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USA 1994
Originaltitel:Stargate
Alternativtitel:Stargate, la porte des ètoiles
Länge:129:55 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Roland Emmerich
Buch:Dean Devlin, Roland Emmerich
Kamera:Karl Walter Lindenlaub
Musik:David Arnold
SFX:Robert DeVine, Thomas R. Dickens u.a.
Darsteller:Kurt Russell, James Spader, Kieron Lee, Viveca Lindfors, Alexis Cruz, Mili Avital, Leon Rippy, John Diehl, Carlos Lauchu, Djimon Hounsou, Erick Avari, French Stewart, Gianin Loffler
Vertrieb:Kinowelt
Regionalcode:A,B
Blu-ray-Start:22.10.2008 (Verleih) / 22.10.2008 (Kauf)



Inhalt
Bei Ausgrabungsarbeiten in der Nähe der Pyramiden von Giseh findet 1928 ein Archäologe rätselhafte Steinplatten, die mit fremdartigen Hieroglyphen übersät sind. Unter den Platten kommt etwas Erstaunliches hervor. Ein metallischer Ring mit einem Durchmesser von fast zehn Metern. Bald findet er heraus, dass dieser Ring weder aus der Vergangenheit noch aus Ägypten stammt. 65 Jahre später wird der junge Ägyptologe Daniel Jackson, der mit seinen radikalen Thesen über die Ursprünge der ägyptischen Kultur von seinen Kollegen nur Spott und Verachtung erntet, von einem hochrangigen Soldaten aufgesucht. Colonel Jack O'Neill engagiert ihn für ein streng geheimes Projekt der US-Regierung. Daniel soll die Zeichen auf dem mysteriösen Ring entschlüsseln, der seit seiner Entdeckung streng von der Regierung unter Verschluss gehalten wurde. Catherine Langford, die Tochter des Archäologen, der einst die geheimen Funde entdeckte, ist überzeugt, dass Daniel der einzige ist, der die Geheimnisse der Hieroglyphen entschlüsseln kann. Daniel macht sich an die Arbeit und es gelingt ihm tatsächlich das Rätsel zu lösen. Was er herausfindet ist unglaublich. Es handelt sich um ein Tor, ein funktionstüchtiges Stargate, das die Verbindung zu einem zweiten Stargate in einer anderen, unbekannten Welt herstellt. Gemeinsam mit Colonel O'Neill, der die Mission leitet und den besten vier Männern aus dessen Spezialeinheit, wagt Daniel den Schritt durch das Stargate. Als sie das andere Ende des Sternentores passieren, finden sie sich in einer zehn Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie wieder, in einer unvorstellbaren, andersartigen Welt. Brutale Krieger mit animalischen Köpfen und hochentwickelten Waffen beherrschen das fremdartige Wüstenreich. Aus der Forschungsreise wird ein Kampf um Leben und Tod. O'Neill und Daniel werden von der Truppen des skrupellosen Herrschers Ra bedroht. Sie müssen das Geheimnis der Pyramiden lösen, sonst sind sie verloren. Denn die bösartigen Kreaturen verschließen den Rückweg durch das Sternentor ...

Bild
Format2.35:1
Norm1080p / AVC MPEG-4
 Bildtechnisch spendiert uns Kinowelt einen sehr überzeugenden High Definition-Transfer. Hier scheint man die Lionsgate-Blu-ray als Vorlage genommen zu haben, welche ebenfalls schon eine sehr gute Bildqualität mit kleineren Mängeln offenbarte. So bietet der AVC-Transfer eine gute Schärfe, welche in Nahaufnahmen sogar sehr gute Werte abliefert. Die Farben sind sehr satt und kräftig und dank eines guten Kontrast, sowie einem satten Schwarzwert wird uns ein Bild mit einer teilweise sehr guten Tiefenwirkung geboten. Leider kann der Kontrast nicht immer überzeugen und wirkt teilweise etwas wechselhaft und in einigen wenigen Szenen tendiert der Schwarzwert leicht ins Gräuliche. Hinzu kommt eine gut sichtbare Körnung des Bildmaterials, was vor allem in dunklen Aufnahmen sehr negativ auffällt und das Bild sehr verrauscht wirken lässt. Ansonsten fällt die Körnung nicht so sehr ins Gewicht, als dass es negativ erscheint und auch der leichte Detailverlust in dunkleren Sequenzen oder ein paar weichere Einstellungen bei CGI-Szenen trüben den Sehgenuss nicht sonderlich. Auffällig ist aber auf jedenfall, dass der Transfer nachgeschärft wurde, was man deutlich an den nicht selten vorhandenen Doppelkonturen sieht. Dies hätte vielleicht nicht unbedingt sein müssen.



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Ton
FormateDTS-HD Lossless Master Audio 5.1 Surround (engl.), DTS HD 5.1 (dt.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Französisch, Dänisch, Holländisch, Spanisch, Norwegisch, Schwedisch (jeweils Zwangsuntertitel)
 Nach den letzten Soundtechnischen Enttäuschungen bei einigen Kinowelt-Blu-rays überzeugt der DTS 5.1-Mix diesmal durchweg. Die Dialoge sind klar und verständlich, klingen sogar etwas frischer als beim englischen Mix. Hinzu kommt die perfekte Balance zwischen Dialogen und Effekten, welche es in Massen gibt. Die gesamte Abmischung klingt sehr kräftig und gefällt mit einer guten Dynamik. Uns werden eine Vielzahl gut platzierter Effekte geboten, sowie ein weiträumiges Soundambiete mit einer sehr aktiven Ansteuerung der Rears, welche das Geschehen aber nicht dominieren. Kinowelt hat also bei der Abmischung alles richtig gemacht und die vielen direktionalen Effekte sorgen für ein mehr als überzeugendes Mittendringefühl. Der englische DTS HD-Master 5.1 Audio-Track klingt dem deutschen Pendant sehr ähnlich, erscheint im Effektbereich eine Spur präziser, klingt dafür in den Dialogen deutlich zu dumpf und etwas unnatürlich. Er offenbart in der Front ein paar Details mehr als die deutsche Fassung. Ärgerlich sind hier einmal wieder die deutschen Zwangsuntertitel bei der englischen Sprachfassung.
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Extras
MediumBD-25
Extras
  • Audiokonfiguration
  • Videokonfiguration
VerpackungSeastoneCase
 Die Special Edition DVD-bot fantastisches Bonusmaterial und diese Blu-ray bietet nichts, außer wie auch bei den anderen Kinowelt-Titeln üblich, eine Möglichkeit, sein TV-Bild zu konfigurieren und sich seine Lautsprecher anzuhören. Naja, eine richtige Konfiguration sieht anders aus, weshalb dieses Extra total überflüssig ist.
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Fazit
Nach "Universal Soldier" war dies nun der endgültige Durchbruch for Roland Emmerich. Mit einem relativ kleinen Budget realisierte er einen Streifen, der doppelt so teuer aussieht und lässt den Patriotismus längst nicht so wie in seinen späteren Filmen überschwappen. Die ägyptische Geschichte wird mit Science-Fiction gekreuzt, um eine Kommando-Einheit nebst Wissenschaftler durch ein Sternentor (bei Ausgrabungen gefunden) auf einen Wüstenplaneten zu schicken, wo die primitive Bevölkerung von einem Alien, das sie als Gott ansehen, ausgebeutet wird. Der Plot ist schnell klar, braucht aber immerhin 45 Minuten, um die Vorgeschichte zu erzählen und zumindest zwei Figuren etwas Profil zu verleihen. James Spader hat mit Daniel Jackson den wohl einzig nennenswerten Einsatz seiner Filmografie, während Kurt Russell als mit dem Leben fast abgeschlossener Colonel Jonathan "Jack" O'Neil fast schon routiniert den knurrigen, verschlossenen Anführer abgibt, der erst zum Schluss etwas auftaut. Inhaltlich hat auch dieser Emmerich-Film gewaltig mit seinen zwei Stunden zu kämpfen und ufert dementsprechend während der ersten Kontaktaufnahme mit der fremden Zivilisation aus, zeigt in aller Ausführlichkeit die Ankunft des Sonnengottes und weidet sich an seinen Effekten, die, zugegeben, nach wie vor nicht antiquiert wirken.
Da Jackson den gleichen Aufstand plant, der Ra schon vor Tausenden Jahren vor der Erde jagte, ist für Action gesorgt. Die Kämpfe gegen die Soldaten Ras glänzen zwar nicht vor Einfallsreichtum, guter Choreographie oder Härte, dafür aber umso mehr mit Explosionen und reichhaltigen Effekteinsatz. Zwischendurch darf Jackson noch seine große Liebe finden und O'Neil seine Komplexe überwinden, um final dem Sonnengott den Garaus zu machen. Wirklich einfallsreich ist das Gezeigte dabei selten, bietet aber dank ordentlichem Effekteinsatz und stets richtig dosierter Action, sowie einem recht spannenden Verlauf und einiger Überraschungen gute Unterhaltung. Abnutzungserscheinungen dürften sich aber spätestens beim zweiten oder dritten Mal bemerkbar machen.

Dank der erstklassigen Begleitmusik David Arnolds, sympathischen Charakteren und toller Effekte ist "Stargate" ein staubiger und sandiger Science-Fiction-Film, der etwas zu lang geriet und trotz seiner außergewöhnlichen Idee nie ganz fesseln kann. Kurt Russell ist wieder cool und Spader etwas zu fasziniert. Eben ein netter Mainstreamfilm, bei dem sich die Schwächen und Stärken weitestgehend ausgleichen. Für "zwischendurch" allemal zu gebrauchen!
Die Blu-ray-Veröffentlichung ist bild- und tontechnisch auf einem angenehmen Niveau, das Fehlen des Bonusmaterials aber mal wieder ärgerlich, weshalb eine Empfehlung sehr schwer fällt. Hier wird über kurz oder lang sicherlich noch eine Special Edition kommen, hoffentlich dann ohne Zwangsuntertitelung.



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