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USA 2013
Originaltitel:Sacrament, The
Länge:99:25 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Ti West
Buch:Ti West
Kamera:Eric Robbins
Musik:Tyler Bates
SFX:Brian Spears
Darsteller:Amy Seimetz, Joe Swanberg, Kate Lyn Sheil, AJ Bowen, Gene Jones, Kentucker Audley, Shawn Parsons, Shaun Clay, Donna Biscoe, Millie Wannamaker, Derek Roberts, Cal Johnson
Vertrieb:Constantin Film
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:06.11.2014 (Kauf)



Inhalt
Ein Journalistenteam des VICE Magazins macht sich auf nach Südamerika, um dort in einer religiösen Kommune namens Eden Parish die Schwester eines der Journalisten zu besuchen, und nebenher einen Beitrag über die Gemeinschaft zu drehen. Doch bereits kurz nach ihrer Ankunft bilden sich erste Risse in dem idyllischen Bild, das ihnen von "Vater", dem charismatischen Anführer von Eden Parish geboten wird ...

Bild
Format1,85:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Regisseur Tim West setzt in "The Sacrament" zwar ebenfalls auf Found-Footage, übertreibt es in der Darstellung aber nicht, wodurch das Bild trotz "Wackelkamera"-Optik ansehnlich und weitgehend klar bleibt. Dennoch muss der Zuschauer mit stiltechnischen Verfremdungen rechnen, die dafür sorgen, dass das Bild etwas kontrastschwach und hell wirkt. Die Schärfe ist nicht übermäßig ausgeprägt, und auch der Detailgrad schwankt erheblich, was in Kameraschwenks auffällt. In Nahaufnahmen lassen sich dennoch viele Feinheiten erkennen, und der Gesamteindruck des Bildes hebt sich enorm von der DVD-Version ab. Bis auf einige Ausnahmen werden die Farben sehr natürlich wiedergegeben und die Konturen sauber gezeichnet. Allerdings kommen die Kompressionen oftmals etwas ins Schleudern, und der Encode scheint nicht so sauber wie erwartet. Auf homogenen Flächen tauchen immer wieder kleine Unruhen und Artefakte auf, was vor allem auf sehr großen Betrachtungsflächen bemerkt wird.

The Sacrament
The Sacrament
The Sacrament
The Sacrament
(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

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Ton
FormateDTS-HD High Resolution 5.1, Dolby Digital 2.0 Stereo (nur dt.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch für Hörgeschädigte
 Der deutsche Hi-Resolution-Mix bietet eine klare und saubere Front, verzichtet aber überwiegend auf den Einsatz von Surround-Effekten. Im Mittelpunkt stehen hier vielmehr die gut ausbalancierten Dialoge, während Nebengeräusche differenziert und natürlich wiedergegeben werden. Surround-Gewitter und brachiale Bassschübe sind nicht zu erwarten, dafür setzt "The Sacrament" zu sehr auf ein subtiles, aber prägnantes Klangbild. Es gibt immer wieder kleinere Effekte, die sich überwiegend auf die Front beschränken, aber zumindest der Score verteilt sich harmonisch auf das gesamte Klangspektrum und sorgt somit für eine ausreichende Räumlichkeit und der nötigen Atmosphäre. In diesem Momenten darf der Subwoofer auch etwas mehr Leistung erbringen, wobei in den kurzen Actionsequenzen (bzw. bei Schießereien) der Dynamikumfang sehr schwach ist und der Sound sehr dumpf und dünn klingt. Das englische Original klingt, bis auf die typischen Unterschieden zwischen Synchronisation und Originalsprache, absolut identisch mit dem deutschen Pendant. Zudem gibt es noch eine unnötige deutsche Stereo-Spur. Auf Wunsch lassen sich deutsche Untertitel für Hörgeschädigte hinzu schalten.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • Kapitelflyer
  • Trailer bei Disc-Start: "Pompeii" (2:23 Min., 1080p)
  • Deutscher Trailer (3:17 Min., 1080p)
  • Originaltrailer (3:18 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Big Bad Wolves (2:18 Min., 1080p)
    • Halloween Resurrection (2:19 Min., 1080p)
    • Texas Chainsaw 3D (2:33 Min., 1080p)
    • Motel Room 13 (2:32 Min., 1080p)
    • Need for Speed (1:32 Min., 1080p)
    • Life of Crime (1:48 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Das Zusatzmaterial ist eigentlich nicht existent, denn bis auf zwei Trailer zum Hauptfilm und eine Trailershow des Labels gibt es keins. Sehr schade.
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Fazit
"Live as one. Die as one" (Tagline des Posters)

Ti West ist einer dieser Regisseure, die das Publikum extrem spalten – entweder man liebt seine Filme, oder man hasst sie aus tiefstem Herzen. Das gleiche trifft auf Eli Roth zu, der eine ähnlich polarisierende Figur des modernen Genrefilms ist. Und so war es dann nicht verwunderlich, dass das Murren nicht gerade klein war, als die beiden ankündigten, gemeinsam einen Film zu verwirklichen.

Mit "The Sacrament" verlässt Ti West das erste Mal seine Komfortzone. Er lässt das Übernatürliche, das bisher seine Karriere bestimmt hat, hinter sich, um die Geister und Spukgestalten aus Filmen wie Interner Link"The Innkeepers" mit Teufeln in Menschengestalt zu ersetzen. Der Film orientiert sich lose an einem der tragischsten Ereignisse in der Geschichte religiöser Kulte - dem Massenselbstmord von Jonestown. Vordergründig im Stile eines "Found Footage"-Films inszeniert (was durch die Verbindung zu VICE jedoch logisch und nicht erzwungen wirkt), spinnt West seine eigene, jedoch in der Gegenwart angesiedelte Version der Ereignisse. Sie birgt zwar, besonders für die Zuschauer, die mit der Geschichte von Jonestown vertraut sind, keine großen Überraschungen, entfaltet aber durch ihre Inszenierung einen langsamen, stetig zunehmenden Sog, der die Hauptfiguren (und die Zuschauer) direkt in das religiös verbrämte Herz der Finsternis führt.

Vor der Kamera haben West und sein Produzent Eli Roth ein ziemliches "Who's Who" des aktuellen (Genre-)Independentfilms versammelt, mit Schauspielern wie AJ Bowen ("You're next!"), Amy Seimetz ("Upstream Color"), Kentucker Audley (Interner Link"V/H/S") und Mumblecore-Ikone Joe Swanberg ("A horrible way to die"). Die Entdeckung des Filmes ist jedoch der Darsteller des "Vaters" - Gene Jones. Jones spielt die an seinen Namensvetter Jim Jones angelehnte Rolle mit einer unglaublichen Intensität und Charisma. Und so überrascht es nur umso mehr, dass es für Jones die erste große Rolle überhaupt ist.

Die einzige wirkliche Kritik, die man Wests Film vorwerfen kann, ist dem (recht knapp bemessenen) Budget geschuldet. Der Film wurde, obgleich in Südamerika angesiedelt, in Georgia gedreht, und die Flora des "Peach State" sieht nun einmal ein wenig anders aus. Und so wartet man als Horrorfan, als die Protagonisten durch den "Dschungel" laufen, eher auf eine zufällige Begegnung mit Rick Grimes und Michonne aus Interner Link"The Walking Dead", denn auf Sektierer ...

Die deutsche Blu-ray von Constantin Film wurde ungekürzt ab 16 Jahren freigegeben und wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert. Bild- und tontechnisch fällt "The Sacrament" zwar nicht perfekt aus, ist aber für das Genre ansprechend. Allerdings wäre richtiges Bonusmaterial wünschenswert gewesen, vor allem bei diesem brisanten Thema.



Screenshots




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