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USA 2014
Originaltitel:Jinn
Alternativtitel:Third, The
Länge:97:12 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Ajmal Zaheer Ahmad
Buch:Ajmal Zaheer Ahmad
Kamera:Robert Mehnert
Musik:Noah Sorota
SFX:Brandon Bartlett
Darsteller:Ray Park, Serinda Swan, William Atherton, Faran Tahir, Ele Bardha, Ron Causey, Dominic Rains, Danny Mooney, Walter Phelan, Milica Govich, Sonny Sison, Shaun Paul Piccinino
Vertrieb:WVG
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:16.10.2014 (Verleih) / 31.10.2014 (Kauf)



Inhalt
Am Anfang wurden drei Elemente erschaffen: Mensch aus Lehm, Engel aus Licht und das Dritte aus Feuer. Die Menschheit aber hat dieses dritte Element vergessen. Jetzt ist die Zeit gekommen, sich wieder daran zu erinnern. Shawn, ein Autodesigner, genießt ein idyllisches Leben mit seiner neuen Frau Jasmine, bis er eine kryptische Mitteilung erhält. Die Mitteilung warnt vor akuter Gefahr und einem Fluch, der seiner Familie seit Generationen anhaftet. Shawn glaubt dieser Enthüllung aus seiner Vergangenheit nicht, bis schockierende Dinge passieren. Aus Furcht um sein Leben, wendet sich Shawn an Gabriel und Vater Westhoff, ein mysteriöses Duo, das behauptet, Antworten zu haben. Mit ihrer Hilfe findet er den angeketteten Ali. Von ihm erfährt Shawn, dass es auf dieser Welt mehr gibt, als er sich je vorgestellt hat. So stellt er sich dem Bösen, ohne zu ahnen, was ihn erwartet ...

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Der HD-Transfer leidet enorm unter den starken, stilistischen Verfremdungen des Bildes. Ersteinmal ist der Gesamteindruck sehr dunkel. Der satte und kräftige Schwarzwert sowie die vielen im Dunkeln spielenden Sequenzen sorgen für einen enormen Detailsverlust und wenige Bildinformationen. Die Schärfe ist gut, mehr aber auch nicht. Aufgrund der farblichen Anpassung und des leicht kühlen Grundtons wirkt das Bild zudem etwas weich und detailarm. Der Kontrast selbst arbeitet solide, kommt aber nicht gegen die visuellen Spielereien des Filmemachers an. Hinzu kommen eine sichtbare Bildunruhe und eine Menge digitales Rauschen, was nicht selten in einen leichten Artefaktebrei umschlägt. Für einen aktuellen Film ist das Ergebnis nicht berauschend, aber ein Resultat der gewollten Stilmittel. Muss nicht jedem gefallen und hat für die Filmemacher den Vorteil, einiges der mittelmäßigen CGI-Effekte zu kaschieren.

Jinn
Jinn
Jinn
Jinn

(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Beide Tonspuren liegen im HD-Mehrkanalton vor und klingen durchaus brauchbar, wenngleich nicht sonderlich räumlich. Dialoge sind gut zu verstehen, und in den Actionsequenzen erzeugt der Score die nötige Atmosphäre. Direktionale Effekte könnten häufiger in Erscheinung treten, können dann aber mit einem soliden Bassfundament aufwarten. Die deutsche Synchronfassung steht dem Originalton in nichts nach, klingt jedoch etwas steriler als der Original-Mix. Für einen Indie-Film wie "Jinn" ist die Abmischung schon ganz gut, aber nur wenig differenziert und nutzt die Vorteile eines HD-Tons nur bedingt. Auf deutsche Untertitel verzichtet der Verleih leider.
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Extras
MediumBD-25
Extras
  • Deutscher Trailer (2:24 Min., 1080p)
  • Originaltrailer (2:24 Min., 1080p)
  • Bildergalerie (25 Bilder, 1080p)
  • Trailer: "The Scribbler" (1:41 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase
 Beim Bonusmaterial ist Sparflamme angesagt. Bis auf Trailer und eine Bildergalerie gibt es keine Extras. Auch auf ein FSK-Wendecover muss der Käufer verzichten. Das ist schwach.
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Fazit
"Jinn" gehört zu der Sorte von Filmen, die man nebenbei sicherlich gut konsumieren kann, und genau an diesen beiden Punkten in der Aussage stoße ich mich: "nebenbei" und "konsumieren". Eigentlich kann man die Arbeit von einem Filmemacher nicht weniger wertschätzen, als wenn man sie nur nebenbei "konsumiert", irgendwo zwischen Facebook-Feed und Whats-App-Nachrichten. Dennoch möchte ich ganz kurz die Lanze für Ajmal Zaheer Ahmads Fantasyfilm brechen, denn für eine Low-Budget-Produktion ist das Ergebnis durchaus gut inszeniert. Die Effekte, die Kameraarbeit, der Score und die Darsteller - alles befindet sich weit über dem üblichen Independent-Film-Niveau, und dennoch schafft es "Jinn" nicht, die nötige Beachtung beim beim Rezipienten zu finden.

Produzent, Drehbuchautor und Regisseur Ahmad schafft es weder, wirklich Spannung aufzubauen noch eine Geschichte zu erzählen, die nicht in den Logik-Löchern ertrinkt. Zudem wirkt "Jinn" auf ein kindliches Publikum zugeschnitten, anders kann man sich diesen harmlosen und mit CGI-Effekten überfrachteten Kinder-Horror nicht erklären. Selbst in der achten Staffel von "Supernatural" wirken die kurzen Auftritte der Dschinn bedrohlicher und angsteinflößender als hier. Zumal immer wieder das Gefühl aufkommt, man befinde sich in einer Bollywood-Produktion nur ohne Tanz und Gesang. Aber auch als Zwischensequenzen von mittelprächtigen Videospielen würde "Jinn" gut funktionieren, selbst wenn stilistisch soweit alles in Ordnung geht, so dass man zumindest visuell nicht gelangweilt wird.

Am Ende bleibt es aber beim substanzlosen Mittelmaß ohne Tiefe oder Raffinesse. Potenzial wäre da gewesen, doch mehr als die Wirkung einer etwas lang geratenen TV-Episode beizuwohnen, erzielt der Film nicht. Der Abspann läuft zudem weit über 13 Minuten, da ist der Vergleich mit der TV-Serie bei einer Gesamtlaufzeit von unter 97 Minuten nicht einmal weit hergeholt. Hier ist noch einmal durchhalten angesagt, zumindest wenn man danach noch einmal eine ellenlange, leider nichtssagende Sequenz begutachten möchte.

Technisch ist die Blu-ray solide, auf Bonusmaterial muss der Zuschauer verzichten, ebenso auf ein FSK-Wendecover. Für einen aktuellen Film wäre da sicherlich mehr möglich gewesen.



Screenshots




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News"Jinn" - Star Wars-Darsteller Ray Park im ersten Trailer
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