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USA 2008
Originaltitel:House Bunny, The
Länge:97:07 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 6 Jahre
Regie:Fred Wolf
Buch:Karen McCullah Lutz, Kirsten Smith
Kamera:Shelly Johnson
Musik:Waddy Wachtel
SFX:Wayne Eaton
Darsteller:Anna Faris, Colin Hanks, Emma Stone, Kat Dennings, Hugh M. Hefner, Christopher McDonald, Beverly D'Angelo, Katharine McPhee, Rumer Willis, Kiely Williams, Dana Goodman, Kimberly Makkouk
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:1080p / AVC MPEG-4
Medium:BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:2,40:1
Tonformat:Dolby TrueHD 5.1, Dolby Digital 5.1 (nur Kat.)
Sprache:Deutsch, Englisch, Spanisch, Katalanisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch, Hindi (Indisch), Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch, Türkisch
Verpackung:SeastoneCase mit FSK Wendecover
Blu-ray-Start:19.03.2009 (Kauf)
Bonus:
  • 10 entfallene Szenen:
    • Ich bin eine alte Schachtel! (0:32 Min., 480p)
    • Parkgebühren für "Nicht-Bunnys" (1:04 Min., 480p)
    • Gefeuert! (1:56 Min., 480p)
    • In einem früheren Leben. (1:15 Min., 480p)
    • Ich bin furchtbar nervös. (0:38 Min., 480p)
    • Neue Opfer (1:18 Min., 480p)
    • Proben für das Date (0:26 Min., 480p)
    • Das Baby kommt (2:05 Min., 480p)
    • Marvins Überraschung (1:36 Min., 480p)
    • Damals im Waisenhaus (1:54 Min., 480p)
  • Dokumentationen:
    • Anna Faris spielt Shelly (5:51 Min., 1080p)
    • Die Girls von Zeta (5:29 Min., 1080p)
    • In der Playboy-Villa (3:14 Min., 1080p)
    • Colin Hanks spielt Oliver (4:49 Min., 1080p)
    • Katharine McPhee spielt Harmony (4:25 Min., 1080p)
    • Tyson Ritter spielt Colby (5:19 Min., 1080p)
    • Cameoauftritte (4:30 Min., 1080p)
    • House Bunny Style (6:12 Min., 1080p)
    • Die Verwandlung der Zetas (2:37 Min., 1080p)
    • Styling für die Party (3:27 Min., 1080p)
    • Kalender Girls (3:57 Min., 1080p)
    • House Bunny - Rückblicke (4:21 Min., 1080p)
  • Intro zu "I Know What Boys Like" (0:30 Min., 1080p)
  • Musikvideo "I Know What Boys Like" (2:22 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Hancock (1:38 Min., 1080p)
    • Leg dich nicht mit Zohan an (2:05 Min., 1080p)
    • Verliebt in die Braut (2:32 Min., 1080p)
    • Paul Mart - Der Kaufhaus Cop (1:53 Min., 1080p)
    • Nick und Norah - Soundtrack einer Nacht (1:55 Min., 1080p)
Das Playboy-Bunny Shelley führt ein sorgloses Leben - bis man sie plötzlich aus der Playboy-Mansion wirft. Das Schicksal führt den charmanten, heimatlosen Hasen der Zeta-Alpha-Zeta-Schwesternschaft. Die sieben etwas weltfremden Mädels dieser Studentenverbindung müssen dringend neue Mitglieder anwerben - sonst droht ihnen der Rausschmiss aus ihrem Haus. Schnell entschlossen erklärt sich Shelley bereit, die jungen, unbeholfenen Damen darin zu unterrichten, worüber sie am besten Bescheid weiß: Make-up und Männer. Aber auch die Zetas können Shelley etwas beibringen, was ihr bisher gefehlt hat: Sinn für Individualität. Mit einem Mal verändert sich Shelley und auch die Mädchen erkennen, dass das Leben mehr zu bieten hat, als sie bisher angenommen hatten ...
My heart is pounding like a nail!

Sie sind meist blond, jung und mit zwei schlagenden Argumenten versehen: die Playboy Bunnies von Hugh Hefner. Gelegentlich wird ein Bunny auch zum Playmate und generell liebt es der gute Hugh ein paar von seinen blonden Girlies bei sich zu Hause unterzubringen. Bei sich zu Hause meint The Playboy Mansion und jene Mädchen aus dem Playboy Mansion haben es inzwischen sogar auf eine eigene Fernsehshow gebracht. In eben jener Show stellen sie bereitwillig ihren beschränkten Geist zur Schau, so wie sie wohl auch ihren Körper dem guten Hugh zur Schau stellen. Es ist ein einfaches, luxuriöses Leben, ohne Sorgen und ohne großes eigenständiges Denken.
Finanziert von all den Männern, die sich am Aussehen jener Mädchen in Hefners Heftreihe ergötzen. Wirklich beschweren kann man sich also nicht über deren Lebensstandard. Doch was würde wohl einem solchen Playboy Bunny widerfahren, wenn es urplötzlich aus seiner gewohnten Umgebung gerissen würde? Kann ein eingepferchtes Bunny in freier Wildbahn überhaupt überleben? Kann es eigenständig denken und für sich selbst sorgen? Dieser Frage sind Kirsten Smith und Karen McCullah Lutz, die beiden Autorinnen von "Legally Blonde", nachgegangen.



Während sie in "Legally Blonde" versuchten mit dem Vorurteil des blöden Blondchens aufzuräumen, folgt nun die Kehrtwendung. Denn in "The House Bunny" zelebrieren sie geradezu die Dummheit ihrer Hauptfigur. Das erstaunliche dabei ist noch die Tatsache, dass sich Hefner und Bunnies selbst nicht zu Schade sind, an ihrem eigenen Denkmal zu rütteln respektive dem Klischee Nahrung zu geben. Denn entgegen jeglicher möglichen Prämisse ist "The House Bunny" frei von jeglicher Moral oder Schutz seiner Protagonistin. Aber wer weiß, vielleicht ist ja auch dieses Fehlen einer Prämisse die eigentliche Prämisse des Filmes.


Mit 27 Jahren wünscht sich Playboy Bunny Shelley (Anna Faris) eigentlich nichts als sich für den Playboy ausziehen zu dürfen. Doch da ihr eine Kollegin dies missgönnt, inszeniert diese eine Intrige, welche sowohl Shelley als auch Hugh Hefner im Glauben lässt, die andere Person hat kein Interesse mehr an einem Zusammenwohnen.
Diese Konstellation ist dabei nicht mehr als bloße Ausgangsbasis für Fred Wolfs zweiten Spielfilm. Von den anderen Bunnies erfährt man nicht viel und auch die Motivation von Shelleys Nebenbuhlerin wird eher sporadisch begründet. Hier hätte man sich durchaus noch ein wenig zelebrierende Aufdeckung jener Scheinwelt gewünscht, ein bisschen tiefer-schürfendes Kratzen an jener dumm-debilen Oberfläche der zeitgenössischen Pop-Medienwelt. Vielleicht war dies auch die Voraussetzung dafür, dass man überhaupt mit Hefner und seinem Playboy-Franchise arbeiten durfte, wer weiß das schon. Stattdessen konzentriert sich "The House Bunny" vielmehr allzu lange darauf, hässlichen Mädchen ihr eigenes Aussehen vorzuhalten. Das traurige daran ist, dass hier nicht einmal eine wirkliche Botschaft transferiert wird - denn am Ende läuft es darauf hinaus, dass in der Tat nur eine Veränderung am eigenen Aussehen zu dauerhafter Popularität führt. Eine ätzende Botschaft an das jugendliche weibliche Publikum des Filmes, denn auch wenn später eine Einsicht bei den Damen stattfindet, führt dies dennoch zu einer hybriden Mischung aus individuellem, aufgebretzelten Stil.
Dass die Popularität dabei nicht wirklich der Rückkehr zur eigenen Persönlichkeit zu verdanken, sondern eher Relikt aus der zuvor propagierten Oberflächlichkeit ist, unterschlägt Wolf in seinem Film. Denn das Selbstbewusstsein zum eigenen Charakter entwickelten die Filmfiguren erst, als sie ihr Aussehen den Wünschen ihres Umfeldes anpassten. Popularität auf Kosten von Individualität ist hier das Motto.



Auch beißt sich die hier gezeigte Darstellung von arroganten, dummen, oberflächlichen Studenten in einer Szene, mit ebenjenen studienaktiven Studenten in anderen Szenen. Die Ernsthaftigkeit jener Einstellungen, die bei den "Arschloch"-Studenten ein gewisses Maß an Intelligenz durchaus erkennbar macht, sorgt nur für größeres Unverständnis in jenen Momenten, in welchen sie sich wie die letzten Idioten verhalten. Getoppt wird das Ganze nur noch davon, dass Natalie (Emma Stone) am Ende mit ihrem Schwarm zusammenkommt, der sie erst wahrgenommen hat, als sie praktisch ihre Persönlichkeit verkauft hat.


Von jenem Standpunkt aus ist "The House Bunny" ein wenig gelungener Film, der durchaus eine fragwürdige soziale Komponente mit sich bringt. Glücklicherweise versucht der Film dies über weite Strecken auch gar nicht zu tun, sondern ergötzt sich vielmehr daran seine Protagonistin Shelley ob ihrer Dummheit bloßzustellen. Dass dies nur auf eine liebenswürdige Art und Weise möglich ist, erschließt sich von selbst. Wenn Shelley durch Los Angeles stolziert, bei der Alkoholkontrolle das Wort "blasen" sprichwörtlich nimmt und sich letztlich einer Studentenvereinigung aufdrängt, da sie das Haus an The Playboy Mansion erinnert, kann man dem blonden Püppchen kaum etwas wirklich übel nehmen. Es ist hierbei auch Anna Faris, welche die Rolle meisterlich trägt und ihr das nötige Maß an Seele verleiht. Wie es scheint ist Faris auf die Rolle der Dumpfbacke inzwischen festgelegt, was Rollen in der Interner Link"Scary Movie"-Reihe, sowie in Interner Link"Lost in Translation" oder "Just Friends" bestätigen.


Neben Faris' Shelley sind es jedoch auch die Nebenfiguren, die herausragen aus dieser durchschnittlichen Komödienzote. Wobei es durchaus amüsant ist, dass man glaubt Emma Stone "hässlicher" zu machen, indem man ihr die Haare zusammenbindet und eine Brille verpasst. Zudem sagt dies auch - wie so oft in Hollywood - ein eindeutiges Bild über uns Brillenträger aus. Verklemmte Bibliothekarinnen, prüde Tussis - sie alle kriegen eine Brille verpasst. Hollywoods Botschaft: Brillen sind nicht sexy. Aber nun gut, zu viel sollte man nicht aus Wolfs Film lesen, sonst geht einem das Vergnügen flöten. Und dieses kann man durchaus haben, selbst wenn die Witze nicht wirklich neu und auch Anna Faris ungewöhnlich unsexy ist. Dafür machen Kat Dennings und Katherine McPhee einiges wett und wissen durch ihr Aussehen ebenso zu unterhalten wie die diesmal erstaunlich ansehnliche Rumer Willis (Tochter von Bruce) oder Rachel Spectre.
Die Handlung des Filmes ist ebenso wie ihr Ende so vorhersehbar, wie die Figur von Colin Hanks (Sohn von Tom) überflüssig. Dennoch hat "The House Bunny" seinen Charme, dem man sich dann schlecht entziehen kann, wenn man sich erstmal auf diese seichte Komödie eingelassen hat. Die zeitgenössische Musik weiß dabei geschickt die einzelnen Einstellungen zu untermalen und ohnehin ist hier alles ungemein kurzlebig. So kurzlebig, dass man sich nicht wirklich an diesem nichts sagenden Film stören kann. Dabei ist das ganze fraglos eher etwas an die feminine Welt ausgerichtet respektive nichts für die harten Macho-Kerle, denen das Mundwasser bei Interner Link"Wanted" und Co. flöten geht.



"The House Bunny" ist neben Interner Link"Leg dich nicht mit Zohan an" ein weitere Blu-ray-Titel aus dem Hause Sony, der auf HD zwar gut aussieht, aber bildtechnisch nicht unbedingt zu den Referenzscheiben gehört. Die Schärfe befindet sich auf einem guten Niveau und die Detailzeichnung zeigt nur selten kleinere Mängel. Insgesamt fällt der Transfer aber zu dunkel aus und offenbart immer wieder viele, sehr weiche Einstellungen. Das mag zusammen mit der äußerst warmen Farbgebung ein gewolltes Stilmittel sein, jedoch trübt es die ansonsten gute Bildqualität und lässt die poppig-bunten Farben nicht wirklich gut zur Geltung kommen. Zudem lässt sich vereinzelt leichter Detailverlust in dunklen Szenen ausmachen und aufgrund des eher schwachen Schwarzwertes fehlt es dem Bild etwas an Durchzeichnung und Tiefe, wobei der Kontrast insgesamt recht gut ausfällt. Was bleibt ist ein solides HD-Bild ohne große Stärken.
Vom Ton sollte man nicht all zuviel erwarten, schließlich haben wir es hier mit einer Komödie zu tun. Dementsprechend spielt sich das Geschehen weitgehend im Frontbereich ab und richtige Surroundeffekte lassen sich an einer Hand abzählen. Zwar darf der Score hin und wieder auch im Effektbereich eine Rolle spielen und der eine oder andere Umgebungseffekt lässt sich wahrnehmen, doch meist beschränken sich Musik, Geräusche und Dialoge auf der Stereofront. Das klingt insofern gut, dass die Dialoge sehr sauber und klar verständlich abgemischt wurden und sich niemals dem restlichen Sound unterordnen. Der deutsche und englische Mehrkanalton liegt jeweils in Dolby TrueHD 5.1 vor und klingt nahezu identisch.


Das Zusatzmaterial liegt bis auf die zehn entfallene Szenen vollständig in High Definition vor. Erwähnenswert sind vor allem die 12 Minidokumentationen, welche eine Gesamtlaufzeit von knapp 53 Minuten haben. In ihnen bekommt man einen Einblick in das Casting und die Locationwahl, es wird auf das Playboy-Mansion eingegangen, über die vielen Cameos gesprochen und die Figuren durchleuchtet. Dreiundfünfzig sehr aufschlussreiche Minuten, was bei den heutigen Dokus nicht Gang und Gebe ist. Zum Schluss gibt es noch das Musikvideo "I Know What Boys Like" inkl. einen kleinen Blick hinter den Kulissen des Tonstudios. Desweiteren lassen sich noch diverse Trailer und das Sony typische BD-Live Feature auswählen, welches allerdings mal wieder nur für Eigenwerbung genutzt wird. Einen Trailer zum Film selbst gibt es nicht, dafür sind sämtliche Extras, sowie der Film deutsch untertitelt.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

"House Bunny" ist ein netter Zeitvertreib für Zwischendurch mit einer wandlungsfähigen Anna Faris. Technisch solide, wird die Disc mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert und ist Ländercode frei.


Film+++/--
Bild++++/-
Ton++++--
Bonus+++---


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