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USA 2008
Originaltitel:Max Payne
Länge:102:58 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:John Moore
Buch:Beau Thorne
Kamera:Jonathan Sela
Musik:Marco Beltrami, Buck Sanders
SFX:Warren Appleby
Darsteller:Mark Wahlberg, Mila Kunis, Beau Bridges, Ludacris, Chris O'Donnell, Donal Logue, Amaury Nolasco, Kate Burton, Olga Kurylenko, Rothaford Gray, Joel Gordon, Jamie Hector
Vertrieb:20th Century Fox
Norm:1080p / AVC MPEG-4
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:2,40:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1 (nur engl.), Dolby Digital 5.1 (Englisch Descriptive Audio), DTS 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Englisch (Audiodeskription für Sehbehinderte )
Untertitel:Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:20.03.2009 (Verleih) / 20.03.2009 (Kauf)
Bonus:
  • Audiokommentar von Regisseur John Moore, Produktionsdesigner Daniel Dorrance und Everet Burell (Visual Effects)
  • Making-Of Max Payne Teil 1 (29:01 Min., 480p)
  • Making-Of Max Payne Teil 2 (29:39 Min., 480p)
  • Animierter Comic-Roman: Michelle Payne (13:40 Min., 1080i)
  • HiDef exklusive: BonusVIEW: Komplettlösung und Cheats: Die Entstehung von Max Payne (Bild-in-Bild Feature):
    • Ungeklärte Kriminalfälle (1:28 Min., 480p)
    • U-Bahn (2:21 Min., 480p)
    • Trevors Party (2:48 Min., 480p)
    • Max schaut sich um (0:49 Min., 480p)
    • Tatto Make-Up (3:33 Min., 480p)
    • Angriff auf Olga (1:06 Min., 480p)
    • Mila Kunis über ihre Rolle Mona Sax (1:01 Min., 480p)
    • Die Waffen von Max (1:25 Min., 480p)
    • Trauerfreier-Szene mit Nelly Furtado (1:06 Min., 480p)
    • Ludacris als Jim Bravura (1:57 Min., 480p)
    • Verschlossene Akten (0:51 Min., 480p)
    • Mon & Max in der Gasse (1:18 Min., 480p)
    • Sprung-Szene: Green Screen (1:18 Min., 480p)
    • Sprung-Szene: Pre-Visualiserung (0:37 Min., 480p)
    • Walküre-Junkie (1:16 Min., 480p)
    • Voodoo (2:11 Min., 480p)
    • Max und Jason Colvin (2:36 Min., 480p)
    • Schiesserei (5:03 Min., 480p)
    • Das Outfit von Mona Sax (1:35 Min., 480p)
    • Raglan and Brock (0:26 Min., 480p)
    • Lupino & Payne (4:52 Min., 480p)
    • BB Hensley (1:09 Min., 480p)
    • Vereister Steg (1:08 Min., 480p)
    • Eiskaltes Wasser (1:02 Min., 480p)
    • Steg-Szene: Green Screen (0:21 Min., 480p)
    • Halluzinationen (2:55 Min., 480p)
    • Die Stürmung des Aesir Gebäudes (1:40 Min., 480p)
    • Dämonen-Vision (1:01 Min., 480p)
    • Noch nicht fertig! (2:20 Min., 480p)
    • Der Untergang von Aesir (0:40 Min., 480p)
    • Die letzte Kugel (1:01 Min., 480p)
    • Die letzte Klappe (0:26 Min., 480p)
In den dunkelsten und gefährlichsten Ecken New Yorks ist ein Außenseiter unterwegs, ein Cop des Drogendezernats auf der Suche nach den Mördern seiner Familie. Auf der Suche nach Rache wird Max Payne zum Hauptverdächtigen am Mord seines Partner und einer unschuldigen Frau. Um sich selbst zu entlasten, muss er nicht nur das Geheimnis hinter den brutalen Morden herausfinden, er muss sich auch Mächten zum Kampf stellen, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen. Ihm zur Seite steht Mona, die ihrerseits den Mörder ihrer Schwester sucht. Max' Nachforschungen führen ihn immer tiefer in eine Welt aus Drogen, Korruption und Verschwörung bis er erkennt, dass dieselbe Bedrohung die nun die Straßen von New York heimsucht auch für den Tod seiner Familie verantwortlich ist.
"Are you a cop?" Bum
"Not tonight.." Max Payne

Insbesondere während der letzten zehn Jahre hat sich der Einfluss des Mediums Film auf das wesentlich jüngere Medium Videospiel entscheidend vergrößert. Unübersehbar stark profitieren immer mehr Games von diesem Einfluss, was erstens an der filmischen Gestaltung von Atmosphäre und Storylines festzumachen ist und sich über komplexe Charakterentwicklungen bis hin zu kinematographischen Stilmitteln fortsetzt. Das "Spiel zum Film" hat sich marktstrategisch etabliert und gehört mittlerweile zum Standard für jede kassenträchtige Großproduktion, Film-Adaptionen der erfolgreichsten Games treten verstärkt und mit sichtlich wachsenden Ambitionen auf. Im krassen Gegensatz zum Verhältnis zwischen Comic und Film (welche sich wechselseitig beeinflussen und einander viel zu geben haben) konnte die Welt der Videospiele die Kinolandschaft bislang kaum bereichern. Seien es die schludrigen Machwerke eines Uwe Boll oder Paul Anderson oder sinnfreier Big-Budget-Trash à la "Tomb Raider" oder Interner Link"Doom" - eine zufriedenstellende Lösung scheint nicht in greifbarer Nähe zu liegen, vielleicht auch weil sich die stark interaktive Funktionsweise eines Games zu sehr von den allenfalls begrenzt interaktiven Möglichkeiten eines Films unterscheiden. Auch "Max Payne" bildet keine Ausnahme von der Regel und scheitert gleich an mehreren Fronten.



Wie sehr sich die Geschichte an die Vorlage(n) hält bleibt hierbei unwichtige Nebensache - die Wahl des Stoffes erscheint allerdings sinnvoll, da die Max-Payne-Reihe seit jeher als besonders verwandt mit der Kunstform Film gilt und sich aller erdenklichen Möglichkeiten zur filmischen Gestaltung bedient. Die Charakterzeichnung des Protagonisten und das gesamte Setting ist angelehnt an den klassischen Film Noir, verpflanzt in einen modernen Kontext und versehen mit originellen Selbstreferenzen. Die überaus erfolgreiche Reihe gilt als künstlerisch hochwertig und im direkten Vergleich zu hohlen Shootern wie Interner Link"Far Cry" auch durchaus als verfilmbar. Was sich auf dem Papier erfolgversprechend anhört verkommt unter der profillosen Regie von John Moore (der die Welt schon beglückte mit den beiden so unnötigen wie ambitionslosen Remakes zu "Flug des Phönix" und Interner Link"Das Omen", sowie mit dem altbackenen Propaganda-Action-Thriller Interner Link"Im Fadenkreuz") zur reizlosen Oberflächenunterhaltung. Moore und sein scheinbar ebenso unfähiger Drehbuchautor Beau Thorne nehmen den Stoff so ungeheuer ernst, dass sich schon nach wenigen Minuten die nachfolgenden Peinlichkeiten erahnen lassen.


Mark Wahlberg erweist sich nicht als beste Wahl für die Hauptfigur, deren vorhandenes Potential nur in wenigen Sequenzen aufflackert und größtenteils in langweilig überstilisierten Macho-Klischees vom äußerlich coolen und harten, dabei innerlich lange kaputten Cop ertrinkt. Nach vielen starken Leinwandaufritten scheint Wahlberg nach Interner Link"The Happening" einen weiteren Rückschritt zu machen, lässt keine Anstalten erkennen gegen das platte Drehbuch aufzubegehren und ringt seiner Figur keine interessanten Facetten ab. Während sich der Film mit ausgebleichten Farben und hektischen Schnitten der Ästhetik der Spiel-Vorlage annähern will, bleibt er in seiner konventionellen Inszenierung fade und ohne Überraschungen. Wahlberg bleibt, wie der restliche Cast, hölzern und überzeugt nicht einmal vollends in den actionreichen Szenen. Mila Kunis versucht gar nicht erst mehr zu sein als pures Eyecandy und scheint sich in dieser Rolle erschreckend wohl zu fühlen, Beau Bridges bleibt weit hinter seinen Möglichkeiten zurück während Chris O'Donnell eine gewohnt dürftige Leistung hinlegt. Nebenbei bekommt es der Zuschauer mit Anti-Schauspielern aus dem Musik-Business zu tun, was bei Rapper Ludacris eine wesentlich kleinere Überraschung darstellt als bei Nelly Furtado, hier in ihrem Kino-Debüt und ihrer hoffentlich letzten Vorstellung außerhalb ihrer Musikvideos und eventuellen Cameo-Auftritten.



Die ohnehin profane Geschichte wird ausgebremst durch abwechslungsarme Action, aufgesetzte emotionale Konflikte, die durchweg unglaubwürdig bleiben und wird überdies untermalt von einem erschreckend schwachen Score. So ist es letztlich nicht nur die mangelnde Einarbeitung in die Gefühlswelt der Hauptfigur sondern auch die sterile Gesamtkonzeption, gegen welche Interner Link"Doom" alleine durch eine fünfminütige Ego-Shooter-Sequenz wie die Erfindung des Rades anmutet im Vergleich zu vorliegendem, gänzlich uninspiriert erzähltem Filmchen, welches ganz brav den amerikanischen Waffenfetisch bedient. Doch weder die Zuwendung zu tosenden Schießereien noch der abgegriffene Neo-Noir-Look sind imstande den Film über die überschaubare Laufzeit hinweg zu tragen, sodass sich quälende Langeweile breit macht. Puristen werden vermutlich lauthals los schreien um sich über das Aussehen Wahlbergs, über diverse Abweichungen des Handlungsgerüstes oder auch über das Fehlen expliziter Gewalt mokieren - all das ist aber nicht nötig, um zu erkennen, dass es sich schlichtweg um einen verkorksten Film handelt.


Während es auf DVD eine Kinofassung und eine Century³ Edition mit Kinoversion und Extended Version zu kaufen gibt, konzentriert man sich bei der Blu-ray auf die für den Filmfan wichtigste Version und veröffentlicht gleich den Extended Cut von "Max Payne", welcher im Gegensatz zur Kinofassung eine Freigabe ab 18 Jahren bekommen hat. Ganz lässt sich die Freigabe nicht nachvollziehen, denn auch wenn etwas mehr CGI-Blut eingefügt wurde, wirkt "Max Payne" auch in der 3 Minuten längeren Fassung kaum wesentlich brutaler. Brutal hingegen ist das FSK-Logo auf der Frontseite des Covers, was bei den ohnehin schon kleineren Blu-rays umso unschöner auffällt, da 20th Cenutry Fox bisher leider immer noch keine Wendecover produziert.
Die Bildqualität von "Max Payne" ist jedoch wirklich sehr gelungen, weil fast durchweg sehr scharf und detailliert. Das in MPEG-4 kodierte Material erfreut sich einer enormen Plastizität und Tiefenwirkung, zeichnet saubere Kanten und offenbart nicht nur in Close-Ups Unmengen an feinen Details. Obwohl der Film überwiegend im Dunkeln spielt, zeigt das Breitbild keine wirklichen Patzer und bietet einen guten Kontrast mit einem satten Schwarzwert. Die Durchzeichnung ist bis auf kleine Ausnahmen ausgezeichnet und die Farben kommen sehr kräftig und satt zur Geltung. Das dezente, aber stets vorhandene Filmkorn stört in keiner Sekunden und die Kompression arbeitet absolut fehlerfrei im Hintergrund. Die stilbedingten Verfremdungen stehen dem Bild zudem ausgezeichnet und mit leichten Detailverlust in dunkleren Szenen lässt es sich sehr gut leben. Hier ist das Hi-Def-Gefühl vorprogrammiert.
Beim Ton dürfen wir uns ebenfalls über ein sehr guten Mix freuen. Teilweise hinterlassen die Tonspuren einen äußerst brachialen Eindruck und der Bass geht in den Actionszenen durch Mark und Bein. Der lebhafte Soundmix überzeugt mit einer druckvollen und äußerst dynamischen Klangqualität, die Effektlautsprecher sind nahezu permanent im Einsatz und selbst in den ruhigeren Sequenzen klebt die Abmischung niemals an der Front. Es wird stets eine überzeugende Räumlichkeit gewährleistet, bei der sehr viel Wert auf Feinheiten gelegt wird. Auch die Dialoge sind stets ausgezeichnet zu verstehen. Lediglich der Umstand, dass einige wenige Szenen der Extended Edition mit anderen Sprechern synchronisiert wurden, ist als negativ zu betrachten. Die englischsprachige DTS-HD Master 5.1-Spur toppt die deutsche Fassung nochmal in puncto Feinheiten und offenbart feinere Nuancen, die der deutschen Fassung enthalten bleiben. Ein Top-Mix für Liebhaber und Besitzer aktueller Surround-Verstärker. Optional gibt es diverse Untertitel, darunter deutsche und englische.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Beim Bonusmaterial heißt es "Klasse statt Masse", denn schon der Audiokommentar mit Regisseur John Moore, Produktionsdesigner Daniel Dorrance und Visuel Effect-Spezialist Everett Burrell überzeugt auf ganzer Linie. Ihn ihm wird auf viele Aspekte der Produktion eingegangen, was dem Zuhörer einen reichhaltigen Blick hinter die Kulissen gewährt. Zudem ist der Kommentar komplett untertitelt worden, genauso wie die restlichen Extras auf der Disc. Das in zwei Teile aufgesplitte Making of ist ebenfalls in der Oberliga anzusiedeln und misst eine Gesamtlaufzeit von knapp einer Stunde. Zwar liegt es nur in Standard Definition vor, jedoch ist der Informationsgehalt sehr groß, denn anstatt sich nur in Kommentare und Interview-Fragmente zu verlieren, darf man dem Kameramann beim Dreh diverser Szenen sehr ausführlich über die Schulter schauen. Der animierte Comicroman "Michelle Payne" ist dank 1080i ein wahrer Augenschmaus und lässt uns die Vorgeschichte des Filmes miterleben. Außerdem unterstützt die Disc noch das BonusView-Feature, bei dem während des Filmes 32 Segmente mit weiteren "Hinter den Kulissen"-Aufnahmen eingeblendet werden. Wer sich dafür nicht noch einmal den kompletten Film anschauen will, kann diese Clips auch einzeln anwählen. Auf Trailer wurde leider gänzlich verzichtet, dafür unterstützt die Disc aber das "D-Box:Motion Code" verfahren - nun ja, es gibt wohl in Deutschland kaum jemanden, der so eine Box zuhause stehen hat.



"Max Payne" ist eine weitere typische Game-Verfilmung - dramaturgisch flach, schlecht gespielt und inszeniert, außerdem visuell einfallslos und jeden innovativen Ansatz. Selbst unter den Händen von Dr. Boll wäre dieser Patient nicht schneller weggestorben. Technisch macht die deutsche Blu-ray aber viel Spaß und auch das Bonusmaterial kann sich sehen lassen. Wer also einen Blick riskieren will, liegt mit dieser Veröffentlichung genau richtig.


Film++----
Bild+++++/
Ton+++++-
Bonus++++/-


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News"Max Payne" kommt im November (Update)
Mark Wahlberg wird zu Max Payne!
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