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USA 2008
Originaltitel:Prom Night
Länge:89:11 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Nelson McCormick
Buch:J.S. Cardone
Kamera:Checco Varese
Musik:Paul Haslinger
SFX:Almost Human Inc.
Darsteller:Brittany Snow, Scott Porter, Jessica Stroup, Dana Davis, Collins Pennie, Kelly Blatz, James Ransone, Brianne Davis, Kellan Lutz, Mary Mara, Ming-Na, Johnathon Schaech
Vertrieb:Sony Pictures
Norm:1080p / AVC MPEG-4
Medium:BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:2.35:1
Tonformat:Dolby TrueHD 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Türkisch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:18.11.2008 (Kauf)
Bonus:
  • Audiokommentar mit Regisseur Nelson McCormick, Brittany Snow und Johnathon Schaech
  • HiDef exklusiv: Storyboardvergleich als PIP über den ganzen Film
  • HiDef exklusiv: BD-Live Feature (ab Profil 2.0)
  • Entfallene Szenen (mit optionalem Audiokommentar):
    • Donnas altes Haus (0:51 Min., 480p)
    • Du verdienst es (1:10 Min., 480p)
    • Fentons Flucht (1:09 Min., 480p)
    • Ein kleines Geheimnis (0:52 Min., 480p)
    • Fenton beobachtet Donna (1:16 Min., 480p)
  • Alternatives Ende (mit optionalem Audiokommentar) (00:35 Min., 480p)
  • Die besten Versprecher (1:59 Min., 480p)
  • Bridgeport High Vikings - Videotagebuch (5:36 Min., 480p)
  • Making Of "Prom Night" (12:41 Min., 480p)
  • Profil eines Killers (5:59 Min., 480p)
  • Schaurige Plätze - Die perfekte Location (4:47 Min., 480p)
  • Abschlussballgeschichten der Schauspieler (6:12 Min., 480p)
  • Trailer:
    • Jugend ohne Jugend (2:06 Min., 1080p)
    • Leg Dich nicht mit Zohan an (2:10 Min., 1080p)
    • Hancock (2:12 Min., 1080p)
    • Linewatch (1:32 Min., 1080p)
    • Resident Evil: Degeneration (1:10 Min., 1080p)
Nachdem Donnas Eltern und jüngerer Bruder von ihrem ehemaligen, psychopathischen Lehrer brutal ermordet wurden, versuchen Freunde und Verwandte Donnas Leben wieder in "normale" Bahnen zu lenken. Der Abschlussball, die sogenannte "Prom Night" soll für sie die Krönung ihrer Highschoolzeit und die schönste Nacht ihres Lebens werden. Doch die grausame Vergangenheit holt sie wieder ein: Der Killer ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und will sich an allen rächen, die sich ihm und seiner krankhaften Liebe nach Donna entgegenstellen - und zwar ausgerechnet in der Nacht des Abschlussballs. Für Donna und ihre Freunde wird ein Kampf auf Leben und Tod, wobei der sadistische Killer ihnen immer einen Schritt voraus zu sein scheint.
"It's Midnight Everyone's Ready To Go Home ... But Someone Has Other Plans."

Donnerwetter, man ist ja schon eine Menge in Teenieslashern gewöhnt: Klischeeopfer, die dämliche Dinge tun, bis sie dahingemetzelt werden; Täter, die überall und nirgends auftauchen und später mal eben übersinnlich werden; extreme Gewalt bis zur Ekelgrenze oder Billigproduktionen, wo einen die Lacher glatt den halben Film verpassen lassen. Aber bei all diesen dämlichen, überflüssigen und schwachmatischen Hindernissen ist es den Machern von "Prom Night" gelungen, einen neuen Tiefpunkt zu setzen.
"Prom Night" ist ein Nichts von einem Film - eine vollkommene Verschwendung von Zeit, Geld und Material ohne einen einzigen Reiz, der einen Genrefreund (dessen Geschmacksnerven noch nicht total neutralisiert sind) vielleicht noch zufriedenstellen könnte. Er ist weder spannend, noch blutig, noch extra dämlich, noch interessant; er hat keine Spannung, keine Rätsel, keine Plot-Twists, keine Überraschungen und auch so gut wie keinen Gore. Er ist schlicht und ergreifend belanglos, fade und überflüssig.



Das ist schon eine Leistung, wenn man bedenkt, dass es sich um das Quasi-Remake (aka. Neuverfilmung oder Re-Imagination-Quatsch) eines Interner LinkSlasherklassikers von 1980 handelt, der zwar ebenfalls von der Qualität her unterste Schublade war (da hundertmal langweiliger und blutärmer als sein Ruf), aber mit Jamie Lee Curtis und Leslie Nielsen wenigstens zwei Gesichter hatte, an die man sich nach Filmende noch erinnern konnte. Darüber hinaus mühte man sich im Original wenigstens um ein wenig Rätselspielerei, mittels eines Prologs in dem Kinder bei einem fiesen Spiel den Tod eines anderen provozieren. Dazu warf man noch einen entlaufenen Psycho und einen sinistren Hausmeister in den Topf und köchelte so lange, bis dann ein gaaaaaanz anderer Täter dabei heraus kam.
Hier bemüht man sich um gar nichts, die Story passt auf eine Barserviette und ist wohl auch gleich so abgefilmt worden. Der Verantwortliche heißt J.S. Cardone, der schon das zelluloidgewordene Exkrement Interner Link"The Covenant" ablieferte und hier folgende Geschichte verzapft hat: Die hübsche Teenagerin Donna muss mitansehen, wie ihr auf sie fixierter Exfreund ihre Familie abschlachtet, woraufhin er eingeknastet wird. Jahre später düst sie samt Boyfriend zum Schulabschluss, während er ausbricht und sich im gleichen Hotel einmietet. Dort zückt er ein Messer und bringt alle um, die ihm in den Weg rennen, vorzugsweise Hotelangestellte und Mitschüler. Einen nach dem Anderen und das wars. Ach ja, am Ende wird er erschossen.



So etwas Doofes bieten heutzutage nicht mal mehr TV-Produzenten ihrem Publikum an. Hier treffen sich nette, belanglose Bratzen aus der Abschlussklasse, die nicht einmal den Zickenkrieg oder die Alk- und Sexexzesse so weit übertreiben, dass ihr Ableben gerechtfertigt wäre. Es gibt ein bisschen Genöle wegen der Prom Queen, das war es auch schon. Ansonsten labert man uninteressantes Zeug über die Zukunft (also uninteressant für eine Serie von der Güteklasse Interner Link"Dawsons Creek" oder Interner Link"90210", man beachte!) und sucht nacheinander die Suite auf, in der der Killer wartet. Der ist von Szene 1 an bekannt und da kommt dann auch keinerlei Überraschung mehr hinzu.
Die Verantwortlichen stellen sich noch nicht mal extra dämlich an, es ist einfach alles fade und uninspiriert. Jonathon Schaech als Killer sieht zwar ausreichend hart aus, aber er kommt immer von hinten oder von vorne aus dem Schrank, sticht mehrfach zu, das war es. Hier und da sickert etwas Blut oder spritzt an die Scheibe, im Wesentlichen sind es aber Off-Morde, mit denen wir es zu tun haben. Die Location Hotel wird kaum ausgenutzt, abgesehen von einer Etage, in der (natürlich) gebaut wird.
Am Ende wechselt man dann noch zu Onkel und Tante nach Hause und dort wird weitergemeuchelt, nachdem die Gesetzeshüter aus nicht näher definierten Gründen einzeln um das Haus und nicht drinnen gruppiert sind, bis sich der Hauptbeamte ein Herz fasst und den Killer abknallt. TV-Sonnenscheinchen Brittany Snow muss ständig besorgt oder heulend vor sich hinstehen und entwickelt nie Final-Girl-Qualitäten und der Rest vom Cast ist genauso aus TV-Serien gnadenlos zusammengecastet worden.



"A Night To Die For."

Mit "Prom Night" veröffentlicht Sony Pictures einen ansehnlichen High Definition-Transfer, der mit einem ausgewogenen Kontrast sowie satten Schwarzwert aufwarten kann. Hinzu kommen satte Farben, welche weitgehend natürlich erscheinen und nur selten etwas ins Erdige tendieren. Zudem wirkt das Bild durchweg sehr plastisch und zeigt eine gute, aber nicht herausragende Tiefenwirkung. Leichte Doppelkonturen lassen zudem auf Nachschärfung schließen. Die Schärfe selbst ist auf einem guten bis sehr guten Niveau, insgesamt wirkt das Bild aber etwas zu soft. Es werden zwar immer wieder eine Menge Details wiedergegeben, doch gerade in Halb-Totalen und Totalen könnte der Transfer ruhig noch detaillierter ausfallen und erscheint etwas weichgezeichnet, was eventuell ein Stilmittel ist. Schmutz und Defekte sind nicht auszumachen, dafür aber leichtes Rauschen und Bandingeffekte. Letztere sind vor allem auf homogenen Flächen zu sehen.
Die deutsche und englische Tonspuren liegen jeweils in Dolby TrueHD vor und hinterlassen wie auch das Bild lediglich einen soliden Eindruck. "Prom Night" ist sehr dialoglastig und nur selten werden die Rears für nötige Schocksequenzen genutzt. Diese klingen dann aber recht ordentlich und werden mit einem merklichen, aber nicht sonderlich aufdringlichen Bass unterstützt. Auch die Rocksongs zu Beginn des Filmes werden sehr weiträumig und mit viel Wucht aus sämtlichen Kanälen wiedergegeben. Doch wie auch im Film, passiert soundmäßig einfach zu wenig. Auch wenn der Score sich über sämtliche Kanäle erstreckt, bedarf es mehr Einbezug von Nebengeräuschen. Diese gehen leider etwas unter und auch direktional gibt es für den Dolby TrueHD-Mix kaum Möglichkeiten, sich zu entfalten. Die Balance zwischen Sound und Dialogen stimmt aber, lediglich der englische Originalton klingt noch einmal etwas präziser, unterscheidet sich ansonsten aber nicht sonderlich vom deutschen Pendant.
Als Bonus legt Sony Pictures einen deutsch untertitelten Audiokommentar bei, welcher von Regisseur Nelson McCormick, Drehbuchautor J.S. Cardone und Hauptdarstellerin Brittany Snow gesprochen wird. Kein besonders aufregender Kommentar, doch alle Drei sind sehr motiviert bei der Sache und haben beim Kommentieren der einzelnen Szenen sehr viel Spaß. Sie plaudern über Darsteller und deren Verhalten während des Drehs und natürlich wird auch auf die Produktion und die Umsetzung einzelner Szenen eingegangen.
Exklusiv für die Blu-ray gibt es noch einen Storyboard-Vergleich in Form eines "Picture in Picture"-Modus. So kann man sich z.B. während des Audiokommentars hin und wieder Storyboardbilder einblenden lassen. Nachfolgend gibt es 5 entfernte Szenen mit hinzuschaltbarem Regiekommentar. Die Szenen sind zu Recht entfernt worden und hätten den ohnehin schon langweiligen Film nur unnötig in die Länge gezogen. Weiter geht es mit einem alternativen Ende, welches ebenfalls mit Kommentar angeschaut werden kann, sowie 2 Minuten an Versprechern. "Bridgeport High Vikings" ist ein 5minütiges, mit Sprüchen unterlegtes Video-Jahrbuch der Bridgeport High, bei dem die Darsteller in echte Jahrbuchaufnahmen reingepackt wurden. Das 12minütige Making of ist ein einfacher PR-Clip, lässt Darsteller und Macher zu Wort kommen und zeigt diverse Ausschnitte aus dem Film. Nicht wirklich originell. Das gleiche gilt für das 6minütige Feature "Profil eines Killers", das im Grunde nur eine Weiterführung des "Making ofs" darstellt, welches den Killer zum Thema hat. Schlimm ist es hier, dass versucht wird, Vergleiche mit Filmklassiker zu ziehen und man doch tatsächlich der Meinung ist, eine große Geschichte hinbekommen zu haben. Zudem wird versucht, die Morde zu rechtfertigen und "Prom Night" als Liebesgeschichte hinzustellen. Da kann einem wirklich übel werden. "Schauriger Platz - Die perfekte Location" thematisiert in 5 Minuten das Hotel, in dem "Prom Night" zum Teil gedreht wurde und in "Abschlussballgeschichten der Darsteller" dürfen diese knapp 6 Minuten lang in Erinnerungen schwelgen. Interessiert niemanden und ist totlangweilig. Leider liegt das gesamte Bonusmaterial nur in SD vor. Lediglich die Trailer (ohne Trailer zum Hauptfilm) sind in High Definition. Wie die meisten Blu-rays aus dem Hause Sony Pictures ist auch diese mit dem BD-Live Feature ausgestattet, in dem es aber leider nur Eigenwerbung zu sehen gibt.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)


Leute, es braucht kein Oscarmaterial für einen Slasher, er darf ruhig doof oder schlecht oder blutig sein - aber irgendwas muss er sein. Hier ist leider gar nichts vorhanden, was das Interesse aufrecht erhält, nicht mal ein Subtext, von dem das Genre ja eigentlich so reich ist. "Prom Night" tuckert einfach arschlangsam und seltsam scheißegal vor sich hin, hakt ein paar Morde ab und das war es dann. Grund genug, vor Cardones Interner Link"Stepfather"-Remake eine Heidenangst zu haben. Das dieser tote Hund dann auch noch über 40 Millionen Dollar in den Staaten machte, kann wohl nur damit erklärt werden, dass sich rumsprach, dass das Endergebnis so öde war, dass man garantiert nach 20 Minuten seiner Freundin an die Wäsche gehen dürfte.


Film+/----
Bild+++++-
Ton++++--
Bonus++/---


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Prom Night - Eine gute Nacht zum Sterben (Unrated Version)
Prom Night
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