Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
UK 2012
Originaltitel:Art of Darkness
Alternativtitel:Painter - Dein Blut ist seine Farbe, The
aka. Art House Massacre
Länge:90:59 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Steve Laurence
Buch:Ben Cannell, Martin Laurence, Steve Laurence, Ben Loyd-Holmes
Kamera:Ben Cannell
Musik:Gerry Moffett
SFX:Michelle Bennett
Darsteller:Emily Baxter, Martin Laurence, Ryan Elliott, Adrian Annis, Lenn Blasse, Uma Dhir, Mark Hammett, David Wayman
Vertrieb:Illusions Unltd. Films
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:29.05.2014 (Kauf)



Inhalt
Ben (Martin Laurence) und Liz (Emily Baxter) leiden noch immer unter der Fehlgeburt, die Liz hatte. Am Boden zerstört kündigt Liz nach dem traumatischen Erlebnis ihren Job und Ben hat große Mühe, aus seinem eigenen Job als Buchhalter nicht entlassen zu werden, da er sich kaum noch konzentrieren kann und sich Fehler in seine Arbeit einschleichen. Zudem ist die Lage zwischen dem verheirateten Paar angespannt und die Dinge stehen nicht zum Besten. Um die finanzielle Situation zu verbessern, nimmt Liz einen zwielichtigen Job als Model für den Fotografen Philip (Ryan Elliott) an, der seine äußerst intensiven Werke in einem abgelegenen Landhaus kreiert. Doch Philip ist nicht, was er vorgibt zu sein. Er nimmt Liz in dem verließartigen Keller seines Hauses gefangen. Der mörderische Psychopath hat es in Wirklichkeit auf ihre Organe abgesehen. Ihre einzige Hoffnung, diesem Albtraum zu entkommen, ist Ben, der sie als einziger in Gefahr glaubt. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, und es ist fraglich ob Ben es schaffen kann, sie zu befreien, bevor sie Philips nächstes Opfer wird…

Bild
Format2,35:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Das HD-Bild ist meist gestochen scharf und offenbart eine traumhafte Detailzeichnug, wodurch in gut ausgeleuchteten Szenen nahezu jede Pore auf der Haut der Protagonisten zu erkennen ist. Allerdings unterliegt "The Painter" einer Menge visueller Stilmittel. So neigen einige Szenen dazu, deutlich zu überstrahlen, und der hart gewählte Kontrast kann nicht immer jedes Detail ausarbeiten. Dies geschieht im permanenten Wechsel und lässt das Bild etwas unausgewogen erscheinen. Überwiegend darf man sich über ein angenehm plastisches und sauberes Bild freuen. Jedoch fallen immer wieder leicht unscharfe Einstellungen auf, die wie auch die farblich starke Anpassungen, ein Stilmittel bzw. der digitalen Kameratechnik geschuldet sind. Etwas digitales Rauschen ist in dunkleren Sequenzen wahrzunehmen, und in Totalen fallen etwas überschärfte Konturen auf. Dies kann aber ebenfalls an den verwendeten HD-Cams liegen. Wenn man sich "The Painter" so anschaut, kommt man nicht umhin der Annahme, dass hier sogar mit qualitativ unterschiedlichen Kameras gearbeitet wurde, da sich die Qualität des Bildes stellenweise so enorm unterscheidet, dass man z. B. in einer Parkhausszene das Gefühl bekommt, man hätte es mit einem Very-Low-Budget-Film zu tun. Zum Glück stellt dies eine Seltenheit dar. Die Kompression kommt nur selten etwas ins Schleudern.

The Painter - Dein Blut ist seine Farbe
The Painter - Dein Blut ist seine Farbe
The Painter - Dein Blut ist seine Farbe

(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

 ++++/-

Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche DTS-HD Master Audio 5.1-Mix wurde stimmig abgemischt und unterstreicht die visuell interessanten Bilder mit einem düsteren und atmosphärischen Score. Dieser vermag sich über sämtliche Kanäle zu verteilen, wodurch ein räumliches, aber nicht sonderlich kraftvolles Klangambiente erzeugt wird. Die Dialoge werden gut ausbalanciert aus dem Center wiedergegeben und bleiben stets verständlich. Hinzu kommt eine überzeugende Synchronisation, die bei Videotheken-Ware nicht Gang und Gäbe ist. Der Dynamikumfang könnte allerdings besser ausfallen, und auch der Subwoofer wird etwas zu dezent eingesetzt. Dabei bietet der Film passende Momente für einen druckvollen Tieftoneinsatz. Aber "The Painter" ist ohnehin kein actionlastiger Film und setzt mehr auf einen düsteren Score und gezielte Umgebungsgeräusche mit kleinen Links-Rechts-Aktivitäten in den Frontkanälen. Der englische Originalton klingt hingegen dynamischer, offener und vor allem druckvoller. Dialoge werden natürlicher als in der deutschen Synchronisation wiedergegeben, und auch der Score kann sich um einiges mehr behaupten. Er klingt präziser, bietet einen gehobenen Dynamikumfang, und an einigen Stellen wurde der Bass äußerst druckvoll, aber niemals aufdringlich abgemischt. Im direkten Vergleich hat der englischsprachige HD-Mehrkanalton die Nase vorne und stellt schlussendlich die bessere Wahl beider Tonspuren dar. Wer mehr Wert auf eine akustisch feinere und vor allem besser aufeinander abgestimmte Tonspur hat und mit optional deutschen Untertiteln leben kann, sollte beim Original bleiben.
 ++++--

Extras
MediumBD-25
Extras
  • Originaltrailer (1:33 Min., 1080i)
  • Deutscher Trailer (1:37 Min., 1080p)
  • FSK-Trailer (1:23 Min., 1080i)
  • Making Of:
    • Intro (0:55 Min., 1080i)
    • Bad Guys (1:27 Min., 1080i)
    • Death is a Gift (2:13 Min., 1080i)
    • Hear no Evil (1:59 Min., 1080i)
    • See no Evil (2:27 Min., 1080i)
    • Speak no Evil (2:12 Min., 1080i)
  • Trailershow:
    • Day of Violence (2:43 Min., 1080p)
    • Cross Barber (1:00 Min., 1080p)
    • The Cementery (1:18 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit Schuber
 Das Zusatzmaterial ist kaum der Rede wert. Das 12-minütige Making of wurde in sechs Segmente aufgeteilt, die allesamt einen werbelastigen, statt informativen Eindruck hinterlassen. Auch wurde auf deutsche Untertitel verzichtet. Macht im Endeffekt nichts, da die Macher kaum Nützliches zu erzählen haben, bis auf das typische PR-Gequatsche. Des Weiteren sind auf der Disc drei Trailer zum Hauptfilm zu finden sowie eine Label-Trailershow. Das Bonusmaterial liegt komplett in HD vor.
 +/----

Fazit
Wenn die Sichtung eines Trailers einen schon zu Jubelstürmen veranlasst, haut einen der Film entweder um oder er enttäuscht aufgrund der hohen Erwartungshaltung. Ganz ähnlich war es bei "Art of Darkness", welcher hierzulande unter dem Namen "The Painter" veröffentlicht wurde.

Die Geschichte von "Painter" ist sehr gut geworden, zumal sie mit dem einen oder anderen Twist aufwarten kann, wodurch keine Langweile aufkommt und der Spannungsbogen oben gehalten wird. Die Schauspieler machen einen hervorragenden Job, allen voran natürlich Emily Baxter in der Rolle der Liz, die von der ersten Minute an die Sympathien der Zuschauer auf ihrer Seite zieht. Auch Ryan Elliot spielt den verrückten Fotografen/Maler, als wäre die Rolle auf ihn zugeschnitten.

Die Kameraarbeit von Ben Cannell fällt gut aus und kann, gepaart mit der sehr interessanten Farbgebung, einige wirklich traumhafte Szenen einfangen. Besonders das Interieur im Haus des Fotografen wirkt fast schon wie eine Hommage an die Gänge der Tanzschule in Interner Link"Suspiria". Überall knallendes Rot, das einen verzaubert. Ansonsten wird sehr viel mit kühlen Blautönen gearbeitet, die eine düstere, gar beklemmende Atmosphäre verbreiten können, die vom stimmigen Score unterstrichen wird. Dieser zieht den Zuschauer mit klassischen Klängen und unterstützenden Computersounds in den Bann. Das beste Beispiel hierfür ist die Autoverfolgung von Ben, in welcher man die Straßen Englands bei Nacht mit einem wunderschönen Farbenspiel und dem düsteren Score geboten bekommt.

Die Effekte stellen das Sahnehäubchen auf diesem visuell sehr ansprechenden Werk dar. Von der ersten Minute an wird einem hier durchweg harte Kost geboten. Sei es das Herausschneiden des Auges oder der knallharte Einsatz eines Vorschlaghammers. "Painter" trifft dort, wo es wehtut und wird selbst Gorehounds das ein oder andere Mal zusammenzucken lassen. Wenngleich das Ganze kein bluttriefendes Splattermeisterwerk ist, können die Effekte, welche sehr gut auf den ganzen Film verteilt wurden, den ohnehin sehr düsteren Grundtenor noch weiter unterstreichen.

"Painter" ist im Endeffekt genau das geworden, was der Trailer versprach. Ein wunderschön gefilmter Streifen, der stets eine absolut dichte Atmosphäre bietet und dies mit sehr gut agierenden Schauspielern und handgemachten Effekten abrundet. Ein Film wie ein Vorschlaghammer. Sollte man sich nicht entgehen lassen. Die deutsche Kaufhausfassung von Sunfilm ist um knapp 2 Minuten zensiert und lässt einige blutige Gewaltspitzen vermissen. Diese sind allerdings in der vorliegenden Disc von Illusion zu finden. Diese wird in einem schwarzen KeepCase mit Schuber ausgeliefert und soll limitiert sein. Eine Limitierungsnummer ist allerdings nirgendwo zu finden. Das Cover des Schubers zeigt zudem ein anderes Motiv als das des KeepCases. Technisch eine gelungene Umsetzung mit etwas mageren Extras.



Screenshots




Druckbare Version
News"The Painter" - Ungekürzte Fassung kommt über Österreich
"The Painter" - Gewinnspiel und Review online
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.