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UK, USA 1997
Originaltitel:Batman & Robin
Alternativtitel:Batman and Robin
aka. Batman e Robin
aka. Batman und Robin
Länge:124:53 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Joel Schumacher
Buch:Akiva Goldsman
Kamera:Stephen Goldblatt
Musik:Elliot Goldenthal
SFX:John P. Cazin
Darsteller:George Clooney, Arnold Schwarzenegger, Chris O'Donnell, Uma Thurman, Alicia Silverstone, Michael Gough, Pat Hingle, John Glover, Elle Macpherson, Vivica A. Fox, Vendela Kirsebom Thomessen, Elizabeth Sanders
Vertrieb:Warner
Norm:1080p / VC-1
Medium:BD-50
Regionalcode:A ,B, C
Bildformat:1,78:1
Tonformat:Dolby TrueHD 5.1 (nur engl.), Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch, Portugiesisch, Italienisch, Französisch, Spanisch,
Untertitel:Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Chinesisch (traditionell), Dänisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Koreanisch, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch, Kastilisch, Brasilianisch, Italienisch für Hörgeschädigte
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:23.01.2009 (Kauf)
Bonus:
  • Audiokommentar von Regisseur Joel Schumacher
  • Making of "Der Schatten der Fledermaus - Die Filmsaga des Dunklen Ritters Teil 6: Batman entfesselt" (27:01 Min., 480p)
  • Hinter den Kulissen:
    • Knalliger denn je: Das Produktionsdesign (10:00 Min., 480p)
    • Maximum Overdrive: Die Fahrzeuge (9:55 Min., 480p)
    • Kleider machen Leute: Die Kostüme (12:13 Min., 480p)
    • Mr. Freeze und die Femme Fatale: Das Make-Up (9:24 Min., 480p)
    • Frostig: Die visuellen Effekte (9:02 Min., 480p)
  • "Die Helden" und "Die Schurken" Profile:
    • Die Helden:
      • Batman (3:33 Min., 480p)
      • Robin (3:08 Min., 480p)
      • Batgirl (2:33 Min., 480p)
    • Die Schurken:
      • Mr. Freeze (3:24 Min., 480p)
      • Poison Ivy (2:30 Min., 480p)
      • Bane (2:09 Min., 480p)
  • Zusätzliches Filmmaterial:
    • Nicht verwendete Szene: "Alfreds verlorene Liebe" (0:45 Min., 480p)
  • US-Trailer (2:25 Min., 480p)
  • Musikvideos:
    • "The End Is the Beginning Is the End" von The Smashing Pumpkins (5:13 Min., 480p)
    • "Look Into My Eyes" von Bone Thugs-N-Harmony (4:55 Min., 480p)
    • "Gotham City" von R. Kelly (5:03 Min., 480p)
    • "Foolish Games" von Jewel (4:00 Min., 480p)
Klirrender Frost lässt Gotham City erstarren. Der kaltherzige Mr. Freeze und die verführerisch tödliche Poison Ivy halten die Stadt in Atem. Doch Batman und Robin sind nicht nur mit einem Arsenal neuer Waffen ausgestattet, sie bekommen Hilfe von unerwarteter Seite: Batgirl! Wird es dem Trio gelingen, die Mächte der Finsternis zu stoppen?
"Ich will auch so einen. Die Bräute finden so was toll. " - Robin
"Jetzt weiß ich, warum Superman allein unterwegs ist." - Batman

Verrissen, verrufen und beschimpft: "Batman & Robin" hat auch heute noch keinen leichten Stand. Der schon in Interner Link"Batman Forever" in die Franchise eindringende Stilbruch wird hier exzessiv fortgesetzt. Lauter, bunter, knalliger, einfach mehr für die Sinne sollte der Film bieten, Fantasykino mit einer kurzen Halbwertszeit, an dem sich das Publikum satt sehen sollte, so die Vorgabe der Produzenten. Regisseur Joel Schumacher ("Tigerland", "Bad Company") folgte dem Befehl, lieferte und fuhr damit nicht nur seine Karriere fast ins Aus, sondern begrub nebenher auch noch die Batman-Franchise für ganze acht Jahre, bis sich Christopher Nolan (Interner Link"Memento", "Insomnia") wieder auf alte Tugenden besann.



In der Tat hat "Batman & Robin", wie im übrigen auch Interner Link"Batman Forever", kaum noch etwas mit Tim Burtons Vorgängern gemeinsam. Nicht kleckern, sondern klotzen heißt die Maxime und so verschleudert Schumacher hier ein stattliches Budget. Was dem Film dabei verloren ging, ist seine Seele. Vor allem der visuelle Stil macht dem vierten Abenteuer schwer zu schaffen. Völlig überfrachtet mit grellen Neonfarben, Schwarzlichtspielereien und auch Gotham City in ein seltsam anmutendes, futuristisches Gomorra verwandelnd, findet man als Zuschauer kaum Zugang zu diesem kunterbunten Treiben, dem inzwischen jeglicher Bezug zur Realität abhanden gekommen ist und nun eine stattliche Riege von bizarren Mutanten und Supermännern loslässt. Die Figuren selbst kommen da grundsätzlich zu kurz. Bruce Wayne (George Clooney, Interner Link"From Dusk Till Dawn", Interner Link"Three Kings") alias Batman ist nur noch ein smarter Millionär ohne weitere persönliche Probleme, seine Scheu vor sozialen Kontakten wird auf ein Minimum reduziert, das noch nicht vorhandene Vertrauen zwischen ihm und Dick Grayson alias Robin (Chris O'Donnell, Interner Link"Vertical Limit") ist nur ein Thema in den wenigen, oberflächlichen Gesprächen. Weitaus schlimmer hat es da nur Barbara Wilson alias Batgirl (Alicia Silverstone, "Clueless", Interner Link"Scooby Doo 2: Monsters Unleashed") erwischt, denn die hätte man, so minimal wie ihre Aufgaben sind, auch aus dem Skript streichen können.
Der beste Superheld ist bekanntlich nur so gut wie sein Gegenpart und der ist in diesem Fall Mr. Freeze, der von niemand anderem als Action-Ikone Arnold Schwarzenegger, der bekanntlich seinerzeit immer wieder nach neuen Rollen suchte und hier ganz protzig, noch vor Batman-Darsteller George Clooney, die Opening Credits einleitet, dargestellt wird. Arni stellt auch einen der wenigen Gründe dar, "Batman & Robin" zu konsumieren. Nicht ganz ohne Spaß an seiner tragischen Fieslingrolle hat er grundsätzlich ein paar frostige Oneliner auf Lager, wird jedoch in ein arg peinliches Kostüm gequetscht, dass zu sehr nach einem gewissen Jäger in Interner Link"The Running Man" aussieht.



"Batman & Robin" war seinerzeit mit 125 Millionen Dollar höllisch teuer. Am amerikanischen Boxoffice reicht es noch, um die 100-Millionen-Grenze zu durchbrechen, damit blieb man jedoch auch schon weit hinter dem Vorgänger zurück. Und obwohl die Abzüge bezüglich der Gehälter enorm gewesen sein dürfte, präsentiert Joel Schumacher ein nahezu ruheloses Actionspektakel. Ohne Frage, ihm fehlt der Charme, aber über Durchhänger kann man sich nicht beschweren.
Leider sind diese Einlagen, wie nicht anders zu erwarten war, völlig "over the top" und von normalen Menschen, die Batman und Robin ja eigentlich sind, beziehungsweise mal waren, nie zu bewerkstelligen sind. Da wird durch die Luft gesurft, mit den Batfahrzeugen unmögliche Stunts fabriziert und in wirklich jeder noch so ausweglosen Situation ein Batanker nebst Seilwinde (so ungefähr 3000 ...) aus dem Gürtel oder aus dem Arm gefeuert. Mei, wie einfallsreich ...



George Clooney tritt in die Fußstapfen von Val Kilmer ("The Saint", Interner Link"Mindhunters") und das problemlos, weil schon Kilmers Darbietung unterirdisch war. Man muss Clooney in seiner ersten Hollywood-Blockbuster-Rolle jedoch auch zugute halten, dass er auch kaum gefordert wird, einen tragischen Charakter, wie Michael Keaton ihn unter Tim Burton einst so brillant verkörperte, darzustellen. Der hier anzutreffende Batman hat stets einen lustigen Spruch parat, ist Herr jeder Lage und kennt grundsätzlich Auswege und Lösungen. Von der damaligen Figur ist also nicht mehr viel übrig geblieben. Während die Franchise-Veteranen Pat Hingle (Commissioner Gordon) und der hier etwas mehr Screentime bekommende Michael Gough (Alfred Pennyworth) ein Mauerblümchendasein fristen und vor allem im Fall von Gordon nur abgeharkt werden müssen, weil sie eben dazu gehören, offenbaren sich bezüglich dem unsympathischen Chris O'Donnell offensichtliche Defizite. Auch die abseits von Quentin Tarantino so oft bestrafte Uma Thurman (Interner Link"Kill Bill") muss als psychopathische Venus sich der Lächerlichkeit Preis geben.
Die ersten Minuten macht "Batman & Robin", sofern man denn mit der richtigen Erwartungshaltung an dem Film geht, auch tatsächlich noch einigermaßen Spaß. Vor allem Arnis erster Auftritt ist ein Knüller. Doch dann stellt sich schnell die Sättigung ein, denn man wird von der Optik einfach geblendet und erschlagen, sitzt reichlich distanziert vor dem Geschehen und harrt der Dinge die da kommen. Viel ist das nicht, aber es ist eben bunt, grell, teuer und überladen. Ziel damit erreicht, nur war es das Richtige? Der Austausch von omnipräsenter Dunkelheit, gemixt mit Pessimismus und Atmosphäre gegen Oberflächlichkeit, Humor, spektakulären Effektorgien, blödsinnigen Gimmicks (Bat-Kreditkarte, etc.) und massivem Einsatz von Neonfarben war das falsche Rezept!



"Bleib cool, kleiner Flattermann!" - Mr. Freeze

Das Bonusmaterial der Blu-ray wurde 1:1 von der Special Edition-DVD übernommen und liegt daher nur in Standard Definition vor. Der Audiokommentar von Regisseur Joe Schumacher ist zudem nicht deutsch untertitelt worden, enthält dafür aber optional chinesische und koreanische Untertitel, was natürlich sehr wichtig ist. Der Kommentar selbst ist etwas ermüdend, da Schumacher zwar bemüht ist, dem Publikum eine Menge Informationen zugänglich zu machen, doch er redet wie eine Schlaftablette und gibt meist nur relativ kurze Statements über die Spezialeffekte, Stunts, Darsteller und Sets von sich. Muss man nicht gehört haben. Das 27minütige Making of "Der Schatten der Fledermaus - Die Filmsaga des Dunklen Ritters Teil 6: Batman entfesselt!" ist schon deutlich besser und gewährt uns einen sehr umfangreichen und nicht ganz unkritischen Einblick in den vierten "Batman"-Film. Es überrascht, dass wir kein einfaches PR-Feature zu Gesicht bekommen, sondern die Macher und Darsteller einfach sagen, was sie denken. So kommt auch Val Kilmer noch einmal zu Wort, der es nicht verstehen kann, dass sich niemand bei ihn meldete und Schuhmacher war sauer weil Kilmers Agenten erst in der letzten Sekunden absagten. Wer lügt also? Zudem geben alle irgendwie zu, dass "Batman & Robin" ein Schnellschuss geworden ist, ein Film der nur darauf ausgelegt war, so viel Spielzeug wie nur möglich zu verkaufen. Natürlich macht niemand den Film wirklich schlecht, aber es ist schon seltsam auch mal negative Dinge zu hören. Das Hinter den Kulissen-Feature wurde in fünf Kapitel eingeteilt und wartet mit einer Gesamtlaufzeit von knapp 50 Minuten auf. Im Grunde geht's hier ähnlich dem Making of zu, nur dass hier spezielle Themengebiete abgehandelt werden. So wird über das Produktionsdesign, die Fahrzeuge und Kostüme im Film und das Make-Up gesprochen. Zudem gibt es noch einen Einblick in die Welt der visuellen Effekte. Nett, insgesamt aber dann doch zu werbelastig.
Unter "Die Helden" und "Die Schurken" gibt es dann noch sechs Profile, in denen die Hauptfiguren des Films durchleuchtet werden. Hier kommen natürlich wieder Macher und Darsteller zu Wort und wie bei allen anderen Features auch dürfen Filmausschnitte nicht fehlen. Zum Schluss gibt es noch vier Musikvideos, eine kurze nicht verwendete Szene und den US-Kinotrailer. Insgesamt eine ziemlich magere Sonderausstattung, aber wenigstens gibt es außer beim Kommentar deutsche Untertitel.


Der vorhandene Transfer hinterlässt einen soliden Eindruck, haut aber niemanden um. So möchte sich ein richtiges High Definition-Gefühl nur bedingt einstellen. Die Schärfe ist gut, wobei der Detailbereich deutlich ausgeprägter hätte ausfallen müssen. Selbst in Close-Ups sieht es einfach zu etwas weich aus und teilweise hat das Bild sogar unscharfe Momente. Der Kontrast geht soweit in Ordnung, jedoch fehlt es dem Bild an einer richtigen Durchzeichnung und einer guten Plastizität. Weder der Schwarzwert noch die Farbwiedergabe sind optimal. Für eine gewollt bunte Comic-Adaption ist die Farbgebung leider viel zu blass ausgefallen. Hinzu kommen leichte bis starke Doppelkonturen an einigen Stellen. Auch wenn die Blu-ray der DVD sichtbar überlegen ist, bleibt das Ergebnis hinter den Erwartungen ans HD-Medium zurück. Die Kompression arbeitet dafür aber fehlerfrei und lediglich leichtes Rauschen lässt sich im Hintergrund ausmachen. Schmutz und Defekte sind derweilen nicht auszumachen.
Beim Soundmix verhält es sich ähnlich wie beim Bild - mehr als solide Leistung wird uns nicht geboten. Die Rears kommen zwar aktiver als z.B. den ersten beiden "Batman"-Filmen zum Einsatz, beschränken sich dabei aber meist auf Musik und kleinere Effekte, die zumindest für etwas Räumlichkeit sorgen darf. Das meiste spielt sich trotzdem im Frontbereich ab. Dieser klingt eher dumpf und kann kaum mit aktuellen Soundmixes mithalten. Zwar gibt sich der Bass solide und z.B. bei dem Motorradrennen gibt es direktionale Effekte, aber die Front bleibt selbst dort durchweg dominant. Zudem klingt die Dialogwiedergabe eher bescheiden und lediglich der englische Originalton, der in Dolby Digital 5.1 und wahlweise in Dolby TrueHD vorliegt, klingt voluminöser und in den Stimmen deutlich natürlicher. Perfekt sind aber diese beiden Tracks nicht und auch wenn sie insgesamt klarer klingen und deutlich mehr Räumlichkeit zu bieten haben, ist das Klangbild alles andere als imposant und lässt an Druck und Dynamik missen. Zudem liegen sowohl der englische TrueHD, als auch der englische 5.1-Mix nur mit 640kbps vor. Optional lassen sich diverse Untertitel hinzuschalten.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)


Infantiler Fantasy-GAU ohne Charme und weiteren Nährwert. Mit "Batman & Robin" ruinierte Joel Schumacher die Reihe fürs Erste endgültig, so dass weitere Abenteuer lange Zeit auf Eis gelegt wurden. Zurecht, denn so sehr man sich auch bemüht diesem Desaster etwas abzugewinnen, außer Arni bleibt da nicht viel über. Der Stilbruch wies in die falsche Richtung, aber das merkte man etwas zu spät. Die Blu-ray bleibt deutlich hinter den Möglichkeiten einer Blu-ray zurück, im Vergleich zu den DVDs lohnt sich ein Upgrade aber auf jedenfall. Vergleicht man den vierten Teil mit den ersten, ist es doch schon erschreckend, dass Teil 1 deutlich besser aussieht als "Batman & Robin". Wie die anderen Blu-rays wird auch der vierte Teil mit einem Schuber ausgeliefert.


Film+/----
Bild+++/--
Ton+++/--
Bonus+++---


Druckbare Version
Batman & Robin
Batman
Batmans Rückkehr
Batman Forever
Batman: Gotham Knight
Batman
Batmans Rückkehr
Batman Forever
Batman hält die Welt in Atem (Special Edition)
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