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D, USA 2008
Originaltitel:Alone in the Dark II
Alternativtitel:Alone in the Dark: Fate of Existence
aka. Alone in the Dark 2
Länge:91:36 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Michael Roesch , Peter Scheerer
Buch:Michael Roesch , Peter Scheerer
Kamera:Zoran Popovic
Musik:Jessica de Rooij
SFX:Richard Miranda, Kevin Beauchamp
Darsteller:Rick Yune, Rachel Specter, Lance Henriksen, Michael Pare, Jason Connery, Danny Trejo, P.J. Soles, Ralf Moeller, Allison Lange, Bill Moseley, Natassia Malthe, Zack Ward, Brooklyn Sudano, Peter Looney
Vertrieb:Splendid
Norm:1080p / VC-1
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:2,35:1
Tonformat:DTS-HD 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:28.11.2008 (Kauf)
Bonus:
  • Audiokommentar von Peter Scheerer, Michael Roeschm und Uwe Boll
  • Behind the Scenes (10:12 Min., 576p)
  • B-Roll (4:08 Min., 576p)
  • Make-up & Special Effects (6:33 Min., 576p)
  • Into the Dark (15:00 Min., 576p)
  • Interviews:
    • Alison Lange (1:58 Min., 576p)
    • Bill Moseley (3:26 Min., 576p)
    • Brooklyn Sudano (1:46 Min., 576p)
    • Jason Connery (2:01 Min., 576p)
    • Lance Henriksen (2:53 Min., 576p)
    • Michael Pare (2:29 Min., 576p)
    • Rachel Specter (1:22 Min., 576p)
    • Ralf Moeller (4:12 Min., 576p)
    • Rick Yune (4:04 Min., 576p)
    • Zack Ward (0:44 Min., 576p)
  • Trailershow: [Deutsch / Englisch]
    • Alone in the Dark 2 (1:46 Min., 576p)
    • Bloodrayne 2 (2:00 Min., 576p)
    • Demon Days (1:10 Min., 576p)
    • Brotherhood of Blood (1:17 Min., 576p)
    • Seed (1:28 Min., 576p)
    • Far Cry (1:39 Min., 576p)
    • Dance of the Dead (1:48 Min., 576p)
  • Amasia-Trailershow: [Deutsch / Original mit holl. Untertitel.]
    • Restless (2:11 Min., 576p)
    • Bloody Tie (3:06 Min., 576p)
    • Gang Fight (2:03 Min., 576p)
    • Straßen der Gewalt (2:12 Min., 576p)
    • Killerlady (2:24 Min., 576p)
    • Art of Revenge (2:14 Min., 576p)
    • Silent Killer (2:13 Min., 576p)
    • Blood Rain (1:55 Min., 576p)
    • Gangster High (2:39 Min., 576p)
    • Dororo (1:16 Min., 576p)
    • Haunted Village (1:53 Min., 576p)
    • State of Violence (2:14 Min., 576p)
    • Crime City Cops (1:53 Min., 576p)
    • Heaven's Soldiers (2:31 Min., 576p)
    • Triangle (2:29 Min., 576p)
    • Black House (2:09 Min., 576p)
Edward Carnby wird bei einem Unfall schwer verletzt und gleitet in ein Paralleluniversum. Es stellt sich heraus, dass er den entscheidenden Schlüssel im Kampf zwischen der bösen Hexe und den Hexenjägern in den Händen hält. Stellt er sich auf die Seite der hexenartigen Dame, erwartet ihn das ewige Leben, während die Jäger einen wichtigen Trumpf bereithalten, der ihm helfen könnte ...
Im Jahre 2005 präsentierte Dr. Uwe Boll - Akademiker, berüchtigter deutscher Filmemacher, selbst-proklamierter Branchen-Experte sowie das derzeitig liebste "Bashing-Opfer" der internationalen cineastischen Fan- und Kritiker-Gemeinde - der Öffentlichkeit seine (sehr freie) Interner LinkLeinwand-Adaption der erfolgreichen wie beliebten Videospiel-Franchise "Alone in the Dark". Im Kino ziemlich übel gefloppt, arbeitete sich der Streifen allerdings auf dem "Home Entertainment"-Sektor (also unter Einbeziehung aller Märkte und Vertriebswege) relativ zügig in die Gewinnzone vor, so dass man dem Werk zumindest in finanzieller Hinsicht keinesfalls etwa das Prädikat "Desaster" anzuheften vermag. Inhaltlich und inszenatorisch sieht die ganze Angelegenheit selbstverständlich ein Stück weit anders aus - aber darum soll es hier im Folgenden nun überhaupt nicht gehen, sondern um die 2008 veröffentlichte, von ihrem Vorgänger vollkommen losgelöste Fortsetzung, bei welcher der Doc nur noch als Produzent in Erscheinung trat und für welche er das Regie-Zepter an seine beiden Business-Partner und "kreativen Weggefährten" Michael Roesch und Peter Scheerer übergab.



Eines Nachts wird der "Street Hustler" Xavier (Zack Ward) im New Yorker Central Park unfreiwillig Zeuge, wie drei schwer bewaffnete Gestalten (Natassia Malthe, Jason Connery, Michael Paré) von einer übernatürlichen Macht auf grausame wie mysteriöse Weise getötet werden. Bevor es letztlich dazu kam, war es einem aus ihrer Mitte allerdings gerade noch so gelungen, in aller Eile einen augenscheinlich wertvollen, optisch jedoch eher schlicht anmutenden Dolch in einem provisorischen Versteck zu deponieren - und wenige Tage später ist Xavier nun, der das Relikt nach dem Erlebten an sich genommen hatte, nur noch ein Schatten seiner selbst: Seit dem erstmaligen Berühren der Schnittfläche leidet er unter verstörenden Albträumen, haben sich rote Striemen und tiefe Wundmale vielerorts an seinem Körper gebildet. Um eventuell an einige erhellende Antworten zu gelangen, beauftragt er Edward Carnby (Rick Yune), einen auch in paranormalen Fragen und Dingen bewanderten Ermittler, ihm zu helfen und der Sache nach bzw. auf den Grund zu gehen. Gemeinsam schauen sie sich erst einmal die drei übel zugerichteten Leichen in der Gerichtsmedizin an und kehren an den eigentlichen Tatort zurück - wo sich Xavier dann allerdings der immer stärker auf ihn einwirkenden übersinnlichen Kräfte nicht mehr zu erwehren vermag und er Carnby daraufhin den Dolch tief in den Körper rammt, so wie es die Stimmen in seinem Kopf zuvor von ihm verlangten ...



Als Edward später (in einem ansprechbaren Maße) erneut zu sich kommt, stellt er fest, sich in einem abgeschiedenen, in einer bewaldeten Region außerhalb der Stadt gelegenen Haus zu befinden - gerettet und versorgt von einer über die Ursprünge der transzendenten Phänomene gut informierten Personengruppe (u.a. Ralf Möller, Brooklyn Sudano und Danny Trejo), zu der die eingangs Getöteten ebenfalls gehörten und in welcher der erfahrene Dexter (Bill Moseley) ganz offensichtlich das Sagen hat. Er und seine Tochter Natalie (Rachel Specter) sind es dann auch, die ihn darüber aufklären, dass hinter allem der Geist einer Hexe (Allison Lange) steckt, welcher sich in der Dunkelheit bewegt und jene antike Klinge begehrt, da diese eine unschätzbare, in falschen Händen außerordentlich zerstörerische Macht in sich trägt. Um dies zu verhindern, liegt es fortan (dringender denn je) an ihnen, ihre sterblichen Überreste ausfindig zu machen und auf diesem Wege den Spuk ein für alle Mal zu beenden - konkrete Hinweise deuten inzwischen darauf hin, dass sich der gesuchte Ort irgendwo im Central Park befindet. Ein weiteres sowie stetig dringlicher in den Vordergrund rückendes Problem markiert allerdings die Tatsache, dass Edward durch die Berührung mit dem Dolch körperlich immer rascher abzubauen beginnt und so für die Hexe zugleich wesentlich leichter zu orten wird, was ihn und alle in seiner Nähe nun zunehmend in unmittelbarer Gefahr schweben lässt. Konfrontiert mit dieser kritischen wie akuten Lage, willigt Dexter schließlich ein, doch noch auf die Unterstützung eines alten Bekannten seiner Familie (Lance Henriksen) zurückzugreifen, der bei ihm eigentlich in Ungnade gefallen war, aber wohlmöglich über das nötige Wissen verfügt, (nicht nur) Edward zu retten sowie das Böse endgültig zu vernichten ...



Man mag ja denken, dass es (u.a. angesichts der nicht sonderlich hoch gesteckten Messlatte) im Prinzip nicht unbedingt schwierig sein müsste, eine ihrem Vorgänger überlegene Fortsetzung eines "Boll-Werks" zu konzipieren und umzusetzen - bloß scheitert "Alone in the Dark: Fate of Existence", so übrigens der ursprüngliche Titel in seiner vollständigen Form, nach Michael Hursts Interner Link"House of the Dead 2: Dead Aim" und Interner Link"BloodRayne 2: Deliverance" nun schon zum dritten Mal in Folge an dieser im Grunde durchaus überwindbaren qualitativen Hürde. Wie beim erstgenannten Streifen ebenfalls, legte "Uns Uwe" im vorliegenden Fall nicht mehr selbst (direkt) Hand an - stattdessen nahmen seine Landsmänner Michael Roesch und Peter Scheerer auf dem Regiestuhl Platz. Aber wer sind diese zwei Herren überhaupt? Roesch ist Inhaber der deutschen Lichtspielhäuser-Kette "Kinostar" und bereits von seinem frühen Jugendalter an genauso ein leidenschaftlicher Filmfan wie Scheerer. Seit "Sanctimony" (2000) gehören beide quasi zu Bolls "Entourage" - beispielsweise arbeiteten sie an den Drehbüchern zu Interner Link"Far Cry" und Interner Link"Alone in the Dark" (plus Sequel) mit, waren bei Interner Link"BloodRayne" und Interner Link"In the Name of the King" als Produzenten tätig und lieferten im vergangenen Jahr (2007) dann gemeinsam ihr Regiedebüt ab: Heraus kam dabei Interner Link"Brotherhood of Blood", eine unansehnliche Low-Budget-Gurke zum Abgewöhnen. Tja - und jetzt nun also dieses Projekt hier, bei dem sie u.a. auf umfangreichere finanzielle Ressourcen sowie eine beileibe nicht unattraktive B-Movie-Besetzung zurückgreifen konnten. Doch was nützt all das, wenn eine entscheidende Sache fehlt? Ich spreche da natürlich von "Talent" ...


Fangen wir einfach mal bei der Story an, die uns, den Zuschauern, hier aufgetischt wird: Abgesehen von Edward Carnby, der eigentlichen Hauptfigur, welche im Zuge dieses Abenteuers aber über weite Strecken arg passiv auftritt und seitens des Skripts überwiegend in die Randbereiche der Geschehnisse abgedrängt wurde, hat man auf jegliche Verbindung zum ersten Teil verzichtet und ist stattdessen eigenständige Wege gegangen - das Problem ist nur, dass diese neue Geschichte keinen Deut besser als die vorherige daherkommt, eher schlechter, denn sie ist gar noch simpler gestrickt sowie auf einen kleineren Rahmen abgesteckt bzw. begrenzt worden. Z.B. findet die geheime "Bureau 713"-Regierungsbehörde mit keinem Wort mehr Erwähnung, abwechslungsreiche Schauplätze oder zumindest halbwegs aufwändige Set-Pieces sucht man komplett vergebens. Sich an öffentlichen Orten entfaltende Szenen wurden innerhalb des Verlaufs (bewusst) spärlich gesät, die meiste Zeit halten sich die Protagonisten in irgendwelchen schlichten Räumlichkeiten auf, primär wurde auf den klassischen wie Kosten sparenden "in einem isolierten Haus Zuflucht suchen und sich dort verschanzen"-Ansatz zurückgegriffen - unweigerlich wird einem auf diese Weise die einfallslose Beschaffenheit der Handlung umso stärker gewahr. Statt Abkani-Stammeslegenden und gefräßig-aggressiven Monster-Viechern steht dieses Mal die rastlose Seele einer bösen Hexe im Mittelpunkt, welche es in erster Linie auf Natalie abgesehen hat, da ihr Großvater vor langer Zeit mit der düsteren Dame kooperierte und ihr seine eigene Enkelin als Opfergabe zusicherte, um so im Gegenzug ewiges Leben zu erfahren - allerdings ging damals etliches nicht unbedingt genau nach Plan, was aktuell nun aber endlich gerichtet werden soll.


Ja, die Story ist tatsächlich so banal und unoriginell, wie sie sich anhört - zudem wurde sie mit diversen "pseudo-kreativen" Details angereichert, die letzten Endes jedoch nie auch nur im Ansatz so cool wie von den Autoren unzweifelhaft beabsichtigt bzw. erhofft wirken: Um den geheimnisvollen Dolch als eine effektive Waffe verwenden zu können (er tötet die Seele, nicht den Körper), benötigt man etwa ein im Griffinneren platziertes Stück des konservierten Herzens der Hexe (zum Glück sind davon scheinbar so einige Fetzen im Umlauf), und wer mit der Klinge in Berührung gerät, beginnt nicht nur unter Besinnungslosigkeit, Fieber, hervortretenden Adern, offenen Wunden und merkwürdigen Visionen zu leiden, sondern kann während des Anhaltens dieses Zustands auch in fremde Historien zurückschauen, um so mal eben hilfreiche Hinweise und Hintergrundinformationen zu sammeln - bloß darf man dabei keinesfalls in irgendwelche Spiegel blicken, denn sonst vermag die Hexe durch die Augen des Betrachters zu sehen und kann so dessen gegenwärtigen Aufenthaltsort bestimmen (zugegeben, diese Idee gefiel mir im Grunde genommen ganz passabel). Darüber hinaus lernen wir, dass das Injizieren eines speziellen radioaktiven Serums direkt ins Gesicht (!) die ausgestrahlte Aura der betreffenden Person unterdrückt (über Nebenwirkungen und Langzeitfolgen, wie vielleicht Krebs, wird leider kein Wort verloren) - und dass Hexen das Mittelchen ganz allgemein wohl nicht gut abkönnen, da darin eingetauchte Munition einen viel nachhaltigeren Eindruck als "unbehandelte" hinterlässt. Warum? Keine Ahnung - darauf wird nicht weiter eingegangen. Was ein großer Schutzkäfig im Dachgeschoss soll, wollte sich mir selbst im Nachhinein nicht umfassend erschließen (zumal alle diesen relativ zügig wieder verlassen, um andere Dinge zu tun - wie u.a. sterben), und das wüste Ballern aus automatischen Waffen auf "paranormale Gestalten" war schon in Interner Link"End Of Days" eine echt dumme wie öde Angelegenheit.
Ferner sind die gebotenen Dialoge sind durch die Bank weg mies, obgleich gelegentlich (Vorsicht: Ironie!) gar nicht mal uninformativ - siehe die kommentierte Beobachtung "Die Fackel geht aus!". Kurzum: Das Drehbuch ist schwach und inhaltlich im Prinzip so vorhersehbar wie die Szene, in der sich zwei Personen durch einen dunklen Korridor schleichen, bevor einer von ihnen einen angrenzenden Raum zu erkunden gedenkt und zu seiner eigensinnigen Begleiterin meint: "Warte hier auf mich ...".


Wie es bei mit dem Doktor in Verbindung stehenden Produktionen in der Vergangenheit bereits des Öfteren der Fall war, wartet auch "Alone in the Dark 2" mit einer verhältnismäßig ansprechenden sowie verschiedene "Boll Regulars" aufweisenden Besetzung auf, welche zwar (vom Klang der Namen her) nicht mehr unbedingt an die des Vorgängerwerks heranreicht (zumindest nicht hinsichtlich der damaligen Leads) - nichtsdestotrotz einige in B-Movie-Kreisen durchaus gern gesehene Akteure aufbietet. Eines der Probleme ist allerdings die Feststellung, dass das Skript jenen absolut nichts vorzulegen vermochte, das irgendwie eine herausragende Leistung erfordert oder überhaupt zu einer solchen angespornt hätte - die Charakterzeichnungen sind allesamt uninteressanter wie eindimensionaler Natur, was ja geradezu zwangsweise zu belanglosen Performances führen musste. Ausgerechnet Hauptdarsteller Rick Yune (Interner Link"007: Die Another Day") erweist sich als wohl größter Schwachpunkt des Ensembles, denn er agiert unglaublich ausdruckslos und haucht Titelheld Carnby keinerlei Persönlichkeit ein - Christian Slater ist er jedenfalls um Klassen unterlegen. An und für sich steht jedoch ohnehin Natalie viel prominenter im Zentrum der Ereignisse als der deutlich zu inaktiv angelegte Edward - die sie verkörpernde Rachel Specter (Interner Link"Prom Night") ist fraglos ein hübsches Mädel, bloß mangelt es ihr (ebenso) merklich an Ausdruckskraft.
Ralf "Ralle" Möller (Interner Link"Pathfinder") verbringt die meiste Zeit damit, Zigarren zu rauchen und eine dicke Wumme durch die Gegend zu tragen, Zack Ward (Interner Link"Postal") fällt wenigstens nicht störend auf, Michael Paré (Interner Link"Streets of Fire"), Natassia Malthe (Interner Link"Skinwalkers") und Jason Connery (Interner Link"Lightspeed") sind nur kurz am Anfang zu sehen, Danny Trejos ("Animal Factory") Beteiligung kann man getrost als Cameo abhaken, Allison Lange (Interner Link"Christina's House") wurde als Hexe total verschenkt und Kult-Darsteller Bill Moseley (Interner Link"The Devil's Rejects") tritt vertraut unsympathisch auf, was dieses Mal aber keineswegs positiv einzustufen ist. Bleibt noch Genre-Urgestein Lance Henriksen (Interner Link"Hard Target") zu erwähnen, welcher nach dem Schlachten eines Tieres als ein in einem Waldhäuschen lebender weiser Mann (der "mit dem Okkulten Frieden geschlossen" hat) in die Handlung eingeführt wird und seinen stereotypen Part gewohnt routiniert-solide über die Bühne bringt.


Aufgrund des Ansiedelns der Geschichte dieses Sequels in und um Manhattan, mit dem nächtlichen Central Park als einer der zentralen Schauplätze, wird auf den ersten Blick die Hoffnung geweckt, dass man sich eventuell dieses Mal der Game-Vorlage dichter angenähert hat - allerdings geschah dies in einem derart oberflächlichen Ausprägungsgrad, dass es im Prinzip nicht weiter der Rede wert ist. In diesem Zusammenhang wird eher ein ganz anderes Problem zutage gefördert - nämlich dass der Streifen überwiegend in Kalifornien gedreht wurde und die präsentierten Locations leider größtenteils beileibe nicht als rund um New York gelegen durchgehen. Am offensichtlichsten wird das dem Zuschauer, wenn er seine Aufmerksamkeit mal etwas auf das Terrain, die Vegetation oder so manch einen Gebäudestil, der definitiv nicht zu jener Ostküsten-Metropole passt, richtet.
Dass das unglücklich ist, muss ich ja eigentlich nicht extra erwähnen, doch gibt es gar noch verschiedene weitere in diese Kategorie fallende Gegebenheiten: Eingangs griff man fürs Veranschaulichen der sich zwischen den Bäumen hindurch rasant nähernden Hexe auf eine an Interner Link"The Evil Dead" angelehnte (Ego-) Kameraperspektive zurück, später wird Natalie von Blitzen und einer Energiekugel umhüllt, die jeweils einem Wandschrank entweichen, was mir (speziell im Kontext gesehen) leicht deplatziert vorkam - und bevor dann zu guter Letzt eine äußerst lahme Schlusseinstellung den ebenso mauen Showdown abschließt, nehmen die Momente unfreiwilliger Komik im fortschreitenden Verlauf zu allem Überfluss auch noch beständig zu, wie als Edward etwa mit dem Fuß unter einer (angeblich) schweren Stahltür feststeckt oder er den Geist der Hexe aus einem von ihr Besitz ergriffenen Körper auszutreiben versucht, indem er die besessene Dame kurzerhand in einer Regentonne unterzutauchen anfängt.
Der Look, mit welchem die Stylisten Carnbys übernatürliche Widersacherin versahen, erinnerte mich im Übrigen stark an eine potentielle Kreation einer Schülerin für den jährlichen Halloween-Ball an ihrer Highschool - allerdings ist es der Figur zudem möglich, sich als Geist im Interner Link"Darkness Falls"-Format umher zu bewegen, was einige mäßige CGI-F/X gelegentlich illustrieren. Wie zuvor bereits angemerkt, sagte es mir außerdem nicht gerade zu, dass die Protagonisten (bei nahezu jedem Auftauchen ihrer "Person") ständig wüst und ausgiebig auf sie zu schießen beginnen - dieses Vorgehen empfand ich weder als cool, logisch noch ansatzweise stimmungsvoll. Vielleicht, weil im ersten Teil ebenfalls relativ viel geschossen wurde? Ich weiß es nicht. Treffsicher brachte mich jedoch eine Szene, in der sich eine junge Frau hastig ein Maschinengewehr schnappt und mit diesem sogleich das Feuer eröffnet, unweigerlich zum Schmunzeln - denn man erkennt dabei zwar keinerlei Rückstoß der großkalibrigen Waffe (was per se ja schon nicht unbedingt gut ist), dafür aber auffällig digitales Mündungsfeuer sowie die besonders üble Tatsache, dass sich der Patronengurt (trotz des Dauerfeuers) kein Stückchen bzw. Millimeter weiter bewegt.


Unübersehbar wartet "Alone in the Dark 2" also mit mannigfachen Schwachstellen in den unterschiedlichsten (inhaltlichen wie inszenatorischen) Bereichen auf: Die Story ist belanglos, viele Dialogzeilen schmerzen beim Vernehmen beinahe physisch in den Ohren, Sets und Kulissen hinterlassen einen billigen Eindruck, abgegriffene Klischees sind an jeder Ecke auszumachen, die Kameraarbeit kommt glanzlos und eintönig daher, das Tempo ist durchweg schleppend, Spannung wird permanent sträflich vermisst, der Verlauf ist redselig und entbehrt jeglicher Dynamik, sporadisch keimt selbst echte Langweile auf - und zu allem Überfluss hält sich die gezeigte Gewalt auch noch überraschend stark im Zaum, da in den betreffenden Augenblicken oftmals einfach weggeblendet wird und sich die entsprechenden (blutigen, grausamen, brutalen) Dinge somit meist nur rein im Off abspielen. Von einem Film mit einem angeblich irgendwo in der Nähe der fünf Millionen Dollar Marke zu verortenden Budget hätte man schlichtweg mehr erwarten dürfen bzw. geboten erhalten sollen. Herausgekommen ist demnach die (traurig-) anschauliche Bestätigung, dass Michael Roesch und Peter Scheerer als Regisseure gar noch weniger taugen als in ihren eigentlich (bisher) vorrangigen Wirkungskreisen innerhalb der Branche (als Produzenten und Drehbuchautoren), sowie dass es sich hierbei um nichts weiter als die nächste schlechte Fortsetzung eines an sich schon beim besten Willen nicht gerade rühmlichen "Boll-Werks" handelt.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

"Alone in the Dark 2" erscheint von Splendid ungekürzt auf Blu-ray und zwar im VC-1 Format. Man sollte keine Referenzwerte erwarten, doch für eine Direct-to-DVD-Produktion hinterlässt der 2,35:1er Widescreen-Transfer durchaus einen guten Eindruck. Die Schärfe befindet sich auf gutem Niveau, lässt aber leider etwas an Tiefe vermissen, was vor allem bei Weitwinkelaufnahmen sehr deutlich wird. In Close-Ups von Gesichtern gewinnt der Transfer an Plastizität und es zeigt sich eine weitgehend gute Detailschärfe. Doch gerade im Detailbereich hat der Transfer mit sehr wechselhaften Einstellungen zu kämpfen. Während die eine sehr detailliert aussieht, wird das Bild an anderer Stelle plötzlich sehr verwaschen und unscharf. Dies ist sicherlich auf die Produktion selbst zurückzuführen und kein Mangel beim Mastering. Hinzu kommt eine permanent sichtbare Körnung, welche aber nur äußerst selten wirklich störende Ausmaße annimmt. Während die Schärfe immer wieder gute Werte erreicht und die Farbgebung als satt und natürlich bezeichnet werden darf, fällt der Kontrast etwas ab und wirkt leider nicht so ausgewogen, wie man es sich bei solch einer Produktion wünschen würde. Der Kontrast ist oftmals flach und zeigt leider nur zu gut Ausleuchtungmängel vom Dreh. Deswegen fehlt es dem Transfer nicht selten an einer guten Durchzeichnung bzw. er wirkt häufig etwas milchig. Andererseits dürfen wir uns über sehr viele wirklich gute Sequenzen freuen, in denen der Kontrast nicht nur sehr sauber arbeitet, sondern auch mit einem satten Schwarzwert aufwartet. Jedoch gibt es auch hier einige Mängel und so saufen Flächen mit einem hohen Schwarzanteil immer wieder etwas ab.
Für eine Low Budget-Produktion, wie es "Alone in the Dark 2" ist, darf man mit dem Bild durchaus zufrieden sein. Keine HD-Referenzqualität, jedoch deutlich besser als die DVD und in einigen Szenen sogar wirklich überzeugend. Defekte und Schmutz sind nicht auszumachen und selbst die Kompression arbeitet tadellos. Lediglich die leichte Unschärfe in Kameraschwenks erweist sich als etwas störend.
Beim Soundmix schaut es schon etwas besser aus, denn man liefert uns zwei gelungene und sehr atmosphärische DTS-HD 5.1-Abmischungen. Die deutsche Synchronisation ist zudem sehr gut und zum Glück nicht auf C-Movie-Niveau. Dialoge klingen sehr gut verständlich und wurde hervorragend ausbalanciert, wodurch sie niemals mit der restlichen Geräuschkulissen kollidieren. Desweiteren klingt der Soundmix sehr lebhaft und die Effektkanäle sind fast ständig im Einsatz für Umgebungsgeräusche und kleinere Soundeffekte. Äußerst selten geht es etwas zu frontlastig zur Sachen, denn selbst in ruhigeren Sequenzen werden die Rears gut ins Geschehen mit eingebunden. Wir dürfen uns neben typischen Schockeffekten über eine sehr kraftvolle und dynamische Musikabmischung freuen, welche sich sehr präzise auf sämtliche Kanäle verteilt. Immer wieder werden gut platzierte Effekte eingestreut und man erzeugt fast ständig ein sehr räumliches und vor allem atmosphärisches Sounderlebnis. Für ein Film wie "Alone in the Dark 2" ist dieser lebhafte Mix alles andere als selbstverständlich und macht den Film um einiges erträglicher. Der englische Ton überzeugt jedoch um einiges mehr und wurde viel aggressiver und harmonischer abgemischt, was man sehr gut beim Score und den Effekten hören kann. Feinheiten sind noch besser ausgearbeitet und der Subwoofer kommt wesentlich wuchtiger zum Einsatz. Der Disc liegt zudem noch eine deutsche Tonspur in Headphone-Surround 2.0 vor - wer es braucht, bitte. Optional lassen sich deutsche und holländische Untertitel hinzuschalten.


Unter dem Bonusmaterial befindet sich auch ein deutscher Audiokommentar mit den beiden Regisseuren und Drehbuchautoren Peter Scheerer und Michael Roesch. Dieser ist ordentlich ausgefallen, denn beide geben uns einen sehr schönen Einblick in die Produktion und die Entstehung des Filmes, ohne dass es langweilig wird. In den letzten 5 Minuten kommt Dr. Uwe Boll hinzu und gibt noch seinen Senf dazu ab, wobei er nicht mehr viel Nützliches zum Kommentar beitragen kann. Schade, dass er nicht von Anfang an dabei war, wäre sicherlich witzig geworden. Das Behind the Scenes-Featurette auf der Disc bietet zwar typische PR-Statements der Darsteller und Macher, gibt uns aber trotzdem einen netten Einblick in die Produktion und die Spezialeffekte, auch wenn es nur 10 Minuten läuft. Nachfolgend gibt es vier Minuten an B-Roll-Material. Hier sehen wir unkommentierte Aufnahmen vom Set und den Dreharbeiten, was wirklich sehr interessant ausgefallen ist und deshalb ruhig etwas länger hätte laufen dürfen. "Into The Dark" ist ein weiteres Behind the Scenes-Featurette, das auf 15 Minuten einen unkommentierten Einblick hinter die Kulissen gibt und gut zusammen mit dem B-Roll-Material gepasst hätte. Im 6minütigen Make-up & Special Effects-Featurette stellt Special Effects-Koordinator Richard Miranda einige Utensilien seiner Arbeit vor. Ein Teil davon war bereits bei den Behind the Scenes zu sehen, außerdem ist das Sprechen, aber nicht Zeigen der Effektarbeit etwas langweilig.
Die 24 Minuten an Interview geben nicht sehr viel her, denn viele Aussagen sah man bereits bei den vorherigen Specials, weshalb man nun nicht wirklich mehr etwas verpasst. Zum Schluss gibt es noch einen ganzen Haufen an Trailer zu weiteren Filmen aus dem Hause Splendid, darunter auch den Trailer zum Hauptfilm selbst. Jeder Trailer liegt wie das gesamte Bonusmaterial in 576p Standard Definition vor und kann wahlweise in deutsch oder im Originalton gehört werden. Die Trailer der Amasia-Reihe haben beim Originalton niederländische Zwangsuntertitel. Die Features wurden allesamt deutsch untertitelt.

Ein ziemlicher Murks, der uns hier aufgetischt wird, technisch aber durchaus zu überzeugen weiß. Leider gibt es das Zusatzmaterial nur in Standard Definition und das Bild hätte ruhig etwas mehr Feinschliff vertragen können, doch insgesamt darf man von einer ordentlichen Umsetzung sprechen. Lächerlich ist jedoch die Freigabe ab 18 Jahren, denn wenn der Film eins nicht ist, dann blutig.


Film+/----
Bild++++/-
Ton+++++-
Bonus+++/--


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