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MEX, USA
Originaltitel:Ahí va el diablo
Länge:97:32 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre (Hauptfilm ab 16 Jahre)
Regie:Adrián García Bogliano
Buch:Adrián García Bogliano
Kamera:Ernesto Herrera
Musik:Julio Pillado
SFX:Alfredo Garcia
Darsteller:Francisco Barreiro, Laura Caro, Alan Martinez, Michele Garcia, David Arturo Cabezud, Enrique Saint-Martin, Michele Estrada, Jessica Iris, Dana Dorel, Juan Carlos Arreguin, Giancarlo Ruiz, Barbara Perrin Rivemar
Vertrieb:Pierrot Le Fou / Al!ve
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:30.05.2014 (Kauf)



Inhalt
Felix und Sol sind mit ihren Kindern Adolfo und Sara unterwegs. Während sich die Eltern zum Fummeln zurückziehen, verschlägt es die Kids zu einem Hügel, von dem sie jedoch erst am nächsten Morgen zurückkehren. Verändert und apathisch erscheinend, strebt Sol Nachforschungen an, doch ein vermeintlicher Missbrauch und verschwundene Kleidungsstücke bilden lediglich die Spitze des düsteren Geheimnisses ...

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Seine digitale, kostengünstige Herkunft kann Boglianos Werk nicht verbergen. Das Bild zeigt sich zwar weitgehend scharf und offenbart viele schöne Details, doch leider neigen eine Menge Einstellungen zu etwas unscharfen Fokussierungen, die dem Widescreen-Format viele Punkte kosten. Konturen werden knackig wiedergegeben, und in ordentlich beleuchteten Aufnahmen punktet das Bild mit einer angenehmen Tiefenwirkung und einer guten Durchzeichnung. Die Kontrastwerte sind dabei solide. Insgesamt wirkt das Bild viel zu dunkel und lässt einiges an Details vermissen. Produktions- und stilbedingt neigen viele helle Bildanteile zum Überstrahlen, und in dunkleren Sequenzen wirken die Flächen sumpfig und verlieren an Tiefe. Farblich wurde das Werk stark angepasst, kann aber dennoch mit einer weitgehend natürlichen Farbpalette aufwarten. Im Großen und Ganzen ein ordentliches Bild, zumindest im Anbetracht der Produktion. Bildrauschen ist nicht wahrzunehmen, und lediglich auf homogenen Flächen, zeigt das Bild ein paar unschöne digitale Artefakte.

Here Comes The Devil
Here Comes The Devil
Here Comes The Devil
Here Comes The Devil

(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

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Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Spanisch
UntertitelDeutsch
 Beide Tonspuren wurden im HD-Mehrkanal-Ton abgemischt, unterscheiden sich allerdings stark voneinander. Die deutsche Tonspur klingt zu sehr nach Studio, und die Dialoge dominieren das Geschehen, wodurch Nebengeräusch weniger detailliert wiedergegeben werden können als im spanischen Original. Dieser bietet produktionsbedingt nicht nur eine bessere Balance zwischen Geräuschkulisse und Dialogen, sondern eine sehr druckvolle, teilweise brachiale Soundkulisse, die in puncto Dynamik und Tiefenbass alles herausholt, was der Film zu bieten hat. Die deutsche Tonspur hinterlässt hingegen einen klaren, aber gedämpften Eindruck, was in den etwas atmosphärischen Sequenzen auffällt. Der Score erstreckt sich zwar auch hier über sämtliche Kanäle, kann das Unheil aber nicht mit so einer Dichte heraufbeschwören wie im Originalton. Gezielt eingesetzte Umgebungsgeräusche werten aber auch hier den Raumklang auf, und der Subwoofer kann in vielen Sequenzen das Geschehen mit einen soliden Bassfundament untermauern. Trotzdem bleibt dringend der Originalton empfohlen, denn nur dieser wird den Zuschauer wirklich in seinen Bann ziehen und besonders in den Grusel- und Schocksequenzen für ein sehr unwohles Gefühl in der Magengegend sorgen. Deutsche Untertitel sind optional.
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Extras
MediumBD-50
Extras
  • Trailer bei Disc-Start: "Linda's Child" (1:27 Min., 1080p)
  • Making-of (52:59 Min., 1080p)
  • Trailer (2:00 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • Linda's Child (1:27 Min., 1080p)
    • Ende (2:10 Min., 1080p)
    • Die Morde von Snowtown (2:11 Min., 1080p)
    • King of Devil's Island (2:02 Min., 1080p)
    • Dog Pound (2:18 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Das Bonusmaterial gibt auf den ersten Blick nicht viel her. Neben einer Label eigenen Trailershow und einem Trailer zum Film, enthält die Disc noch ein Making-of. Wer allerdings ein typisches Featurette in Hollywood-Manier erwartet, wird überrascht sein. Dem Zuschauer werden 52 Minuten B-Roll-Material um die Ohren gehauen. Der Filmfan bekommt einen tollen Einblick in die Entstehung des Films, ohne dass etwas zurechtgeschnitten wurde oder der Käufer mit langweiligem Geschwafel gefoltert wird. Deutsche Untertitel sind ebenfalls vorhanden. Zudem liegt das Bonusmaterial in hochauflösender Qualität vor.
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Fazit
Im Horrorfilm macht es sich immer noch gut, wenn Kinder mit verändertem Verhalten in ihr eigentlich vertrautes Umfeld zurückkehren und der Familie mindestens einen gehörigen Schauer einjagen. Der mexikanische Streifen von Autor und Regisseur Adrián García Bogliano erinnert in seiner Machart stellenweise an Okkult-Grusel und Schmuddelhorror der Siebziger, die unausgegorene Erzählweise lässt allerdings zu selten Spannung entstehen.

Das geringe Budget ist dem Werk zwar von vornherein anzusehen, doch das schadet dem Look keinesfalls, welcher mit ausgeblichenen Farben, einigen Nahaufnahmen und längeren Einstellungen eine unheilvolle Atmosphäre schafft. Die Figuren sind rasch etabliert, allerdings stört die sexuelle Komponente ein wenig, da sie im Endeffekt nur sekundär zur eigentlichen Geschichte beiträgt und demzufolge viel Füllmaterial birgt. Im ersten Drittel baut sich langsam eine gewisse Spannung auf, da Bogliano den Zuschauer geschickt an der Nase herumführt. Es kommt ein Serienkiller ins Spiel, dem Hügel werden böse mystische Mächte nachgesagt, die ausdruckslosen Gesichter der Kinder geben Rätsel auf, und auch der Tankwart scheint den Vorkommnissen mit einer bösen Vorahnung gegenüber zu stehen, während ein Polizist recht clever einige Fakten zusammenzutragen weiß.

Leider bringt das teilweise irrationale Verhalten des Paares auch einige Schwachstellen zum Vorschein, da bei wichtigen Gegebenheiten unverständlicherweise geschwiegen oder gar verheimlicht wird, Felix und Sol phasenweise sogar gegeneinander arbeiten und das Wohl ihrer Kinder nicht an erster Stelle zu stehen scheint. Demgegenüber sind die wenigen Spukelemente angenehm zurückhaltend eingestreut, auch wenn dem Ganzen gewisse Schauwerte fehlen und die wenigen CGI das Geschehen nicht wirklich bereichern.
Eher überraschend stechen die kurzen jedoch heftigen Gewalteinlagen ins Auge, welche sich aufgrund der ansonsten ruhigen, manchmal gar lethargisch anmutenden Erzählweise umso deutlicher abheben. Ansonsten bringt die schleppende Erzählweise einige Hänger mit sich, zumal besonders die Nacktszenen keine Erkenntnisse zutage fördern und auch in Sachen Ästhetik nicht übermäßig ansprechend in Szene gesetzt sind. Was die Geschichte bis zur letztendlichen Auflösung leise vorantreibt, ist die Unberechenbarkeit, in welche Richtung die Story aufgelöst werden könnte, was gleichermaßen einen hohen Interpretationsspielraum abverlangt. Innerhalb der letzten Einstellungen spricht er allerdings arg in Rätseln - da darf man sich final tatsächlich sein eigenes Bild formen.

Somit liefert der Spanier Bogliano zwar einen ungewöhnlichen Streifen mit geringen Mitteln und stimmiger Atmosphäre ab, doch die überaus ruhige Erzählweise und die allenfalls mittelprächtigen Mimen verhindern ein Mitfiebern im erhöhtem Maße. Die relativ clever kombinierten Erzählelemente können für eine ganze Weile Interesse schüren, doch zwischenzeitlich lenken unnötig lange Einstellungen immer wieder vom Fokus ab, während außergewöhnliche Schauwerte ausbleiben und der Mangel an Bewegung primär im letzten Drittel ein wenig bitter aufstößt. Kein schlechter Streifen, jedoch auch keiner, der von seinem eigentlichen Potential sonderlich viel offenbart - denn das ist im Endeffekt über weite Teile dem Betrachter überlassen.

Die deutsche Blu-ray enthält mit dem 52-minütigen "Making-of" einen schönen Einblick in Dreharbeiten, und die technische Seite kann sich ebenfalls sehen und hören lasse, wobei man eindeutig zum spanischen Originalton schalten sollte. Die Freigabe ab 18 Jahren gilt nur den Trailern, der Film selbst wurde in seiner ungekürzten Form von der freiwilligen Selbstkontrolle ab 16 Jahren freigegeben. Ein FSK-Wendecover lässt mit einem kurzen Griff das unliebsame Logo verschwinden.



Screenshots




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