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CAN 2014
Originaltitel:WolfCop
Länge:79:18 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Lowell Dean
Buch:Lowell Dean
Kamera:Peter La Rocque
Musik:Natasha Duprey
SFX:Emersen Ziffle
Darsteller:Leo Fafard, Amy Matysio, Jonathan Cherry, Sarah Lind, Aidan Devine, Jesse Moss, Corinne Conley, James Whittingham, Ryland Alexander, Laura Abramsen, Graham Bell, Victor Lam
Vertrieb:Ascot Elite
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:18.11.2014 (Kauf)



Inhalt
Ein Bilderbuch-Cop war Lou nie: Alkoholabhängig, respektlos und ohne Motivation ging er seinem Job nach. Mehr oder weniger zumindest. Bis sich sein eintöniges, vom Suff geprägtes Leben auf einen Schlag ändert. Eines Nachts wird er nichtsahnend nach einem seiner Saufgelage von einer okkulten Satans-Sekte in einen reißenden Werwolf verwandelt. Bei Vollmond sorgt Lou fortan als betrunkener Wolfcop für Ordnung und Gerechtigkeit. Mit einem unstillbaren Hunger nach Gerechtigkeit, Donuts und Schnaps. Er ist knallhart. Er ist Cop. Und … er haart.

Bild
Format1,78:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 "WolfCop" zeigt seine Low-Budget-Herkunft kaum, denn bildtechnisch bekommen wir eine durchaus hochwertige Bildpräsentation geboten. Schärfe und Detaildarstellung sind auf einem hohen Level, und vor allem in Nahaufnahmen trumpft der hochauflösende Transfer auf. In den Close-Ups werden die einzelnen Haare des Werwolfs sehr schön ausgearbeitet, während das Bild in Totalen zwar ebenfalls gute Werte erzielt, aber einzelne Einstellungen weich und schwammig wirken. Der Kontrast zeigt wiederum einige Mängel und bietet eine stellenweise mäßige Durchzeichnung sowie einen schwachen Schwarzwert, wodurch in den dunklen bzw. diffus ausgeleuchteten Sequenzen einige Details verloren gehen. Hier kommt auch die Farbdarstellung ins Spiel: Diese ist meist sehr natürlich ausgefallen, wurde aber stilistisch angepasst und wenn nötig stark verfremdet. Am Ende bleibt ein sehr gutes Bild, welches in den gut ausgeleuchteten Szenen plastisch wirkt und eine gute Tiefenwirkung erzeugt. Für einen kleinen Independent-Film ist das Ergebnis sehr gut. Lediglich die leichten Banding sowie Aliasing-Artefakte trüben den Sehgenuss etwas. Auch der Encode könnte besser sein und zeigt immer wieder dezente Blockbildungen.

Wolfcop
Wolfcop
Wolfcop
Wolfcop

(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Beide Tonspuren liegen im HD-Mehrkanalton vor, doch eine wirkliche Räumlichkeit mag nicht entstehen, zumindest wenn man den Filmscore nicht mit einbezieht. Dieser erstreckt sich zwar über sämtliche Kanäle, doch die Nutzung für Umgebungsgeräusche und direktionale Effekte bleibt auf einem überschaubaren Level. Auch der Subwoofer arbeitet verhalten und leistet nur seinen nötigen Beitrag beim Musikeinsatz. Es fehlen Dynamik und Druck in beiden Sprachfassungen. Die Dialogwiedergabe könnte ebenfalls besser sein. Selbst wenn die Verständlichkeit nicht leidet, wirkt die Balance zwischen den Soundelementen und der Sprache etwas unausgeglichen. Deutsche Untertitel sind optional.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • Trailer bei Disc-Start:
    • Northmen - A Viking Saga (2:09 Min., 1080p)
    • Am Sonntag bist du tot (2:08 Min., 1080p)
    • The Pact 2 (1:49 Min., 1080p)
  • Audiokommentar Lowell Dean und Emersen Ziffle
  • Entfesselt - Das Making of (45:52 Min., 1080p)
  • Musikvideo Henry - Rah Rah (2:51 Min., 1080p)
  • Comedy:
    • Die etwas anderen Outtakes (3:12 Min., 1080p)
    • Falschirmsprung bei Vollmond (0:38 Min., 1080p)
    • Wolfcock (1:27 Min., 1080p)
  • Cinecoup - The Film Accelerator:
    • Cinecoup Rückblick (1:17 Min., 1080p)
    • Cinecoup Promo (0:55 Min., 1080p)
    • Banff be brave - Top 5 (1:53 Min., 1080p)
  • Mission Videos:
    • Eine haarige Bekanntmachung (1:55 Min., 1080p)
    • Spezialeffekte (2:06 Min., 1080p)
    • Ein böses Erwachen (1:21 Min., 1080p)
    • Das Franchising - Potenzial eines Werwolfs (1:34 Min., 1080p)
    • Nostalgie (2:01 Min., 1080p)
    • WolfCop - Das Projekt (3:03 Min., 1080p)
  • Trailer:
    • Original Concept Trailer (2:21 Min., 1080p)
    • Original Trailer (2:07 Min., 1080p)
    • Deutscher Trailer (1:58 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Northmen - A Viking Saga (2:09 Min., 1080p)
    • Am Sonntag bist du tot (2:08 Min., 1080p)
    • The Pact 2 (1:49 Min., 1080p)
    • Wer (2:09 Min., 1080p)
    • Young Ones (2:13 Min., 1080p)
    • Grabbers (1:09 Min., 1080p)
    • The Quiet Ones (2:04 Min., 1080p)
    • Snowpiercer (1:50 Min., 1080p)
    • Savaged (2:19 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover und O-Card Schuber
 Das Bonusmaterial fällt überraschend umfangreich aus. Das 46-minütige "Making Of" erweist sich als sehenswerte Dokumentation über die Entstehung von "WolfCop" und ist fast schon sehenswerter als der Hauptfilm. Der Zuschauer darf sich über zahlreiche Hintergrundinformationen sowie viele Einblicke in die Dreharbeiten freuen. Zudem enthält die Disc noch einen Audiokommentar mit dem Regisseur Lowell Dean und Special-Effects-Künstler Emersen Ziffle. Auch dieser bietet eine Menge an Hintergrundinfos zur Entstehung und vor allem zu den Spezialeffekten im Film. Eine weitere Auswahlmöglichkeit findet sich unter "Comedy": Hier gibt es diverse witzige Outtakes, während man unter "Henry - Rah Rah" ein lustiges Musikvideo bestaunen kann, welches ein wenig an Interner Link"Teen Wolf" erinnert. "Cinecoup - The Film Accelerator" zeigt die Promo-Aktionen, die zuvor stattfanden, um den Film zu finanzieren. In "Mission Videos" bekommen wir noch einmal in diversen Mini-Featurettes Einblicke in die Produktion, und zum Schluss kann man sich noch diverse Trailer zum Hauptfilm ansehen. Eine Trailershow für weitere Ascot-Titel darf natürlich nicht fehlen. Leider wurde das Bonusmaterial nicht untertitelt, liegt dafür aber komplett in HD vor.
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Fazit
Es gibt Sachen, die funktionieren, und es gibt Sachen, die funktionieren nicht. Und eine Sache, die so ziemlich nie funktioniert, ist, einen Film auf Teufel komm raus auf "Trash" und "Kult" zu trimmen. Und genau diesen Fehler begeht Regisseur Lowell Dean mit seinem neuen Film "WolfCop". Der Kanadier konnte vor zwei Jahren mit seinem ersten Ausflug ins Horrorgenre, Interner Link"13 Eerie", bei den Fans punkten, einem charmanten, kleinen, an das italienische Kino der 80er angelehnten Zombiefilm. Ein Synthie-Score, ein paar Nebelschwaden hier, ein paar Nebelschwaden da, eine nach Schema F gestrickte Story, handgemachte Effekte und ein wenig blutiges Gekröse – Herz, was begehrst Du mehr?
Bei "WolfCop" hält sich Dean zwar auch an die Konventionen und Klischees seines Genres (wenn man denn "Trash" als Genre sehen will), der Unterschied liegt jedoch darin, dass sie in Interner Link"13 Eerie" noch liebevoll abgearbeitet wurden, in "WolfCop" jedoch einfach der Reihe nach abgehakt wirken. Traditionelle Effekte? Check. Splatter? Check. In-Jokes? Check. Ironische Rollennamen? Check. Sex und kruder Humor? Check. Müsste doch eigentlich für einen Trashfilm reichen, oder?

Auf den ersten Blick ja, nur dass der Charme dieser Filme ja gerade am fehlenden Budget oder dem künstlerischen Unvermögen der Beteiligten liegt, was dann meistens durch schieren Wahnsinn und Enthusiasmus ausgeglichen wird. Bei "WolfCop" hingegen fehlt diese Komponente, vieles wirkt einfach nur kalt und seelenlos. Vor allen Dingen wird dem Publikum in vielen Szenen der "Kultfaktor" förmlich auf's Auge gedrückt. Man fühlt sich unweigerlich an die alten VH1-Shows (wer sich noch an diesen Sender erinnert) wie "I love the 90s" erinnert. Alles, was fehlt, ist, dass am unteren Bildschirmrand oder mitten im Bild eine Sprechblase aufpoppt mit "Hey, das ist doch voll cool und kultig und so, findet ihr nicht?". Statt einfach nur die Geschichte zu erzählen und dem Zuschauer zu überlassen wie er das Gesehene findet, kreist hier der Holzhammer – und zwar über fast die gesamte Laufzeit hinweg.
Aber nicht alles an "WolfCop" ist schlecht. Rein aus technischer und inszenatorischer Sicht ist Regisseur Dean und seinem Team nichts vorzuwerfen. Der Film sieht gut aus, klingt gut und ist kompetent inszeniert – es fehlt ihm jedoch an Authenzität und Seele. Eine Handvoll cooler Szenen und Einfälle (wie z. B. der Beginn der Transformation) und ein ständiges unterschwellig mitklingendes "Ist das nicht Kult?" reichen halt nicht aus, um einen Film wirklich zu einem Kultfilm zu machen. Für einen geselligen Abend mit ein paar Freunden, Pizza und einer Kiste Bier reicht es jedoch allemal.

Die Blu-ray aus dem Hause Ascot ist ungekürzt und kann technisch durchaus zu gefallen wissen. Ausgeliefert wird sie in einem schwarzen KeepCase mit FSK-Wendecover und O-Card Schuber. Das FSK-Logo auf dem Schuber ist leider nicht entfernbar.



Screenshots




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