Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA, CAN, D 2008
Originaltitel:Mummy: Tomb of the Dragon Emperor, The
Alternativtitel:Mummy 3, The
aka. Mumie 3, Die
Länge:111:40 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre (Hauptfim frei ab 12 Jahre)
Regie:Rob Cohen
Buch:Alfred Gough, Miles Millar
Kamera:Simon Duggan
Musik:Randy Edelman
SFX:Rick Thompson
Darsteller:Brendan Fraser, Jet Li, Maria Bello, John Hannah, Michelle Yeoh, Luke Ford, Isabella Leong Lok-Si, Anthony Wong Chau-Sang, Russell Wong, Liam Cunningham, David Calder, Jessey Meng
Vertrieb:Universal
Norm:1080p / AVC MPEG-4
Medium:BD-50
Regionalcode:B
Bildformat:2.40:1
Tonformat:DTS-HD Master Audio 5.1 (engl., span.), DTS-HD 5.1 (jap., franz, ital., dt.)
Sprache:Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Spanisch
Untertitel:Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Chinesisch (traditionell), Dänisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:11.12.2008 (Verleih) / 11.12.2008 (Kauf)
Bonus:
  • Blu-ray-Trailer bei Disc-Start (1:00 Min. 1080p)
  • Audiokommentar mit Regisseur Rob Cohen
  • Hi-Def exklusiv: Meine Szenen (Kapitelbookmarkfunktion)
  • Unveröffentlichte und erweiterte Szenen (10:45 Min., 480p)
  • Making-of: "The Mummy: Tomb of the Dragon Emperor" (22:49 Min., 1080i)
  • Von der Stadt zur Wüste (15:44 Min., 480p)
  • Das Terracotta-Erbe (13:35 Min., 480p)
  • Es geht los: Der Casting-Prozess (4:44 Min., 480p)
  • Vorbereitung auf den Kampf mit Brendan Fraser & Jet Li (10:41 Min., 480p)
  • Jet Li: Herstellung der Kaiser-Mumie (8:00 Min., 480p)
  • Erschaffung von neuen und übernatürlichen Welten (8:34 Min., 480p)
  • Hi-Def exklusiv: U-Control:
    • Szenen-Explorer
    • Kenne die Mumie
    • Die Herausforderung des Drachenkaisers
    • Visueller Kommentar mir Regisseur Rob Cohen
    • Bedienungsanleitung (1:01 Min., 1080p)
  • Hi-Def exklusiv: BD-Live Feature (ab Profile 2.0)
China 1946: Als der Drachenkaiser mit seiner Armee von zehntausend unbesiegbaren Terrakotta-Kriegern nach 2.000 Jahren wieder zum Leben erweckt wird, kennt der dämonische Despot nur ein Ziel - die Weltherrschaft. Lediglich der zu allem entschlossene Abenteurer Rick O'Connell, sein Sohn Alex, seine Frau Evelyn und ihre Bruder Jonathan können den blutigen Siegeszug der Mumie aufhalten und ein neues Zeitalter des Schreckens verhindern ...
"Ha ha ha! Why am I laughing?"- Rick O'Connell

Die Pfade des Indiana Jones sind unergründlich. Und zugegeben, man hat es auch nicht leicht. Denn sobald eine Filmfigur nach einem Gegenstand sucht, der älter als ein halbes Jahrhundert ist, drängen sich unweigerlich die Vergleiche zum übergroßen Dr. Jones auf. Was dann dabei herauskommt, ist so ein lächerlicher Verschnitt wie Ben Gates in Jon Turteltaubs Interner Link"National Treasure"-Reihe. Es gelingen jedoch auch andere Beispiele, eines ist Stephen Sommers Interner Link"The Mummy" aus dem Jahr 1999. Mit einer Portion Selbstironie schickte Sommers hier den Abenteurer Rick O'Connell auf die Suche nach Hamunaptra, der legendären Stadt der Toten. Hier erweckt O'Connell gemeinsam mit der Ägyptologin und Bibliothekarin Evey und ihrem geldgeilen Bruder Jonathan den dreitausend Jahre alten Hohepriester Imhotep. Für achtzig Millionen Dollar gelang Sommers damals ein durchaus unterhaltsamer Abenteuerspaß, der selbstverständlich Fortsetzungen nach sich zog. Zwei Jahre später brach "The Mummy Returns" dann die bisherigen Rekorde - die inzwischen mehrfach erneut gebrochen wurden - und spielte weltweit ebenso viel ein wie der Vorgänger. Doch der Wurm war bereits drin, der zweite Film enttäuschte. Sommers bot seinem Publikum einen kruden Aufguss des ersten Teiles an, gewürzt mit einer abstrusen Reinkarnationsgeschichte. Evey stellt sich als Tochter des ermordeten Pharaos und Rick als wiedergeborener Medjai heraus, eine Entwicklung, die im ersten Teil noch keine Rolle spielte, in welchem Imhotep Evey auch nicht als das erkannte, was sie war. Natürlich, Mr. Sommers. Auch die Effekte wirkten im zweiten Teil etwas unsauberer, als noch zuvor. Die Tatsache, dass der Film die Einstellungen des Vorgängers wiederholt, machen ihn nicht besser. Anschließend erhielt Nebendarsteller The Rock noch ein Spin-Off als "The Scorpion King", welches floppte, aber dennoch ein Direct-to-DVD-Sequel erhält. Ein richtiger Abschluss der Trilogie war dies allerdings nicht, weshalb "The Mummy: Tomb of the Dragon Emperor" in die Kinos kam.



"Whoa whoa whoa. Sorry pal, there's a mummy on the loose." - Rick O'Connell

In jenem verzichtet Sommers auf die Regie, ebenso wie Oscarpreisträgerin und inzwischen stärkstes Zugpferd, Rachel Weisz, auf ihre Rolle als Evelyn O'Connell verzichtet. Dämmert's? Als Ersatz wurde Rob Cohen für den Regieposten engagiert. Cohen, zuvor verantwortlich für Filme wie "xXx" und "Stealth", wollte dem Franchise mehr Action zusetzen und weniger von der komödienhaften Schiene weg. Außerdem empfand er Imhotep als Bösewicht für ausgelutscht und somit wurde auch das Setting in Ägypten gestrichen. Stattdessen geht es nach China, wo eine verfluchte Terrakotta-Armee zum Leben erweckt wird. Der aufmerksame Leser stellt fest: Terrakotta. Ironischerweise taucht im dritten Teil von "The Mummy" keine einzige Mumie auf, zumindest keine per se. Wenn man mit "Mumie" jedoch alles tituliert, was einst tot und nun wiedererweckt ist, hat man natürlich einen großen Spielraum. Dann sind auch Interner Link"28 Days Later" oder Interner Link"Dawn of the Dead" Mumienfilme. Natürlich, Mr. Cohen. Um es zusammenzufassen: Im dritten Teil der Mummy-Reihe spielen Mumien keine Rolle, weshalb nicht nur der Titel, sondern im Grunde das ganze Projekt lächerlich wirkt.
Vor tausenden von Jahren wurde der egomanische chinesische Kaiser Han (Jet Li), weil er die Hexe Zi Yuan (Michelle Yeoh) betrog, von dieser verflucht. Er verwandelte sich zu einer Terrakotta-Figur und mit ihm sein ganzes Heer. Die Krux mit Flüchen ist aber, dass sie immer umkehrbar sind. Ein sagenumwobener Diamant erweckt den Drachenkaiser - wieso Drachenkaiser wird nicht erläutert (vielleicht im Jahr des Drachen an die Macht gekommen?) - erneut zum Leben. Also "zum Leben", egal. Involviert sind natürlich auch Rick (Brendan Fraser) und Evelyn O'Connell (Maria Bello), fehlen dürfen auch nicht Jonathan (John Hannah) und Filmsohn Alex (Luke Ford). Während Han sich aufmacht, endlich Unsterblichkeit zu erlangen, sind ihm die O'Connells auf den Fersen.



"Ah! My ass is on fire! My ass is on fire! Spank my ass. Spank my ass!" - Jonathan Carnahan

Bedenkt man, dass die Drehbuchautoren Alfred Gough und Miles Millar Stammkräfte der Serie "Smallville" sind, kommt man nicht umhin, ihre Arbeit als verblüffte Enttäuschung zu empfinden. Das Drehbuch des Films ist unterirdisch schlecht, allen voran die Dialoge, dicht gefolgt von der eigentlichen Handlung. Die O'Connells werden von ihren Feinden dazu benutzt, das Auge von Shangri-La nach Shanghai zu transportieren. Wieso die O'Connells hierfür benutzt werden, wird nicht beantwortet. Sie erfüllen diesbezüglich keinen besonderen Zweck, man hätte das Auge im Grunde auch per Post schicken können. Eine flachere Involvierung der beiden Helden hätte man sich kaum ausdenken können. Um unsterblich zu werden, muss Han die Quellen von Shangri-La finden. Um Shangri-La zu finden, muss Han das Auge auf eine Turmspitze des Tores von Shangri-La setzen. Die O'Connells reisen also ab, um dies zu verhindern. Hier zelebriert Rob Cohen etwas Humor, denn Vater und Sohn O'Connell streiten sich um ihre Munition. Das Maschinengewehr ist besser als das Maschinengewehr. Haha, lustig, Mr. Cohen. Viel Feuerkraft bringen die O'Connells hier mit, sogar eine Bombe. Die wollen sie aber nicht zünden, denn sonst bricht eine Lawine los. Auf die Idee einen Schweißbrenner mitzunehmen, um die Turmspitze abzubrennen, auf die kommt natürlich keiner. Wäre ja auch zu einfach. Dass Shangri-La letztlich 500 Meter vom Tor entfernt ist, ist ebenso verständlich. In all den Tausenden von Jahren hat sich auch keiner die Mühe gemacht, mal die Umgebung zu durchforsten. Die Geschichte, die man dem Publikum hier offeriert, ist so voller Fehler und Inkonsequenzen, dass einem Hören und Sehen vergeht.



"You guys are like mummy magnets!" - Jonathan Carnahan

Als ob Mumien - die keine sind - nicht schon genug wären, wartet Cohen auch noch mit Yetis auf. Drei Stück. Dass man in einem Fantasy-Film über chinesische "Mumien" auch noch Yetis einbaut, ist nicht so tragisch, dass diese jedoch wie Hunde herbeigerufen werden und sich abklatschen, wenn sie einen ihrer Feinde besiegt haben, das ist tragisch. Doch bei den Yetis hört es nicht auf, später kriegen die Zuschauer auch noch Han als dreiköpfigen Drachen zu sehen. Wieso Han sich plötzlich verwandeln kann, wird einem dabei nicht klar. Er wurde zwar von seinen Gelehrten zum Herrn der fünf Elemente gemacht (zu denen in China Metall aber nicht Wind gehört), aber ein Formwandler war er vorher nicht. Das passiert erst, als er unsterblich wird. Allerdings ist auch Michelle Yeoh im Film unsterblich, und die bleibt die ganze Zeit eine Chinesin Ende vierzig. Die Tatsache, dass sich Han zum Drachen verwandelt, dient scheinbar lediglich der Transportation von Shangri-La zu seinem Grabmal. Dort wartet dann die finale Schlacht zwischen zwei untoten Armeen auf. Ein weiterer Drehbuchfehler, denn wen interessiert eine Schlacht zwischen zwei untoten Armeen? Wer kann die denn verlieren? Niemand, das ist das Problem. Da kann man auch zwei Kindern beim Schaukeln zuschauen.
Zudem offenbart sich hier wieder einmal Hans Schwäche, der im Film zwar jederzeit dank seiner übernatürlichen Kräfte die Oberhand behält, seine Feinde damit allerdings nie vernichtet. Einmal rennt er als Wolpertinger oder dergleichen über das Schlachtfeld, auf die Idee die Form eines atomaren Kerns oder einer kleinen Sonne anzunehmen, kommt der chinesische Kaiser jedoch nicht. Selten fühlte man sich im Kino mehr verschaukelt als hiermit. Den Schlag in die Magengrube versetzen einem dann die dümmlichen Dialoge in der Form: "Hey, Alex, scharfe Freundin" - "Sie ist nicht meine Freundin" - "Ach so, aber wenn sie es wäre, wäre sie scharf" - "Ja, stimmt. Jetzt wo ich drüber nachdenke…". Getoppt wird das nur noch von den quälenden Vater-Sohn-Gesprächen.



"So these are the good undead guys, right?" - Rick O'Connell

Dass Alex-Darsteller Luke Ford lediglich 13 bzw. 14 Jahre jünger ist als seine Filmeltern Fraser und Bello sieht man ihm jederzeit an. Film-Alex ist 22 Jahre alt, sodass Fraser und Bello im Film selbst weitaus älter dargestellt werden, als sie im wahren Leben sind, Ende vierzig nämlich. Als Mann, der an der fünfziger Marke kratzt, hat sich Fraser gut gehalten. Im übrigen schlägt er sich durchaus wacker im Film, ähnlich wie auch John Hannah. Beide sind die Lichtblicke, die jedoch nicht im Stande sind, über das grausame Drehbuch hinweg zu spielen. Problematisch ist dagegen Maria Bello, die wie ein Fremdkörper wirkt. Ihre Evelyn hat eigentlich überhaupt nichts mehr mit der Rachel-Weisz-Version aus Interner Link"The Mummy" zu tun. Selbst im Vergleich zu "The Mummy Returns" ist das etwas abgehoben.
Cohen zelebriert seine Evey als kampflüsterne Amazone, geil auf Abenteuer und Schießereien. Yeah, baby. Von der begeisterten Archäologin aus den beiden Vorgängern ist nichts mehr übrig geblieben. Ohnehin, das ruhige Leben bekommt den O'Connells nicht, die eine Spionagehistorie vorzuweisen haben. Zack! Glückwunsch, Sie wurden mit dem Indiana Jones-Hammer erwischt. Später wird noch von Interner Link"The Last Crusade", Interner Link"Lord of the Rings" und anderswo geklaut. Die O'Connells langweilen sich in ihrem Haus, sie suchen das Abenteuer, wollen es sich jedoch nicht eingestehen. Außer Alex haben sie keine Kinder mehr gezeugt und von ihrer Liebe sieht man im Prinzip nichts. Schon gar nichts von jenem Blick - den Alex später proklamiert - mit dem sie sich jeden Tag neu ineinander verlieben. Zwischen Bello und Fraser besteht keine Chemie. Ebenso wenig zwischen Luke Ford und jedem anderen Subjekt in diesem Film.



Am meisten tut es einem jedoch um die chinesischen Darsteller leid. Die Chance in einem US-Film mitzuspielen, scheint für Michelle Yeoh wieder einmal zu verlockend gewesen zu sein. Dass man von Jet Li keine großen Sprünge erwarten darf, zeigt er seit Jahren durch seine Filmauswahl. Ironischerweise hat Li weniger Leinwandzeit als der Abspann des Filmes erhalten (letzterer ist übrigens auch unterhaltsamer). Was Anthony Wong Chau-Sang (Interner Link"Infernal Affairs") hierher verschlagen hat, fragt sich das gefolterte Herz dann aber doch in jeder seiner Szenen. Abgesehen von Ford sind die Darsteller aber nicht Schuld am Versagen des Filmes. Vielmehr finden sich die Ursachen im Drehbuch von Gough und Millar sowie der Regie von Cohen. Bei dem beinah doppelten Budget von Interner Link"The Mummy" wirken die Effekte in diesem Teil wie direkt für die DVD produziert. Allen voran der Drache, aber allgemein der digitale Jet Li wirken so unglaubwürdig, wie es bereits der digitale The Rock in "The Mummy Returns" getan hat. Die Dialoge sind eine Tortur und schmerzen wie eine Behandlung bei Zahnarzt. Das "Positivste", und ich sage es bewusst in Anführungszeichen, ist die Musik von Randy Edelman. Damit keine Missverständnisse aufkommen, Edelmans Musik ist nicht gut, sie hebt sich nur von dem katastrophalen Film auf der Leinwand etwas ab.



I hate mummies. They never play fair." - Jonathan Carnahan

"Die Mumie - Das Grabmal des Drachenkaisers" erscheint auf Blu-ray einmal im normalen SeastoneCase und einmal als limitierte Steelbook-Auflage. Beide erschienen noch ohne den hässlichen FSK-Flatschen auf der Vorderseite, was sich bei eventuellen Neuauflagen aber ändern wird. Die FSK gab den Film zudem ab 12 Jahre frei, aufgrund des Bonusmaterials ist die gesamte Disc nun aber mit dem 16er-Sticker versehen, wobei uns nach der Sichtung des Materials die Freigabe ein Rätsel bleibt.
Beim Widescreen-Transfer gibt es eigentlich nicht viel zu bemängeln, denn was Universal Pictures uns hier bietet, ist feinstes High Definition-Kino mit einer enormen Tiefenwirkung. Das Bild weist einen sehr hohen Schärfegrad auf und aufgrund einer hervorragenden Detailzeichnung ist der Transfer nicht nur in Close-Ups gestochen scharf, sondern selbst in Totalen lassen sich feine Details noch ausgezeichnet erkennen. Nur selten erscheint das Bild etwas weicher und weniger detailliert. Dies ist aber meist nur bei einem großen Aufkommen von CGI-Effekten der Fall, ansonsten hält sich der Detailverlust in Grenzen und ist wenn überhaupt noch in dunklen Bildbereichen wahrzunehmen. Dafür wird uns ein perfekter Schwarzwert geboten und der leicht überhöhte Kontrast zeigt keine Mängel und arbeitet perfekt mit der satten Farbgebung zusammen, welche stilistisch natürlich etwas verfremdet wurde. Einige mögen vielleicht das etwas zu dunkel geratene Bild kritisieren, unserer Meinung nach passt dies aber perfekt zur Optik des Filmes und weder Plastizität, noch Durchzeichnung werden in irgendeiner Art und Weise dadurch geschmälert. Bleibt eigentlich nur noch die Kompression zu erwähnen, welche absolut perfekt arbeitet und keinerlei Mängel aufzeigt. Im Hintergrund ist stellenweise noch feines Filmkorn zu erkennen, dies stört den Sehgenuss aber zu keiner Zeit. So bleibt ein nahezu perfekter HD-Transfer in AVC MPEG-4, der nur haarscharf an der Höchstnote vorbeischliddert.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

Beim Ton stehen Liebhaber deutscher Synchronfassungen wieder hinten an und müssen sich mit einem DTS-HD 5.1-Mix begnügen, während die englische und auch spanische Tonspur in DTS-HD Master Audio 5.1 vorliegen. Nichtsdestotrotz ist das Sounddesign der deutschen Fassung ausgesprochen gut ausgefallen. Vor allem die Actionszenen lassen sich positiv hervorheben, welche mit einer Vielzahl von direktionalen Effekten und einem satten Bass das Wohnzimmer zum Beben bringen dürften. Einigen Sequenzen sind in ihrer akustischen Darstellung äußerst brachial und üben dermaßen viel Druck aus, dass es eine helle Freude ist. Die Kugeln fliegen uns um die Ohren, in der Lawinensequenz haben wir das Gefühl, wir wären selbst vor Ort und bei der großen Schlacht am Ende des Filmes fühlt man sich ebenfalls ins Geschehen einbezogen. Trotz aller Wucht und den vielen Surroundeffekten gehen die Dialoge niemals unter, lediglich das Verhältnis von ruhigen und lauten Sequenzen ist etwas zu bemängeln. So sind Dialoge zwar gut zu verstehen, müssen aber deutlich lauter aufgedreht werden, wodurch Actionsequenzen wiederum zu laut erscheinen. Zudem könnten die Räumlichkeit in ruhigeren Sequenzen besser ausfallen. So bleiben die Rears weitgehend stumm und auch wenn es vereinzeltet Möglichkeiten gäbe, spielen sich Dialoge weitgehend im Frontbereich ab und nutzen die Möglichkeit direktionaler Sprachwiedergabe leider nicht. Insgesamt also ein Mix, der all das bietet, was wir von einem Actionfilm erwarten, doch ein wenig mehr Feinheiten, sowie eine bessere Dynamik (vor allem beim Score) hätte nicht geschadet. Die englische Tonspur kämpft im übrigen mit ähnlichen Problemen, klingt dafür aber in der Stimmwiedergabe etwas natürlicher. Optional gibt es diverse Untertitel.


Beim Bonusmaterial lässt sich Universal ebenfalls nicht lumpen und bietet reichlich Zusatzmaterial und informative Features. Das "Meine Szene"-Feature, bei man seine Lieblingsszenen speichern und später per Direktzugriff abspielen kann, ist vielleicht schon bekannt von Sony Pictures-Titeln und gehört mittlerweile bei Universal und Sony zum Standard. Ebenfalls schon obligatorisch bei den Universal-Blu-rays oder auch -HD DVDs ist das "U-Control"-Feature, das diesmal gleich fünfmal vertreten ist. Dieses eingeschaltet, dürfen wir uns den Film mit Bild-in-Bild-Funktionen anschauen und bekommen einiges geboten. Zum einen wäre da der "Szenen-Explorer", ein Split-Screen Feature, bei dem wir verschiedene Produktionsphasen des Filmes ansehen können. Es gibt Storyboardsequenzen, Hinter den Kulissen-Aufnahmen, sowie die jeweilige Szene mit visuelle Effekte im Anfangsstadium. Wirklich sehr schön, vor allem da wir einen sehr ausführlichen Einblick in die Produktion bekommen. Weiter geht es mit einem "Visuellen Kommentar", der vom Regisseur Rob Cohen geführt wird und identisch zum ebenfalls enthaltenen Audiokommentar ist, worauf später noch genauer eingegangen wird. "Bild-in-Bild" gewährt uns einen Blick hinter die Kulissen. Dabei kommen auch die Macher und Darsteller zu Wort und sprechen über die jeweilige Szene aus dem Film. "Kenne deine Mumie" stellt Vergleiche in Textform mit den beiden Vorgängern auf, ist sehr schön animiert und überraschend informativ. "Die Herausforderung des Drachenkriegers" stellt sich als Frage/Antwort-Spiel heraus. Hier muss die jeweilige Frage mit richtig oder falsch beantwortet werden und wir erfahren eine Menge über die Produktion des Films und anderen Themen wie z.B. China. Leider liegen die Fragen nur in Englisch vor.
Kommen wir nun noch einmal zum Audiokommentar, der hier auch ohne Videoeinblendung mit deutschen Untertiteln vorliegt. Obwohl Regisseur Rob Cohen auf sich allein gestellt ist, geht er sehr ausführlich auf sämtliche Aspekte des Filmes ein und erläutert die Entwicklung der Geschichte, spricht über die Umsetzung der Spezialeffekte, redet über die Darsteller, über die Actionszenen und natürlich sehr viel über die Drehorte im Film. Hier werden wir wirklich mit Informationen erschlagen und vieles, was wir mittlerweile in einem Special Effects-Film für selbstverständlich halten, gewinnt nach dem Kommentar wieder an Bedeutung, vor allem wenn es um die aufwendigen CGI-Effekte geht. Zudem macht Cohen Werbung für das Blu-ray-Format und sagt ganz klar, dass man als Filmemacher nach der VHS, LaserDisc und der DVD auf solch ein Format gewartet hat, da man endlich alle Feinheiten, die damals durch die geringen Auflösung untergingen, nun endlich in voller Pracht zeigen kann.
Unter den Extras befinden sich knapp 11 Minuten an unveröffentlichten und erweiterten Szenen, welche leider nur in 480p vorliegen. Das Making of zum Film liegt jedoch wieder in 1080i vor und gewährt uns 23 Minuten lang einen ausführlichen Einblick in die Produktion, bei dem Cast & Crew über die Produktion sprechen. Natürlich ist das Making of sehr werbelastig, dennoch ist es interessant und zeigt nicht nur Filmausschnitte, weshalb man 23 Minuten lang gut unterhalten wird. "Von der Stadt zur Wüste" ist ein weiteres Making of in 1080i bei dem die exotischen Drehorte knapp 16 Minuten lang im Mittelpunkt stehen. In "Das Terracotta-Erbe" wird die Suche nach passenden Drehorten in China thematisiert. Den Machern war es dabei sehr wichtig, ordentlich zu recherchieren und die chinesische Kultur mit Respekt zu behandeln. Schon im Kommentar sprach Cohen über die aufwendige Darstellung der Terracotta-Krieger und hier bekommen wir einen kleinen Einblick in die aufwendige Setsuche, den Bau der Sets und die Entstehung der Terracotta-Krieger.
"Es geht los: Der Casting-Prozess" ist mit einer Laufzeit von knapp 5 Minuten sehr kurz ausgefallen und liegt nur in Standard Definition vor. Es wird über das Casting der Darsteller im Film gesprochen. Dabei ist man sich nicht zu schade, sich ständig zu loben. Interessanter ist das 11minütige Standard Definition-Feature "Vorbereitung auf den Kampf mit Brendan Fraser und Jet Li", in welchem wir beim Stunt-Training der beiden Darsteller und der Entstehung der Kampfszenen zuschauen dürfen . Die nachfolgenden 8 Minuten widmen sich ebenfalls Jet Li: "Jet Li: Herstellung der Kaiser-Mumie" behandelt die Terracotta-Mumie, welche von Jet Li verkörpert wird. Von den ersten Idee bis hin zur fertigen Figur erfahren wir alles über die Entwicklung der Charaktere. Wer jetzt noch etwas über das Produktions-Design erfahren mächte, sollte sich "Erschaffung von neuen und übernatürlichen Welten" nicht entgehen lassen. Leider liegt dieses 9minütige Feature wie die drei anderen davor auch nur in Standard Definition vor. Dafür wurden sämtliche Extras aber deutsch untertitelt.
Zu guter Letzt kann man sich noch über ein BD-Live-Feature freuen. Neben diversen Trailern aus dem Hause Universal steht derzeit ein Zusatz-Feature zum Film bereit. "Saved by a Yeti" zeigt uns einen kurzen "Hinter den Kulissen"-Clip und thematisiert die Dreharbeiten der Yeti-Szenen. Dieser Clip liegt in Standard Definition vor und kann gestreamt werden, was bei uns auch gut funktionierte. Allerdings muss man sich erst einmal registrieren, bevor es los gehen kann, ansonsten hat man nur Zugriff auf die Trailer, welche ebenfalls nur in 480p vorliegen. Hier muss noch einiges verbessert werden. Wer mag, kann an einer Online-Community teilhaben. Hier habt ihr die Möglichkeit, Eure Lieblingsszenen auszutauschen. Interessant ist, dass dieses BD-Live-Portal nicht auf den deutschen Markt bezogen ist und wir somit auch Trailer von Filmen sehen, die in Deutschland nicht von Universal erscheinen. Das BD-Menü ist wie auch schon bei den HD DVDs von Universal sehr spärlich ausgefallen, dafür ist Universal aber der einzige Hersteller, der seine Disc mit einem Bildschirmschoner ausstattet, der sich nach einigen Minuten Inaktivität im Hauptmenü einschaltet. Leider enthält die Disc keine Trailer zum Hauptfilm.


Wie man eine Filmtrilogie verhunzen kann, lässt sich an der "The Mummy"-Reihe anschaulich begutachten. Einem gelungenen ersten Teil folgte ein enttäuschender zweiter und ein vollkommen misslungener dritter Teil. Wer glaubt, hier die Spitze des Eisberges zu sehen, hat sich getäuscht. Maria Bello hat in Interviews bereits angekündigt, dass ein vierter Teil in Planung steht, zumindest hat sie den Vertrag für einen möglichen vierten Teil bereits unterzeichnet. Dieser dürfte sich wohl in Peru abspielen. An dieser Stelle ist es wohl unnötig zu erwähnen, dass auch in Südamerika keine Mumifizierung gepflegt wurde. Doch Mumien spielen in der "Mummy"-Reihe wohl schon lange keine Rolle mehr.

Die Blu-ray überzeugt in fast allen Belangen und stellt einen Genuss für Heimkinofans dar. Die deutsche Blu-ray ist zudem identisch mit der UK-Version des Filmes, welche ebenfalls deutschen Ton beinhaltet, dafür aber um einiges günstiger in der Anschaffung ist.


Film+-----
Bild+++++/
Ton+++++-
Bonus+++++-


Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.