DE, ESP 1968
Originaltitel:Marca del Hombre-lobo, La
Alternativtitel:Fantômes de Dracula, Les
aka. Frankenstein's Bloody Terror
aka. Hell's Creatures
aka. Manwolf, le Seigneur de la Nuit
aka. Mark of the Wolfman, The
aka. Vampire of Dr. Dracula, The
aka. Vampires du Docteur Dracula, Les
aka. Werewolf's Mark, The
aka. Wolfman of Count Dracula, The
Länge:94:33 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Enrique López Eguiluz
Buch:Paul Naschy als (Jacinto Molina)
Kamera:Emilio Foriscot
Musik:Ángel Arteaga
Darsteller:Paul Naschy, Manuel Manzaneque, Dyanik Zurakowska, Julián Ugarte, Rosanna Yanni, Rafael Alcántara, Carlos Casaravilla, Milagros Ceballos, Aurora de Alba, Gualberto Galbán, Antonio Jiménez Escribano, Victoriano López
Vertrieb:Subkultur Entertainment
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:05.02.2015 (Kauf)



Inhalt
Ein Zigeunerpärchen findet Unterschlupf in einem verlassenen Anwesen, welches zuvor von Wolfstein, einem Nachkommen einer ungarischen Adelsfamilie, bewohnt wurde. Der Legende nach litt Wolfstein an Lykanthropie und versetzte den ganzen Ort mit seinen grausamen Streifzügen in Angst und Schrecken, bevor er durch einen silbernen Dolch erlegt wurde und der Fluch ein Ende nahm. Als das Pärchen den vermeintlichen Sarg und den darin befindlichen Leichnam Wolfsteins findet, überkommt sie die Habgier, und sie entfernen den Dolch aus seiner Brust. Wolfstein erwacht zu neuem Leben und begibt sich erneut auf die Jagd nach Menschenblut. Um den Wolfsmenschen endgültig zu vernichten, versammeln sich die Dorfbewohner zu einer Treibjagd, an der auch der unbeliebte Graf Waldemar Daninsky teilnimmt.

Es gelingt ihm, einen jungen Mann zu retten, der von dem Werwolf angegriffen wird, doch der Preis dafür ist hoch, denn Waldemar Daninsky wird gebissen und so überträgt sich der fürchterliche Fluch auf einen neuen Erben. Sobald der Vollmond am Himmel steht, verwandelt sich Waldemar Daninsky in einen rasenden Werwolf. Der gerettete junge Mann versucht Waldemar zu helfen und ruft einen Professor namens Mikhelov zu Hilfe, welcher sich mit seiner Begleiterin Wandessa auf den Weg macht, um Waldemar von dem Fluch zu befreien. Doch niemand ahnt, dass beide ein fürchterliches Geheimnis in sich tragen und Waldemar für ihre eigenen Zwecke missbrauchen wollen.

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Ein weiter Naschy-Klassiker erstrahlt endlich in einem neuen Glanz und war bisher noch nie in solch einer Qualität zu sehen. Allerdings muss der Zuschauer hier ein paar Abstriche in puncto Schärfe in Kauf nehmen. Auch wenn das Bild aufgrund der hohen Auflösung und der hervorragenden Durchzeichnung einen guten Eindruck hinterlässt, wirken viele Szenen wenig detailliert bzw. tendieren ins Unscharfe. Das ist sicherlich dem Alter und diversen Produktionsumständen geschuldet, doch scheint die HD-Abtastung nicht ganz unbearbeitet. Das Filmkorn wirkt sehr fein, doch nicht immer ganz natürlich. In einigen Szenen wirkt das Bild etwas zu glatt. Dafür überzeugen der Kontrast und die Farben in allen Belangen. Für eine alte spanische Produktion wirkt das Bild sehr kraftvoll und frisch. Der Kontrastumfang ist ausgewogen und arbeitet helle und dunkle Bildbereiche perfekt heraus, ohne das Feinheiten im satten Schwarz verloren gehen. Hinzu kommt eine ruhig arbeitende Kompression, und Defekte und Verschmutzungen wurden auf ein Minimum reduziert. Mit dem Ergebnis darf man mehr als zufrieden sein.

Vampire des Dr. Dracula
Vampire des Dr. Dracula
Vampire des Dr. Dracula

(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 1.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Der deutsche Monoton hat gleich mit diversen Problemen zu kämpfen: Zum einem fällt ein enormes Rauschen und Knistern auf, dann wäre da noch die kratzige Sprachwiedergabe, die im Hochtonbereich für massive Ausbrüche sorgt. Das der Mix altersbedingt etwas dumpf und blechern klingt, muss kaum noch erwähnt werden, dennoch sind Dialoge gut zu verstehen, allerdings dominiert das Rauschen im Hintergrund etwas zu sehr, was in ruhigen bzw. mit Musik unterlegten Szenen deutlich stören kann. Der spanische Mix klingt um einiges dumpfer, was man vor allem an den Stimmen merkt, die wie aus einer Dose scheppern. Dadurch leidet die Sprachverständlichkeit, da die Dialoge immer sehr scheppern. Im Hintergrund ist leichtes Rauschen wahrzunehmen. Optional gibt es deutsche Untertitel. Daher sollte man zum deutschen Ton greifen.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • 32-seitiges Booklet
Disc 1: Blu-ray
  • Deutscher Kinotrailer (2:14 Min., 1080p)
  • Deutscher Kinotrailer der Wideraufführung (2:44 Min., 1080p)
  • US-Trailer (2:12 Min., 1080p)
  • TV-Spot [USA] (0:49 Min., 1080p)
  • Internationale Titelsequenzen (4:18 Min., 1080p)
  • Bildergalerie (53 Bilder)
  • Easter-Egg (1:42 Min., 1080p)
Disc 2: DVD
  • Hauptfilm in SD (90:39 Min.)
  • Deutscher Kinotrailer (2:07 Min.)
  • Deutscher Kinotrailer der Wideraufführung (2:35 Min.)
  • US-Trailer (2:05 Min.)
  • TV-Spot [USA] (0:45 Min.)
  • Internationale Titelsequenzen (4:06 Min.)
  • Bildergalerie (53 Bilder)
  • Easter-Egg (1:40 Min.)
VerpackungKeepCase im O-Card Schuber
 Das Bonusmaterial beschränkt sich auf diverse Trailer, einen TV-Spot sowie diverse internationale Titelsequenzen. Die umfangreiche Bildergalerie zeigt zwar hochauflösendes Bildmaterial, aber enthält weder Aushangfotos, Plakatmotive noch Werberatschläge. Sehr schade. Dafür ist ein Easter-Egg auf der Scheibe versteckt. Das Set enthält zudem noch die DVD-Fassung des Films sowie ein 32-seitiges Booklet mit informativen Hintergrundinformationen.
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Fazit
Mit diesem Titel feierte der "knuffige" Werwolf seinen Einstand und zeigt Paul Naschy erstmals in seiner Paraderolle als Waldemar Daninsky. "Die Vampire des Dr. Dracula" entstand zu einer Zeit, in der Spanien noch unter Franquismus litt. Es war also nicht leicht ein Horrorfilm zu inszenieren, nicht zuletzt aufgrund massiver staatlicher Zensureingriffe. Von daher ist es durchaus bemerkenswert, dass Regisseur Enrique López Eguiluz mithilfe deutscher Produzenten diesen Film überhaupt realisieren konnte.
Das Drehbuch stammt aus der Feder von Paul Naschy, der hier bereits alle Register zieht und den Grundstein für eine der wichtigsten Horrorfilmfiguren der spanischen Filmindustrie legte. Auf der Leinwand passiert allerhand Schabernack, getränkt in wundervollen Bildern und gespielt in prachtvollen Kulissen. Neben surreal angehauchten Sequenzen gibt es auch reichlich grotesk wirkende Momente, z. B. mit Julián Ugarte als Blutsauger, der mehr als einmal durch das Bild tänzelt! Paul Naschy spielt hier die Hauptrolle und überzeugt in menschlicher Gestalt genauso wie als pelziger Wolfsmensch. Ihm zur Seite stehen Manuel Manzaneque und Dyanik Zurakowska sowie die bezaubernde Aurora de Alba als anbetungswürdige Blutsaugerin.

"Die Vampire des Dr. Dracula" ist für heutige Sehgewohnheiten und für einen Großteil der MTV-Generation kaum zu ertragender Trash. Zudem ist er technisch wie inhaltlich kein guter Film, doch seinen Bildern mag man sich nicht entziehen. Hier steckt soviel Herzblut und Einfallsreichtum drin, dass man Naschy und Eguiluz einfach großen Respekt für diesen Werk zollen muss. Und während der Otto-Normal-Verbraucher einen großen Bogen um diesen Streifen machen wird, werden Fans klassischer Horrorstreifen dieses irrsinnige Schätzchen spanischer Filmkultur umso mehr lieben.

Paul Naschy-Fans dürfen sich freuen, denn Subkultur liefert hier wieder ganze Arbeit ab und zeigt "Die Vampire des Dr. Dracula" in seiner bisher besten Qualität. Das Bonusmaterial fällt hier zwar nicht so umfangreich aus wie bei Interner Link"Die Nacht der Vampire" und ein Filmwissenschaftlicher-Audiokommentar wäre auch eine tolle Sache gewesen, doch ansonsten gibt es kaum etwas zu bemängeln. Das 2-Disc-Set wird im KeepCase mit einem hochwertigen O-Card-Schuber ausgeliefert. Der Schuber enthält das deutsche Cover-Motiv sowie alle technischen Spezifikationen, während man für das KeepCase ein alternativ Motiv im Querformat auswählte.



Screenshots



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