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USA 1990
Originaltitel:Days of Thunder
Länge:107:17 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Tony Scott
Buch:Robert Towne, Tom Cruise, Robert Towne
Kamera:Ward Russell
Musik:Hans Zimmer
SFX:Thomas R. Ward
Darsteller:Tom Cruise, Robert Duvall, Nicole Kidman, Randy Quaid, Cary Elwes, Michael Rooker, Fred Dalton Thompson, John C. Reilly, J.C. Quinn, Don Simpson, Caroline Williams, Donna W. Scott
Vertrieb:Paramount
Norm:1080p / AVC MPEG-4
Medium:BD-50
Regionalcode:A, B, C
Bildformat:2,35:1
Tonformat:Dolby TrueHD 5.1 (nur engl.), Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Franzöisch, Italienisch, Spanisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:26.03.2009 (Kauf)
Bonus:
  • Original Kinotrailer (2:25 Min., 1080p)
Der ehrgeizige Autorennfahrer Cole Trickle will ganz nach oben. Er hat das Zeug zum Champion. Doch nach zahllosen Karambolagen und einem spektakulären Unfall fliegt Trickle aus dem Rennteam. Für einen Freund springt Cole beim berühmten Daytona-Rennen ein. Er weiß genau, dass es die allerletzte Chance ist, sein Können zu beweisen ...
Für NASCAR-Fans ist dieser Film eine Offenbarung. Schon die ersten drei Namen Simpson, Bruckheimer und Scott lassen erahnen, was für einen Klasse-Popcorn-Film man hier erwarten darf. Die Ausgangssituation ist eigentlich hoffnungslos. Ein Teamchef, der seine allerletzte Chance hat kratzt sein letztes Geld zusammen, um in einem letzten Versuch ein Team zusammenzustellen. Dafür engagiert er den Mechaniker Harry, welcher sich eigentlich schon nach einem Skandal aus dem Motorsport zurückgezogen hat. Hinzu kommt der junge Heißsporn Cole Trickle, welcher von seinem Vater betrogen wurde und nur so vor Ehrgeiz brennt. Ein höllischer Cocktail, wie sich bald herausstellen wird.


Die ersten 30 Minuten des Films lassen Motorsportherzen höher schlagen. In der Morgenröte geht Cole an den Start, um in einem Test zu beweisen, was in ihm steckt und dabei fast den Rekord des anwesenden Meisters knackt. Zwei Kontrahenten sind geboren, die sich nun nichts schenken werden.
Tony Scott zeigt nun nicht nur den Motorsport NASCAR, sondern feiert und zelebriert ihn. Mit entsprechend kribbelnder und heroischer Musik werden die Rennen untermalt. Aus Hubschraubern beobachtet man vor dem Rennen die Rennbahnen. Weiter werden in schwelgenden Bildern die Zuschauermassen gezeigt, die zu den Events kommen und jene schon fast wie eine Messe feiern. In kurzen Interviews mit den Fahrern bekommt man einen authentischen und atmosphärischen Blick mitten in das Geschehen. Man kann das "Gentlemen, start your engines" kaum erwarten.


Sobald die Rennen starten, offenbart der Film dann seine wahren Stärken. Ständig hat man das Gebrumme der Motoren in den Ohren, während man die Abgase förmlich schmecken kann. Die wahrhaftigen Bildkompositionen wechselt man von verschiedenen Wagenansichten in das Cockpit oder blendet in die Box um, wo Reifen gewechselt oder aufgetankt wird. Vervollkommnt wird das Bild mit dem blauen Himmel und der hell scheinenden Sonne. Ein Traum vom eigenen Sportereignis. Spannend wird es bei neuen Unfällen und wenn die Autos wieder aneinander stoßen und Cole und Burns ihre persönlichen Duelle austragen. So in etwa läuft die erste halbe Stunde ab, in der Cole unschlagbar von Sieg zu Sieg fährt, nachdem er von seinem Mentor Harry die Feinheiten des Fahrens erlernt hat.
Doch plötzlich verändert ein schwerer Unfall das Leben der beiden Rivalen. Mit schweren Kopfverletzungen werden beide Männer ins Krankenhaus eingeliefert. Während Cole kurzfristig erblindet, trägt Rowdy schwere Verletzungen davon. Gleichermaßen tragisch und witzig ist es, wenn die noch immer erbitterten Feinde sich im Krankenhaus ein verbissenes Rennen in Rollstühlen liefern. So werden die beiden Kontrahenten langsam zu Freunden. Doch während Rowdy sich zurückziehen muss, lernt Cole seine Flamme kennen und eröffnet damit den romantischen Teil des Films. Die dortige Ärztin Claire lässt den aufdringlichen Cole zwar anfangs abblitzen, zeigt sich aber dann doch für eine Romanze bereit. Für erotische Szenen mit Kidman und Cruise, die nach dem Film zum Paar wurden, ist somit gesorgt. Ein wenig übertrieben scheint da das Rennen der beiden Männer zum Essen mit dem Ligaboss, in dem sie in der Innenstadt und am Strand erst mal zwei Wagen zerlegen, um sich dann amüsiert vor dem NASCAR-Chef die Hand zu geben.
Doch ungewöhnlich für so einen Film bekommt "Tage des Donners" auch etwas Tiefe. Cole fährt nämlich nicht mehr wie früher, er hat Angst vor Unfällen, vertändelt Rennen und jagt den Motor hoch. Auch der Zustand seines Freundes Rowdy, der sich nicht behandeln lassen will, macht ihm zu schaffen. Prekär, dass ausgerechnet sein Ersatzfahrer von Sieg zu Sieg fährt und nur abfällige Kommentare ablässt. So reißt Cole der Geduldsfaden, denn als er einen Unfall provoziert, verliert er seinen Job. Worauf auch seine Beziehung zu bröckeln beginnt. Der Zuschauer hadert nun mit Cole. Wird er sich wieder fangen, nachdem er seinen Job verloren hat und Rowdy eine schwere Operation über sich ergehen lassen muss? Wie sieht es mit der Beziehung zu Claire aus? Ein wenig geht dem Film in dieser Situation die Luft und Spannung aus, doch man verharrt nicht zu lange in dieser Situation. Denn mit Rowdys Bitte, seinen Wagen zu rettenm kehrt Cole zusammen mit Harry zum Saisonhöhepunkt Daytona 500 zurück. Das Finale ist ein spektakuläres Rennen voller Höhen und Tiefen, Rückschlägen und dem Aufflammen alter Freundschaften. Wie das Rennen ausgeht, kann sich jeder denken ...



Tony Scott ist und bleibt ein Meister des Actionkinos. Seine Glanzleistung aus Interner Link"Top Gun" kann er hier noch einmal steigern. Wenig später machte er mit Interner Link"Last Boy Scout" sein endgültiges Meisterstück. Etwas klischeehaft und lahm geriet ihm nur die Liebesbeziehung zwischen Cole und Claire. Dafür sind die kernigen Männergespräche zwischen Harry und Cole oder Harrys Dialog mit dem Auto um so gefühlvoller. Autorennen konnten mich erst in Interner Link"The Fast and the Furious" wieder so fesseln wie hier. Das Filmdenkmal, das hier dem NASCAR-Sport gesetzt wurde, kann aber letzterer nicht umstoßen. Tom Cruise ähnelt seiner Interner Link"Top Gun"-Rolle und kann als junger Heißsporn Cole Trickle überzeugen. Den jungen Heißsporn bringt er eindrucksvoll dem Zuschauer näher, während Robert Duvall ihn trotzdem locker an die Wand spielt. Erinnert mich übrigens stark an seine spätere Rolle in "Gone in 60 seconds". Als alter, weiser Mechaniker hat er immer die Sympathien auf seiner Seite. Knallig ist auch die Szene, in der Cruise sagt, dass er nicht in die Box reinkommen kann, weil sie gerade Eis essen. Nicole Kidman, die zwar etwas oberflächlich spielt, aber mit Cruise ein ordentliches Filmpaar abgibt, ist ein netter, erotischer Bonus. Die Ärztin nehme ich ihr aber nicht ab.


Trotz Mega-Flop hat es "Tage des Donners" mehr als verdient, nach über 18 Jahren endlich einmal eine ordentliche Umsetzung zu erfahren. Während die DVD immer und immer wieder neu aufgelegt wird (im hässlichen Letterbox-Format) spendiert Paramount uns die Neuauflage direkt auf Blu-ray. Und keine Frage: Im Gegensatz zur wirklich schlechten DVD-Umsetzung ist die High Definition-Version Gold wert, obgleich auch diese nicht in der oberen Liga spielen darf. Die Durchzeichnung erreicht nur durchschnittliche Werte, was unter anderem am teilweise eher mäßigen Schwarzwert liegt, welcher immer wieder ins Gräuliche tendiert. Dabei ist der Kontrast zumindest in Tageslichtaufnahmen überraschend gut, zeigt sich deutlich plastischer und überzeugt mit einem guten Schwarzwert. Hinzu kommen sehr satte und kräftige Farben, welche stellenweise mit einem sehr warmen Look aufwarten können. Das Schärfeverhalten überrascht deutlich und liefert sehr angenehme, aber nicht überragende Werte ab. So darf das Bild zumindest in Nahaufnahmen eine gute Detailschärfe bieten, wirkt aber bereits in Halbtotalen deutlich weicher und variiert sehr stark in puncto Schärfe. Erfreulich sind immer wieder die Szenen, welche mit einer guten Tiefenwirkung und guten Ausleuchtung auftrumpfen können, welche dann auch fast die Tatsache vergessen lassen, dass man hier anscheinend nur bedingt Wert auf eine anständige Aufarbeitung des Materials gelegt hat. So greifen analoge Defekte immer wieder ins Geschehen ein. Auch wenn diese keine störenden Ausmaße annehmen, hätte man sicherlich etwa sorgfältiger arbeiten können, was im Übrigen auch für den oben bereits erwähnten Schwarzwert gilt. Hinzu kommt leichtes bis mittelstarkes Filmkorn, welches aber einfach dazu gehört. Da selbst die Kompression tadellos im Hintergrund arbeiten, können wir mit dem Ergebnis wirklich zufrieden sein. Zwar bleibt der "Wow"-Effekt aus, aber wer bisher immer noch die DVD hat, sollte nicht lange zögern.
Der Mehrkanalton ist anders als das Bild eine wirkliche Überraschung. Anstelle uns einen Stereo-Mix vorzulegen, bekommen wir einen waschechten Dolby Digital 5.1-Track spendiert, der in den Rennszenen zu Höchstformen aufläuft und wirklich Spaß macht. Der Subwoofer versprüht eine Menge Druck, die Musik hallt sehr weiträumig über sämtliche Kanäle und die Autos dürfen sich nicht selten aus der Front lösen und sorgen für ein stimmiges Raumerlebnis, was für einen 18 Jahre alten Film nicht selbstverständlich ist. Lediglich in den ruhigen Szenen wird es unspektakulär und man merkt dem Film sein Alter an. So sind Dialoge zwar stets gut zu verstehen, in puncto Räumlichkeit passiert aber kaum etwas, denn außer einer sauberen Stereofront wird uns nicht viel geboten. Der englische TrueHD-Mix klingt insgesamt noch etwas dynamischer und bietet eine druckvollere Abmischung inkl. einem harmonischeren Zusammenspiel zwischen Musik, Nebengeräusche und Dialogen. Optional gibt es natürlich diverse Untertitel und lediglich beim Bonusmaterial geht die Disc leer aus. Doch zumindest lieg ein Trailer in HD vor.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Sehr spannender und in den Rennszenen atmosphärischer Sportfilm, in dem es sensationelle Rennszenen gibt, die das Werk für den NASCAR-Fan zu einem filmischen Highlight werden lassen. Die Lovestory geriet zwar etwas oberflächlich und schwach, dafür gibt es aber zur Abwechslung mal etwas Tiefe in einem Bruckheimer-Film. Da möchte man direkt selbst in so einen Boliden einsteigen und lospreschen. Die Blu-ray stellt im direkten Verglich zur DVD ein Wunder dar, kann aber nicht mit gehobenen BD-Standard mithalten und zeigt sein Alter sehr deutlich. Auch das Fehlen von Extras ist sehr schade. Weiterhin bleibt zu sagen, dass es immer "noch" keine Wendecover gibt und wir mit dem hässlichen FSK-Logo auf der Front leben müssen. Die Disc ist wie immer Ländercode frei.


Film+++++-
Bild++++--
Ton++++--
Bonus------


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