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ESP 2007
Originaltitel:[Rec]
Länge:78:21 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Jaume Balagueró, Paco Plaza
Buch:Jaume Balagueró, Luis Berdejo, Paco Plaza
Kamera:Pablo Rosso
Musik:-
SFX:Enric Masip
Darsteller:Manuela Velasco, Vicente Gil, Pablo Rosso, Ferran Terraza, Claudia Font, Manuel Bronchud, Martha Carbonell, María Teresa Ortega, Carlos Vicente, David Vert, Jorge Serrano
Vertrieb:3L / e-m-s / Ascot Elite
Norm:1080p / AVC MPEG-4
Medium:BD-25
Regionalcode:B
Bildformat:1,85:1
Tonformat:DTS HD Master Audio 5.1
Sprache:Deutsch, Spanisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:SeastoneCase
Blu-ray-Start:20.11.2008 (Verleih) / 20.11.2008 (Kauf)
Bonus:
  • Making Of (18:26 Min., 576p)
  • Deutscher Trailer (1:53 Min., 1080i)
  • Originaltrailer (1:47 Min., 1080i)
  • TV-Spots (0:35 Min., 576p)
  • Bildergalerie (34 Bilder., 1080i)
  • Blu-ray-Programm:
    • Chocolate (2:52 Min., 1080p)
    • The Machinist (0:57 Min., 1080p)
    • Lonley Heart Killers (1:47 Min., 1080p)
    • Cry_Wolf (2:22 Min., 1080p)
    • Running Scared (2:25 Min., 1080p)
    • 11:14 (1:37 Min., 1080p)
    • Alatriste (1:35 Min., 1080p)
    • Oldboy (2:14 Min., 1080p)
    • Lady Vengance (1:56 Min., 1080p)
    • Until Death (2:07 Min., 1080p)
Ein Routinejob, weiter nichts. Die TV-Berichterstatterin Angela und ihr Kameramann begleiten nachts eine Feuerwehrcrew. Alles ist ruhig, bis der Notruf einer alten Dame eingeht. Als die Gruppe eintrifft hören sie fürchterliche Schreie. Die Reportage entwickelt sich zum schrecklichen Albtraum. Gefangen in einem düsteren Gebäude, in dem das Böse lauert, nimmt das Grauen seinen Lauf. Es scheint, als ob ein mysteriöser Virus die Opfer zu blutgierigen Bestien mutieren lässt.
Zuerst war Interner Link"Blair Witch Project", der uns im Jahre 1999 das Blut in Wallung brachte. Angeblich auf wahrem Filmmaterial einer Gruppe von drei Jugendlichen beruhend, die die grausame Legende der Hexe von Blair aufdecken wollen und danach nie wieder aufgetaucht sind, konnte der billig gemachte Streifen Millionen von US-Dollars einspielen und begeisterte eben solch ein Publikum. Danach wurde es im Wackelkameragenre allerdings erst einmal etwas ruhiger. Einige kleinere Streifen wie Interner Link"Das St. Francisville Experiment" quetschten sich zwar dazwischen, waren aber meist nicht das Zelluloid wert, auf das sie belichtet waren. Erst J.J. Abrams sollte mit Interner Link"Cloverfield" wieder einen Hit mit Wackelkamera landen. Leider war das Endergebnis aber mehr als müde. Doch bevor J. J. Interner Link"Cloverfield" brachte, hatten die Spanier bereits "[Rec]" auf die Beine gestellt, der in die gleiche Kerbe schlägt. Aufgrund des Erfolges von Interner Link"Cloverfield" nun in die ganze Welt gebracht, beweist sich der spanische Genrebeitrag bei weitem als der Bessere!


"[Rec]" erzählt die Geschichte eines Fernsehteams, welches für eine unbedeutende Fernsehsendung eine Gruppe von Feuerwehrmännern bei ihrem Nachteinsatz begleiten will. Lange Zeit passiert nicht wirklich etwas Aufregendes und auch der erste Einsatz scheint zu Beginn alles andere als interessant zu werden. Doch dies ändert sich schnell, als das Team plötzlich auf eine blutüberströmte Frau trifft, welche wie besessen wirkt. Und als die Polizei das Gebäude plötzlich komplett abriegelt breitet sich Panik aus, wie geschaffen für das sensationsgeile Fernsehteam ...
Storymäßig haben sich Luis Berdejo, sowie Spaniens Top-Grusel-Regisseur und Schreiber Jaume Balagueró einiges einfallen lassen, was es im Wackelkameragenre so noch nicht gegeben hat und weit glaubwürdiger wirkt, als bei Interner Link"Cloverfield" und Co. Auch wenn natürlich der Kern der Geschichte Horrorfantasie ist, so kann man sich mit der ganzen Geschichte doch teils recht gut identifizieren und fiebert beim Treiben gern mit. Logiklücken werden größtenteils recht ordentlich umschifft und sind fürs Genre auch nicht gerade übermäßig groß ausgefallen. So macht ein solcher Streifen jedenfalls Laune.


Dabei sind vor allem die gut kreierten Charaktere das Salz in der Suppe. Während einem die Figuren ja sonst bei solchen Filmen meist am Allerwertesten vorbei gehen, hat man den Figuren hier allesamt ein Gesicht verliehen, so dass man irgendwie mit allen mitfiebert. Egal, ob es das unsympathische Duo vom Fernsehen ist, welches zwar die üblichen Klischees des sensationsgierigen Journalistem wiedergibt, dies aber nicht ganz ohne Sozialkritik macht, oder die Hausbewohner, die man so wohl fast in jedem Wohnhaus irgendwie antrifft, bis hin zu den Beamten von Polizei und Feuerwehr. Alle haben sie etwas, was sich lohnt näher anzuschauen und was sie für den Zuschauer nicht bedeutungslos werden lässt.


Hinzu kommt der relativ glaubwürdige Umgang mit der Kamera. Während man sich sonst bei Filmen wie Interner Link"Cloverfield" manchmal fragt, warum die Figur hinter der Kamera eigentlich auch noch in dieser oder jener Situation mitfilmt, anstatt sich lieber in Sicherheit zu bringen, hat man hier schon aus der Begründung des Fernsehteams heraus eine ganz klare Erklärung dafür. Zumal es den Figuren hier auch kaum möglich ist, irgendwie zu fliehen, so dass auch dadurch die stetige Nutzung der Kamera nicht ganz so unglaubwürdig erscheint. Und an den Stellen, an denen sich eine Filmpause logisch anbietet, wird in aller Regel auch wirklich eine gemacht. Zumal so manch nette Spielerei, wie das Kind welches die Kamera einmal aus Jux anstellt, das Zurückspulen mitten im Film oder das Kaputtgehen des Spots, für Aufsehen und eine gewisse Authenzität sorgt.


Den allergrößten Pluspunkt erarbeitet sich das Treiben vor allem durch seine Atmosphäre, welche schlichtweg beißend ist. Wenn die Figuren in dem großen Haus unausweichlich eingesperrt sind, sich langsam Panik breitmacht und aus allen Ecken des Hauses plötzlich irgendwelche Stimmen zu hören sind, zittert auch das Publikum. Das Sounddesign ist mehr als trefflich geraten und für so manchen kalten Schauder über dem Rücken gut. Dazu ein paar ordentlich ausgefeilte Schockeffekte, welche selbst alten Horrorhasen so manchen Schrecken in die Glieder fahren lassen und so manch hübscher Gore-Effekt, welche ebenfalls nicht zu verachten sind. Im Sinne des Horrors liefert "[Rec]" jedenfalls verdammt saubere Arbeit ab! Schade nur, dass es sich auch "[Rec]" nicht ganz nehmen lässt, mit dem Wackelkameraeffekt so manches Mal über die Stränge zu schlagen. Wie schon bei Interner Link"Cloverfield" fragt man sich bei "[Rec]" nicht selten, was eigentlich gerade auf der Leinwand geschieht. Vor allem wenn es die Treppen rauf geht oder bei so manchem Kampfszenario wackelt die Kamera, als würde der Kameraführer durchdrehen. Sicher, für die Authenzität und die Atmosphäre ist das Wackeln der Kamera nötig, schließlich handelt es sich nun einmal um einen Film, der gerade daraus seinen Reiz zieht. Doch man muss als Macher solch eines Streifens schon höllisch aufpassen, dass man es mit diesem Effekt nicht übertreibt bzw. den Zuschauer zu oft nicht erkennen lässt, was da auf der Leinwand nun gerade geschieht. Und das ist leider auch bei "[Rec]" öfters der Fall. Schade!


Dafür können aber die Schauspieler überzeugen. Auch wenn man viele von ihnen nicht kennt - wie so oft achten die Macher bei solchen Filmen darauf, nicht allzu bekannte Gesichter zu nehmen -, so leisten doch alle hervorragende Arbeit. Am ehesten kennt man vielleicht Manuela Velasco, aus dem abgedrehten spanischen Slasher Interner Link"School Killer", sowie Carlos Lasarte aus Interner Link"The Nameless". Und vor allem Letzterer ist in seiner Rolle wirklich herrlich anzusehen! Gut so!


Wie auch bei Interner Link"Cry_Wolf" verwendet die e-m-s den MPEG-4-AVC-Codec, der zum Glück aber nicht die selben Mängel aufweist. Ganz im Gegenteil, "[Rec]" sieht auf Blu-ray einfach fantastisch aus. Der komplett mit HD-Kameras gedrehte Horrorfilm im Stil von Interner Link"Blair Witch Project" und Interner Link"Cloverfield" zeigt sich sehr scharf, aber stilbedingt nicht immer sehr detailliert. Das wäre vermutlich auch gar nicht besser möglich gewesen, schließlich soll "[Rec]" wie ein Dokumentarfilm ausschauen und zeigt dieselben extremen Ausbrüche wie J.J. Abrahams Interner Link"Cloverfield". So ist die Kamera ständig in Aktion, verwackelt hier, verwackelt da. Dabei machen die schnellen Schwenks dem Transfer nicht das geringste aus.
Lediglich kameratechnisch bedingte Bewegungsunschärfen sind zu erkennen, die Kompression arbeitet aber, egal wie extrem das Ausgangsmaterial ist, immer zu hundert Prozent perfekt. Alles ist sehr bedacht auf eine Doku ausgerichtet, weshalb der Kontrast genauso wechselhaft ausfällt wie der Schwarzwert und die satte, aber nicht immer natürliche Farbgebung. "[Rec]" soll realistisch aussehen und das gelingt wirklich sehr gut. Bis auf ein paar stilbedingte Verfremdungen überzeugt der Transfer mit sauberen Konturen, knackigen Kanten und unterstreicht somit perfekt den Dokustil.
Geboten wird uns hier sowohl in der deutschen Synchronisation als auch beim spanischen Originalton jeweils eine DTS-HD Master Audio 5.1-Spur, welche aufgrund des Dokustils nicht wirklich spektakulär ausgefallen ist. Auffällig ist aber die Tatsache, dass die spanische Tonspur wesentlich weiträumiger klingt, ja sogar mit einigen gut platzierten, direktionalen Effekten aufwarten kann und die Stimmen des öfteren durch sämtliche Kanäle wandern. Beim deutschen Track klingt die Abmischung etwas steriler, vielleicht auch realistischer, was in Anbetracht der Location eine gute Sache ist, dem Soundmix aber deutlich Fahrt raubt. So spielt sich bei beiden Tonspuren meist alles im Frontbereich ab, in der deutschen Spur sogar noch stärker als im spanischen Mix, und Umgebungsgeräusche bleiben weitgehend Mangelware. Wenn, dann unterstützen sie aber die bedrückende Atmosphäre des Films wirklich sehr gut. Zudem bekommt der Tiefenbass viel zu tun. Obwohl es der deutschen Spur an Dynamik mangelt, darf der Subwoofer für den nötigen Druck sorgen. Insgesamt für ein Horrorfilm sehr frontlastig - da dies aber gewollt war, um die Handkameraoptik klanglich zu untermauern, gibt es keine Abzüge in der B-Note. Dialoge sind sehr gut zu verstehen, ordnen sich nicht dem restlichen Klangbild unter und trotz gewollter Dumpfheit in wenigen Momenten können wir von einem ordentlichen Soundmix sprechen. Schließlich ist das Ziel der Abmischung den Film akustisch angemessen zu unterstützen und dies ist gelungen. Optional gibt es deutsche Untertitel.


Im Gegensatz zu den anderen Blu-rays aus dem Hause e-m-s gibt es hier ein wenig Bonusmaterial, z.B. ein 18minütiges Making of in Standard Definition. In jenem gewährt man uns einen sehr ausführlichen Einblick hinter die Kulissen, lässt das Produktionsteam und die Darsteller zu Wort kommen und zeigt viele Setaufnahmen. Könnte insgesamt noch etwas länger sein, sehenswert ist es aber allemal.
Desweiteren gibt es noch einen deutschen Kinotrailer und den spanischen Originaltrailer, welche jeweils in 1080i vorliegen. Hinzu kommen TV-Spots in 576p und eine Bildergalerie in hochauflösender Qualität. Nicht viel, aber zumindest etwas. Die obligatorische Trailershow darf natürlich nicht fehlen. Im übrigen wurde das "Making of" deutsch untertitelt.


"[Rec]" beweist einmal mehr, dass die Spanier die aktuellen Meister in Sachen Horror sind. Unglaublich spannend, sehr atmosphärisch und sogar in einem gewissen Sinne glaubwürdig, erweist sich "[Rec]" als gelungener Wackelkamerahorror der besonderen Art. Auch wenn der Effekt als solches leider manchmal über die Grenzen hinaus ausgereizt wird, so können viele andere positive Punkte diesen kleinen Kritikpunkt wieder ausmerzen. Wer sich also bei Interner Link"Cloverfield" eher gelangweilt hat und wem Interner Link"Blair Witch Projekt" zu harmlos war, der dürfte sich mit "[Rec]" mehr als wohlig unterhalten fühlen! Die vorliegende Blu-ray aus dem Hause e-m-s ist völlig unzensiert und wartet mit einem guten Bild, sowie einem sehr guten Soundmix auf. Extras sind, wenn auch nur wenige, vorhanden. Die spanische Special Edition-DVD bietet allerdings wesentlich mehr an Bonusmaterial, wollte allerdings horrende Preise für das gesamte Bonusmaterial. Eine Special Edition zur späteren Zeit schließt die e-m-s nicht aus, ist aber noch Zukunftsmusik.


Film++++/-
Bild++++/-
Ton++++/-
Bonus+/----


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[Rec]
Quarantäne 2: Terminal
[REC]²
[REC]³ Génesis
News[Rec] - ab November auf DVD
3L sichert sich die Rechte an [REC]
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