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USA 1985
Originaltitel:Goonies, The
Alternativtitel:Goonies, Los Goonies, Les Goonies, I
Länge:113:55 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Richard Donner
Buch:Chris Columbus, Steven Spielberg
Kamera:Nick McLean
Musik:Dave Grusin
SFX:Calvin Joe Acord, Industrial Light & Magic
Darsteller:Martha Plimpton, Corey Feldman, Joe Pantoliano, Josh Brolin, Robert Davi, Sean Astin, Jeff Cohen, Kerri Green, Jonathan Ke Quan, John Matuszak, John Matuszak, Ke Huy
Vertrieb:Warner
Regionalcode:A, B, C
Blu-ray-Start:17.10.2006 (Kauf)



Inhalt
Die Goonies, eine Kinderbande, finden auf dem Dachboden eine mysteriöse Schatzkarte eines berüchtigten Piraten. Um zu verhindern, dass die Häuser ihrer Eltern wegen eines Country Clubs abgerissen werden, beschließen sie auf die Suche nach dem Piratenschatz zu gehen - und damit beginnt ein Abenteuer, das ihre kühnsten Träume übertrifft: Nicht nur, dass Falltüren, hinabstürzende Felsen und andere haarsträubende Fallen ihren Weg durch das unterirdische Labyrinth Säumen, sie werden auch noch von einer gefährlichen Gangsterfamilie verfolgt, die es ebenfalls auf das Gold abgesehen hat ...

Bild
Format2,40:1
Norm1080p / VC-1
 Warner liefert mit diesem Backprogrammtitel einen überraschend guten High Definition-Transfer ab, dessen Schärfe zwar nicht immer auf einem hohen Niveau arbeiten kann und des Öfteren etwas weich erscheint, aber niemals unscharf wird und in Nahaufnahme einen enormen Zugewinn an Details aufweisen kann. Der Kontrast erscheint durchweg sehr natürlich und ausgewogen und wir bekommen einen hervorragenden Schwarzwert spendiert. Detailverluste in dunklen Szenen sind nicht wahrzunehmen und dank natürlicher und dennoch kräftiger Farben ist das Bild weitgehend plastisch und hebt sich deutlich von der DVD-Version ab. Das leicht vorhandene Bildrauschen trübt den Sehgenuss nicht sonderlich, ist stellenweise nicht einmal wirklich wahrzunehmen und auch die stellenweise erkennbaren Doppelkonturen tun dem Spaß keinen Abbruch. Da freut man sich viel mehr über die teils sehr gute Tiefenwirkung und die sauber arbeitende Kompression. Selbst Schmutz oder Defekte sind nicht wirklich wahrzunehmen, weshalb wir hier von einem äußerst gelungene Transfer sprechen können, dem man sein Alter nicht unbedingt ansieht.



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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Stereo (dt., span., ital.), Dolby Digital 5.1 (engl.), Dolby TrueHD 5.1 (engl.)
SpracheDeutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch
UntertitelDeutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Spanisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Italienisch, Portugiesisch
 Die deutsche Tonspur liegt lediglich in Stereo vor, ein Upmix oder gar eine Neusynchronisation fand zum Glück nicht statt. Sicherlich wäre "The Goonies" in Dolby Digital 5.1 interessant gewesen, doch wir können uns über eine überraschend saubere und gut verständliche Stereofront freuen, welche mit klaren Dialogen aufwartet, weder Dumpf noch blechern klingt und im nötigen Moment sogar an Druck gewinnt. Die beiden englischen Tonspuren in Dolby Digital 5.1 und Dolby TrueHD geben sich etwas weiträumiger und bieten eine bessere Kanaltrennung, wodurch z.B. die Autoverfolgung zu Beginn des Filmes zumindest im Frontbereich mit kleineren Effekten aufgewertet wird. Im Effektbereich beschränkt sich das Geschehen weitgehend auf den Score, Umgebungsgeräusche sind nur dezent wahrzunehmen, weshalb der englische 5.1-Mix und auch die TrueHD-Variante zwar besser sind, aber ebenfalls nur wenig Räumlichkeit bieten. Dafür darf sich der Subwoofer desöfteren mit viel Wucht zu Wort melden. Optional lassen sich diverse Untertitel hinzuschalten.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • Audiokommentar mit den Darstellern Jonathan Ke Quan, Corey Feldman, Sean Austin, Kerri Green, Martha Plimpton, Jeff Cohen, Josh Brolin und Regisseur Richard Donner
  • Video-/Audiokommentar mit den Darstellern Jonathan Ke Quan, Corey Feldman, Sean Austin, Kerri Green, Martha Plimpton, Jeff Cohen, Josh Brolin und Regisseur Richard Donner (113:55 Min., 1080p)
  • Featurette "The Making of the Goonies" (6:48 Min., 480p)
  • Gelöschte Szenen (6:54 Min., 480p)
  • Musikvideo "The Goonies 'R' Good Enough" von Cindy Lauper (12:02 Min., 480p)
  • US-Trailer (2:39 Min., 480p)
VerpackungSeastoneCase
 Das Bonusmaterial wurde komplett von der DVD übernommen und bietet ein 6minütiges Making of, welches ein typischer Mix aus 'Hinter den Kulissen'-Feature und PR-Clip darstellt. Die nächsten 7 Minuten enthalten "Nicht verwendete Szenen", bei denen auch die absolut trashige "Oktopus-Szene" in einer sehr guten Qualität zu sehen ist. Das nachfolgende, witzig und 12 Minuten lange Musikvideo von Cyndi Lauper mit dem Titel "The Goonies 'R' Good Enough" liegt neben dem Origininal Kinotrailer ebenfalls bei. In diesem aufwendigen und äußerst witzigen Videoclip haben einen Menge bekannter Gesichter ein Cameo, u.a. Steven Spielberg und Wrestler-Legende Roddy Pipper (Interner Link"Sie leben"). Desweiteren gibt es noch einen chaotischen und zum Glück deutsch untertitelten Audiokommentar mit dem Regisseur Richard Donner und seinen sieben Hauptdarstellern (Jonathan Ke Quan, Corey Feldman, Sean Astin, Kerri Lee Green, Martha Plimpton, Jeff B.Cohen und Josh Brolin). Hier herrscht in ein Heiden durcheinander, was aber beim Zuhören ebenso viel Spaß macht, wie die acht Beteiligten ihn hatten, welche sich durchweg über ihre Szenen kaputt lachen, mit reichliche Anekdoten aufwarten, aber auch Produktionsinfos zum Besten geben. Hinter "Verborgene Schätze" verbirgt sich noch einmal der komplette Audiokommentar in Videoform. Doch anstelle hier ein Bonus View-Feature zu kreieren wurde der komplette Film nochmal auf die Disc gepresst. Hier nutzt man die Möglichkeiten von High Definition und dem Profile 1.1 kein Stück. Zudem ist es ärgerlich, dass die Sprecher nur sehr selten zu sehen sind und das Feature daher nur bedingt Sinn macht. Sämtliche Extras, außer dem Videokommentar, liegen zudem nur in 480p vor.
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Fazit
Die goldenen 80er! Wenn sich ein Film aus Jugendzeiten aufdrängt, dann kann das nur Richard Donners "The Goonies" sein, geschrieben von Chris Columbus, als dieser noch unprätentiös seine Jugenderinnerungen verarbeitete. "The Goonies" verarbeitet verschiedenste Einflüsse aus unterschiedlichsten Richtungen und wird so zum perfekten Event-Movie von der Kindergruppe über Teenager bis zu Erwachsenen, die noch nicht vergessen haben, wie es war, jung zu sein. Das Drehbuch ist ein Traum von einer Ansammlung wildester Hollywood-Klischees: eine Gruppe unterschiedlichster Kinder und Jugendlicher macht sich, von der Verdrängung aus dem geliebten Stadtteil bedroht, auf eine Schatzsuche durch ein Höhlensystem an der Pazifikküste, gerät in allerlei gefährliche Fallen, besteht Abenteuer, bekämpft eine Gangsterbande, gewinnt ein Monstrum als Freund, findet einen Schatz und überwindet seine eigenen Differenzen. Das Ganze wird knallbunt aufgekocht und mit reichlich Gimmicks, Tricks, Fallen und Überraschungen gewürzt und mit ordentlich Hysterie überbacken.
Wichtig dabei sind die wunderbar ausgefeilten Charaktere, ein Traum für jede Teenagerzeit, denn hier treffen alle Gruppen zusammen: der asthma-behinderte Träumer, der sich letzteren erfüllt; sein großer Muskelbruder, der seine Angebetete richtig gewinnen kann und sich nicht produzieren muss; die hübsche Cheerleader-Maus, die Tiefgang entwickelt; die eher unterprivilegiert-unattraktive Freundin; das kleine Großmaul; der abgedrehte Erfinder und nicht zuletzt den aufschneiderischen Fettsack, der einmal in seinem Leben seine Märchen erleben darf und dem dann keiner glaubt. Die Stimmung dieses unglaublich aufgedreht und trotzdem kontrolliert wirkenden Spaßfilmes zu beschreiben entzieht sich eigentlich jeder Beschreibung, denn man muss sich dem verwandt fühlen, um es nachzuvollziehen zu können. Neben bissigem Witz und Sentimentalität steckt allerdings eine gewaltige Menge Charme in der ganzen Produktion, die niemanden so richtig unsympathisch erscheinen lässt, obwohl man als Gegenspieler mit der Familie Fratelli durchaus mit Mördern zu tun hat, die sich allerdings ständig selbst an die Gurgel gehen, bzw. in bester Slapstickmanier selbst behindern. Die Sets der Produktion sind darüber hinaus in bestem Indiana-Jones-Zustand, von einer Wasserrutschbahn über eine aus Knochen gebaute Totenorgel mit wegbrechendem Boden, fallende Riesensteine bis zum Piratenschiff in einer verschlossenen Höhle, das immer noch auf das erste Ankerlichten vor 300 Jahren wartet.
Bei den Darstellern gibt's ebenfalls nichts zu bemängeln. "Sam Gamdschie" Sean Astin gibt hier seine erste Hauptrolle, so souverän wie kaum zu glauben. Ke Huy Quan durfte eine ähnliche Rolle schon im Interner Link"zweiten" Indy-Film drehen, Corey Feldman lässt in bester Manier das Arschloch raushängen, Martha Plimpton kann man ihre weitere Karriere in eckigen, unpopulären Filmen und beim Theater schon ansehen und Josh Brolin, sowie Kerri Green fallen auch nicht negativ auf. Irgendwo zwischen perfekt gecastet und total nervig ist auch Jeff Cohen als "Chunk", der mit gehörigem Körpereinsatz von einem Fettnäpfchen ins Nächste tritt. Was heute im Rückblick aber wirklich begeistert sind die Fratellis: Als Mama glänzt die monströse und leider zu früh verstorbene Anne Ramsey; Robert Davi, der später Bond-Bösewicht, B-Star-Bösewicht und in "Profiler" düsterer Serienkillerjäger wurde den einen Bruder und Joe Pantoliano, der später in "Matrix" glänzte, den anderen, welcher hier schon ein Toupet trägt. Wer also keinen ruhigen und stillen Film will, wird mit "Die Goonies" (und ihrem hervorragenden 80er Pop- und Rocksoundtrack) seine helle Freude haben und einen spritzigen Nachmittag oder Abend verbringen. Alle anderen, die mit dem Film aufgewachsen sind, wissen eh, das Donner hier eine Krone des Jugendfilm geschaffen hat. Versucht dieses Muster an köstlicher Überladenheit erst mal zu schlagen.



Screenshots




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NewsWarner Deutschland kündigt Blu-ray Backprogramm Titel im Oktober an.
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