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USA 2007-2008
Originaltitel:Lost
Alternativtitel:Lost: Gestrandet!
Länge:601:32 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jack Bender, Stephen Williams, Paul A. Edwards, Eric Laneuville, Greg Yaitanes, Rod Holcomb, Bobby Roth
Buch:Damon Lindelof, J.J. Abrams, Jeffrey Lieber, Carlton Cuse, Adam Horowit, Edward Kitsis, Elizabeth Sarnoff, Drew Goddard
Kamera:John S. Bartley, Michael Bonvillain, Cort Fey,
Musik:Michael Giacchino
SFX:Archie Ahuna
Darsteller:Jorge Garcia, Naveen Andrews, Matthew Fox, Emilie de Ravin, Terry O'Quinn, Kim Yun, Yunjin Kim, Daniel Dae Kim, Dominic Monaghan, Harold Perrineau, Michael Emerson, Henry Ian Cusick, Evangeline Lilly, Josh Holloway
Vertrieb:Disney / ABC Studios
Norm:1080p / AVC MPEG-4
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:1,78:1
Tonformat:DTS 5.1 (dt., franz.), Dolby Digital 5.1 (dt., engl., franz.), Linear PCM 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Französisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch
Verpackung:SeastoneCase im Schuber
Blu-ray-Start:09.04.2009 (Kauf)
Bonus:
Disc 1:
  • Trailershow bei Disc-Start:
    • Disney Blu-ray Trailer (1:38 Min., 1080p)
    • Seasonplay Spot (0:31 Min., 1080p)
  • Zusammenfassung "Lost in 8 Minuten 15 Sekunden" (8:07 Min., 1080p)
  • Audiokommentar:
    • "Der Anfang vom Ende": Mit den Schauspielern Evangeline Lilly und Jorge Gracia (43:08 Min., 1080p)
Disc 2:
  • Audiokommentare:
    • "Die Konstante": Mit Cutter Mark Goldman, Co-Erfinder / Produzent Damon Lindelof und Produzent Carlton Cuse (43:08 Min., 1080p)
    • "Ji Yeon": Mit Regisseur Stephen Semel, sowie den Schauspielern Daniel Dae Kim und Yunjin Kim (42:46 Min., 1080p
Disc 4:
  • Audiokommentare:
    • "Die Rückkehr (Teil 2)": Mit Co-Erfinder / Produzent Damon Lindelof und Produzent Carlton Cuse (41:58 Min., 1080p)
    • "Die Rückkehr (Teil 3)": Mit Co-Erfinder / Produzent Damon Lindelof und Produzent Carlton Cuse (43:09 Min., 1080p)
Disc 5:
  • Am Set von "Lost":
    • Der Anfang vom Ende (4:20 Min., 1080i)
    • Für tot erklärt (4:34 Min., 1080i)
    • Die Konstante (5:25 Min., 1080i)
    • Die andere Frau (5:22 Min., 1080i)
    • Mein Name ist Kevin Johnson (4:14 Min., 1080i)
    • Konturen der Zukunft (7:43 Min., 1080i)
    • Hüttenzauber (4:51 Min., 1080i)
    • Die Rückkehr - Teil 2 (5:23 Min., 1080i)
  • Die Insel: "Lost" auf Hawaii (17:53 Min., 1080i)
  • Das Recht Waffen zu tragen (11:15 Min., 1080i)
  • Soundtrack zum Überleben: Kompositionen für Charaktere, Konflikte und Geheimnisse:
    • Das Thema der anderen (5:48 Min., 1080i)
    • Flaschenpost (6:56 Min., 1080i)
    • Giacchino und das Skript (3:23 Min., 1080i)
  • Pannen vom "Lost"-Dreh (3:22 Min., 1080i)
  • Zusätzliche Szenen:
    • Vorausdenken (0:52 Min., 1080p)
    • Gut geraten (1:33 Min., 1080p)
    • "Ich kenn mich aus mit Hühnchen" (1:19 Min., 1080p)
    • Unpopuläre Entscheidung (0:50 Min., 1080p)
    • In der Wüste (1:09 Min., 1080p)
    • Claires Vision (0:54 Min., 1080p)
    • Vertauen (1:01 Min., 1080p)
    • Ankunft in der Kirche (0:57 Min., 1080p)
    • Daniels Tagebuch (0:33 Min., 1080p)
  • Der Lauf Der Zukunft: Die definitiven Vorblenden:
    • Chronologische Reihenfolge:
      • Chronologische Reihenfolge (56:05 Min., 1080i)
      • Chronologische Reihenfolge mit Ausschnitten aus dem Skript und Hinweisen der Lost Autoren (52:49 Min., 1080i)
      • Einleitung von Damon Lindelof und Carlton Cuse (2:27 Min., 1080i)
    • Einem Charakter folgen:
      • Jack (30:14 Min., 1080i)
      • Kate (17:47 Min., 1080i)
      • Aaron (9:16 Min., 1080i)
      • Hurley (15:10 Min., 1080i)
      • Sun (7:27 Min., 1080i)
      • Sayid (9:37 Min., 1080i)
      • Ben (8:35 Min., 1080i)
  • Der Schwur Der Oceanic Sechs: Ein Netz aus Lügen (21:16 Min., 1080i)
  • Die Frachter-Crew (12:40 Min., 1080i)
  • Dreharbeiten auf offener See (7:50 Min., 1080i)
  • LOST: Fehlende Teile - Mobisodes:
    • Der König (2:03 Min., 1080i)
    • Jack trifft Ethan (2:34 Min., 1080i)
    • Die Abenteuer von Hurley und dem Frogurt (1:55 Min., 1080i)
    • Raum 23 (1:18 Min., 1080i)
    • Vergrabene Geheimnise (3:21 Min., 1080i)
    • Operation Sleeper (3:02 Min., 1080i)
    • Die Uhr (2:34 Min., 1080i)
    • Jin hat auf dem Golferplatz einen Wutanfall (2:10 Min., 1080i)
    • Der Umschlag (1:58 Min., 1080i)
    • Der Deal (2:56 Min., 1080i)
    • Tropische Depression (2:54 Min., 1080i)
    • Dr. Arzt (2:25 Min., 1080i)
    • So fängt es an (2:05 Min., 1080i)
Mehr als drei Monate sind nach dem verhängnisvollen Flugzeugabsturz des Oceanic-Fluges 815 vergangen. Sind "die Anderen" gekommen um die Überlebenden zu retten oder stellen sie möglicherweise eine viel größere Gefahr das als die Insel selbst? Die Überlebenden werden mit einer Menge neuer Probleme und überraschenden Wendungen konfrontiert. Wer sind diese Neuankömmlinge und was wollen sie wirklich?



Disc 1:

072. Der Anfang vom Ende / The Beginning of The End (43:08 Min.)
Die Überlebenden sind sich relativ sicher, bald von den Leuten vom Frachter gerettet zu werden. Allerdings können sie Charlies letzte Botschaft vor seinem Tod nicht richtig einordnen. Dieser hatte behauptet, dass die vermeintlichen Befreier nicht diejenigen seien, für die sie sich ausgeben. Unter den Gestrandeten herrscht daher allgemeine Verwirrung, und sie wissen nicht mehr, wem sie über den Weg trauen können und wem nicht. Dann bricht zu allem Übel auch noch ein Machtkampf zwischen Jack und Locke aus, denn Jack will die Insel unbedingt verlassen, Locke ist jedoch überzeugt, dass sie bleiben sollten. Wird die Situation eskalieren und das Ganze womöglich ein tragisches Ende für einen der beiden nehmen?


073. Für tot erklärt / Confirmed Dead (43:09 Min.)
Im Dschungel treffen Kate und Jack auf Daniel Faraday, der zum Team von Naomis Frachter gehört und mit einem Fallschirm aus dem Helikopter abgesprungen ist. Er berichtet, er sei mit drei weiteren Kollegen gekommen, um die Überlebenden zu retten und bittet Jack und Kate um Hilfe bei der Suche nach dem Rest seines Teams sowie ihrer verloren gegangenen Ausrüstung. Jack ist sich nicht sicher, ob er Daniel vertrauen kann, denn dieser trägt eine Waffe bei sich. Letztlich willigt er aber ein und die drei begeben sich auf die Suche. An einer Klippe finden sie schließlich Daniels Kollegen Miles, der scheinbar bewusstlos ist. Doch als Jack sich nähert, um Hilfe zu leisten, zückt Miles plötzlich eine Waffe und zielt auf ihn ...


074. Der Ökonom / The Economist (43:05 Min.)
Miles Straume versucht Jack zu überzeugen, dass er und seine Kollegen die Überlebenden von der Insel retten können. Aber dafür soll Jack zuerst Charlotte und Ben Linus herbeischaffen, die von Lockes Gruppe als Geiseln genommen wurden. Sayid und Kate erklären sich bereit, mit Locke über die Herausgabe der beiden zu verhandeln. Locke und seine Begleiter sind inzwischen an der Stelle angekommen, an der Locke zuletzt die Hütte des geheimnisvollen Jacob gesehen hatte. Doch von der Behausung des mutmaßlichen Anführers der "Anderen" fehlt jede Spur. Locke ist sichtlich verwirrt und beschließt, stattdessen zur mittlerweile verlassenen Siedlung der "Anderen" weiterzugehen. Unterwegs gelingt es Lockes Gruppe, Sayid, Kate und Miles in eine Falle zu locken. In einer "Vorausschau" auf kommende Ereignisse enthüllt die Folge, wie es Sayid nach seiner Zeit auf der Insel ergeht. Als undercover arbeitender Attentäter muss er das Vertrauen der Deutschen Elsa gewinnen, um so an deren Arbeitgeber heranzukommen, den mysteriösen "Ökonomen". Doch die Mission wird komplizierter, als Sayid erwartet hat - denn er verliebt sich in Elsa ...


Disc 2:

075. Der Deal / Eggtown (43:04 Min.)
John Locke hält Ben Linus weiterhin als Geisel gefangen. Locke bereitet ihm sogar das Frühstück zu, doch Ben hat nichts als eine höhnische Bemerkung für ihn übrig. Kate wiederum schließt einen Deal mit einem anderen Gefangenen von Locke, Miles Staume: Er erzählt ihr alles, was er über sie weiß, wenn er im Gegenzug kurz mit Ben sprechen darf. Bei der Unterhaltung wird klar, dass Miles die stolze Summe von 3,2 Millionen Dollar von Ben erpressen will und ihm eine Frist von einer Woche einräumt, um das Geld zu beschaffen. Noch bevor Locke die beiden finden kann, gibt Miles preis, dass er alles über Kates Vergangenheit weiß. Als Locke sie schließlich entdeckt, bestraft er Miles auf drastische Weise für seinen "Fluchtversuch". Unterdessen kehrt Jack mit Juliet Burke und den Neulingen Daniel Faraday und Charlotte Lewis zum Camp der Überlebenden am Stand zurück. Langsam wird den beiden jedoch unbehaglich zumute, denn es ist ihnen noch immer nicht gelungen, den Frachter per Satellitentelefon zu kontaktieren, um Gewissheit darüber zu erlangen, ob Desmond, Sayid und Frank sicher mit dem Helikopter dort angekommen sind ...


076. Die Konstante / The Constant (43:08 Min.)
Desmond und Sayid werden von Frank Lapidus im Hubschrauber zum Frachter geflogen. Als der Helikopter in Turbulenzen gerät, durchlebt Desmond einen unerklärlichen Flashback: Er findet sich plötzlich im Jahr 1996 wieder, in dem er als Soldat im Royal Scots-Regiment der britischen Armee diente. Als Desmond aus seinem tranceartigen Zustand erwacht, erkennt er weder Sayid noch Frank und kann sich auch sonst an nichts erinnern, was nach 1996 geschehen ist. Nach der Landung auf dem Frachter verschlechtert sich Desmonds Zustand weiter. Immer öfter springt sein Bewusstsein zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart des Jahres 2004 hin und her. Sayid gelingt es schließlich, per Satellitentelefon mit dem Lager am Strand Kontakt aufzunehmen. Von Daniel Faraday erfährt er, dass Desmond während des Fluges vermutlich einer starken elektromagnetischen Strahlung ausgesetzt war, die die Anfälle ausgelöst hat. Daniel, der mehr über Desmond zu wissen scheint, als es bisher den Anschein hatte, schlägt eine ungewöhnliche Lösung vor: Während seines nächsten Flashbacks soll sich Desmond zum Queen's College der Universität Oxford begeben. Im Jahr 1996 hatte Daniel Faraday hier eine Forschungsstelle als Physiker inne - und seine außergewöhnlichen Experimente könnten für Desmond die Rettung bedeuten ...


077. Die andere Frau / The Other Woman (43:00 Min.)
Daniel und Charlotte machen sich heimlich aus dem Strandlager davon. Als Jack und Juliet ihr Verschwinden bemerken, nehmen sie sofort die Verfolgung auf. Unterwegs begegnen die beiden Harper Stanhope, einer der Anderen, die ihnen eine eindringliche Warnung zukommen lässt: Demnach sind Daniel und Charlotte unterwegs zu einer der Dharma-Stationen, um ein Nervengas freizusetzen, das alle Bewohner der Insel töten würde. In der "Sturm"-Station kommt es wenig später zu einer dramatischen Konfrontation. Die Rückblenden enthüllen diesmal mehr über Juliets Vergangenheit als Mitglied der "Anderen" - insbesondere über ihre Beziehung zu Harper, deren Mann Goodwin und Ben Linus ...


078. Ji Yeon / Ji Yeon (42:46 Min.)
Sun beschließt, die Warnung von Juliet zu ignorieren, dass alle Frauen, die auf der Insel schwanger werden, nach wenigen Monaten unweigerlich sterben. Sie will mit Jin zu John Lockes Gruppe überlaufen, die sich weigert, die Insel zu verlassen. Juliet, die das aus Angst um Suns Leben unbedingt verhindern will, greift zu einer extremen Maßnahme. Auf dem Frachter Kahana werden Desmond und Sayid endlich zu Captain Gault vorgelassen. Er erklärt den beiden, dass er und seine Mannschaft von Charles Widmore angeheuert wurden, um Ben Linus gefangen zu nehmen. Als Sayid und Desmond nach dem Gespräch mit Gault zu ihren Kabinen zurückgebracht werden, treffen sie unerwartet auf einen alten Bekannten ...


Disc 3:

079. Mein Name ist Kevin Johnson / Meet Kevin Johnson (43:08 Min.)
Locke hält eine Besprechung in den Baracken ab, um den anderen Mitgliedern der Gruppe zu berichten, was er über den Frachter Kahana erfahren hat und Ben Linus bestätigt, dass Michael sein Spion ist. Nachdem das Meeting beendet ist, drängt Ben seine Tochter Alex zur Flucht zum Tempel, wo sich die Anderen aufhalten. Alex' Mutter, Danielle Rousseau, erklärt sich schließlich bereit, ihre Tochter und deren Freund Karl auf ihrer Reise dorthin zu begleiten. An Bord der Kahana fordert Sayid unterdessen Michael auf zu erklären, wie er auf das Boot gekommen ist. In einer Rückblende wird deutlich, wie Michael damals von der Insel fliehen konnte und wie es ihm danach erging: Zurück in Manhattan werden er und sein Sohn Walt sich immer fremder, nachdem er ihm den Mord an Libby und Ana-Lucia gebeichtet hat. Michael kommt über das eisige Verhältnis zu Walt nicht hinweg. Gerade als er versucht, seinem Leben ein Ende zu setzen, begegnet er einem alten Bekannten von der Insel, Tom. Der erklärt ihm, ein Selbstmord sei nicht möglich - die Insel würde das verbieten. Später erhält Michael vom Entführer seines Sohnes einen gefälschten Pass. Seine Mission: Er soll unter dem Decknamen "Kevin Johnson" auf der Kahana anheuern und alle an Bord töten ...


080. Konturen der Zukunft / The Shape of Things to Come (42:46 Min.)
Bernard findet am Strand einen angespülten Leichnam. Wie Daniel Faraday berichtet, handelt es sich dabei um den Schiffsarzt der Kahana. Jack untersucht den Toten und stellt fest, dass seine Kehle durchtrennt wurde. Daniel Faraday morst eine Nachricht an den Frachter, um in Erfahrung zu bringen, was Ray zugestoßen ist. Als die Antwort kommt, berichtet er Jack, Kate und Bernard, dass die Rettung bald kommen werde und es ihren Freunden gut ginge. Doch Bernard, der das Morsealphabet beherrscht, hat die wahre Botschaft verstanden und konfrontiert Daniel mit seiner Lüge. Unterdessen wird Alex von Martin Keamy und anderen Leuten vom Frachter gefangen genommen und von ihnen zu den Baracken gebracht. Es gelingt Alex jedoch, einen Alarm auszulösen, der Ben die Ankunft von Feinden signalisiert ...


081. Die Operation / Something Nice Back Home (43:08 Min.)
Jack fühlt sich krank und klagt über Schmerzen in der Bauchgegend. Juliet bestätigt seinen alarmierenden Verdacht - Jack leidet an einer Blinddarmentzündung! Ohne professionelle medizinische Ausrüstung ist eine Operation sehr riskant, doch Juliet sieht keine Alternative, wenn sie Jacks Leben retten will. Sun macht sich mit ihrem Mann Jin sowie den Frachter-Crewmitgliedern Daniel und Charlotte auf en Weg zur Stab-Station, um alles für die Operation Notwendige zu besorgen. Unterwegs machen Sun und Jin eine Entdeckung, die ihr Misstrauen gegenüber den Neuankömmlingen vom Frachter erneut anfacht. Unterdessen stoßen Sawyer, Claire und Miles im Wald auf die hastig verscharrten Leichen von Danielle und Karl. Nur dem beherzten Eingreifen des Piloten Frank Lapidus ist es zu verdanken, dass das Trio um Haaresbreite Martin Keamy und seinem brutalen Söldnerteam entkommen kann ...


082. Hüttenzauber / Cabin Fever (43:08 Min.)
Locke, Hurley und Ben suchen gemeinsam nach der Hütte des mysteriösen Jacob - jedoch vergeblich. Erst eine Vision, in der ihm das tote DHARMA-Mitglied Horace Goodspeed erscheint, bringt Locke schließlich auf die richtige Spur. Mittlerweile ist Martin Keamy mit seinem Söldnertrupp auf die Kahana zurückgekehrt. Keamy ist außer sich vor Wut, da er beim Angriff auf die Baracken mehrere seiner Männer verloren hat. Er beschuldigt Kapitän Gault, das Landungsunternehmen der Söldner an Ben verraten zu haben. In die Enge getrieben sieht Gault keine andere Möglichkeit, als den wahren Verräter preiszugeben: Michael. Während Michael von Keamys Männern zum Verhör unter Deck gebracht wird, nutzt Sayid das allgemeine Durcheinander an Deck zur Flucht. Er befürchtet, dass die aufgebrachten Söldner die nächste Gelegenheit nutzen werden, um jeden auf der Insel zu töten ...


Disc 4:

083. Die Rückkehr (1) / There's No Place Like Home (1) (42:57 Min.)
Jack und Kate folgen dem Signal des Satellitentelefons, das Frank Lapidus aus dem Hubschrauber abgeworfen hat. Unterwegs begegnen sie Sawyer, der den kleinen Aaron bei sich hat, und Miles Straume. Während Kate Aaron und Miles zurück zum Strand bringt, beschließen Jack und Sawyer, gemeinsam nach Hurley zu suchen und ihn vor Keamys Söldnertrupp zu retten. Währenddessen hat Daniel Faraday damit begonnen, die ersten Überlebenden vom Strand zur Kahana zu bringen. Als sie auf dem Schiff ankommen, erwartet sie jedoch nicht die erhoffte Rettung, sondern eine tödliche Bedrohung. Auf der Insel spitzt sich derweil auch für Ben Linus und Locke die Lage zu: Keamys Männer sind vor den beiden in der als botanische Forschungsanlage getarnten DHARMA-Station "Orchidee" angekommen. Damit Locke dennoch ungesehen in den geheimen unterirdischen Trakt der Station gelangt, setzt Ben alles auf eine Karte - und liefert sich freiwillig den Söldnern aus. In Vorausblenden wird diesmal enthüllt, was die sechs von der Insel entkommenen Überlebenden, die "Oceanic Six", unmittelbar nach ihrer Rückkehr in die Zivilisation erlebt haben ...


084. Die Rückkehr (2) / There's No Place Like Home (2) (41:56 Min.)
An der "Orchidee"-Station treffen Jack und Sawyer auf Hurley und Locke. Die Wiedersehensfreude wird allerdings schnell durch eine Meinungsverschiedenheit getrübt. Locke verlangt von Jack, er solle auf der Insel bleiben, da er sein Schicksal noch nicht erfüllt habe. Als Jack sich weigert, bittet Locke ihn eindringlich, zumindest über die Insel zu schweigen, um die Sicherheit der Zurückbleibenden nicht zu gefährden. Noch bleibt unklar, ob Jack zu diesem Zugeständnis bereit ist. Er macht sich mit Sawyer und Hurley in Richtung Helikopter auf - aber hier werden die drei bereits von Keamy und seinem Söldnertrupp erwartet. Unterdessen sind Desmond, Jin und Michael auf der Kahana fieberhaft damit beschäftigt, die von Keamy zurückgelassene Bombe zu entschärfen. Der geringste Fehler könnte für alle an Bord den Tod bedeuten. Auf der Insel haben es Locke und Ben mittlerweile ins geheime Labor unter der "Orchidee" geschafft. Allerdings ist es auch einem ihrer ärgsten Widersacher gelungen, in die Bunkeranlage vorzudringen ...


085. Die Rückkehr (3) / There's No Place Like Home (3) (43:09 Min.)
Mit knapper Not gelingt es Sun, Jack, Sayid, Hurley, Desmond und Kate und Aaron, sich in Franks Hubschrauber zu retten, bevor die Kahana explodiert. Doch sie mussten einige ihrer Weggefährten auf dem Frachter zurücklassen - darunter auch Suns Mann Jin. In der "Orchidee"-Station wird Locke von Ben zum neuen Anführer der "Anderen" ernannt. Ben selbst sieht nach dem Tod von Keamy nur noch eine Chance, um die Insel vor einem weiteren Söldnerüberfall zu schützen. Er muss die gesamte Insel "verschieben". Die Sache hat allerdings einen Haken - wer diese Aufgabe übernimmt, verschwindet für immer von der Insel und kann nicht mehr zurückkehren. Während er diese Aufgabe in Angriff nimmt, spielen sich im Helikopter dramatische Szenen ab. Ohne einen Tropfen Treibstoff im Tank bleibt Frank nichts anderes übrig, als eine Notlandung auf dem Wasser zu versuchen ...


See you in another life, brother.

Ein Erdenjahr entspricht im "Lost"-Universum einem Monat. Das stelle man sich mal vor! Vor vier Jahren wurde eine neue amerikanische Serie angekündigt mit dem Namen "Lost". Hierzulande wurde die Werbetrommel gerührt, indem ein Photo von Jack (Matthew Fox) im Anzug vor einem Flugzeugwrack abgebildet wurde. Der Inhalt kündigte sich mit "Überlebende eines Flugzeugabsturzes müssen sich auf einer einsamen Insel zurecht finden" an. Für die meisten klang das wie eine Mischung aus "Robinson Crusoe" und "Lord of the Flies" - und ehrlich gesagt ist die Serie dies auch. Nur ist sie noch viel mehr, noch etwas Interner Link"X-Files", ein Hauch Interner Link"Twin Peaks" und eine Portion (schwarzer) Humor. Die erste Staffel wurde zum neuen Serienphänomen, eine Fanbase hatte sich rasch entwickelt. Frühzeitig fand die Serie ihren Platz in unserer Popkultur und in andere Serien wie "The Office". Auch die zweite Staffel konnte den Erwartungen gerecht werden und legte im Grunde sogar noch einmal eine Schippe drauf. Erst in der dritten Staffel gingen die Einschaltquoten etwas zurück, manche Ideen der Produzenten Damon Lindelof und Carlton Cuse (Nikki und Paolo z.B.) fanden bei den Fans keinen Anklang. Doch der Cliffhanger der dritten Staffel versprach eine viel versprechende Wendung, nicht nur für die vierte, sondern auch die beiden letzten Staffeln. Die Ausstrahlung wurde ab der vierten Staffel an Interner Link"24" orientiert, sprich: man strahlte nicht mehr ab September, sondern erst ab Februar aus. Dann trat jedoch ein Ereignis ein, welches den Produzenten einen Strich durch die Rechnung machte, obwohl es ein absehbares Ereignis war: der Autorenstreik in Hollywood.


Da der Autorenstreik angekündigt worden war, macht es die Tatsache, dass nicht alle 16 "Lost"-Folgen fertig geschrieben waren, nur noch trauriger. Wieso haben sich Lindelof und Cuse nicht bemüht alle sechzehn Skripte bis November fertig zu haben? Acht Folgen waren abgedreht und man überlegte sich, die vierte Staffel nach der achten Folge in die Sommerpause zu schicken. Sollten die Fans neun Monate gewartet haben, um acht Folgen zu sehen, ehe sie erneut zehn Monate warten dürften? Nachdem der Autorenstreik beendet wurde, nahm man die Arbeit wieder auf, fünf weitere Folgen sollten noch produziert werden, Cuse und Lindelof konnten ABC zudem eine Doppelfolge als Staffelfinale abschwatzen. Da die vierte Staffel nun lediglich 13 respektive 14 Folgen statt der geplanten sechzehn hat, werden die fünfte und sechste (sowie letzte) Staffel statt 16 nunmehr 17 Folgen haben, sodass die ursprünglich angedachte Zahl wieder erreicht wurde.
Während die Quoten in den USA vor dem Hiatus zwischen Folge acht und neun gut waren, nahmen sie anschließend ab. Lediglich das Staffelfinale schaffte es auf Platz Eins seiner Sendezeit. Ich selbst war von der vierten Staffel "Lost" enttäuscht, der Bruch in der Handlung war mir zu harsch. Die vierte Staffel unterscheidet sich sehr von der Atmosphäre der ersten beiden Staffeln. Doch die dritte Staffel hatte mich gelehrt, alles in seinem rechten Blick zu sehen. Ein endgültiges Urteil (dieses hier) wollte ich erst nach der Zweitsichtung fällen. Die vierte Staffel ähnelt sehr der dritten, beide verfügen über eine Tonveränderung im Vergleich zu den ersten beiden Staffeln.


Diese gefallen mir gerade wegen des Robinson- und Lord of Flies-Charakter so sehr. Irgendein Monster ist auf der Insel? Irgendwelche "Anderen" die Kinder klauen? Wer, wie, was, wo? Die erste Staffel lebte nicht nur von der neuen, mysteriösen Umgebung, sondern vor allem von der Exposition ihrer Charaktere. Hierzu dienten die Rückblenden in jeder Folge, die sich thematisch immer sehr geschickt mit der Handlung auf der Insel in Verbindung setzen lassen. Da kann sich jeder Zuschauer seine Favoriten herauspicken, ich selbst konnte mit den Folgen von Kate Austin (Evangeline Lilly) noch nie groß etwas anfangen, ebenso wenig faszinierten mich Charlie Pace (Dominic Monaghan) und Claire Littleton (Emelie de Ravin). Ich bin ein Jackster und fahre auf Hugo/Hurley (Jorge Garcia) ab. Aber diesbezüglich schmiert sich jeder sein Brot selbst. Der zweiten Staffel gelang es dann noch mal an der Spannungsschraube zu drehen. Was ist die Bodenluke und woher kennt Jack deren Bewohner Desmond (Henry Ian Cusick)? Die Dharma Initiative fand Einzug in die Handlung und ist eine der faszinierendsten Kniffe in der Fernsehgeschichte. "What is the Dharma Initiative?", fragte Dwight K. Schrute einst Ryan in einer Folge von "The Office". Eine Trickfrage, denn die Antwort wissen nur Cuse und Lindelof.


Gelungen war in der zweiten Staffel auch der Einbezug der Anderen und der restlichen Überlenden vom Oceanic Flug 815. Ana Lucia Cortez (Michelle Rodriguez) und Mr. Eko (Adewale Akkinuoye-Agbaje) wuchsen mir sofort ans Herz und die Figur von Libby (Cynthia Watros) ist einer der mysteriösesten im ganzen Lostiversum. Die finalen Folgen der zweiten Staffel knüpften ein WTF-Moment an den nächsten, ich hatte das Glück damals hinter der Serie her zu sein und die zweite Staffel somit in einem Aufwasch zu sehen. Der Opener der dritten Staffel knüpfte hier kongenial an und zählt nicht umsonst zu den - meiner Ansicht nach - fünf besten Folgen der Seriengeschichte (wobei diese Position durch eine Episode der vierten Staffel gefährdet sein könnte). Die dritte Staffel beschäftigte sich ausführlich mit den "Anderen" und ihrer Geschichte. Sagte ich "ausführlich"? Das stimmt eigentlich nicht, im Grunde erfährt man nicht viel über die "Anderen" oder vielleicht doch? Der Erfolg von "Lost" drückt sich sicherlich in dieser Hinsicht aus: die Serie beantwortet keine Fragen. Und wenn sie durchaus mal eine Frage beantwortet, stellt sie sogleich zwei neue Fragen. Unzählige Fragen. Fragen, auf die es keine Antwort gibt. In der vierten Staffel fragt Locke (Terry O'Quinn) an einer Stelle Ben (Michael Emerson), was eigentlich das Monster ist. Eine erstaunliche Frage, zumindest aus dem Mund von Locke. Denn der interessiert sich überhaupt nicht für die exakte Geschichte des Monsters, es ist eine Frage der Fans, gestellt durch die Figur von Locke. Die Antwort von Ben ist typisch "Lost": Ich weiß es nicht. Doch Ben weiß sehr viel mehr, als er bereit ist einzugestehen, das wird das Publikum noch erfahren.


Nachdem "Through the Looking Glass" bereits mit einer Vorblende und der Enthüllung, dass einige Losties von der Insel kommen, aufgewartet hatte, wird in der vierten Staffel Ernst gemacht. Sechs der Losties schaffen es von der Insel, bei wem es sich hierbei neben Jack und Kate handelt, soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Der Aufbau der vierten Staffel macht es jedoch interessant, wie es gerade diese sechs treffen soll und das Finale von "There's No Place Like Home" schafft es dies gelungen zu verknüpfen. Doch erstmal bewahrheitet sich in der Eröffnungsfolge ein Spoiler aus der letzten Staffel: Die Losties spalten sich auf. Grund ist Charlies letzte Mitteilung an Desmond im Vorjahresstaffelfinale. Dass Locke nicht gerade gut auf die Frachtleute zu sprechen ist, weiß man inzwischen; ihm schließen sich in "The Beginning of the End" neben Hurley und Claire zur Überraschung von Kate auch Sawyer (Josh Holloway) an.
Die Losties sind nunmehr gespalten und das Handlungsgeschehen rund um Locke und die anderen wird sich bis zur neunten Folge ("The Shape of Things to Come") sehr flach halten. Viel Spannung verbirgt sich auch nicht am Strand, auf dem sich Jack, Kate und Juliet (Elizabeth Mitchell) mit den beiden Frachtleuten Daniel (Jeremy Davies) und Charlotte (Rebecca Mader) und deren Geheimnissen auseinander setzen müssen. Ebenso wenig los ist an sich auf dem Frachter selbst, auf welchem Sayid (Naveen Andrews) und Desmond auf ein bekanntes Gesicht treffen: Michael (Harold Perrineau). Nicht nur, weil es bereits Monate vorher im Internet geisterte, war die Rückkehr von Perrineau keine Überraschung. Dem aufmerksamen Zuschauer wird sein Name in den Credits bereits in der ersten Folge der vierten Staffel auftauchen, obwohl man ihn erst in Folge acht ("Meet Kevin Johnson") zu sehen bekommen wird. Ziemlich lausig durchdacht von TPTB.


Um was es in Staffel Vier wirklich geht und wo sich die Action, Spannung und Unterhaltung verbürgt, das sind die Vorblenden der einzelnen Charaktere sprich der sechs Losties, die als "Oceanic Six" berühmt werden. Jack hat es bereits in "Through the Looking Glass" vorweg genommen, die Losties müssen zurück auf die Insel. Wie es Jack, Kate und den übrigen vier nach ihrer Rückkehr ergangen ist, zeigen deren einzelne Vorblenden. Es dürfte niemanden überraschen, dass es ihnen nicht viel besser geht, als vor ihrem Absturz auf der Insel. Was viele jedoch verdrängen, auch auf der Insel geht es den Überlebenden nicht wirklich gut. Klar, Kate muss nicht mehr davon rennen und Jin (Daniel Dae-Kim) keine schmutzige Arbeit mehr erledigen, aber wirklich ändern wird sich für die Losties auch nichts. Sayid foltert auch auf der Insel weiterhin Leute, Jack wiederum versuch alles in Ordnung zu bringen, wie er es schon in Los Angeles getan hat. Charlie kämpfte mit seiner Heroinsucht und Claire mit ihrer Mutterschaft. Irgendwie war alles business as usual - abgesehen von Locke. Locke wirkte als einziger durchweg glücklich auf der Insel und was es mit ihm und der Insel tatsächlich zu tun hat respektive haben könnte, deutet sich in seiner zentralen Folge "Cabin Fever" an. Das Schicksal spielt in der vierten Staffel eine größere Rolle als in den Vorgängern. Noch immer fragt man sich, was die Insel eigentlich ist, vom wem sie für welchen Zweck erschaffen wurde. Eine Theorie, die sich nach der Folge "Cabin Fever" aufdrängen könnte, wäre: Die Insel verfügt über ein Bewusstsein. Dieses Bewusstsein manifestiert sich in Jacob, dem ominösen Anführer der "Anderen", den man bisher noch nicht zu Gesicht bekam - oder doch?


Wie angesprochen verfügt die Serie über viele neue Fragen und wenig Antworten auf die alten. Die für mich gelungenste Folge - manche dürfte es nicht überraschen - ist "The Constant", die zentrierte Desmond-Episode. Sie stellt jedoch auch eine der wenigen Folgen dar, die tatsächlich etwas wie eine Antwort auf ein entscheidendes "Lost"-Mysterium anbietet. Ist Desmond in "Flashes Before Your Eyes" tatsächlich in die Vergangenheit gereist? Die Antwort lautet inzwischen "ja". Doch nicht Desmond ist gereist, sondern lediglich sein Bewusstsein, sein Geist. Dies hängt weniger mit Desmond selbst, als vielmehr mit der Insel beziehungsweise ihrer Strahlung zusammen. Zudem ist "The Constant" eine liebevolle Hommage an den Sci-Fi-Klassiker "Back to the Future", in welchem gegenwärtige Ereignisse durch die Einmischung der Zukunft in die Vergangenheit zusammenhängen oder anders gesagt unabdingbar. Aber auch "Meet Kevin Johnson", "The Shape of Things to Come" und "There's No Place Like Home (3)" unterstützen den Kanon der Serie und helfen bei deren Verständnis. Wie immer bei "Lost" spielt sich das Geschehen einer Staffel innerhalb von vier Wochen ab, außer in der vierten Staffel. Die vierzehn Folgen spiegeln im Grunde alle einen einzelnen Tag wieder, die Handlung auf der Insel findet vom 23. Dezember 2004 bis 7. Januar 2005 statt. Fast exakt zwei Wochen also, insgesamt befinden sich die Losties nunmehr seit nicht mal vier Monaten auf der Insel. Von den rund vierzig Überlebenden Losties auf der Insel sterben im Verlauf der vierten Staffel (vormerklich die "red shirts") beinahe alle. Die Konzentration liegt ziemlich stark auf dem "A-Team", was sich auch in "The Shape of Things to Come" niederschlägt. Eine Beratung von Locke wird lediglich von den bekannten Figuren besucht, die "red shirts" müssen draußen bleiben.


Das Schöne an "Lost" ist, dass nur weil man tot ist dies nicht heißt, man kann nicht zurückkommen. Es wird im Verlauf der Staffel ein Wiedersehen mit Dominic Monaghan, Brett Cullen (Goodwin), Cynthia Watros, Malcom David Kelly (Walt), M.C. Gainey (Tom) und anderen wie John Terry (Christian Shephard) geben. Eine prominente Rolle, auch in den kommenden Staffeln, wird Alan Dale als Charles Widmore einnehmen. Etwas schade ist, dass man über die drei Frachtleute Charlotte, Daniel und Miles (Ken Leung) nicht viel erfahren hat, nicht einmal in ihrer zentralen Episode "Confirmed Dead". Alle drei bleiben der Serie jedoch erhalten. Ohnehin wird die fünfte Staffel äußerst interessant werden, allein wegen ihrem Aufbau, schließlich sind manche Losties jetzt in Amerika und die anderen auf der Insel. Wie wird hier die Erzählform aussehen, wird man erfahren, was sich in der Zwischenzeit auf der Insel rund um die Zurückgebliebenen abspielt? Oder wartet die Staffeleröffnung mit einem traditionellen, kongenialen Kniff auf? Only time will tell und bis dahin dauert es noch einige Monate (zumindest bis zur nächsten Blu-ray/DVD-Veröffentlichung). Es sind noch vierunddreißig Folgen, die TPTB bleiben, um ihre Serie zu einem Ende zu bringen. Bis dahin muss noch viel erklärt werden, darunter: Was ist das Monster, who the fuck is Richard Alpert und wieso sind die Losties wirklich auf der Insel abgestürzt? Cuse und Lindelof versprechen eine Auflösung, die schockieren wird - man darf gespannt sein.


"Lost" (l.) macht sich einen Spaß aus Josh Holloways Werbung für Davidoff (r.)

Aufgrund der reduzierten Episodenzahl kommen manche Figuren etwas kurz im Lostiversum. Man mag sich daran beißen - so wie ich - aber Juliet erhält wieder eine Rückblende ("The Other Woman"), die nicht besonders viel Licht ins Dunkle bringt. Auch die Folgen von Kate ("Eggtown", die schlechteste der Staffel) sowie Sun und Jin ("Ji Yeon") sind jetzt nicht gerade die Knüller, ebenso wenig die "Something Nice Back Home" über Jack. Keine zentrale Folge haben diesmal Claire und Sawyer bekommen, letzteres dürfte vor allem den weiblichen Fans bitter aufgestoßen sein, doch TPTB entschädigten sie in Sawyers letzter Einstellung für diese Staffel mit einem kleinen Spoof von Holloways Davidoff-Werbung. Erfreulich ist dagegen, dass nach der für ihn sehr mauen dritten Staffel Sayid etwas mehr in den Fokus rückt. Allgemein halten die eine oder andere Charakterentwicklung Überraschungen für das Publikum bereit. Hauptsächlich Regie geführt haben in der vierten Staffel die Erfahrenen Jack Bender und Stephen Williams, meisterlich unterstützt wurden sie erneut von Komponist Michael Giacchino. Man schaue sich nur "There's No Place Like Home (3)" an und staune ob Giacchinos brillantem Score zur Serie. Schauspielerisch zu loben ist neben Terry O'Quinn auch Ken Leung, dessen Figur mir selbst richtig Spaß macht. Henry Ian Cusick spielt sie trotzdem alle an die Wand. Obschon er mir unsympathisch ist, muss man aber auch Kevin Duran (Keamy) lobend erwähnen. Matthew Fox hingegen baut im Vergleich zu früheren Staffeln etwas ab, wird aber in seiner Figur auch nicht sonderlich gefordert. Mir selbst ist die vierte Staffel zu actionreich, der Mystery-Faktor der ersten beiden Staffeln nimmt etwas ab. Dank der Zweitsichtung kann ich die Staffel jedoch besser verordnen und die Wertung hat einen halben Punkt dazu gewonnen. Ein Fazit, dass sich mir dabei erschlossen hat, ist dass "Lost" schon lange keine Serie mehr ist, sondern vielmehr ein gottverdammtes Erlebnis. Die Figuren sind einem enorm ans Herz gewachsen und ich bin mir sicher, "Lost" hat seinen Platz in der vordersten Reihe der Fernsehgeschichte sicher.


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Noch bevor die vorherigen Staffeln der mehr als erfolgreichen US-Mystery-Serie in Deutschland auf Blu-ray erscheinen, veröffentlicht Disney aus aktuellem Anlass Season 4 in High Definition. Für Neulinge der Serie dürfte das erst einmal uninteressant sein, denn die ersten drei Staffeln erscheinen hierzulande erst in den kommenden Monaten. "Lost"-Fans allerdings dürfen sich über ein absolut grandioses High Definition-Erlebnis freuen.
Die Serie wurde auf Zelluloid gedreht und gehört zu den wenigen Produktionen auf dem Markt, welche wie ein Kinofilm aussehen und mit einer leichten Körnigkeit aufwarten, welche lediglich in dunkleren Szenen etwas stärker ausfällt. Das Bild zeigt sich durchweg scharf und detailliert, erreicht dabei nicht selten Referenzwerte und vor allem in Close-Ups sind jede Pore und Faser der Protagonisten bzw. der Gegenstände bestens ersichtlich. Es ist eher eine Seltenheit, dass das Bild mal etwas weicher wird. Selbst dezent wahrnehmbare Doppelkonturen sind kaum der Rede wert. Dafür erfreut sich das Bild einer enormen Tiefenwirkung und hervorragenden Plastizität. Der Kontrast arbeitet ebenfalls sehr ausgewogen und zeichnet ein sattes Schwarz, wie man es von einer Serie bisher noch nie gesehen hat. Da stören selbst kleinere Überstrahlungen in hellen Bildteilen nicht und können wohlwohlend als Stilmittel abgetan werden. Die Farbgebung erweist sich als angenehm warm und wurde leicht verfremdet, ohne ins Unnatürliche abzudriften. Vielmehr dürfen wir uns über satte und kräftige Farbtöne freuen, welche das nahezu perfekte Bild abrunden. Bildtechnisch bisher die beste Serie auf Blu-ray.
Beim Ton muss sich die Serie ebenfalls nicht zu verstecken, denn es wird eine kinoreife Abmischung spendiert, welche mit einer sehr stimmigen und atmosphärischen Soundkulisse aufwartet. Der sehr lebhafte deutsche DTS 5.1-Track nutzt eine Vielzahl von Nebengeräuschen für sich und erreicht damit ein tolles Raumgefühl mit teilweise überraschend basslastigen Effekten, welche stellenweise mit wirklich gut platzierten direktionalen Effekten in den Actionszenen aufwarten. Doch "Lost" ist keine Actionserie und so wird mehr Wert auf die Sprachwiedergabe als auf die Effekte gelegt. Daraus resultiert eine sehr gut ausbalancierte Stimmwiedergabe, die stets hervorragend verständlich bleibt. Während Dialoge die jeweiligen Folgen dominieren, ist der Effektbereich weitgehend stumm. Hier kommt der komplett mit Orchester eingespielte Score von Michael Giacchino ins Spiel. Dieser sorgt für die nötige Spannung und verteilt sich sehr dezent im Hintergrund auf sämtliche Kanäle. Beim englischen PCM 5.1-Mix klingt dies noch um einiges differenzierter und klarer als beim deutschen DTS 5.1 bzw. Dolby Digital 5.1-Track. Vor allem das Zusammenspiel von Geräuschen, Score und Dialogen gelingt dem Originalton wesentlich präziser als seinem deutschen Pendant. So bleibt letztlich ein minimalistisches Klangbild mit einigen gut eingestreuten Effekten, also die perfekte Mischung für eine die "Lost"-Atmosphäre. Optional gibt es natürlich weitere Sprachfassungen, sowie diverse Untertitel.


Beim Bonusmaterial wurde sehr viel Wert auf Qualität gelegt, weswegen es auf alle fünf Discs verteilt wurde, von denen Scheibe Nr. 5 randvoll mit Zusatzmaterial ist. Brandneu ist vor allem das sogenannte "SeasonPlay"-Feature, welches auf allen Discs verfügbar ist. Es erkennt, welche der Episoden bereits angesehen wurden und setzt die Wiedergabe exakt an der Stelle fort, an der ihr zuletzt geschaut habt. Eine durchaus brauchbare Funktion, vor allem da die herkömmliche Resume-Funktion bei dem Titel nicht funktioniert, was an der verwendeten Java-Technik liegen dürfte.
Auf der ersten Disc befindet sich "Lost in 8 Minuten und 15 Sekunden", das eine Zusammenfassung der ersten drei Staffeln im Schnelldurchlauf darstellt, wobei es Quereinsteiger trotzdem schwer haben werden, der Handlung ohne Vorkenntnisse zu folgen. Somit reicht diese Zusammenfassung gerade mal zum Auffrischen.
Wer Folgen gern mal doppelt guckt, darf sich über insgesamt fünf deutsch untertitelte Audiokommentare freuen, welche auf die Discs verteilt wurden. Bei den Kommentaren gehen u.a. Regisseur, Produzenten und Darsteller auf die Entstehung der jeweiligen Folge ein und halten sich auch nicht mit Einzelheiten zurück, wodurch jeder der fünf Kommentare äußerst interessant ausfällt und auch allgemeine Informationen rund um die Serie preis gegeben werden.
Auf der fünften und somit letzten Disc befindet sich das eigentlich Bonusmaterial, das mit einem sehr ausführlichen Making of mit dem Titel "Am Set von Lost" startet. Diese 42minütige, in 8 Kapitel aufgeteilte Dokumentation durchleuchtet verschiedene Produktionsaspekte der Serie und gewährt uns somit einen sehr ausführlichen und tiefen Einblick hinter die Kulissen der amerikanischen Kultserie. Gefolgt wird es vom 18minütigen Featurette über den exotischen Drehort auf Hawaii namens "Die Insel: Lost auf Haiwaii" und einem Bericht namens "Das Recht Waffen zu tragen", der von den vielen verschiedenen Waffen im Film handelt und mit knapp 11 Minuten leider etwas öde und nichtssagend ausgefallen ist. Das ändert sich zum Glück in den nachfolgenden 42 Minuten. "Soundtrack zum Überleben" wurde in kleine Segmente unterteilt und zeigt die aufwendige Arbeit am Score der Serie, der wie bei Kinofilmen von einem kompletten Orchester eingespielt wurde, sowie Ausschnitt aus einer Sinfonie-Aufführung von Michael Giacchinos Musik zur Serie. "Die Frachter Crew" thematisiert die neuen Figuren in der vierten Staffel, ist aber nur bedingt interessant. Da gefällt mir das 8minütige Featurette "Dreharbeiten auf offener See" deutlich besser, denn es gibt einen kleinen Einblick in die aufwendige Arbeit auf hoher See. Wer es etwas lustiger haben will, darf sich über 3 Minuten an "Pannen vom Dreh" freuen. Zudem gibt es neun zusätzliche Szenen mit einer Gesamtlaufzeit von knapp neun Minuten. Unter "Der Lauf der Zeit: Die definitiven Vorblenden" verbirgt sich ein interaktives Feature mit einer Gesamtlaufzeit von über 56 Minuten. Zuvor muss man sein Wissen zur "Lost"-Zeitleiste unter Beweis stellen und 10 Vorblenden in chronologischer Reihenfolge zusammenfügen. Hat man dies geschafft, darf man sich sämtliche Vorblenden der Serie an einem Stück anschauen, oder man wählt eine von sieben Personen und schaut sich nur deren Parts an. Desweiteren gibt es eine kurze Einleitung der Macher und als Pop-Up lassen sich diverse Skript-Auszüge anwählen.
Bei der "Mockumentary" (fiktionaler Dokumentarfilm) "Der Schwur der Oceanic Sechs: Ein Netz aus Lügen" wird anhand von 21 Minuten die Konspiration der Inselbewohner untereinander durchleuchtet und aufgedeckt wird. Ziemlich witzig! Den Mobisodes, dreizehn für das Internet produzierte kurz Sequenzen, welche die einzelnen Figuren der Serie etwas genauer durchleuchten, gehören die letzten 31 Minuten.


Selten findet man eine Serie mit solch reichhaltigem Bonusmaterial wie bei dieser Veröffentlichung. Noch dazu liegen sämtliche Extras in High Definition 1080i vor und wurden komplett deutsch untertitelt. Das Menü ist schlicht, aber dennoch sehr ansprechend umgesetzt und zudem soll die Box eine Vielzahl von Hidden Features enthalten, wovon wir aber erst ein paar wenige gefunden haben. Wir können aber davon ausgehen, dass sich die gleichen Easter Eggs wie bei der DVD-Box versteckt haben - die müssen aber erst einmal gefunden werden. Ansonsten bleibt eigentlich nur noch zu sagen, dass rein technisch die vierte Staffel von "Lost" ein Traum für jeden Fan der Serie ist. Wer bisher noch keinen Blu-ray-Player sein Eigen nennt, sollte nicht mehr länger zögern. "Lost" gehört nicht nur zu den besten Serien aller Zeiten, sondern auch zu den bestaussehendsten und bietet High Definition der Extraklasse. Da freuen wir uns schon auf die nächsten Staffeln, welche qualitativ hoffentlich mit dieser mithalten können. Die Box wird übrigens als SeastoneCase mit Schuber ausgeliefert. Leider gibt es kein Wendecover, so dass wir uns an das hässliche FSK-Logo auf der Frontseite gewöhnen müssen.


Film++++/-
Bild+++++/
Ton+++++-
Bonus++++++


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Lost (Die komplette vierte Staffel)
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