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USA 1977
Originaltitel:Damnation Alley
Alternativtitel:Strasse der Verdammnis
aka. Survival Run
Länge:91:18 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Jack Smight
Buch:Alan Sharp, Lukas Heller
Kamera:Harry Stradling Jr.
Musik:Jerry Goldsmith
SFX:Milt Rice
Darsteller:Jan-Michael Vincent, George Peppard, Dominique Sanda, Paul Winfield, Jackie Earle Haley, Kip Niven, Robert Donner, Seamon Glass, Mark L. Taylor, Erik Cord, Roger Creed, Trent Dolan
Vertrieb:Subkultur / Koch Media
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:03.09.2014 (Kauf)



Inhalt
Die nukleare Katastrophe hat den Planeten heimgesucht. In unzähligen Ländern der Welt schlugen Atombomben ein und brachten das Leben auf der Erde aus dem Gleichgewicht. Gigantische Stürme und Fluten fordern ihren Tribut und überschatten den Planeten mit einer Welle des Schreckens. Eine kleine Gruppe Überlebender einer Militärbasis macht sich auf, um dem letzten irdischen Funksignal zu folgen, in der Hoffnung, noch weitere Überlebende zu finden, denen sie sich anschließen können. Ihr Weg führt sie quer durch verwüstete Einöden einst blühender Landschaften und verfolgt von radioaktiver Strahlung, grausamen Naturgewalten und mutierten Rieseninsekten begeben sie sich auf die Straße der Verdammnis und haben nur ein Ziel: Überleben!

Bild
Format1,85:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Das HD-Master scheint von einer 35mm-Kopie zu stammen, zumindest würde das die Handvoll Klebestellen und den mäßigen Kontrast erklären. Mit Letzterem hat das Bild am meisten zu kämpfen. Das Kontrastverhältnis fällt sehr hart aus und verschluckt in vielen Momenten nötige Details. Dunkle Flächen saufen nicht selten im satten Schwarz ab, und in einigen Szenen fallen helle Bildbereiche steil aus und neigen zu Überstrahlungen. Die Schärfe ist wechselhaft und erreicht nie gute Werte. Die Detaildarstellung ist überdurchschnittlich gut, kann immer wieder einigen Feinheiten offenbaren, wobei es produktionsbedingt viele schlecht fokussierte, schwammige oder gar unscharfe Einstellungen gibt. Das liegt u. a. auch an den Effekten, die aus Matte Paintings und hineinkopierten Szenen bestehen (Riesen-Skorpione). Konturen werden gut gezeichnet, und das Bild scheint weder nachgeschärft noch zusätzlich gefiltert. Allerdings ist das Bild oftmals sehr grobkörnig und wirkt deswegen etwas unruhig. Überraschend fällt die Farbgebung aus: Anstelle von ausgewaschenen, tristen Farben, zeigt sich das Bild sehr farbenfroh und satt. Die Kompression leistet sich keine Patzer. Am Ende dürfen wir von einem soliden, aber ordentlich angestaubten HD-Transfer sprechen, der bereits für die US-Disc aus dem Jahre 2011 zum Einsatz kam und nur wenige Defekte und Verschmutzungen aufweist.

Strasse der Verdammnis
Strasse der Verdammnis
Strasse der Verdammnis
Strasse der Verdammnis

(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

 +++/--

Ton
FormateLinear PCM 2.0 Stereo (dt.), Linear PCM 7.1 (engl.), Dolby Digital 2.0 Stereo (engl.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche Stereo-Spur bietet eine gute Sprachverständlichkeit, lässt kein störendes Rauschen oder Fehler heraushören, und der Hochtonbereich arbeitet sauber und leistet sich ebenfalls keine Patzer. Hinzu kommt eine sehr breite Abmischung, resultierend aus einer überraschend guten Stereo-Separation. Neben der englischsprachigen Stereo-Fassung enthält die Disc noch eine 7.1-Abmischung vom Originalton. Das ist ein unnötiger Mix, der weitgehend frontlastig wirkt. Es gibt kleinere Szenen, in denen die Rears für etwas Atmosphäre sorgen, doch insgesamt klingt der 7.1-Track dünn, bietet aber zumindest eine sehr gute Dialogwiedergabe. Der Subwoofer bleibt sehr verhalten, und auch dem Score mangelt es an Volumen. Optional gibt es deutsche Untertitel.
 +++/--

Extras
MediumBD-50
Extras
  • 28-seitiges Booklet
Disc 1: Blu-ray
  • Audiokommentar von Produzent Paul Maslansky
  • Featurette:
    • Survival Run (11:34 Min., 1080p)
    • Road to Hell (13:22 Min., 1080p)
    • Landmaster Tales (10:14 Min., 1080p)
  • Super-8 Fassung Farbe - Scope (16:58 Min., 1080p)
  • Super-8 Fassung s/w (5:03 Min., 1080p)
  • US-Trailer (2:19 Min., 1080p)
  • US-TV-Spot (0:33 Min., 1080p)
  • deutscher Trailer (2:16 Min., 1080p)
  • Bildergalerie (5:25 Min., 1080p)
Disc 2: DVD
  • Hauptfilm (87:33 Min.)
  • Audiokommentar von Produzent Paul Maslansky
  • Featurette:
    • Survival Run (11:05 Min.)
    • Road to Hell (12:49 Min.)
    • Landmaster Tales (9:49 Min.)
  • Super-8 Fassung Farbe - Scope (16:16 Min.)
  • Super-8 Fassung s/w (4:51 Min.)
  • US Trailer (2:13 Min.)
  • US TV-Spot (0:31 Min.)
  • deutscher Trailer (2:10 Min.)
  • Bildergalerie (6:18 Min.)
VerpackungDigiPack
 Die Digipack-Edition enthält neben der Hauptfilm-Disc auf Blu-ray noch die DVD-Variante mit identischem Inhalt. Die Extras beinhalten eine umfangreiche Bildergalerie, zwei Super-8-Fassungen, diverse Trailer, drei Featurettes und einen interessanten Audiokommentar mit Produzent Paul Maslansky. Dieser spricht ausführlich über die Entstehung des Films, kann mit vielen Anekdoten und Hintergrundinformationen auftrumpfen und ist trotz der fehlenden deutschen Untertitel sehr gut zu verstehen. Werfen wir noch einen kleinen Blick auf die drei Featurettes: "Survival Run" hat eine Lauflänge von 11 Minuten und gehört dem Co-Autoren Alan Sharp, der das damalige Skript von Lukas Hellers überarbeitete. Er erzählt ein wenig über seine Karriere und gibt sich sehr bescheiden, wenn es um seine Überarbeitung des Drehbuches geht. Im 13-minütigen "Road to Hell" kommt Produzent Jerome M. Zeitman zu Wort. Er spricht über die damalige Veröffentlichungssituation und geht auf einige Aspekte der Entstehungsgeschichte ein. Im letzten Beitrag mit dem Titel "Landmaster Tales", lobt der Fahrzeugdesigner Dean Leffries, im Gegensatz zu den anderen beiden, das Gefährt in den Himmel. Die drei Featurettes wurde mit deutschen Untertiteln versehen. Das Digipack enthält zudem ein 16-seitiges Booklet mit einem Essay über Endzeitfilme von Pelle Felsch, welches man nicht verpassen sollten.
 +++/--

Fazit
Katastrophenszenarios beherrschten die Filmwelt der Siebziger: Luxusliner kenterten, Flugzeuge gingen auf Sinkflug und Erdbeben legten amerikanische Großstädte in Schutt und Asche. Seltener kam der dritte Weltkrieg ins Spiel, der hier für eine post-apokalyptische Zukunftsvision der etwas einfallslosen Art sorgt. Die zahlreichen Raketenangriffe sind am Ende nicht mehr abzuwehren - der atomare Supergau hat die meisten Orte vernichtet und nur wenige Überlebende fristen ihr tristes Dasein in der Wüste, nahe eines Militärlagers. Eugene Denton (George Peppard) und sein Unteroffizier Tanner (Jan-Michael Vincent) überleben des Weiteren eine Explosion, welche das Gebäude fast komplett zerstört. Also setzt man die zwölfrädrigen Superpanzer in Gang, um durch die Wüste nach Albany zu gelangen …

Nach einigen kunstvoll in die Szenerie geworfenen Explosionen aus Archivmaterial, ist es ein netter Gimmick, den Himmel latent mit diversen Farbfiltern zu verändern, um die Verschiebung der Erdachse zu verdeutlichen. Man weiß zwar nicht, wie viel Zeit nach dem Gau ins Land strich, doch es kann nicht länger als ein paar Wochen sein, als der Tunichtgut und Motorradfahrer Tanner und der stille, aber kontrollierte Denton ihren Weg antreten. Dabei stoßen sie auf Riesen-Skorpione, Unmengen an Kakerlaken, böswillige Wegelagerer, aber auch eine Sängerin und einen Jungen. Allzu viel geschieht dabei insgesamt nicht und auch die Spannung hält sich überwiegend in Grenzen, dafür sorgt man mit vielen Stationen und einigen Tornados für Bewegung.

Tricktechnisch sehen die vielen Kakerlaken ganz okay aus und bieten ein paar blutige Momente, doch die Skorpione wirken in der Wüste wie schlicht in die Kulisse kopiert, zumal es keine direkten Berührungen gibt und deren Schatten nicht unbedingt realitätsnah ausschauen. Besser sehen die beiden Spezialpanzer aus, auch von der Inneneinrichtung her. Die Dinger bewerkstelligen Steigungen von 60 Prozent, halten Windhosen stand und können sogar unter Wasser bedient werden, da sie als wasserdicht gelten. Leider sorgen die begrenzte Zahl der Figuren und der etwas eindimensionale Ablauf nicht für dauerhafte Unterhaltung. Es wird zwar etwas spannender, als drei Bewaffnete in einer Western-Stadt kiebig werden, doch auf Dauer braust man öde Strecken vor sich hin und versucht die Vorräte aufzupeppen. Dazwischen sorgen einige Dialoge zu viel für Hintergrundinformationen der Charaktere, die dennoch allesamt etwas lahm ausfallen. Das mag auch an den komplett unterforderten Mimen liegen, die kaum tiefere Gefühlsregungen preisgeben und selbst ein erfahrener Kerl wie Peppard spult lediglich ein gelangweilt wirkendes Routineprogramm ab.

Als es ziemlich gegen Ende zu einer verheerenden Sturmflut kommt, offenbart das Skript immerhin Mut zum Break und eine Steigerung der Dramaturgie, auch wenn der Ausgang nicht so recht zum pessimistischen Grundton passt. Hinzu gesellen sich ein paar offene Fragen, doch allzu viele Gedanken über Details haben sich die Macher ohnehin nicht gemacht, denn was zuvor unmöglich schien, läuft nun wie geschnitten Brot. "Straße der Verdammnis" ist ein etwas merkwürdiger Film mit recht überschaubarer Handlung, nur wenigen Spannungsmomenten und einer Endzeitatmosphäre, die mit der Zeit spürbar bröckelt. Für das sichtlich geringe Budget geht die Produktion zwar in Ordnung, doch etwas mehr Kampf ums Überleben hätte dem Streifen im Gesamtbild nicht geschadet. Etwas eintönig und zuweilen lahm, für ausgesprochene Fans des Subgenres aber durchaus sehenswert.

Die diesem Test vorliegende Limited Edition liegt in einem hochwertigen und gut verarbeiteten Digipack mit Schuber vor und ist auf 1000 Stück limitiert. Alternativ gibt es noch eine Single-BD und DVD, die jeweils in KeepCase-Verpackungen erschienen sind. Für Sammler ist diese Edition ein Blickfang. Wer sich mit den kleineren Mängeln im Bild arrangieren kann und im besten Fall Spaß an dem Film hat, kann bedenkenlos zugreifen. Das FSK-Logo ist ablösbar.



Screenshots




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News"Straße der Verdammnis" - Subkultur bringt Riesenskorpione in HD
IMDb.com OFDb.de



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