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RU, USA 2013
Originaltitel:Machete Kills
Alternativtitel:Machete 2
Länge:107:53 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Robert Rodriguez
Buch:Kyle Ward
Kamera:Robert Rodriguez
Musik:Robert Rodriguez, Carl Thiel
SFX:Joe Montenegro
Darsteller:Danny Trejo, Mel Gibson, Demian Bichir, Amber Heard, Michelle Rodriguez, Sofía Vergara, Charlie Sheen, Lady Gaga, Antonio Banderas, Walton Goggins, Cuba Gooding Jr., Vanessa Hudgens, Tom Savini
Vertrieb:Universum Film
Regionalcode:B
Blu-ray-Start:23.05.2014 (Kauf)



Inhalt
Machete (Danny Tejo) erhält einen Auftrag vom US-Präsidenten (Charlie Sheen) persönlich: Er soll einen mexikanischen Gangster festnageln, der eine Rakete auf Washington gerichtet hat. Doch leider ist der dafür vorgesehene Auslöser mit dem Herz des Ganoven verbunden, während Weltraumingenieur Voz (Mel Gibson) viel düstere Ziele verfolgt ...

Bild
Format1,85:1
Norm1080p / MPEG-4 AVC
 Im Vergleich zu seinem Interner LinkVorgänger wirkt "Machete Kills" deutlich zu sauber und erinnert nur noch beiläufig an das "Grindhouse"-Kino. Leider merkt man viel zu oft, dass hier mit Arri Alexa-Kameras gedreht wurde, wodurch das Gezeigte wenig organisch und eher steril wirkt. Dennoch gibt sich das Bild sehr detailliert und scharf. Feinheiten werden vorbildlich ausgearbeitet, und nur selten (meist bei den CGI-Effekten) wird ein etwas schwammiger Eindruck hinterlassen. Der Kontrast wurde gut gewählt, wobei in hellen Bereichen immer wieder ein leichtes Überstrahlen zu sehen ist. Der Schwarzwert arbeitet optimal und verschluckt nur äußerst selten feinere Details. Hierdurch entsteht ein tiefes und plastisches Bild mit einer satten und in warmen Orange-Tönen gehaltenen Farbgebung. Bildrauschen ist nicht wahrzunehmen, und die wenigen "Bildfehler" sind bekannte Stilmittel. Des Weiteren arbeitet die Kompression ruhig im Hintergrund. Unterm Strich ein vorbildlicher HD-Transfer, der aber schon etwas zu aufpoliert wirkt.

Machete kills
Machete kills
Machete kills
Machete kills

(Klickt auf die einzelnen Bilder, um diese in der Originalgröße von 1920 x 1080 zu sehen.)

 +++++/

Ton
FormateDTS-HD Master Audio 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch für Hörgeschädigte
 Beide Tonspuren liegen im HD-Mehrkanalton vor und klingen sehr brachial und laut abgemischt. Das klingt für den ersten Moment toll, doch schnell merkt man, dass es an Abwechslung und einer ordentlichen Differenzierung mangelt. Zwar wurde der Score dominant abgemischt und der Fokus auf die Action gelegt, doch die Balance zwischen druckvollen Actionsequenzen und ruhigen Momenten ist nicht immer optimal gelöst. Dabei ist es fast egal, ob einem die Kugeln um die Ohren fliegen oder der Subwoofer einem einen Schlag in die Magengrube verpasst, Klangharmonie wird bei "Machete Kills" nicht großgeschrieben. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, denn Spaß macht dieses Surround-Gewitter durchaus, wobei besonders Dialoge der deutschen, zugegeben eher mäßigen Synchronisationen nicht selten übersteuern. Die Verständlichkeit ist dennoch gegeben, kommt aber nicht an die Qualität des Originaltons heran. Der Dynamikumfang ist weitreichend und der Bass in jeder Actionsequenz überpräsent. Das sorgt für einen wilden Ritt und wird dem Film durchaus gerecht. Optional gibt es deutsche Untertitel für Hörgeschädigte.
 ++++/-

Extras
MediumBD-50
ExtrasDeutsch für Hörgeschädigte
  • Trailer bei Disc-Start:
    • 3 Days to Kill (2:10 Min., 1080p)
    • Homefront (1:51 Min., 1080p)
    • Riddick (1.52 Min., 1080p)
  • Behind the Scenes (20:20 Min., 1080p)
  • Deleted Scenes:
    • Jetzt klingt El Cameleon auch wie Banderas (3:59 Min., 1080p)
    • Sheriff Doakes über seinen Papa (3:57 Min., 1080p)
    • Im Truck - Extended (1:56 Min., 1080p)
    • Ich hab' von Krankenschwestern geträumt (2:09 Min., 1080p)
    • Ich bewahr' dich nur vor Sonnenbrand (1:34 Min., 1080p)
    • Gestatten, Baby Machete (2:51 Min)
    • Heute Nacht ist keiner auf der Straße unterwegs (1:47 Min., 1080p)
    • Tito wurde getasert (1:36 Min., 1080p)
  • Kinotrailer (1:41 Min., 1080p)
  • Trailershow:
    • 3 Days to Kill (2:10 Min., 1080p)
    • Homefront (1:51 Min., 1080p)
    • Olympus Has Fallen (1:53 Min., 1080p)
    • Rush - Alles für den Sieg (2:22 Min., 1080p)
    • Lone Survivor (2:23 Min., 1080p)
    • Getaway (2:12 Min., 1080p)
VerpackungSeastoneCase mit FSK-Wendecover
 Machete mag kein Bonusmaterial, zumindest bekommt man den Eindruck, wenn man die spärliche Ausstattung der deutschen Blu-ray von Universum Film sieht. Ein Haufen Trailer zu weiteren Veröffentlichungen gehört wie immer zum guten Ton, zudem gibt es noch den Originaltrailer zum Hauptfilm und acht Deleted Scenes. Diese sind aber nicht sonderlich spektakulär. Lediglich das 20-minütige Making-of bietet einen sehenswerten Einblick in die Entstehung des Films und wartet mit ein paar Hintergrundinformationen auf. Wir sprechen von insgesamt über 40 Minuten an Bonusmaterial, mehr als so mancher Blockbuster auf die Beine gestellt bekommt. Trotzdem wäre ein Audiokommentar oder ein tieferer Einblick in die Produktion und die Effekte interessant gewesen. Die Extras wurden wenn nötig Deutsch untertitelt und liegen komplett in HD vor. Die Disc wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert.
 ++/---

Fazit
"Machete twittert nicht!"

Robert Rodriguez konnte eigentlich nur da ansetzen, wo Interner Link"Machete" aufhörte, doch spätestens ab der zweiten Filmhälfte von "Machete Kills" kristallisiert sich die Planlosigkeit der Geschichte heraus, welche nicht mehr viel mit der saucoolen Splatterorgie des Interner LinkOriginals gemein hat, sondern eher an James Bond in Mexiko erinnert. Auch wenn wieder jede Menge Köpfe rollen, die Machete zielgerichtet geschwungen wird und die Besetzung mit einer langen Liste bekannter Namen aufwarten kann, will der Stoff beim fast schon ein wenig bemüht wirkenden Aufwärmen desselben Konzepts nicht so recht zünden. Nach einem erwartungsgemäß starken Einstieg mit zahlreichen Toten verkommt die Story zu einem Ersatzteillager bekannter Actioner, bei dem die Action an sich zu wenige Höhepunkte bietet.

Trejo löst zwar kleine Schmunzler mit kurzen One-Linern aus, doch der konzeptlosen Schnitzeljagd geht spätestens die Puste aus, als Elemente des eventuellen dritten Teils eingebunden werden und sich die Chose Richtung Weltraumtechnik verlagert. Dabei sind einzelne Grundideen durchaus tauglich, wie etwa das Chamäleon, ein Shapeshifter, der sich das Gesicht herunterzieht, so dass aus Lady Gaga im nächsten Moment Antonio Banderas wird, doch der eigentliche Drive wird durch solche Einlagen stets ein wenig gebremst, obgleich wieder mächtig viel Tempo im Spiel ist.

Was in nur 29 Tagen abgedreht wurde, sieht phasenweise auch danach aus, vor allem einige CGI-Effekte bei den Splattereinlagen wirken nicht billig wie typisches Exploitationkino, sondern billig im Sinne von "The Asylum" und Konsorten. Explosionen und Stunts mit Autos können sich da schon eher sehen lassen, was natürlich auch auf die Riege der Darstellerinnen zutrifft, obgleich Eye-Catcher wie Vanessa Hudgens, Alexa Vega und Sofia Vergara nicht allzu viel Screentime erhalten. So darf Machete gegen geklonte Kämpfer antreten, der Penis-Revolver kommt mal wieder zum Einsatz, jemand offenbart eine multiple Persönlichkeit und eine Darmschlinge kann per Heli-Rotor durchaus zweckentfremdet werden. Einem wie Mel Gibson ist der Spaß beim Dreh deutlich anzusehen, und auch Cuba Gooding Jr. überzeugt innerhalb weniger Szenen, während Charlie Sheen mit den Klischees hantieren muss, die er sich einmal eingebrockt hat.

Mit "Machete Kills" fällt eigentlich erst auf, wie genial der Interner LinkVorgänger ist, denn wo dort noch jede Pointe mitgefeiert werden konnte, wirkt der Nachfolger streckenweise doch recht bemüht. Zudem ist er reichlich fahrig aufgezogen und nur selten zum Brüllen komisch, wenn überhaupt. Trashfreunde kommen natürlich auf ihre Kosten, und ein passabler Unterhaltungswert ist auch gegeben, doch gegenüber Interner Link"Machete" sollten Fans ihre Erwartungen deutlich zurückschrauben und darum beten, dass Teil drei nicht noch mehr den Bach herunter geht.

Technisch eine rundum gelungene Scheibe, die dem Film bild- und tontechnisch gerecht wird. Nicht mehr so "Grindhouse" wie sein Interner LinkVorgänger, dafür eher gelackt und poliert. Beim Bonusmaterial hat Machete diesmal nicht improvisiert. Schade.



Screenshots




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Machete Kills
Machete
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