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USA 1990
Originaltitel:Home Alone
Länge:102:55 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Chris Columbus
Buch:John Hughes
Kamera:Julio Macat
Musik:John Williams
SFX:Kenny Myers
Darsteller:Macaulay Culkin, Joe Pesci, Daniel Stern, John Heard, Roberts Blossom, Catherine O'Hara, Angela Goethals, Devin Ratray, Gerry Bamman, Terrie Snell, Hillary Wolf, Larry Hankin
Vertrieb:20th Century Fox
Norm:1080p / AVC MPEG-4
Medium:BD-50
Regionalcode:A,B,C
Bildformat:1,85:1
Tonformat:DTS 5.1, Dolby Surround 2.0 (nur engl.)
Sprache:Deutsch, Englisch, Spanisch, Tschechisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Isländisch, Spanisch, Tschechisch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:12.12.2008 (Kauf)
Bonus:
  • Kommentar von Regisseur Chris Columbus und Macaulay Culkin
  • Presse-Dokumentation aus dem Jahre 1990 (3:52 Min., 480p)
  • Making-Of "Kevin allein zu Haus" (19:25 Min., 480p)
  • Mac Cam: Am Set mit Macaulay Culkin (4:46 Min., 480p)
  • Wie man sein Haus vor Einbrechern schützt: Die Stunts (7:04 Min., 480p)
  • "Kevin allein zu Haus" in der ganzen Welt (3:53 Min., 480p)
  • Wo ist Buzz? (3:03 Min., 480p)
  • Engel mit schmutzigen Seelen (2:06 Min., 480p)
  • Nicht verwendete Szenen / Alternative Aufnahmen:
    • Die Stille (0:47 Min., 480p)
    • Zisch ab (0:32 Min., 480p)
    • Hosen runter (0:20 Min., 480p)
    • Verdeckter Gauner (1:33 Min., 480p)
    • Krimineller Anstand (1:03 Min., 480p)
    • Allein und hungrig (0:24 Min., 480p)
    • Rechtskräftiges Urteil (0:52 Min., 480p)
    • Unheimliche Begegnungen der Marieyschen Art (0:31 Min., 480p)
    • Hallo ... Tschüss! (0:49 Min., 480p)
    • Sprechen Sie Französisch? (2:27 Min., 480p)
    • Harry und Weihnachten (1:48 Min., 480p)
    • Marvs Weihnachtskaffee (1:19 Min., 480p)
    • Schlaflos in Paris (1:27 Min., 480p)
    • Eine schlaue Käuferin (1:06 Min., 480p)
    • Bei Weihnachten geht es um ... (1:31 Min., 480p)
  • Verpatzte Szenen (2:03 Min., 480p)
Chaotische Weihnachten bei den Mc Callisters: Morgen geht's nach Paris! Nesthäkchen Kevin ist einfach jedem im Weg. Allein auf den Speicher verbannt, wünscht er sich, die Familie möge einfach verschwinden. Am nächsten Tag herrscht Totenstille in dem großen Haus, und Kevin freut sich wie ein Schneekönig: Sein Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Dabei haben ihn die Eltern bei dem Stress schlicht und einfach vergessen ...
I'm over here you big horse's ass, come and get me before I call the police." - Kevin

Jedes Kind träumt davon, wenigstens einmal völlig auf sich allein gestellt, ohne belehrende Aufsicht dem eigenen Haus überlassen zu sein, um so richtig eben jene Dinge tun zu können, die man als 8jähriger ja eigentlich eher weniger darf: So viel Eis wie der Magen Platz hat, große Käse-Pizzas im Überfluss, spät aufbleiben, im großen Bett der Eltern nächtigen, R-Rated-Filme schauen und so weiter und so fort. Diese These stellt zumindest Chris Columbus' Film "Home Alone" auf und adressiert neben den kleineren Zuschauern, die all den verbotenen Schabernack ihres Identifikationsfreundes Kevin ein wenig miterleben dürfen, gleichzeitig auch deren Eltern, die manches Mal den Kopf schütteln, sich in ihrer fürsorglich schützenden Rolle unterm Strich aber bestätigt fühlen werden - die von John Hughes produzierte Weihnachtskomödie vereint gelungen mehr oder weniger frechen Humor mit viel Kitsch und Schmalz, ohne dass ihr das offensichtliche Kalkül, als perfekter Familienfilm konstruiert zu sein, zum Verhängnis wird.



Die Ausgangsidee bleibt dann auch die einzige wirkliche Idee, auf ihr stützt das stimmige Drehbuch, um zahlreiche Variationen des Themas aufsagen und zelebrieren zu können, sowie verschiedene Nebenplots, die sich um den daheim gebliebenen Knirps bilden, zu verknüpfen und bis zuletzt geschickt ausformulieren zu können. Überhaupt ist "Home Alone" wenig strapaziös für seine kleinen und großen Zuschauer, weil abgerundet und geschlossen erzählt, vor allem aber simplifiziert in seiner Dramaturgie, bei der Aktion auf Gegenaktion und Ursache auf Wirkung folgen. Die beim Zuschauer aufgebauten Erwartungen - Kevin wünscht sich lautstark, am nächsten Morgen ohne Familie aufzuwachen, der erste Auftritt des als Polizist verkleideten Banditen etc. - werden fortlaufend bestätigt und durchaus erfüllt, ebenso wie auch die deutliche Bildsprache stets eindeutig bleibt.



Seinen Charakter als Familienfilm erhält der hierzulande noch vorgreifender betitelte "Kevin - Allein zu Haus" einerseits durch die kindgerechte Darbietung von Streichen und Scherzen, die nie die Grenzen des wirklich Bösen tangieren (Kinder scheuen bekanntlich das Zähneputzen, während Kevin sich gar auf den Weg macht, um sich eine Zahnbürste zu besorgen), aber erstaunlich originell, zuweilen auch wirklich komisch daherkommen und die Sympathien zur Hauptfigur unterstreichen. Darüber hinaus thematisiert er (ungleich oberflächlicher) die Sicht der Erwachsenen und anderen Familienmitglieder, die der unbeschwerten Darstellung einer "sturmfreien Bude" daheim mit einigen ernsthaften Momenten und sorgenvollen Gestiken gegenübersteht. Aufgelöst wird die (an und für sich ja sehr ernste) Thematik über den offensichtlichen Nenner, dass es ohne die Familie doch nur halb so schön sei. Der süßliche Touch behindert trotz seiner eigentlichen Penetranz nicht die frechen und dynamischen Comedy-Elemente des Films, deren halsbrecherische Slapstickeinlagen im Finale zu den Highlights zählen, obwohl das ursprüngliche Script weitaus weniger weihnachtliche Moral vorsah.



Die größte Stärke von "Home Alone" ist jedoch genau diese Vereinbarung, die ihn zum Film für jung und alt werden lässt. Die Figuren sind ihrer inhaltlichen Notwendigkeit entsprechend sorgfältig ausgearbeitet, wobei neben Kevin als kindlicher Charakter dessen Film-Mutter, gespielt von der sträflich unterschätzten Catherine O'Hara, gleichwertig erscheint und somit genau jenes Prinzip institutionalisiert, nach dem sich alle Zuschauergruppen angesprochen fühlen. Dass die Schärfe des ganzen an Wirkung verlieren könne, wenn die christlich-familiäre Botschaft über zwei Ecken daher schreitet, erscheint wegen der Unbeschwertheit des Films nicht zwingend. Denn der Kitsch, den die warmherzigen Aufnahmen von festlichem Kaminschmuck und flockigem Schnee aufweisen, und der sich von der sehr dominanten Musik aus der Feder John Williams' über den Drang zu allgemeinen Liebesbekundungen gegen Ende erstreckt, hallt bedeutend weniger nach als die perfiden Gags und witzigen Dialoge, die durch das rotzfreche Spiel Macaulay Culkins und der sichtlichen Lust an der Freude der beiden Gegenspieler Joe Pesci und Daniel Stern bestärkt werden.



"Ma'am, I'm eight years old. You think I would be here *alone*? I don't think so." - Kevin

Lange hat es gedauert, doch endlich ist es soweit und die 20th Century Fox veröffentlicht nach der wirklich katastrophalen DVD eine Blu-ray, welche auf dem 2006er Transfer der US-Special Edition-DVD basiert, welche ihren Weg nie nach Deutschland gefunden hat. Qualitativ stellt die Blu-ray einen Quantensprung gegenüber der deutschen DVD dar, ist aber immer noch weit davon entfernt, ein wirkliches High Definition-Erlebnis zu sein. Die Schärfe ist zwar gut, jedoch fehlt es dem Bild an der nötigen Detailtreue, um in der oberen Klasse mitzumischen. Das Bild erscheint stellenweise etwas weichgezeichnet, fast so als wären hier Filter zum Einsatz gekommen. Hinzu kommt sichtbares Filmkorn, was vor allem auf homogenen Flächen im Hintergrund sehr deutlich wird. Dieser etwas weiche Touch des Transfers raubt dem Bild ein wenig das Kinogefühl. Dabei dürfen wir uns über satte und kräftige Farben freuen; selbst der Kontrast hinterlässt einen guten Eindruck und verschluckt keine nötigen Details, wobei der Schwarzwert ruhig besser hätte ausfallen dürfen. Zudem gibt es keine störenden Artefakte und Schmutz ist ebenfalls nicht auszumachen.
Beim Soundmix darf man Genre typisch nicht viel erwarten und so wird weitgehend nur die Front angesteuert. Surroundeffekte sind eher selten, wobei sich zumindest der Score sehr angenehm auf sämtliche Kanäle verteilen darf. Insgesamt klingt die deutsche Version eine Spur zu dumpf, der englische Mix bietet deutlich mehr Kraft und klingt homogener und natürlicher. Neben diversen anderen Sprachfassung liegt der Originalton noch in Dolby Surround vor. Optional lassen sich deutsch Untertitel hinzuschalten.



Beim Bonusmaterial griff man auf die Extras der 2006 entstandenen US-Special Edition-DVD zurück. So dürfen wir uns über einen Kommentar mit Regisseur Chris Columbus und Kevin-Darsteller Macaulay Culkin freuen. Letzterer hat den Film und die Dreharbeiten noch in überraschend guten Erinnerungen und beide gewähren uns somit einen schönen Einblick hinter die Kulissen, bei welchem sie sehr viel über die Dreharbeiten zu berichten wissen. Sie erzählen über die Darsteller, haben reichlich Anekdoten zu bieten und gehen selbst auf kleinere Szenen sehr ausführlich ein. Die beiden bieten uns somit genau das, was man in den nachfolgenden Extras schmerzlich vermisst: richtige Hintergrundinformationen.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)
Alle Bilder sind Eigentum der 20th Century Fox

Die vorliegenden Features bieten zwar keine wirklichen Hintergrundinfos, gewähren uns aber einen sehr kleinen und dennoch unterhaltsamen Einblick in die Dreharbeiten. So gibt es eine Presse-Dokumentation aus dem Jahre 1990, welche mit 4 Minuten nicht nur sehr kurz, sondern auch ziemlich uninteressant ausgefallen ist. Besser ist da schon das 19minütige Making of, welches Interview-Clips aus Jahre 2006 enthält und u.a. Macher, Stunts-Coordinator, Kameramann, Produzenten, sowie Darsteller zu Wort kommen lässt. Dabei dürfen wir auch den einen oder anderen Einblick hinter die Kulissen erhaschen. Unter "Mac Cam" befindet sich ein weiteres Feature, bei dem Macaulay Culkin während der Dreharbeiten mit einer kleinen Kamera über das Set rennt und die Darsteller und Macher filmt. Ziemlich niedlich, zudem lässt ein 16 Jahre älterer Macaulay Culkin noch ein paar Kommentare ab und kann sich gar nicht mehr an diese Aufnahmen erinnern. Was nun folgt ist ein 7minütiges Feature über die Stunts in "Kevin allein zu Haus", gefolgt von "Kevin allein zu Haus" in der ganzen Welt, in welchem Ausschnitte aus dem Film in verschiedenen Sprachen zu sehen sind. Witzig ...
"Wo ist Buzz?" stellt die Frage auf, was Buzz wohl heute macht. Diverse Darsteller, Produzenten, der Regisseur und Buzz-Darsteller Devin Ratray blödeln ein wenig herum und mutmaßen, ob Buzz heute im Gefängnis sitzt oder doch eher Pfarrer geworden ist. "Engel mit schmutzigen Flügeln" ist das letzte Feature auf der Disc und handelt vom gleichnamigen Krimi, der in "Kevin allein zu Haus" immer wieder im Hintergrund zu sehen ist. Zum Schluss gibt es noch 15 Minuten an "nicht verwendeten Szenen" und "alternative Aufnahmen", sowie ein paar "verpatzte Szenen". Bei denen gibt es dann auch noch mal richtig was zu lachen und die eine oder andere Szene hätten wir gern im fertigen Film gesehen. Sämtliche Extras sind deutsch untertitelt und liegen in 480p vor. Das Pop-Up-Menü läuft flüssig und wurde hübsch animiert.



Endlich bekommt auch Deutschland eine ordentliche Umsetzung von "Kevin - Allein zu Haus", auch wenn es "nur" auf Blu-ray ist. Besitzer herkömmlicher DVD-Player gehen weiterhin leer aus. Eigentlich schade, doch auch ein weiterer Grund, allmählich auf High Definition umzusteigen. Es lohnt sich.


Film+++++/
Bild++++--
Ton+++/--
Bonus+++---


Druckbare Version
Kevin - Allein zu Haus
Kevin - Allein in New York
Kevin allein zu Haus 4
Wieder allein zu Haus
Kevin - Allein zu Haus
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