas ernüchternd. Die thailändische Originalfassung ähnelt der deutschen sehr stark, wurde allerdings nur in 5.1 abgemischt (die 7.1 Angabe auf dem Cover ist falsch). Sie bietet dafür eine etwas natürlichere Sprachwiedergabe. Auf Wunsch lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.
Neben diversen Trailern weiterer Sunfilm-Titel, sowie den deutschen und thailändischen Trailer zum Hauptfilm gibt es 6 Minuten an Aufnahmen vom Dreh, sowie 30 Minuten an informativen Interviews. Bis auf wenige Trailer liegt das Bonusmaterial komplett in Standard Definition vor.



Technisch leider mittelmäßig umgesetzte Blu-ray, die im Bildbereich deutliche Mängel aufweist. Vor allem die Kompressionsprobleme sind einer Blu-ray unwürdig, häufen sich aber in letzter Zeit. Und das nicht nur bei Independent-Labels.


Film++++/-
Bild+++---
Ton++++--
Bonus+/----


Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.