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USA 2007
Originaltitel:Disturbia
Länge:104:25 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:D.J. Caruso
Buch:Christopher B. Landon, Carl Ellsworth
Kamera:Rogier Stoffers
Musik:Geoff Zanelli
SFX:K.N.B. EFX Group.
Darsteller:Shia LaBeouf, Sarah Roemer, Carrie-Anne Moss, David Morse, Aaron Yoo, Jose Pablo Cantillo, Matt Craven, Viola Davis, Brandon Caruso, Luciano Rauso, Daniel Caruso, Kevin Quinn
Vertrieb:Paramount
Norm:1080p / AVC MPEG-4
Medium:BD-50
Regionalcode:A, B, C
Bildformat:1,78:1
Tonformat:Dolby Digital 5.1, Dolby TrueHD 5.1 (nur engl.)
Sprache:Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:05.06.2009 (Kauf)
Bonus:
  • Audiokommentar mit Regisseur DJ Caruso und Darstellern Shia LaBeouf und Sarah Roemer
  • Das Making Of von Disturbia (14:51 Min., 1080p)
  • Entfernte Szenen:
    • Möchtest du reden? (1:10 Min., 1080p)
    • Ich verbiete es (0:43 Min., 1080p)
    • Dummer Plan (0:48 Min., 1080p)
    • Du brichst mein Herz (1:27 Min., 1080p)
  • Serial Pursuit Trivia Pop-Up / Quiz
  • Outtakes (1:26 Min., 1080p)
  • Musikvideo - "Don't Make Me Wait" - This World Fair (4:05 Min., 1080p)
  • Fotogalerie (47 Bilder, 1080p)
  • Kinotrailer (2:25 Min., 1080p)
Kale ist ein psychisch angeschlagener Teenager, der zu drei Monaten Hausarrest verurteilt wird, weil er seinen Lehrer verprügelt hat. Eine elektronische Fußfessel macht es ihm dabei unmöglich, sich mehr als zehn Meter von seinem Haus zu entfernen. Aus Langeweile beginnt er, seine Nachbarn mit Fernglas und Videotechnik erst zu beobachten und dann zu beschatten. Als er in den Lokalnachrichten von einer Reihe mysteriöser Entführungen hört, glaubt er einen seiner Nachbarn als Täter überführen zu können. Kale und seine Freunde spionieren dem mutmaßlichen Serienkiller hinterher und stoßen auf dunkle Geheimnisse.
Als Hollywoods modernisierte Teenie-Variante des Hitchcock-Klassikers "Rear Window" vermarktet, schlug "Disturbia" sich über Wochen hinweg wacker am amerikanischen Boxoffice und konnte schließlich bemerkenswerte 80 Millionen Dollar und die Erkenntnis einsacken, dass aus Shia LaBeouf (Interner Link"Transformers", Interner Link"Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull") ein neuer Shooting-Star werden könnte, der in Zukunft das Potential hat die Zuschauermassen zu mobilisieren und diese Fähigkeit dann auch in Interner Link"Transformers" untermauerte.
"The Salton Sea"-Regisseur D. J. Caruso, nach Enttäuschungen wie "Taking Lives" und "Two for the Money" schon fast wieder auf dem Weg zurück ins TV-Geschäft, inszeniert den überraschend gut ineinander greifenden Mix aus Teeniekomödie und Thriller leichtfüßig, ohne überflüssige Passagen und vor allem mit soviel Drive, dass die offensichtlichen Plotholes dem Publikum nicht weiter sauer aufstoßen - pures Entertainment eben.


Shia LaBeouf gibt den widerspenstigen, fast-volljährigen Halbwaisen Kale, der ein Jahr nach dem tragischen Verkehrsunfall seines Vaters noch immer am tödlichen Verlust zu knabbern hat. Als er seinem Spanischlehrer ein Veilchen spendiert, bekommt er vom milde gestimmten Richter eine einmalige Chance. Anstatt Jugendknast wird ihm nur Hausarrest aufgebrummt. Überwacht wird er durch eine elektronische Fußfessel. Weil Muttern (Carrie-Anne Moss, "The Matrix", Interner Link"Suspect Zero") berufstätig und kaum dazu in der Lage scheint ihren undisziplinierten Filius genügend Aufmerksamkeit zu schenken, kündigt sie ihm prompt den iTunes- und X-Box-Account. Seiner Hobbys entrissen, soll er zumindest in seiner eigenen Bude klar Schiff machen. Kale, schwer gelangweilt, denkt aber gar nicht daran sich mit der neuen Situation zu arrangieren, sondern entdeckt eine neue Leidenschaftum sich die Zeit zu vertreiben. Er beobachtet zusammen mit seinem Kumpel Ronnie (Aaron Yoo) die Nachbarschaft. Mit Ashley (Sarah Roemer, Interner Link"Asylum") zieht direkt nebenan praktischerweise der Traum von einer Nachbarin ein, die alsbald spitz kriegt, was die beiden da treiben und das Stalker-Duo flugs um ein Mitglied erweitert.


"Disturbia" präsentiert sich in der ersten Hälfte als ziemlich witzige Teeniekomödie, in der Shia LaBeouf absolut kein Fettnäpfchen auslässt, um sich vor seiner neuen Nachbarin nach allen Regeln der Kunst zum Affen zu machen, ohne gleich in die albernen Manierismen der trotteligen Interner Link"American Pie"-Generation zu verfallen. Das macht den Jungen schwer sympathisch, relativ authentisch und den Film deutlich erträglicher, weil er so niveaulose und inzwischen auch gänzlich abgedroschene Gags vermeidet.
Ohne dass der Streifen großartig neue Ideen präsentiert, entwickeln sich die Drei natürlich fix zu einem eingespielten Trio, das die Abläufe und schmutzigen Geheimnisse der Nachbarschaft erkundet, während sich Kale und Ashley ein gutes Stück näher kommen.


Nun wohnt ein paar Meter weiter aber ausgerechnet David Morse ("The Crossing Guard", Interner Link"The Rock"), der endlich mal wieder in einer größeren Hollywood-Rolle eine Kostprobe seines Könnens abgibt, und scheinbar den Wolf im Schafspelz darstellt. Hinter der Fassade des freundlichen Nachbarn, den zu allem Überfluss Kales Mutter sehr charmant findet, scheint sich offenbar ein eiskalter Serienkiller zu verbergen, der reihenweise junge Frauen in seinem Haus ermordet. Von Nervenkitzel und Neugier gepackt, beginnen die Kids eine Observation zu starten und auf eigene Faust nach Beweisen zu suchen, aber ganz so blöd ist Morse alias Mr. Turner nun auch nicht, durchschaut sie ganz im Gegenteil ziemlich schnell.


Mit einer ordentlichen Portion schwarzem Humor im Gepäck spielt D.J. Caruso lange Zeit mit der Erwartungshaltung seines Publikums und hat trotz offensichtlicher Szenen viele Lacher auf seiner Seite, schafft dann aber, ohne dafür zu tumben Genremotiven greifen zu müssen, den plötzlich einsetzenden Balanceakt zu einem ernstzunehmenden und ziemlich spannenden Thriller-Finale, das am Ende mehr düstere Geheimnisse zu Tage fördert, als man als Zuschauer allgemein erwartet.
Der charismatische Edeljoker David Morse hat sichtlich Spaß daran endlich mal wieder im Rampenlicht zu stehen, spielt den undurchschaubaren Nachbarn entsprechend genüsslich und ruft damit beim Publikum, ebenso wie beim Dreiergespann, Verunsicherung hervor: So deutlich die Hinweise auch sind, vielleicht ist ja doch alles anders als man denkt. Da das ordentliche Drehbuch zwar nicht auf altbekannten Klischees herumtrampelt, allerdings den Gesetzen des Genres treu bleibt, fehlen zum Schluss dann leider die großartigen Twists. Böse kann man dem Film deswegen aber eigentlich nicht sein. 100 Minuten komprimierte Unterhaltung ohne überflüssige Schnörkel sind nun (leider) auch keine Selbstverständlichkeit.


Qualitativ hat Paramount alles richtig gemacht und liefert einen erstklassigen Transfer ab. Die Schärfe befindet sich auf einem sehr hohen Level und arbeitet nahezu perfekt. Es gibt lediglich kleinere Ausreißer, weil das Bild in den vielen dunklen Szenen nicht so brilliant aussieht wie bei den Tageslichtaufnahmen. In diesen trumpft der Transfer jedoch vollends auf und zeigt knackig scharfe Bilder mit viel Plastizität und Tiefenwirkung. Details sind hervorragend zu erkennen und auch der starke Kontrast hinterlässt einen positiven Gesamteindruck. Desweiteren überzeugt der statte Schwarzwert, sowie die kräftigen und dennoch sehr natürlich wirkenden Farben.
Dass es dennoch kleinere Mängel wie ein paar Defekte und etwas Filmkorn in dunklen Szenen gibt, sollte nicht weiter stören, denn das Bild bleibt weitgehend frei von Rauschen und Filmkorn und selbst die Kompression arbeitet tadellos. Somit dürfen wir uns nahezu permanent über ein beeindruckendes HD-Erlebnis freuen.

(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Alle Bilder sind Eigentum von Paramount


Wie so oft verzichtet Paramount auf eine deutsche TrueHD-Spur und liefert lediglich eine Dolby Digital 5.1-Version, welche sich aber nicht sonderlich vom englischen TrueHD-Pendant unterscheidet. Dieser klingt zwar etwas präziser und versprüht zum Ende hin etwas mehr Druck, im Großen und Ganzen bleiben beide Tonspuren auf einem sehr ähnlichen Niveau. Dialoge sind hervorragend zu verstehen, klingen perfekt ausbalanciert und passen sich ebenso gut den Nebengeräuschen an wie auch der Score, welcher sehr satt und kräftig über sämtliche Kanäle hallen darf. Die Musik zählt dann auch zu den wichtigsten Aspekten der beide Abmischungen und sorgt für die nötigen Spannungsspitzen. Hinzu kommen immer wieder gut platzierte Schocksequenzen, welche akustisch perfekt untermauert werden. Auch wenn es eher selten direktionale Effekte zu verbuchen gibt, überzeugt der Mix vor allem zu Beginn beim Autounfall und bietet neben einem kräftigen Bass tolle Effekte. Zum Ende hin steigert sich nicht nur die Spannung, sondern auch der Effektbereich bekommt einiges mehr zu tun, während der Rest der Abmischung sehr frontlastig klingt, jedoch immer wieder feine Details und Nebengeräusche aus den Rears wiedergibt. Somit macht "Disturbia" nicht nur bildtechnisch eine Menge Spaß, sondern kann soundtechnisch mit einem klaren, dynamischen und wenn nötig sehr wuchtigen Mix aufwarten. Optional gibt es wie immer diverse Untertitel.

Die vorliegenden Extras sind absolut identisch zur DVD-Ausgabe, liegen jedoch komplett in HD vor. Der Audikommentar mit dem Regisseur D.J. Caruso und seinen beiden Hauptdarstellern, Shia LaBeouf und Sarah Roemer ist nicht nur sehr informativ und witzig, sondern wurde auch gleich deutsch untertitelt. Hinzu kommt ein 15 Minuten langes Making of mit weiteren Kommentaren und einer Menge Aufnahmen vom Set. Neben einer umfangreichen Bildergalerie, einem Trailer zum Film, sowie einem Musik-Video lassen sich noch vier geschnittene Szenen anschauen und die Outtakes sorgen für Heiterkeit. Zum Schluss bleibt ein Trivia-Quiz, welches während des Films Hintergrundinfos und Anekdoten zur Produktion einblendet. Die Extras wurden natürlich deutsch untertitelt.


Überaus sympathischer Mix aus Teeniekomödie und Thriller, bei dem man alle Akteure am Ende mal so richtig in den Arm nehmen möchte. Danke, Leute. "Disturbia" ist beileibe kein außergewöhnlicher, aber ein rundum kurzweiliger, sehr amüsanter, später dann auch spannender Film, dessen dezente Logikschwächen kaum ins Gewicht fallen. D.J. Caruso inszeniert temporeich mit Gespür für das richtige Timing, die spielfreudigen Akteure geben ihr Bestes und der Zuschauer dankt es letztlich allen. Film und Blu-ray können wir bedenkenlos weiterempfehlen.


Film++++/-
Bild+++++/
Ton++++/-
Bonus++/---


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