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USA 1980
Originaltitel:Fog, The
Alternativtitel:John Carpenter's The Fog
Länge:89:47 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:John Carpenter
Buch:John Carpenter, Debra Hill
Kamera:Dean Cundey
Musik:John Carpenter
SFX:Richard Albain, James F. Liles
Darsteller:Adrienne Barbeau, Jamie Lee Curtis, Janet Leigh, John Houseman, Tom Atkins, James Canning, Charles Cyphers, Nancy Kyes, Ty Mitchell, Hal Holbrook, John F. Goff, George 'Buck' Flower
Vertrieb:Kinowelt
Regionalcode:A, B
Blu-ray-Start:08.10.2008 (Verleih) / 08.10.2008 (Kauf)



Inhalt
In der kleinen Küstenstadt Antonio Bay wird gerade der hundertste Geburtstag geplant, als erst die komplette Elektronik verrückt spielt und dann eine riesige, leuchtende Nebelbank aufzieht und die darin auf einem Schoner reisenden Geisterpiraten eine Trawlerbesatzung dahinmeucheln. Dem Pastor der Gemeinde fällt darob ein Tagebuch der Stadtgründer vor die Füße, in dem beschrieben steht, wie die Stadt mittels Mordes durch ein falsches Leuchtfeuer zu Reichtum kam. Hundert Jahre ist das nun her und die Toten kehren zurück ...

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / VC-1
 Technisch vielleicht nicht ganz so schlimm wie es immer gemacht wird, spendiert uns Kinowelt einen sehr bescheidenen High Definition-Transfer von "The Fog". Wenn wir sehen, wieviele deutlich ältere Klassiker in einem neuen Glanz erstrahlen, hat der Transfer doch eher eine recht stiefmütterliche Behandlung bekommen. Es gibt immer wieder Aufnahmen, welche gut ausgeleuchtet einen ordentlichen Grad an Schärfe und Details offenbaren und in Halbtotalen und Nahaufnahmen erreichen die Werte ein zufriedenstellendes Ergebnis. Der Kontrastumfang ist am Besten, wenn Räume gut ausgeleuchtet werden bzw. uns Tageslichtaufnahmen geboten werden. Insgesamt ist der Transfer aber sehr dunkel ausgefallen, lässt Details häufig absaufen, gibt sich sehr körnig und vor allem in dunklen Szenen sehr verrauscht. Dies wäre nicht einmal so schlimm, würde nicht noch deutliches Farbrauschen zu sehen sein. Vor allem zu Beginn sehen wir starke Unruhen im Bild, dessen Schwarzwert durch bläuliches Farbpumpen gestört wird.
Die Kompression dürfte derweilen auch deutlich besser arbeiten und so zeigt sich immer wieder ein leichtes Banding bzw. richtige Kompressionsartefakte. Dafür sind die Farben sehr natürlich und stellenweise sogar angenehm satt und kräftig. Auch wenn das Bild insgesamt deutlich schärfer als die DVD erscheint, so hat man eher das Gefühl, man würde die DVD nur hochskalieren lassen, nur dass dies stellenweise vielleicht sogar besser aussehen würde. Denn richtig ärgerlich ist hier die Tatsache der Nachschärfung: Uns werden teilweise extreme Doppelkonturen zugemutet. So bleibt ein sehr zwiespältiges Resultat und ein HD-Gefühl will sich in keiner Minuten wirklich einstellen. Aber tröstet euch, von der grottigen Qualität der Interner Link"Vampire"-Blu-ray ist diese Disc meilenweit entfernt.
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Ton
Formate5.1 DTS-HD High Resolution Audio (dt., franz.), DTS-HD 5.1 Master Audio (engl.)
SpracheDeutsch, Englisch, Französisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Dänisch, Holländisch, Finnisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch (jeweils Zwangsuntertitel)
 Die deutsche und englische Tonspur liegt in DTS-HD 5.1 vor und hinterlässt für einen Upmix ein recht ordentlichen Eindruck. Bei solchen Klassikern sollte man zwar auch immer die Original Stereo- oder Monospur auf Lager haben, aber im Falle von "The Fog" ist der Upmix nicht so verhunzt, wie es z.B. bei der Interner Link"Rambo"-Trilogie-Box auf DVD der Fall war. Nennen wir den Mix also "etwas besser als Stereo", denn hier wird uns ein weitgehend sehr frontlastiger deutscher Mix spendiert, dessen Rear-Aktivitäten sich auf ein Minimum beschränken. So wird uns eine stets gut verständliche Front geboten, sowie ein düsterer Score, der die Atmosphäre des Filmes hervorragend untermalt. In Anbetracht des Alters klingen die Dialoge zwar etwas dumpf, büßen aber nichts an Verständlichkeit ein. Der Score darf sich auf sämtliche Kanäle erstrecken und wenn hin und wieder ein paar Effekte zu hören sind oder Umgebungsgeräusche aus den Effektkanälen hallen, entsteht auch eine sehr angenehme Räumlichkeit mit einigen schönen Schocksequenzen, denen es dann aber etwas an Druck und Dynamik fehlt. Zudem klingen die Rears, wenn sie denn zum Einsatz kommen, etwas zu dominant und lassen die Abmischung etwas unausgewogen erscheinen. Für ein Upmix sicherlich nicht schlecht, aber mir persönlich hätte eine sauber restaurierte Stereospur deutlich besser gefallen.
Der englische Mix bietet zwar keine sonderliche Steigerung zum einfach nur lauteren deutschen Pendant, klingt aber dennoch um einiges besser. Dies liegt ganz klar daran, dass hier die Abmischung um einiges natürlicher ist. Während die deutsche Fassung sehr laut ist, die Rears dominant dröhnen, bleibt der englische Mix um einiges differenzierter und offenbart ein paar schöne Effekte und Umgebungsgeräusche, welche in der deutschen Fassung einfach untergehen. So auch beim Score: Während zum Ende im Deutschen einfach nur ein sehr lauter Musiktrack entsteht, kommt beim Originalton Carpenters Musik nur sehr dezent zur Geltung, steigert sich aber minütlich bis zum Höhenpunkt. Diesen Höhepunkt gibt es beim deutschen Mix nicht, wodurch das Klangbild sehr monoton erscheint und nicht so lebendig wie beim englische DTS-HD-Track, der mit einigen wirklich sehr überraschenden Effekten aufwarten darf. Doch auch hier gibt es ein großes Manko - die fest eingebrannten deutschen Untertitel, welche sich aus lizenzrechtlichengründen nicht ausschalten lassen, zumindest offiziell nicht. Aber da haben wir einen kleinen Trick für euch: Startet die Blu-ray noch einmal neu und wählt im Ländermenü "United Kingdom" aus. Nun könnt ihr euch den Film in Englisch ohne Untertitel anschauen. Umständlich aber effektiv. Nach dem gleichen Prinzip kommt ihr auch an eine französische Synchronisation, sowie andere Untertitel, die ihr sonst nicht auswählen könntet.
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Extras
MediumBD-25
Extras
  • Videokonfiguration
  • Audiokonfiguration
VerpackungSeastoneCase
 So bringt man das neue Medium nicht nach vorn: Sämtliche Extras der gut ausgestatteten deutschen Doppel-DVD fehlen. Stattdessen gibt es eine Möglichkeit der Video- und Audiokonfiguartion. Naja, so etwas wird laut Menü als Zusatzmaterial gewertet.
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Fazit
Ein Klassiker des Gruselfilms: John Carpenters "The Fog" lässt untote Piraten auf das Küstenstädtchen Antonio Bay los, wo zunächst die Elektronik verrückt spielt und bald darauf die ersten Todesopfer zu beklagen sind. Als der örtliche Priester ein altes Tagebuch in den Gemäuern der Kirche entdeckt, wird klar, dass der Grund für das Auftauchen der Geister 100 Jahre zurückliegt, als Antonio Bay gegründet wurde ...
Wie bei den meisten Carpenter-Filmen entwickelt sich das Grauen nur langsam, aber zum Ende hin gewaltig. Eingefasst von einer Gruselgeschichte, die ein alter Seebär am Lagerfeuer erzählt, ist die Atmosphäre beispiellos und zeugt davon, wie man aus einer äußerst simplen Story das Maximum herausholen kann. Obwohl bekannte Namen wie Jamie Lee Curtis, deren Mutter Janet Leigh oder Tom Atkins auf der Besetzungsliste stehen, ist der Star des Films eindeutig der Nebel. Eine leuchtende, wabernde Masse, die nur Nachts auftaucht und deren Herkunft im Unklaren bleibt. Nur eines ist sicher: Die immer nur schemenhaft sichtbaren, sich darin befindlichen Figuren bringen den Tod mit sich und es ist nahezu unmöglich, ihnen zu entkommen, wenn sie es auf einen abgesehen haben. Am Ende werden alle Beteiligten, auf engstem Raum zusammengeführt, wie bei Carpenter üblich, und müssen sich noch einmal gegen die feindliche Übermacht behaupten, nachdem sich die Dramatik zuvor minutiös gesteigert hatte. Der obligatorische, äußerst fiese Schlussgag entlässt den Zuschauer nach 80 kurzen Minuten in den Abspann.

"The Fog" ist mit Sicherheit nicht Carpenters bester Film, dafür ist die Geschichte an manchen Stellen zu unlogisch und bleibt fast zu simpel gestrickt. Doch vielleicht ist es gerade die Einfachheit, die diesen Grusler so effektiv macht, neben der erneut beispiellosen Atmosphäre eines Carpenter-Films, dem dafür stets ein überschaubares Budget zu reichen scheint. Unbestreitbar ein Genreklassiker von einem Mann, der solche Geschichten mindestens so gut erzählen kann wie der Seebär am Lagerfeuer zu Beginn.
Enttäuschend ist allerdings die Blu-ray, welche indentisch zur damaligen HD DVD ein mäßiges Bild abliefert und keinerlei Extras. Wo liegt denn bitte der Sinn in einem Upgrade? Wäre zumindest das komplette Bonusmaterial der DVD vorhanden gewesen, aber so sollte man erst einmal die Finger von dem Titel lassen. Da wird vermutlich noch etwas deutlich Besseres kommen.



Screenshots




Druckbare Version
Fog - Nebel des Grauens, The
Fog, The - Nebel des Grauens (2DVD)
NewsKinowelt-Veröffentlichungen März 2004
Fog - Nebel des Grauens, The
Fog, The
Fog, The
Fog, The (2DVD)
IMDb.com OFDb.de



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