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CAN 1981
Originaltitel:Scanners
Alternativtitel:Scanners - Ihre Gedanken können töten
Länge:103:05 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:David Cronnenberg
Buch:David Cronnenberg
Kamera:Mark Irwin
Musik:Howard Shore
SFX:Gary Zeller
Darsteller:Jennifer O'Neill, Stephen Lack, Patrick McGoohan, Lawrence Dane, Michael Ironside, Robert A. Silverman, Lee Broker, Mavor Moore, Adam Ludwig, Murray Cruchley, Fred Doederlein, Géza Kovács
Vertrieb:Subkultur Entertainment / Media Target
Regionalcode:A,B,C
Blu-ray-Start:20.12.2012 (Kauf)



Inhalt
Cameron hat eine besondere Fähigkeit: Er hört Stimmen in seinem Kopf. Keine Phantasiestimmen, sondern Stimmen von Menschen aus seiner Umgebung. Als er eines Tages zwei Nachbarsfrauen über sich lästern hört, bricht diese kurz darauf mit Schmerzen zusammen. Cameron wird daraufhin von Sicherheitsbeamten zu Dr. Ruth gebracht, der ihm die Wahrheit über sich erzählt: Er ist ein Scanner und kann Gespräche anderer nicht nur hören, sondern sogar ihre Gedanken beeinflussen. Dr. Ruth will, dass Cameron seine Fähigkeiten zu einem guten Zweck einsetzt - aber in Wirklichkeit hat er ganz andere Absichten!

Bild
Format1,85:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Der auf einer Neuabtastung aus dem Jahre 2012 basierende HD-Transfer wurde in MPEG-4 kodiert und liegt im Seitenformat von 1,85:1 vor. Nur wenige Verschmutzungen huschen durch das durchweg sehr saubere und ruhige Bild. Die Schärfe ist gut, in Nahaufnahmen sogar teilweise sehr gut, wobei das Bild in Totalen immer wieder etwas an Details verliert. Allerdings kann man die leichten und teilweisen etwas unscharfen Einstellungen auf die Produktion zurückführen, da "Scanners" für David Cronnenberg immer noch eine Low-Budget-Produktion darstellte. Dennoch wird eine angenehme Plastizität erzeugt, was nicht zuletzt dem guten Kontrast zu verdanken ist, der helle und dunkle Bildbereiche passabel ausarbeitet. Die Farbgebung darf als frisch und natürlich gewertet werden, merkt man der Produktion doch ihr Alter an. Zudem ist der Schwarzwert ordentlich und wartet mit einer guten Durchzeichnung auf. Die Kompression arbeitet unauffällig im Hintergrund. Wir dürfen von einem gelungenen HD-Bild sprechen.

Scanners
Scanners
Scanners
Scanners
(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

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Ton
FormateLinear PCM 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Beim Ton verzichtet man auf den Upmix der Erstauflage und spendiert der deutschen als auch der englischen Sprachfassung einen auf beide Frontkanäle gelegten PCM-Mono-Mix. Bis auf ein leichtes Kratzen und Zischen im Hochtonbereich klingt der deutsche Mix klar und sauber. Das leichte Hintergrundrauschen lässt sich überhören und vielmehr darf man sich über gut verständliche Dialoge, nicht sonderlich dumpfe Nebengeräusche und einem natürlichen Score freuen. Im direkten Vergleich mit dem Originalton klingt die deutsche Tonspur viel natürlicher und passt die einzelnen Klangelemente besser aufeinander ab. Die englische Fassung hat eine sehr dominante Sprachwiedergabe mit einem sterilen und unnatürlichen Dialogbild. Stimmen klingen kratzig und blechern. Nebengeräusche als auch der Score können sich nicht sauber einordnen, wodurch die Abmischung dumpf und wenig stimmig klingt. Optional gibt es deutsche Untertitel.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • Audiokommentar von Marcus Stiglegger
  • Originaltrailer (2:19 Min., 1080p)
  • Deutscher Kinotrailer
    • Original-Version (2:02 Min., 1080p)
    • Restaurierte Version (2:02 Min., 1080p)
  • TV-Spot (0:58 Min., 1080p)
  • Bildergalerie (6:10 Min., 1080p)
  • Isolierte Tonspur mit Musik und Geräuschen
  • Hi-Def exklusiv: "The emphenol diaries": Interview mit Stephen Lack (14:22 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Beim Bonusmaterial sticht vor allem der Audiokommentar von Marcus Stiglegger ins Auge, den er leider allein bestreiten musste. Dadurch ist der Kommentar etwas zäh und wirkt bemüht, auch wenn Stiglegger mit vielen Informationen und Anekdoten rausrückt. Ein Gesprächspartner hätte den Kommentar aufgelockert und weniger Leerlauf bedeutet. Des Weiteren enthält die Disc neben diversen Trailern (u. a. in restaurierter Form), einem TV-Spot und einer Bildergalerie noch ein exklusiv für diese Disc produziertes Interview mit Hauptdarsteller Stephen Lack. Unterlegt mit einer Menge Bildmaterial und Filmausschnitten, erinnert sich der sympathische Darsteller an die Zeit der Dreharbeiten, gibt ein paar Einblicke in die Entstehung und wartet mit einigen Anekdoten auf. Der Kommentar wurde löblicherweise deutsch untertitelt. Abschließend sei noch der isolierte Music-Score erwähnt, der während des Hauptfilmes hinzugeschaltet werden kann.
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Fazit
Als David Cronenberg im Jahre 1981 die Scanners auf die unbedarfte Filmwelt losließ, war er sich der Tragweite dieses Filmes sicher noch nicht bewusst. Unangenehm, ja geradezu schmerzhaft konfrontierte er den ahnungslosen Zuschauer mit einer weiteren Variation seiner Körper-Filme. In unterkühlten, teils sterilen Bildern gelingt es ihm, ein Universum zu erschaffen, in welchem Individuen mit der Kraft ihrer Gedanken dem Gegenüber unerträgliche Schmerzen zufügen können, welche bis zum (zugegeben sehr explizit dargestellten) Tod führen können. Zurückzuführen ist diese Störung auf eine neurologische Missbildung der Hirnsynapsen der Scanners, welche durch die Einnahme eines besonderen Mittels der Mütter während der Schwangerschaft herbeigeführt wurde. Da die Scanner auf Grund dieser Störung nicht in der Lage zur sozialen Integration sind, und die permanente Reizüberflutung im Hirn zum absehbaren Wahnsinn führt, formiert sich ein Scanners-Untergrund, welcher durch eine spezielle Form des Terrors der Gesellschaft den Krieg erklärt.

Die "Scanners"-Reihe funktioniert auf mehreren Ebenen. Auf der einfachen Ebene sehen wir als Zuschauer einen für damalige Verhältnisse sehr stylischen Horrorfilm, der sein Publikum mit einer gewissen Rasanz über die gesamte Lauflänge gut unterhält. Zwischen den Zeilen jedoch findet der interessierte Betrachter eine offene Kritik an der Pharmaindustrie, hier am Beispiel des an Schwangere verabreichte Mittel Ephemerol, welches synonymisch für Thalidomid (besser bekannt als Contergan) steht, führt zu den eingangs erwähnten Reizstörungen unserer Protagonisten. Jedoch deutet die Reihe diese Symptome noch weiter und formiert aus den Opfern eine Terrorgruppe, die sich auf Grund ihrer mutierten Fähigkeiten gegen die Gesellschaft stellen, quasi die X-Men des Bösen! David Cronenberg schuf mit "Scanners" den Einstieg in dieses faszinierende Universum und schuf sein wohl einflussreichstes Werk, welches noch zwei Nachfolger plus Spin Offs nach sich zog.

Die Geschichte handelt von dem jungen und mit seinen Kräften unerfahrenen Cameron Vale, der in die Auseinandersetzung zwischen Untergrund und Behörden verstrickt wird. Er soll sich in die Terrorgruppe um Revok einschleusen lassen, um diese von innen zu infiltrieren. Der nun beginnende Terror ist jedoch weit mehr als er erwartet hat, und der Kampf zwischen den Fronten erweist sich für ihn als gefährlicher als gedacht. Cronenberg liefert hier einen Klassiker des Genres ab, der für seine Verhältnisse erstaunlich gradlinig und schnörkellos auftritt. Die vereinzelt eingestreuten Goreszenen sind auch für heutige Verhältnisse sehr hart, trotzdem ist der Film heutzutage für Jugendliche ab 16 Jahren frei. Selbst als Cronenberg-Fan muss man leider zugeben, dass "Scanners" nicht sein handwerklich bester Film ist, und dennoch kann man ihm auch nach mehrmaligem Ansehen noch eine starke Faszination bescheinigen. Davon abgesehen, zählt er auch heute zu einem der einflussreichsten Filme aller Zeiten.

Dies ist die bis dato beste Veröffentlichung des Titels mit wenig, dafür aber sehens- bzw. hörenswertem Bonusmaterial. Ausgeliefert wird die Disc mit einem Wendecover ohne FSK-Logo und mit Uncut-Vermerk.



Screenshots




Druckbare Version
Scanners
Scanners - The Takeover
Scanners II
Scanners 3
Scanners - Ihre Gedanken können töten
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