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USA 2000
Originaltitel:Unbreakable
Länge:106:39 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:M. Night Shyamalan
Buch:M. Night Shyamalan
Kamera:Eduardo Serra
Musik:James Newton Howard
SFX:Steve Cremin
Darsteller:Bruce Willis, Samuel L. Jackson, Robin Wright Penn, Spencer Treat Clark, Charlayne Woodard, Eamonn Walker, Leslie Stefanson, Johnny Hiram Jamison, Michaelia Carroll, Bostin Christopher, Elizabeth Lawrence, David Duffield
Vertrieb:Touchstone / Disney
Norm:1080p / AVC MPEG-4
Medium:BD-50
Regionalcode:A ,B, C
Bildformat:2,35:1
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1 (nur dt., ital.), Linear PCM 5.1 (nur engl.)
Sprache:Deutsch, Englisch, Italienisch, Russisch, Deutsch, Italienisch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Arabisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:13.11.2008 (Kauf)
Bonus:
  • Making of mit Bruce Willis (14:17 Min., 480p)
  • Comics und Superhelden (19:22 Min., 480p)
  • Multi-Angle Feature: Die Zug-Sequenz (4:11 Min., 480)
  • Zusätzliche Szenen:
    • Elijah wird weggebracht (1:09 Min., 480p)
    • Audrey & Jospeh warten (2:12 Min., 480p)
    • David unter der Dusche (3:05 Min., 480p)
    • Elijah als kleiner Junge (5:33 Min., 480p)
    • David & der Priester (4:45 Min., 480p)
    • Audreys Anruf (5:59 Min., 480p)
    • Gewichtheben (5:43 Min., 480p)
  • M. Night Shyamalans erste Kampfszene (2:27 Min., 480p)
Ein verheerendes Zugunglück vor den Toren von Philadelphia. 131 Tote. Nur ein Mann hat die Katastrophe überlebt ... völlig unverletzt, ganz ohne Schrammen. Hatte David Dunn nur Glück? Oder gibt es einen tieferen Grund für sein Überleben? Er hat keine Antworten auf seine Fragen. Doch dann tritt der mysteriöse Elijah Price in sein Leben. Er behauptet, David Dunn sei unzerbrechlich und er wüsste warum ...
"I have something called Osteogenesis Imperfecta. It's a genetic disorder. I don't make a particular protein very well and it makes my bones very low in density ... very easy to break." - Elijah

Mit Interner Link"The Sixth Sense" sollte ein bis dato unbekannter Regisseur aus Indien die Filmwelt verzücken und mit Lobpreisungen überhäuft werden. M. Night Shyamalan zeigte nicht nur eine völlig andere Art von Mysterythriller, sondern schaffte es auch den Zuschauer, nicht zuletzt dank Bruce Willis beeindruckender Performance, zu fesseln. Nun hatte er sich die Messlatte für seine folgenden Werke natürlich selbst extrem hoch gelegt. Gleiches gilt für den Anspruch der Zuschauer und Kritiker - nicht anders ist zu erklären, warum die Meinungen zu "Unbreakable" oft negativ ausfallen. Dabei bemerkt man hier schon ab der ersten Minute, dass wieder ein in inszenatorischer und narrativer Hinsicht unkonventioneller Film präsentiert wird, den wohl nur eine Handvoll Regisseure so einzigartig filmen können. Mit einem einführendem Auszug über Comics sind wir mitten im Geschehen, beziehungsweise mitten im Zug, wo wir auf David Dunn (Bruce Willis) treffen, der gerade aus Chicago zurückkehrt und mit einem Passagier flirten will. Die Ehe ist, wie wir später erfahren, in die Brüche gegangen - warum also nicht?




Neben der tristen Optik, die puren und drückenden Pessimismus ausstrahlt, ist es wieder die Kameraarbeit, die Shyamalans Handschrift trägt. Dem scheiternden Flirt folgen wir voyeuristisch durch die Sitze hindurch. Kameraumschnitte werden genauso sparsam vorgenommen, wie Musik außen vor gelassen wird. Die Bilder wirken und wir wissen, dass bald etwas Schlimmes passieren wird. Der Zug entgleist und Dunn wird der einzige Überlebende zwischen über hundert Toten sein.
"Unbreakable" zerpflückt im Grunde die "heile Welt" der amerikanischen Superheldencomics. Das allerdings auf eine geschickte und unkonventionelle Weise. Der desillusionierte David Dunn ist hier der vermeintliche, unsterbliche Held. Doch nicht nur, dass er familiäre Probleme hat und nur einem zweitklassigen Job als Schutzmann in einem Stadion nachgeht, ihm fehlen auch alle Charakteristika einer solchen Figur. Sein Cape ist ein grüner Fetzen, der wie ein Stück Haut, wenn er durch den Regen seine Runden dreht, am ihn klebt, gegen Ruhm und Ehre hat er such schon zu Collegezeiten entschieden und selbst als Vaterfigur hat er mit Problemen zu kämpfen. In einer sich erst am Ende wirklich offenbarenden Beziehung zu ihm steht Elijah Price (Samuel L. Jackson), der sein Leben nicht führen konnte, wie er wollte. Mit einer Genkrankheit, die seine Knochen zerbrechlich wie Glas macht, sich durch sein Leben kämpfend, widmet er sich eben diesen Comics und trifft schließlich auf Dunn, in dem er seinen Gegensatz sieht. Diesem "Helden" im ursprünglichen Sinn, soll er dann auch den richtigen Weg weisen.




M. Night Shyamalans Erzählweise ist langsam aber beständig. Ohne Hast wird der Plot vorangetrieben und hat ein paar prägende Momente zu bieten. Insbesondere Dunns erwachende Erkenntnis, dass er mit einer besonderen Gabe ausgestattet ist und der Weg, der über das Stemmen von unglaublichen Gewichten im Keller führt, sind dabei von feinfühliger Intensität geprägt. Nicht zuletzt dank Bruce Willis und Jungstar Spencer Treat Clark (Interner Link"Gladiator") ist diese Vater-Sohn-Beziehung eine der intensivsten Komponenten. Irgendwann beginnt Sohnemann nämlich wirklich an die Unsterblichkeit des Vaters zu glauben und möchte seiner Umwelt dieses anhand einer Schussübung präsentieren.
Wie das nun mal mit Heldenfiguren so ist, müssen sie auch Taten vollbringen, um unter Beweis zu stellen, dass sie sich dem Guten verschrieben haben. Und so macht sich Dunn, in beängstigt düsterer Montur auf, die Schlechtigkeiten von dieser Welt zu spülen. Dabei wird er jedoch von einem unvorhersehbaren Problem gestellt. Er muss sich entscheiden, welche er, auf eine primitive und gar nicht heroische und schillernde Art und Weise bekämpft, muss Schicksale gegeneinander abwägen und sich schließlich für den richtigen Weg entscheiden, der ihn final in die Arme seiner, zumindest in Ansätzen, wieder funktionierenden Familie treibt.
Die Bildsprache bleibt dabei beständig düster. Dunkle Farben, ein grauer Himmel und ständiger Regen dominieren den Film. So erdrückend wie die Atmosphäre ist, so depressiv spielen die Darsteller. Bruce Willis zeigt abseits von Actionfilmen einmal mehr, dass er, trotz beschränkter Möglichkeiten, für solche Rollen wie geschaffen scheint. Samuel L. Jackson, mal nicht in einer coolen Paraderolle, steht ihm dabei in nichts nach, ist eine interpretationswürdige Figur, die einen überraschenden Schlusstwist auslöst und dank seines tragischen Schicksals fasziniert.




"Your bones don't break, mine do. That's clear. Your cells react to bacteria and viruses differently than mine. You don't get sick, I do. That's also clear. But for some reason, you and I react the exact same way to water. We swallow it too fast, we choke.
We get some in our lungs, we drown. However unreal it may seem, we are connected, you and I. We're on the same curve, just on opposite ends."
- Elijah

Zeitgleich mit Interner Link"Signs" veröffentlicht Disney einen weiteren M. Night Shyamalan-Film auf Blu-ray, der die selbe monotone Farbpalette zu bieten hat wie bereits Interner Link"Signs" und mindestens genauso trist und düster erscheint wie seiner Zeit Interner Link"The Sixth Sense". Ein Stilmittel, fast schon Markenzeichen, mit dem wir bei M. Night Shyamalan leben müssen, ist jener unverkennbarere Look. In "Unbreakable - Unzerbrechlich" setzt Shyamalan aber noch eins drauf und lässt das Bild nur selten natürlich erscheinen, denn selbst Hauttöne fehlt es an Ausgeglichenheit, u.a. wegen einem teilweise dezenten Grünstich. Kräftige Farben kommen in "Unbreakable - Unzerbrechlich" äußerst selten und dann auch nur in Form von Stilmitteln zur Geltung. Der Kontrast darf lediglich als solide bezeichnet werden. Es gibt nur selten einen guten Schwarzwert zu verbuchen und meist erscheint das Bild milchig mit einem starken Hang ins Gräuliche zzgl. dem immer wiederkehrenden Grünstich. Dies alles kommt der Atmosphäre des Filmes zugute, geht aber zu Lasten der Bildqualität. Vor allem im Bereich der Schärfe erreicht der vorliegende, in MPEG-4 codierte Transfer nur mittelmäßige Ergebnisse. Erfreuen sich Close-Ups noch guter Werte im Bereich Detailschärfe, ist das Bild sonst sehr weich mit der Tendenz zu teilweise recht unscharfen Sequenzen. Eine Steigerung zu DVD ist zwar klar auszumachen und das Bild ist auch alles andere als schlecht, jedoch will nur bedingt richtiges High Definition-Feeling aufkommen. Hier wäre sicherlich mehr möglich gewesen, doch bereits das fehlen von Filmkorn lässt auf den Einsatz von Rauschfiltern schließen.
Hinzu kommen teilweise sehr deutliche Doppelkonturen (siehe Screenshot #1) und nur sehr selten erreicht der Transfer eine wirklich angenehme Tiefenwirkung. Alles erscheint sehr flach, ohne aber wirklich schlecht auszusehen. Ein Upgrade zur DVD ist trotz aller Mängel lohnenswert. Was Disney uns hier präsentiert ist zwar kein Demomaterial, aber ein mehr als solider HD-Transfer, der ganz klar unter den gewollten Stilmitteln zu leiden hat. Der Einsatz von Rauschfiltern hätte aber nun wirklich nicht sein müssen und raubt dem Bild Brillanz.


(Klickt auf die einzelnen Bilder um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)


Soundtechnisch bleibt alles beim Alten und so ist auch "Unbreakable - Unzerbrechlich" wie Shyamalans restliche Filme sehr zurückhaltend im Bereich Soundmix. Einzig der Score darf sehr dezent über die Kanäle huschen und gut platzierte Nebengeräusche wie z.B. der Regen sorgen für eine stimmige Soundkulisse, welche sich aber überwiegend auf die Front und die dazugehörigen Dialoge stürzt. Erst zum Schluss hin wird der Soundtrack deutlich aggressiver und die wenige Action wird mit einem kräftigen Bass und wuchtigen Effekten unterstützt, so dass man teilweise schon etwas aufschreckt, da man mit soviel Druck gar nicht mehr gerechnet hat. Dieses auf Gegensätzen beruhende Sounddesign passt aber mal wieder hervorragend und unterstützt die ohnehin sehr bedrückende Atmosphäre des Filmes perfekt. Die Dialoge sind sehr gut zu verstehen und geben sich hervorragend ausbalanciert zum restlichen Klangbild. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Tonspuren fällt sehr gering aus, lediglich der englische PCM 5.1-Mix klingt etwas detaillierter. Insgesamt tut sich hier aber nicht sehr viel. Optional gibt es natürlich deutsche Untertitel.
Diese sind auch beim Bonusmaterial zu finden, welches leider etwas spärlich ausgefallen ist. Wieder mal gibt es keinen Audiokommentar des Regisseurs, wobei gerade der am Interessantesten gewesen wäre. Dafür bietet man uns ein Making of, welches mit knapp 15 Minuten zwar nicht sonderlich lang ausfällt, dafür aber auf sämtliche Aspekte der Produktion eingeht. Die einzelnen Themen wie Drehbuch, Schnitt, Kamera und Musik werden leider nur sehr kurz abgehandelt.
"Comics & Superhelden" ist eine 19minütige Dokumentation über die Comic-Kunst, in der auch einige Größen (Frank Miller, Denny O'Neil) der Szene zu Wort kommen, was durchaus sehenswert ist. Unter "Zusätzliche Szenen" verbergen sich 7 nicht verwendete, inteessante Szene, welche jeweils vom Regisseur eingeleitet werden und eine Gesamtlaufzeit von 28 Minuten besitzen. Zum Schluss gibt es noch eine Multi-Angle-Demonstration, bei der wir uns die Bahnhofszene wahlweise als Storyboard-Sequenz oder aber als fertige Filmfassung anschauen können. Die 2 Minuten mit dem Titel "Nights erste Kampfszene" zeigen Ausschnitte aus einem frühen Amateurfilm des Regisseurs. Sämtliche Extras, bis auf die Trailershow bei Disc-Start liegen in 480p vor. Ein Trailer zum Film gibt es leider nicht, dafür darf die Menüführung wieder als äußerst gelungen bezeichnet werden.




M. Night Shyamalan gelang es erneut einen gänzlich unkonventionellen Film zu inszenieren, der besser als Interner Link"The Sixth Sense" ist, aber nicht an Interner Link"Signs" heranreicht. Die langsame Erzählweise, die ausufernden und ruhigen Kamerafahrten und der ständig präsente Pessimismus sorgen für Gänsehaut, obwohl es hier gar nicht viel gibt, wovor man sich gruseln kann. "Unbreakable" fasziniert durch Bildsprache, Schauspiel und die hinter dem cleveren Plot verborgene Idee, das Superheldentum in die Wirklichkeit zu übertragen und einzureißen.
Die Blu-ray stellt kein Demomaterial dar, ist qualitativ dennoch recht gut ausgefallen. Wer die DVD bereits besitzt sollte sich bezüglich eines Upgrades die Blu-ray erst einmal leihen. Wer "Unbreakable" bisher noch nicht besitzt, greift am Besten direkt zur blauen Scheibe.


Film+++++-
Bild++++/-
Ton++++/-
Bonus++/---


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News"Unbreakable - Unzerbrechlich" erscheint im November auf Blu-ray
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