Es war einmal die wunderschöne Prinzessin Aurora. An ihrem 16. Geburtstag sticht sie sich an einer von der bösen Hexe Malefiz verfluchten Spindel und fällt in einen tiefen Schlaf. Zum Glück sind da noch die drei lustigen Feen, die nichts unversucht lassen, um die Pläne von Malefiz zu durchkreuzen und den tapferen Prinzen Phillip kräftig bei seinem Kampf gegen die Hexe unterstützen ...
"When true love's kiss the spell shall break."
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Der klassische Märchenepilog, der sich im Prinzip nahtlos auf alle Werke der
Disney Studios münzen ließe. Jahrelang gingen die verschiedensten europäischen Märchen bei Disney ein und aus. Ein ganz besonderes unter ihnen ist
"Dornröschen". Hier adaptierte Disney nicht nur das Original von
Charles Perrault aus dem Jahr 1697, sondern wob auch noch Elemente aus
Pyotr Ilyich Tchaikovskys gleichnamigen Ballet von 1890 mit hinein. Bemerkenswert war
"Dornröschen" auch wegen zweier anderer Aspekte. Zum einen war es der erste (und abgesehen von
"Taran und der Zauberkessel" auch der einzige) Disney-Film, der im Technirama-Breitbild-Prozess gedreht wurde. Jenes Technirama stellte eine Alternative zum gewöhnlichen anamorphotischen Verfahren (Cinemascope) dar. Außerdem markierte
"Dornröschen" bis 1989 und der Veröffentlichung von
"Arielle - Die Meerjungfrau" den letzten Disney-Film, der auf einem Märchen basierte. Seitdem hat sich das renommierte Studio auf seine alten Stärken zurückberufen und mit Geschichten wie
"Aladdin" oder dem im diesen Jahr startenden
"Küss den Frosch" wieder Märchenadaptionen in ihr Repertoire aufgenommen.
Die Handlung des Filmes lässt sich in wenigen Sätzen abhandeln. Als die böse Hexe Malefiz nicht zur Verlobungsfeier von Prinzessin Aurora eingeladen wird, belegt sie das Kleinkind mit einem Fluch. Dieser soll Aurora an ihrem sechzehnten Geburtstag das Leben kosten. Zwar kann eine der drei Feen Flora, Fauna und Sonnenschein den Fluch noch etwas schmälern, doch abwenden lässt er sich nicht. Zum Schutz der Prinzessin wächst diese fortan im Exil auf, unter der Aufsicht der drei Feen. Als ihr sechzehnter Geburtstag eintrifft, beginnen die Hochzeitsplanungen mit Prinz Philipp. Doch Malefiz gelingt es ihre Intrige zu spinnen, und so kann nur noch der Kuss ihrer wahren Liebe die jungfräuliche Magd aus den Klauen des Bösen befreien.
Um mal etwas pathetisch zu werden. Wie die meisten klassischen Werke von
Walt Disney spielt sich die Handlung innerhalb von etwa siebzig Minuten ab. Erst später begann man, die Laufzeit der Filme etwas nach hinten zu schieben. Während die klassisch gezeichneten Filme nun um die neunzig Minuten Spielzeit haben, können die Werke der ehemaligen Tochterfirma Pixar auch schon mal fast zwei Stunden (z.B.
"Ratatouille") laufen. Dabei wurde
"Dornröschen" bei seinem Kinostart keineswegs als Meisterwerk angesehen, wie man heutzutage von den Frühwerken des Studios gerne spricht.
Gerade einmal die Hälfte seiner Produktionskosten von sechs Millionen Dollar konnte der Film 1959 einspielen, sodass das Studio kurz vor dem Bankrott stand. Enttäuschend, bedenkt man, dass bei Disney fast ein Jahrzehnt an
"Dornröschen" gearbeitet wurde. Während man 1951 das Drehbuch schrieb und ein Jahr darauf die Stimmen der Schauspieler aufnahm, dauerte es ganze fünf Jahre, ehe 1958 alle Zeichnungen fertig gestellt waren. Ein Jahr zuvor hatte sich das Berliner Philharmonika Orchester zusammen gefunden, um die musikalische Untermalung für den Film basierend auf
Tchaikovskys Ballet einzuspielen. Auch nicht wenig Zeit dürfte für die Vorabfilmung des Drehbuches mit realen Schauspielern beansprucht haben, die
Walt Disney anforderte, um möglichst authentisch zu wirken.
Dass der Film
"Dornröschen" heißt, lenkt beinahe auf die falsche Fährte, hat die betreffende Protagonistin doch äußerst wenig Dialoge und kommt im gesamten Film lediglich in einem Viertel der Laufzeit tatsächlich vor. Die eigentlichen Stars der Geschichte sind somit die drei farbfrohen Feen Flora, Fauna und Sonnenschein. Ihnen bildete
Guillermo del Toro in seinem letztjährigen Meisterwerk
"Pan's Labyrinth" ein Denkmal, als der seine drei Feen ebenfalls mit dem Farbmuster Rot, Grün und Blau versah. Doch nicht nur der Mexikaner zitiert Disney, sondern das Studio pflegt sich zuvorderst gern selbst zu zitieren; besonders eindringlich im ebenfalls letzten Jahr erschienen
"Verwünscht", der speziell Bezüge zu
"Dornröschen" herstellt.
Bezeichnend für Disney ist die Darstellung von jungen Prinzessinen als Heldinnen der Geschichte und/oder Objekt der Begierde. So findet sich nicht nur Aurora in dieser Kategorie, sondern auch die Kolleginnen Schneewittchen, Cinderella, Arielle, Jasmin und Belle. Dementsprechend ähneln sich oftmals die Enden der Filme, die in der Hochzeit von Prinz und Prinzessin münden. Hiermit befriedigt Disney speziell die Wünsche seiner Hauptklientel, jenem Traum aller Mädchen, einen Prinzen zu heiraten und selbst zur Prinzessin zu werden. Auch die Tatsache, dass die Frau ihren Prinzen durch ihren Gesang becirct (vgl.
"Arielle") ist nicht ungewöhnlich. Was
"Dornröschen" so besonders macht, ist allerdings ganz gewiss nicht seine Handlung. Diese ist nämlich viel zu spannungsarm, das Finale zu schnell aufgelöst und mit einer enttäuschenden Klimax versehen. Neben den stark untercharakterisierten Figuren wie Philipp und Aurora gesellen sich dann inhaltliche Mängel wie die drei Feen, die seit 16 Jahren mit der Prinzessin in zivil im Wald leben, aber dann scheinbar immer noch Probleme haben ein Kleid zu nähen und einen Kuchen richtig zu backen. Die Stärke des Filmes und jener Aspekt, für den man ihn noch heute preist, ist sein Zeichenstil.
Walt Disney orderte explizit an, man solle sich an mittelalterlichen Gemälden orientieren und so sind einige Hintergründe auch solchen Gemälden entnommen. Die Burglandschaft, die eine Bedrohung darstellt, zeichnet sich dabei von einer enormen Kühle aus, während die Sequenzen im Wald konträr dazu Lebensfreude widerspiegeln. Als visuelle Ausnahmeerscheinung ist der Film somit durchaus gelungen, inhaltlich jedoch einige Schritte hinter anderen Werken des legendären Studios.
"Wondrous to see ... Glorious to hear ... A magnificent new motion picture!"
Disney veröffentlicht
"Dornröschen" als Platinum Edition und diese wird wie auch die anderen Walt Disney-Filme auf Blu-ray nur für eine kurze Zeit verfügbar sein. Eine Wertsteigerung ist somit bereits vorprogrammiert. Speziell für die vorliegende Edition wurde
"Dornröschen" nochmals aufwendig restauriert und liegt erstmalig im korrekten Bildformat von 2,55:1 vor. Die damaligen Auflagen auf VHS und DVD waren teilweise in Vollbild bzw. in 2,35:1 und erst jetzt bekommen wir diesen Klassiker in seiner ursprünglich gewollten Version zu sehen. Zudem erreicht der Transfer Referenzwerte und es ist unglaublich, wie sorgfältig hier gearbeitet wurde. Nach 50 Jahren sieht
"Dornröschen" aus wie eine neue Produktion. Die sonst so typischen Alterserscheinungen sind wie weggeblasen und nur sehr selten gibt es kleinere Sequenzen wie z.B. der in real aufgenommene Vorspann, der etwas weicher erscheint. Ansonsten wir uns ein gestochen scharfes Bild spendiert, absolut detailverliebt und mit einer ausgezeichneten Tiefenwirkung. Man sollte es sich immer vor Augen halten, dass wir es hier mit einem normalen Trickfilm zu tun haben und keine einzige Szene aus dem Computer stammt. Die enorme Plastizität wird nur noch durch die kräftigen und satten Farben getoppt und der Kontrast arbeitet ebenfalls absolut ausgewogen und wartet mit einem überwiegend satten

Schwarzwert auf. Schmutz ist ebenso wenig auszumachen wie Rauschen oder Unruhen im Bildstand.
Disney wird es sehr schwer haben beim in Kürze erscheinenden
"Pinocchio" diesen grandiosen Transfer zu übertrumpfen.
Beim Ton hat sich die Restaurierung ebenfalls gelohnt und es ist kaum zu Glauben, dass die neuen DTS HD 7.1 Tracks sich dermaßen frisch und sauber anhören, ohne dabei nach einem der typischen Upmixe zu klingen. Dies dürfte unter anderem dran liegen, dass man die als verschollen gegoltenen Mastertapes der Musikaufnahmen wieder fand, die in Deutschland vor sich hin gammelten. Die Sounddesigner hatten alle Hände voll zu tun und säuberten jedes Soundelement einzeln, damit weder Rauschen noch anderweitige Störungen beim kritischen Publikum ins Gehör fallen. Das Ergebnis ist traumhaft. Feine Nuance sind sehr präzise herauszuhören und man legt sehr viel Wert auf Dynamik, Räumlichkeit und direktionale Effekte, ohne dabei den ursprünglichen Mix aus den Augen zu lassen. Die gesamte Abmischung klingt sehr natürlich und frisch, lässt Dialoge ebenso klar erscheinen wie Nebengeräusche und den Score. Obgleich es keine Neusynchronisation gibt, klingen die Stimmen der Sprecher niemals muffig oder dumpf, sondern fast so als wäre der Film erst in diesem Jahr synchronisiert worden. Lediglich kleinere Mängel im Hochtonbereich sind zu hören und im direkten Vergleich zum englischen Mix lässt die deutsche Synchronisation noch am ehesten ihr hohes Alter erkennen. Die englische Fassung bietet nochmals klarere Dialoge und erscheint noch präziser in der Abmischung. Was uns hier geboten wird, kann zwar nicht mit aktuellen Produktionen mithalten, doch in Anbetracht der 50 Jahre alten Produktion sind die Abmischungen sicherlich die am best restauriertesten, die jemals ihren Weg auf DVD oder Blu-ray gefunden haben.
Beim Bonusmaterial zieht
Disney sämtliche Register! Es liegt meist in High Definition und aufgeteilt auf zei vollgepackte Blu-ray-Discs vor. Obwohl es wie immer Spiele für die Kleinen gibt, überwiegt das filmbezogene Bonusmaterial. Auf der ersten Disc befindet sich das
'Cine-Explore'-Feature, ein Bild-in-Bild-Kommentar für den euer Blu-ray-Player Bonus-View unterstützen muss. Hier kommen Filmhistoriker
Leonard Maltin, Pixar-Produzent
John Lasseter und Animator
Andreas Deja zu Wort, die uns einen tiefen Einblick in die Produktionsgeschichte des Filmes gewähren. Wir erfahren wirklich alles Wissenswerte über die Produktion und die Animationen. Zusätzlich werden immer wieder Archiv-Material und Statements diverser Beteiligte eingeblendet.
Wer den Bild-in-Bild-Kommentar nicht abspielen kann, darf sich zumindest über den selben Kommentar als normalen
Audiokommentar freuen. Für Kinder und alle, die keine Lust haben, den Kommentar zu lesen und des Englischen nicht mächtig sind, gibt es ihn noch als komplett deutsch synchronisierte Tonspur. Sowas ist vorbildlich und bisher wohl einmalig. Hoffen wir, dass Disney so etwas öfter machen wird.
"Begegnung mit dem Drachen" ist ein neu animierter Kurzfilm mit knapp 5 Minuten Spielzeit und liegt in HD und deutsch synchronisiert vor. Das Interessante ist hier eigentlich nur die Ego-Perpektive (nämlich: aus der Sicht einer Fee) und der gut abgemischte Surround-Mix. Der Kurzfilm selbst ist nicht sonderlich spannend. Besser ist da
"Grand Canyon". Dieser Oscar prämierte Kurzfilm wurde 1958 als Vorfilm zum Kinostart von
"Dornröschen" gezeigt und liegt ebenfalls in High Definition vor. Unter
"Musik & mehr gibt es zwei neue
Musikvideos und eine
Disney Liederauswahl mit fünf Songs aus dem Film in einer Karaoke-Version. Zudem lässt sich auch der gesamte Film mit Liedtexten abspielen. Wer jetzt noch mehr über Prinzessinnen erfahren möchte, kann während des Filmes einen
Trivia Track hinzuschalten. Ansonsten gibt es auf der Hauptfilm-Disc noch diverse Trailer in doppelter Ausführung: einmal bei Disc-Start und einmal als Auswahl im Hauptmenü, mit insgesamt einem Trailer mehr.

(Anhand dieses Beispiels sieht man sehr genau wie liebevoll restauriert wurde)
Weiter geht es auf der zweiten Disc, deren Anfang drei witzige Spiele machen. In
"Die böse Malefiz fordert heraus" muss der Spieler an etwas denken und danach Fragen wahrheitsgetreu beantworten. Am Ende der Befragung präsentiert euch die böse Fee das, an was ihr gedacht habt. So sieht es zumindest in der Therorie aus, bisher konnte die Fee unsere Gedanken aber nicht lesen. Vielleicht sind diese aber auch einfach zu speziell. Auf jedenfall ein nette Gimmick.
In
"Röschens bezauberndes Tanzspiel" kann man mit den Tieren des Waldes tanzen oder den Walzer lernen. Für kleine Kinder ist es optimal, dass man sich Schritte

merken muss und die Konzentration gefragt ist. Im letzten Spiel bieten die drei guten Feen um Hilfe bei der Vorbereitung der Party zu Auroras 16. Geburtstag. Nebenbei kann man mit
Dornröschen spielend englisch lernen. Alle drei Spiele liegen in HD vor und wurden in diversen Sprachen synchronisiert.
Wenn wir genug gespielt haben können wir uns dem Bereich
Backstage Disney widmen, in dem sich nicht nur ein ganzer Haufen an Features, Dokumentationen und Storyboardzeichnungen befindet, sondern auch Bildergalerien, Werbemasteral etc. Aber alles der Reihe nach.
"Die Original Disneyland Dornröschen-Schloss-Attraktion" gehört zu den ersten Features und zeigt eine virtuelle Nachbildung, welche die originale Dornröschen-Schloss-Attraktion wieder aufleben lässt, die in Disneyland 1957 eröffnet und 1977 geschlossen wurden. Zu sehen gibt's acht sehr interessante Minuten in High Definition mit einer Einführung vom Walt Disney-Imagineer
Tony Baxter. Es lässt sich auch noch ein Kommentar mit ihm hinzuschalten und während der Tour kann man per Farbauswahl den Verlauf etwas beinflussen. Die nachfolgende Dokumentation beinhaltet abermals die Dornröschen-Schloss-Attraktion und handelt die
Geschichte ab, welche von Walt Disney Imagineers erläuert werden. Dieses Feature liegt uns in HD vor, wurde aber nicht wie die Tour selbt eingedeutscht, sondern lediglich mit diversen Untertiteln versehen. Im 43minütigen High Definition-
Making of enthüllen legendäre Animatore und Filmhistoriker die Geheimnisse dieses Klassikers. Dabei kommen auch Synchronsprecher zu Wort und neben diversen Filmausschnitten verschiedenster Disney-Produktionen bekommen wir auch viel seltenes Archivmaterial zu Gesicht. Nach diesem 'Making of' sieht man
"Dornröschen" mit anderen Augen und lernt dieses Meisterwerk erst einmal richtig zu schätzen.
"Eyvind Earle: Ein Mann und seine Kunst" ist ein weiteres hochinteressantes Feature in High-Def und einer Laufzeit von rund 8 Minuten.
Walt Disney schätzte
Eyvind Earles Kunst so sehr, dass er ihm die künstlerische Leitung in
"Dornröschen" anvertraute. In diesem Feature sehen wir
Earles Entwicklung als Künstler und bekommen einen kleinen Einblick in seinen Jahren bei Disney.
"Sequenz 8" nennt man die erste animierte Szene, in der Dornröschen mit dem Prinz im Wald tanzt. In diesem Featurette erfahren wir wie aufwendig die Produktion war. "Sequenz 8" gilt als teuerste Szene mit der längsten Entstehungzeit. Wenn man bedenkt, dass für eine Sekunde Film drei Tage zum Zeichnen benötigt wurde, kann man sich dies auch sehr gut vorstellen. Auch hier sehen wir eine Menge Archivmaterial und das alles in HD. Selbiges gilt für
"Alternative Anfang". Die Storyboards von 1952 verraten, dass
"Dornröschen" ursprünglich mit einer großen Musiknummer eröffnet werden sollte. Das hier gezeigte SD-Material ist bisher unveröffentlicht und wurde mit farbigen Storyboardzeichnungen wieder hergestellt. Im Hintergrund läuft eine neue Demo-Aufnahme des Songs "Holiday". Sollte man sich nicht entgehen lassen. Nun folgen
drei Lieder, die aus dem fertigen Film gestrichen wurden, mit Demo-Aufnahmen und Storyboards. "It Happens I Have A Picture" liegt zudem in zwei Versionen vor. Ursprünglich sollte das Lied auf den Eröffnungs-Song "Holiday" folgen. Zunächst wurde für diese Sequenz ein Lied geplant, in der anderen Version wurden die Liedtexte als Dialog gesprochen.
Nun bleiben wir erst einmal im Standard Definition-Bereich, denn es folgen zwei Split-Screen-Vergleiche zwischen Storyboard und fertiger Filmszene, mit einer Einführung des Disney-Animators
Andreas Deja. Ein wahres Schmuckstück sind die drei Clips mit den
realen Vorbildern zur Entwicklung der Figuren. Hier sehen wir Originalaufnahmen von Schauspielern, die Szenen aus dem Film in einem Studio nachempfinden. Vor ihnen sitzen diverse Zeichner und fassen die jeweiligen Bewegungen in Bilder, um ein Gefühl für die Bewegungsabläufe beim Tanzen, beim Kampf mit einem Drachen usw. zu bekommen.
Unter
"Kunst-Galerie" folgt eine Ansammlung von Bildern, die bei der Produktion zu
"Dornröschen" genutzt wurden. Einige davon wurden bisher

nie der Öffentlichkeit präsentiert. Sämtliche Bilder liegen in HD-Auflösung vor. Wer sich nun für die Tonrestauration des Filmes interessiert, liegt bei
"Der gute Ton von Dornröschen: Restaurierung eines Klassikers" genau richtig, denn in jenem bekommen wir einen Einblick in die Entstehung des neuen 7.1-Mixes, welcher exklusiv für die Blu-ray mit Hilfe von Originaltonbändern erstelt wurde. Unter
"Werbematerial" gibt es drei Trailer zu entdecken, welche allesamt in Standard Definition vorliegen. Leider ist der Blu-ray-Teaser nicht enthalten.
Das Zusatzmaterial nähert sich langsam dem Ende mit der
"Die Peter Tschaikowsky Show". Die Sendung war die erste Widescreen-Präsentation und die erste Stereo-Simultanübertragung im Fernsehen. Diese Übertragung erforderte die Unterstützung lokaler Radiosender, die aber nicht überall organisiert werden konnten. Daher wurden zwei Versionen der Sendung vorbereitet. In der ersten Version erklärt
Walt Disney, was der Zuschauer tun muss, um die Stereo-Übertragung der Show hören zu können. In der anderen Version ist die Erklärung des Set-Ups durch Bilder und Texte ersetzt. Obwohl die Original-Sendung in schwarzweiß ausgestrahlt wurde, war sie in Farbe gedreht worden. Leider existieren nicht mehr alle farbigen Teile, weshalb hier nur noch das verfügbare Farb-Material eingefügt wurde. Der Rest gibt's eben in schwarzweiß.
"Vier Künstler zeichnen einen Baum" ist nun das letzte Feature auf dieser Disc und rundet das umfangreiche Bonusmaterial ab. In der TV-Reihe
"Disneyland" erstmals 1958 ausgestrahlt, zeigt diese Sendung vier Disney-Künstler und ihren jeweiligen einzigartigen Stil, einen Baum zu zeichnen. Einer dieser Künstler ist
Eyvin Earle.
Wenn auch nicht alles deutsch synchronisiert wurde, wurde das gesamte Bonusmaterial doch mit mehrsprachigen Untertiteln versehen. Die Menüstruktur ist wie immer bei
Disney sehr schön animiert und geht fließend von der Hand.
Die Disc erscheint in einem hübsch-glänzenden Schuber mit Prägung und laut
Disney wird diese Edition nur für einen kurzen Zeitraum im Handel erhältlich sein. Hier heißt es also zuschlagen, solange die Blu-ray noch zu normalen Preisen über die Ladentheke geht. In der Vergangenheit wurden nicht wenige
Disneys für Summen jenseits der 200 Euro gehandelt, nachdem sie nicht mehr regulär erhältlich waren. Derzeit gibt es kaum einen besser ausgestatteten und restaurierten Film auf Blu-ray. Somit zählt
"Dornröschen" zu den Besten High Definition-Titeln auf den Markt, ist sicherlich die beste Disc des Jahres 2008 und eignet sich perfekt für Demozwecke. Allein schon wegen dem umfangreichen und meist High-Def exklusiven Bonusmaterial werden es andere Titel sehr schwer haben, hier gegen zu halten. Mal sehen, ob
"Pinocchio" da mithalten kann.