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USA 2006
Originaltitel:Pink Panther, The
Alternativtitel:Birth of the Pink Panther, The
Länge:92:45 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 6 Jahre
Regie:Shawn Levy
Buch:Len Blum, Steve Martin, Michael Saltzman
Kamera:Jonathan Brown
Musik:Christophe Beck
SFX:Steven Kirshoff
Darsteller:Steve Martin, Kevin Kline, Jean Reno, Beyoncé Knowles, Emily Mortimer, Henry Czerny, Kristin Chenoweth, Roger Rees, Phillip Goodwin, Henri Garcin, William Abadie, Daniel Sauli
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:1080p / AVC MPEG-4
Medium:BD-50
Regionalcode:A ,B, C
Bildformat:1,85:1
Tonformat:Dolby TrueHD 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Spanisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Portugiesisch, Spanisch, Türkisch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:19.02.2009 (Kauf)
Bonus:
  • Hi-Def exklusiv: BD-LIVE (ab Profile 2.0)
  • Hi-Def exklusiv: Code Pink (GIP-Track)
  • Audiokommentar mit Regisseur Shawn Levy
  • Entfallene Szenen (inkl. Regiekommentar):
    • Fußball-Arena [verlängerte Szene] (5:47 Min., 480p)
    • Der perfekte Mann für den Job (2:14 Min., 480p)
    • Dreyfus' Analyse des Tatherganges (1:35 Min., 480p)
    • Clouseau beschädigt den Durchgang in Dreyfus' Büro (1:10 Min., 480p)
    • Clouseau besucht Bizu beim Training (1:13 Min., 480p)
    • Clouseus TV-Nachricht für den Killer (1:06 Min., 480p)
    • Clouseau beschädigt den Durchgang in Dreyfus' Büro ein zweites Mal (1:15 Min., 480p)
    • Sprachübungen (1:23 Min., 480p)
    • Ein schreckliches Erlebnis (6:41 Min., 480p)
    • "Fahr' Ponton, fahr'!" (2:29 Min., 480p)
    • Larocque droht Xania (1:36 Min., 480p)
  • Dokumentationen:
    • Die Lösung des Falls (22:05 Min., 480p)
    • Ausflug in die Animations-Welt (8:53 Min., 480p)
    • Vorbereitungen für die Film-Sequenzen im Präsidenten-Palast (10:16 Min., 480p)
  • Sleuth Cams: Detail-Einblicke am Set:
    • Pressekonferenz (5:22 Min., 480p)
    • Fußball-Arena (6:55 Min., 480p)
    • Vorhangszene in Clouseaus Büro (6:47 Min., 480p)
  • Musikvideo: Beyoncé "Check On It" (4:14 Min., 480p)
  • Beyoncé-Performance:
    • "A Woman Like Me" mit optionalem Regiekommentar (4:34 Min., 480p)
  • Trailershow:
    • Demnächst auf Blu-ray (2:24 Min., 1080p)
Inspektor Clouseau ermittelt wieder! Nach dem Mord an dem bekannten Fußballmanager Gluant wird auch noch dessen wertvoller Diamantring, der "Pink Panther", gestohlen. Inspektor Clouseau übernimmt den Fall. An seiner Seite stehen der Gendarm Ponton und die hilfsbereite Sekretärin Nicole, die mit ihm bald durch dick und dünn gehen. Bei seinen Recherchen wird Clouseau misstrauisch von Chefinspektor Dreyfus beobachtet, der eigentlich darauf hofft, dass Clouseau bei dieser Aufgabe scheitern wird. Doch der wäre nicht Clouseau, wenn es ihm nicht gelänge, durch alle Fettnäpfchen hindurch und am Chaos vorbei, Licht ins Dunkle dieses Kriminalfalles zu bringen. Dass er bei der Beschattung von Xania, der Freundin des Opfers, gezwungen ist, nach New York zu fliegen, sieht Clouseau dabei eher als sportliche Herausforderung. In seiner unnachahmlichen Art und mit seiner faszinierenden Vorgehensweise mag Clouseau seine Umgebung in Schutt und Asche legen - letztendlich aber stiehlt er Dreyfus doch die Show!
"The Pink Panther diamond is missing ...
And the world's greatest detective is solving the case one mistake at a time."
- Werbezeile

Amerikanisches Comedygenie von heute trifft auf die wohl komischste Blödel-Reihe der 60er. Steve Martin, lange Zeit einer der absoluten Topstars unter den komischen Hollywoodsternchen, macht sich zusammen mit Regisseur Shawn Levy sowie dem ebenfalls genialen Kevin Kline und Frankreichs Importschlager Nr. 1 Jean Reno daran, dem Interner Link"Rosaroten Panther" ein ehrwürdiges Remake zu schaffen. Doch die Anzeichen standen schon von vornherein schlecht. Viel zu oft musste Levy seinen Film umschneiden und verschieben.
Und einem so genialen Original ein ebenbürtiges Remake zu verschaffen, das dürfte auch schwieriger sein, als man es sich in Hollywood je erträumt haben dürfte. Und so verwundert es auch nicht, dass die Kritiken den Martin-Film nahezu durchgehend in der Luft zerfetzten - zu unrecht, wie ich finde. Denn man muss einfach nur mal probieren, das Remake nicht mit dem Original zu vergleichen. Und wenn man das schafft, dann kann man auch durchaus seinen Spaß an diesem Panther haben, auch wenn er bei diesen Vorgaben noch wesentlich besser hätte sein können.



"Der rosarote Panther" ist eigentlich eine Klamauk-Klamotte wie sie im Buche steht. Der Witz besteht durchgehend aus schmerzhaftem Slapstickhumor, der mal mehr, mal weniger zündet. Die Story dazu ist natürlich verhältnismäßig dünn und passt locker auf eine A5-Seite. Im Grunde geht es natürlich wieder einmal um den berühmtesten Edelstein der Welt, den rosaroten Panther, der, verstrickt in einen tückischen Mordfall, verschwunden ist. Der eigentlich hoch angesehene Chef-Inspektor Dreyfus beauftragt Inspektor Clouseau mit dem Fall, der sich seine Aufgabe auch sehr zu Herzen nimmt und mit allerlei Herzblut recherchiert und ermittelt. Dumm nur, dass der Inspektor nicht nur geistig stark beschränkt zu sein scheint, er hat auch zwei linke Hände (und Füße) und alles, was er anfasst, endet in einem Chaos. Kann er den Mörder dennoch fassen und den rosaroten Panther wiederbeschaffen?
Und das war's dann auch schon. Wesentlich mehr Story wird dem Zuschauer nicht geboten. Alles hangelt sich mühelos an einem roten Faden entlang, der eigentlich auch nur als Aufhänger für die mit Gags nur so gefüllte Maschinenpistole zu betrachten ist. Und nach Logik und Tiefgang sollte man erst recht nicht Ausschau halten. Hier ist alles wirklich so furchtbar dünn, wie man es schon aus den meisten anderen Kalauer-Streifen gewohnt ist.



Aber schließlich kommt es bei einem Klamauk-Festival wie diesem hauptsächlich auf die Gags an, ob der Film am Ende funktioniert oder nicht. Und da muss man, wie schon erwähnt, leider feststellen, dass maximal nur jeder zweite Gag funktioniert und wirkliche Brüller absolute Rarität sind, auch wenn es unterm Strich doch mehr zu lachen gibt, als es uns die meisten Kritikerfuzzis weiß machen möchten. Wenn es Clouseau z.B. nicht schafft mit seinem Smart ohne Schaden in eine meterlange Parklücke einzuparken, wenn er nach einem Kampf so tut, als ob er alle Gegner selbst erledigt hat, obwohl dafür eher sein Partner zuständig ist, oder er bei einem Gefangenen seine zum Brüllen komische "Guter Cop, Böser Cop"-Masche durchzieht, dann kann sich der Zuschauer schon einmal biegen vor lachen. Ganz anders dagegen sieht es z.B. beim sehr platten Furzer-Witz in einem Tonstudio, Clouseaus totnervenden Versuchen aktzentfrei amerikanisch zu sprechen oder einer gar fürchterlich übertriebenen Hotelzerstörungsszene aus, die wirklich so derart übertrieben dämlich geraten ist, dass einem nicht mal mehr ein leichtes Kichern über die Lippen kommt. Alles in allem halten sich die wirklich guten Gags mit den wirklich schlechten Gags die Waage und dazwischen gibt es allerlei Schmunzelwerk zu betrachten.



Wirklich gelungen ist dabei allerdings das ganze Drumherum. Denn was die Inszenierung als solches angeht, gibt es eigentlich nicht allzu viel zu meckern! Angefangen beim prächtig gelungenen Vorspann, der in typischer Pink Panther-Manier (mit Paulchen Panther in Hauptrolle) gleich eine wohlige Atmosphäre aufbauen kann und für kurze Zeit in Erinnerung an die alten Film schwelgen lässt. Dann die wunderbare Kulissenauswahl von Frankreich, die ebenfalls für eine gewisse PP-Atmosphäre gut ist. Dazu die herrlichen Klamotten der Darsteller, allen voran natürlich von Martin persönlich, der in seinen viel zu kurzen Klamotten einfach zum Brüllen komisch aussieht. Und natürlich darf man auch die Musik nicht vergessen, die glücklicherweise (nahezu) komplett aus dem berühmten PP-Theme besteht, natürlich in allem möglichen Variationen. Wesentlich näher hätte man in puncto Inszenierung jedenfalls nicht an die guten alte Panther-Filmreihe herankommen können.



Und auch die Darsteller geben eigentlich allen Grund zur Freude. Hauptdarsteller Steve Martin ist zwar bei weitem kein zweiter Peter Sellers, doch seine Verkörperung des trotteligen Inspektor Clouseau hat seinen ganz eigenen Charme. Kaum ein Zweiter hätte wohl heutzutage so einen depperten Charakter so glänzend spielen können wie er. Wenn man den Fehler macht und Martin mit Sellers vergleichen würde, dann müsste man sicher Abstriche machen, doch wenn man dies nicht tut, sondern Martins Clouseau-Vorstellung als seine völlig Eigene betrachtet, dann kann man eigentlich wirklich nur Gutes von ihm berichten. Dazu kommen dann noch andere große Name wie Kevin Kline, der hier einen herrlich fiesen und vom Pech verfolgten Insp. Dreyfus verkörpert. Auch wenn er alles in allem noch etwas mehr aus seiner Rolle hätte herausholen können, so kann man mit seiner Leistung dennoch zufrieden sein und über seine wenigen Auftritte (meist) aus vollem Hals lachen. Und dann wäre da noch ein herrlich witziger Jean Reno, der hier seine komisches Talent ebenfalls bestens zur Geltung bringt. Nur auf Beyonce Knowles hätte man gepflegt verzichten können, denn außer gut singen und sexy aussehen hat sie leider nicht allzu viel drauf, zumindest wenn man ihr Schauspieltalent betrachtet. Aber nun gut, fürs lüsterne (männliche) Auge hat sie dennoch unheimlich viel zu bieten!


"Pardon His French" - Werbezeile

"Der rosarote Panther" gehört zu den etwas frischeren Produktionen, welche ihren Weg auf Blu-ray finden. Für einen knapp 3 Jahre alten Film ist das Bild zwar gut, bietet aber keine wirklichen Höhepunkte. So bleibt die Schärfe gerade gerade mal mittelmäßig. Auch wenn in Nahaufnahmen gute Werte im Bereich der Detailzeichnung erzielt werden, bleibt die Bildpräsentation im Allgemeinen sehr weich und erreicht nur selten eine wirklich überzeugende Tiefenwirkung. Die Farbgebung ist dafür sehr kräftig ausgefallen und überzeugt mit sehr satten, aber stets natürlichen Farben. Auch der Kontrast überzeugt mit guten Werten und wirkt vor allem in Innenaufnahmen sehr ausgeglichen, während das Bild in Außenaufnahmen eher steil erscheint und überstrahlt. Hinzu kommt teilweise sehr deutlich zu erkennendes Filmkorn, welches aber nicht wirklich stört. Desweiteren dürfen wir uns über einen sauberen und fehlerfreien Transfer freuen, der mit einer hervorragend arbeitenden Kompression aufwarten darf.
Sämtliche Tonspuren liegen in Dolby TrueHD 5.1 vor und können sich Genre bedingt hören lassen. Während uns zu Beginn ein sehr breites und aggressives Klangbild geboten wird, welches die Stadionatmosphäre hervorragend zur Geltung bringt, merkt man im weiteren Verlauf des Filmes allzu deutlich, dass "Der rosarote Panther" eine Komödie ist. Die Soundatmosphäre geht auf ein Minimum zurück und spielt sich weitgehend im Frontbereich ab. Dezent eingesetzte Effekte erzeugen zwar noch ein wenig Räumlichkeit, aber wie bei einer Komödie üblich spielen Dialoge die größere Rolle. Diese sind dann auch sehr gut zu verstehen und lassen keinen Grund zu Kritik. Die Musik darf sehr kräftig aus sämtlichen Kanäle hallen und bietet ausreichend Druck und Dynamik. Der englische Mix unterscheidet sich nicht sonderlich vom deutschen Pendant. Für eine Komödie also alles im grünen Bereich.
Die Zusatzausstattung ist grundsolide ausgefallen und man gewährt uns einen schönen Einblick in die Entstehung des Films. Der Anfang macht der Audiokommentar von Regisseur Shawn Levy. Dieser fällt sehr informativ aus, Levy erzählt eine Menge über die Produktion und dokumentiert die einzelnen Szenen. Es wäre doch sehr schön gewesen, hätte Steve Martin am deutsch untertitelten Kommentar teilgenommen.


Preview-Screenshots zur FullHD (1920 x 1080) Ansicht anklicken.
Alle Bilder sind Eigentum von Sony Pictures

Desweiteren gibt es noch eine Art 'Trivia Track' mit dem Titel "Code Pink - GP Track". Dieses Pop-Up Feature zeigt einige zusätzliche Informationen in Form von Texttafeln und animierten Sequenzen. Das nachfolgende Zusatzmaterial liegt bis auf den Blu-ray Werbetrailer und das BD-Live Feature, welches nur der Werbung dient, komplett in Standard Definition vor. Den Anfang macht das Making of mit dem Titel "Die Lösung des Falls". Es ist 22minütiger Standardbeitrag, bei dem es eine Menge Ausführungen von Cast & Crew gibt und wir einen kleinen Einblick hinter die Kulissen spendiert bekommen. "Vorbereitungen für die Film-Sequenz im Präsidentenpalast" ist ein ähnliches Feature mit knapp 10 Minuten Laufzeit und zeigt die Dreharbeiten am Originalschauplatz. Wesentlich interessanter ist "Ausflug in die Animations-Welt": In knapp 9 Minuten kommen die Macher der Animationssequenzen zu Beginn und am Ende des Filmes zu Wort und wir dürfen ein wenig hinter die Kulissen des handgezeichneten Animationsprozesses blicken.
Sehr schön sind auch die 25 Minuten an entfernten Szenen, die ein paar lustige Sequenzen enthalten, welche alle optional mit einem deutsch untertitelten Regiekommentar unterlegt werden können. Leider fehlt der alternative Anfang, welcher im Bonusmaterial der DVD zu finden ist.
Unter "Sleuth Cams" verbergen sich drei weitere Mini-Dokus. "Fußball-Arena" und "Vorhang-Szene in Clouseaus Büro" sind zwei weitere, jeweils 7minütige Einblicke in die Dreharbeiten und die 5minütigen Aufnahmen der Pressekonferenz sind auch ganz interessant. Zuletzt gibt es das Musikvideo 'Check On It' von Beyoncé und unter "A Woman Like Me" ihren kompletten Auftritt inkl. Regiekommentar. Ein Trailer zum Hauptfilm ist leider nicht enthalten, dafür ist das BD-Menü sehr schön animiert und die Pop-Up-Funktion geht sehr flüssig von der Hand.


Alles in allem ein eher durchschnittliches Remake zu einem der besten Klamaukstreifen aller Zeiten. Zwar sind die mitunter harschen Kritiken aller Orts größtenteils übertrieben, doch etwas mehr als das Endergebnis hat man sich bei der Vorlage und dem Cast dann doch gewünscht. Unterm Strich bildet der aktuelle "Rosarote Panther"-Film eine Mischung aus wenigen Brüllern, viel Schmunzelware und manch heftigem Blindgängern, die nur recht mühselig von den brillanten Darstellern und der gelungenen Inszenierung überdeckt werden können. Wer mit Klamauk etwas anfangen und die Originalreihe für 90 Minuten vergessen kann, der wird recht solide unterhalten. Ansonsten ist man aber bei den Sellers-Filmen wesentlich besser aufgehoben!
Die deutsche Blu-ray hinterlässt einen soliden Eindruck mit sehenswertem Bonusmaterial. Beim Bild fehlt es aber deutlich an "Wow"-Effekten. Die deutsche DVD kann im direkten Vergleich aber ersetzt werden.


Film+++/--
Bild++++/-
Ton++++--
Bonus+++---


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